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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020
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Sind solche Sommer noch normal?

Hitzerekorde und Dürren, Starkregen und Über­schwem­mungen – sind das noch Wetter­kapriolen oder ist das schon der Klimawandel? Diese und andere Fragen haben wir dem Klima­forscher Professor Mojib Latif gestellt.
Zum Interview

Wir müssen handeln

Der weltweite Temperaturanstieg schreitet schneller voran als be­fürch­tet. Über den Landflächen hat er bereits 1,53 Grad erreicht – glück­licher­weise gibt es auf der Erde große Meeresflächen, die sich langsamer erwärmen. Daher liegt der globale Anstieg derzeit bei „nur“ 0,87 Grad. Das heißt: Noch ist der „Point of no Return“ nicht erreicht, noch können wir unseren Planeten vor den schlimm­sten Folgen der Erd­er­wärm­ung schützen. Doch dazu müssen wir alle handeln – und zwar schnell.

Der Treibhauseffekt

Was genau ist der Treibhauseffekt und warum ist er so gefährlich? In dieser Animation gehen wir dem Problem Treibhauseffekt auf den Grund

Der Treibhauseffekt

Interview mit Herrn Professor Latif

Herr Professor Latif, laut Weltklimarat hat der weltweite Temperatur­anstieg über den Landflächen 1,53 Grad erreicht und wir alle erleben die Folgen, wie Hitze, Über­schwem­mungen oder immer stärker werdende Stürme. Wie können ein paar Grad mehr solche Auswirkungen haben?

Auch wenn sich die globale Durch­schnitts­temperatur auf der Erde nur um einige Grad ändert, kann dies das Klima extrem verändern. Ein Beispiel macht das sehr gut deutlich: Zwischen der letzten Eiszeit vor etwa 20 000 Jahren und unserer Zeit heute liegen nur etwa fünf Grad Unterschied, wenn man die globale Durch­schnitts­temperatur vergleicht.

Das Klima auf der Erde hat sich durch die Jahrtausende immer verändert. Hat der aktuelle Klimawandel auch natürliche Ursachen oder verursachen ausschließlich wir Menschen ihn? Können Sie sagen, zu wie viel Prozent wir für den Klimawandel verantwortlich sind?

Der Temperaturanstieg, den wir in den letzten Jahrzehnten messen, ist viel schneller als die Veränderungen in den vergangenen 2 000 Jahren. Ein weiterer Unterschied: Es wird zurzeit überall auf der Erde wärmer. Schaut man in die Vergangenheit, dann waren die „Mittelalterliche Warmzeit“ oder die daran anschließende „Kleine Eiszeit“ Phänomene, die nur in bestimmten Regionen der Erde auftraten. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass die Hauptursache der Erderwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts der Mensch ist.

Realistisch gesehen: Haben wir tatsächlich eine Chance, den Klimawandel zu stoppen? Und wenn ja, was müssen wir tun? Was sind die großen Hebel?

Theoretisch können wir den Klimawandel noch aufhalten. Dazu müssen wir den Ausstoß von Treibhaus­gasen schnell senken. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts müssen wir auf „Netto Null“ kommen: Das bedeutet, dass alle durch Menschen verursachten Treibhaus­gas­emissionen durch Reduktions­maßnahmen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden müssen. Damit wäre die Menschheit klimaneutral, die globale Temperatur würde sich allmählich stabilisieren. Eine Möglichkeit, um CO₂ aus der Luft zu entfernen, wäre die Aufforstung: Wir brauchen mehr Waldflächen. Ein anderer Ansatz ist es, das CO₂ in der Luft als Rohstoff zu verstehen und für die Industrie und die Energiewirtschaft zu nutzen.

Sehen Sie in der Digitalisierung Chancen für den Klimaschutz?

Absolut! Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Das heißt, dass unsere Energie­versorgung künftig nicht mehr hauptsächlich durch zentrale, große Kraftwerke erfolgt, sondern durch viele kleinere, dezentrale Anlagen, bis hin zu Mini­windkraft­anlagen oder Solardächer. Außerdem müssen wir die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr miteinander vernetzen. Dazu brauchen wir intelligente, digitale Energiesysteme, um eine optimale Energie­versorgung zu gewährleisten.

Viele Menschen fühlen sich angesichts der drohenden Katastrophen hilflos und haben das Gefühl, dass sie eh nichts ändern können, schließen die Augen und leben weiter wie bisher. Nützte es, wenn wir unseren Alltag umkrempeln und klimaschonender leben? Was sollten wir zum Beispiel tun?

Nichts ist unmöglich! Das zeigt uns auch ein Blick in unsere eigene Geschichte: Niemand hätte vor der deutschen Wieder­vereinigung gedacht, dass sie so schnell passieren würde. Deutschland muss zeigen, dass man Umweltschutz und Wohlstand zusammen denken muss. Klimaschutz ist eine gesamt­gesellschaft­liche Heraus­forderung, alle Gruppen müssen sich beteiligen. Wir müssen davon wegkommen, immer nur darüber zu sprechen, worauf wir für den Klimaschutz verzichten müssen. Stattdessen sollten wir den Blick darauf richten, was man gewinnt: zum Beispiel mehr Lebensqualität. Wenn man in der Stadt mal das Auto stehen lässt und mit dem Fahrrad fährt, dann kommt dies nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der eigenen Gesundheit. Oder wenn man mit öffent­lichen Verkehrs­mitteln fährt, dient dies auch dem Stressabbau: kein Stau, keine Parkplatzsuche – und meistens ist man auch schneller.

Wenn es uns nicht gelingt, den Temperaturanstieg zu stoppen, was bedeutet das für das Leben und uns Menschen – wie wird die Erde dann in 10, 50 und 100 Jahren aussehen?

Das ist schwer zu sagen. Die Menschheit führt gerade ein gigantisches Experiment mit der Erde durch. Klar ist, dass es bei uns noch wärmer werden wird: Wir werden noch mehr und noch heftigere Hitzewellen und Starkregenereignisse erleben. Außerdem werden die Meeresspiegel weiter steigen, mit unkalkulierbaren Folgen für die Küstenregionen. Einige Regionen der Erde würden unbewohnbar werden. Insgesamt also keine guten Aussichten.

Greta Thunberg begeistert als Klimaaktivistin viele junge Menschen. Könnte dies der Start für ein weltweites Umdenken sein?

Ich hoffe, dass jetzt ein weltweites Umdenken einsetzt. Ohne den Druck aus der Gesellschaft werden die Entscheidungs­träger in Politik und Wirtschaft nicht dazu gezwungen, schnell umzusteuern. Der Einsatz lohnt sich auf jeden Fall. Wir wissen ja aus unserer eigenen Geschichte, was sich bewegen kann, wenn sehr viele Leute für eine gemeinsame Sache auf die Straße gehen: Der Atomausstieg in Deutschland beispielsweise wäre höchstwahrscheinlich ohne die Anti-Atom-Bewegung nicht passiert.

Zum Interview

Herr Professor Latif, laut Weltklimarat hat der weltweite Temperatur­anstieg über den Landflächen 1,53 Grad erreicht und wir alle erleben die Folgen, wie Hitze, Über­schwem­mungen oder immer stärker werdende Stürme. Wie können ein paar Grad mehr solche Auswirkungen haben?

Auch wenn sich die globale Durch­schnitts­temperatur auf der Erde nur um einige Grad ändert, kann dies das Klima extrem verändern. Ein Beispiel macht das sehr gut deutlich: Zwischen der letzten Eiszeit vor etwa 20 000 Jahren und unserer Zeit heute liegen nur etwa fünf Grad Unterschied, wenn man die globale Durch­schnitts­temperatur vergleicht.

Das Klima auf der Erde hat sich durch die Jahrtausende immer verändert. Hat der aktuelle Klimawandel auch natürliche Ursachen oder verursachen ausschließlich wir Menschen ihn? Können Sie sagen, zu wie viel Prozent wir für den Klimawandel verantwortlich sind?

Der Temperaturanstieg, den wir in den letzten Jahrzehnten messen, ist viel schneller als die Veränderungen in den vergangenen 2 000 Jahren. Ein weiterer Unterschied: Es wird zurzeit überall auf der Erde wärmer. Schaut man in die Vergangenheit, dann waren die „Mittelalterliche Warmzeit“ oder die daran anschließende „Kleine Eiszeit“ Phänomene, die nur in bestimmten Regionen der Erde auftraten. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass die Hauptursache der Erderwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts der Mensch ist.

Realistisch gesehen: Haben wir tatsächlich eine Chance, den Klimawandel zu stoppen? Und wenn ja, was müssen wir tun? Was sind die großen Hebel?

Theoretisch können wir den Klimawandel noch aufhalten. Dazu müssen wir den Ausstoß von Treibhaus­gasen schnell senken. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts müssen wir auf „Netto Null“ kommen: Das bedeutet, dass alle durch Menschen verursachten Treibhaus­gas­emissionen durch Reduktions­maßnahmen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden müssen. Damit wäre die Menschheit klimaneutral, die globale Temperatur würde sich allmählich stabilisieren. Eine Möglichkeit, um CO₂ aus der Luft zu entfernen, wäre die Aufforstung: Wir brauchen mehr Waldflächen. Ein anderer Ansatz ist es, das CO₂ in der Luft als Rohstoff zu verstehen und für die Industrie und die Energiewirtschaft zu nutzen.

Sehen Sie in der Digitalisierung Chancen für den Klimaschutz?

Absolut! Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Das heißt, dass unsere Energie­versorgung künftig nicht mehr hauptsächlich durch zentrale, große Kraftwerke erfolgt, sondern durch viele kleinere, dezentrale Anlagen, bis hin zu Mini­windkraft­anlagen oder Solardächer. Außerdem müssen wir die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr miteinander vernetzen. Dazu brauchen wir intelligente, digitale Energiesysteme, um eine optimale Energie­versorgung zu gewährleisten.

Viele Menschen fühlen sich angesichts der drohenden Katastrophen hilflos und haben das Gefühl, dass sie eh nichts ändern können, schließen die Augen und leben weiter wie bisher. Nützte es, wenn wir unseren Alltag umkrempeln und klimaschonender leben? Was sollten wir zum Beispiel tun?

Nichts ist unmöglich! Das zeigt uns auch ein Blick in unsere eigene Geschichte: Niemand hätte vor der deutschen Wieder­vereinigung gedacht, dass sie so schnell passieren würde. Deutschland muss zeigen, dass man Umweltschutz und Wohlstand zusammen denken muss. Klimaschutz ist eine gesamt­gesellschaft­liche Heraus­forderung, alle Gruppen müssen sich beteiligen. Wir müssen davon wegkommen, immer nur darüber zu sprechen, worauf wir für den Klimaschutz verzichten müssen. Stattdessen sollten wir den Blick darauf richten, was man gewinnt: zum Beispiel mehr Lebensqualität. Wenn man in der Stadt mal das Auto stehen lässt und mit dem Fahrrad fährt, dann kommt dies nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der eigenen Gesundheit. Oder wenn man mit öffent­lichen Verkehrs­mitteln fährt, dient dies auch dem Stressabbau: kein Stau, keine Parkplatzsuche – und meistens ist man auch schneller.

Wenn es uns nicht gelingt, den Temperaturanstieg zu stoppen, was bedeutet das für das Leben und uns Menschen – wie wird die Erde dann in 10, 50 und 100 Jahren aussehen?

Das ist schwer zu sagen. Die Menschheit führt gerade ein gigantisches Experiment mit der Erde durch. Klar ist, dass es bei uns noch wärmer werden wird: Wir werden noch mehr und noch heftigere Hitzewellen und Starkregenereignisse erleben. Außerdem werden die Meeresspiegel weiter steigen, mit unkalkulierbaren Folgen für die Küstenregionen. Einige Regionen der Erde würden unbewohnbar werden. Insgesamt also keine guten Aussichten.

Greta Thunberg begeistert als Klimaaktivistin viele junge Menschen. Könnte dies der Start für ein weltweites Umdenken sein?

Ich hoffe, dass jetzt ein weltweites Umdenken einsetzt. Ohne den Druck aus der Gesellschaft werden die Entscheidungs­träger in Politik und Wirtschaft nicht dazu gezwungen, schnell umzusteuern. Der Einsatz lohnt sich auf jeden Fall. Wir wissen ja aus unserer eigenen Geschichte, was sich bewegen kann, wenn sehr viele Leute für eine gemeinsame Sache auf die Straße gehen: Der Atomausstieg in Deutschland beispielsweise wäre höchstwahrscheinlich ohne die Anti-Atom-Bewegung nicht passiert.

Wir machen das Netz grün

Aufnahme vom Februar 2019

Klimaschutz ist Chefsache

In rund zwei Jahrzehnten hat das Thema Klimaschutz bei der Telekom stetig an Bedeutung gewonnen. Ein erstes Umweltprogramm wurde bereits 1995 ver­ab­schiedet, es folgten Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und Ver­besser­ung der Energieeffizienz. 2008 hatten wir uns ein CO₂-Reduktionsziel gesetzt, das wir planmäßig Ende 2020 erreicht und mit rund 60 Prozent sogar übererfüllt haben: unsere eigenen CO₂-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 zu senken. Anfang 2019 hat unser Vorstands­vorsitzender Tim Höttges neue ehrgeizige Klimaziele verabschiedet. Doch wir wissen, dass die Zeit drängt, und haben Anfang 2021 unsere Messlatte nochmals höhergelegt.

Unser Netz ist grün

Schon jetzt surfen unsere Kund*innen konzernweit im grünen Netz der Telekom: Vom Mobilfunk bis zum Highspeed-DSL-Netz haben wir unsere Netze vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt.

Wir nehmen uns viel vor

Aber das ist noch nicht alles: Bis 2025 werden wir unsere direkten und indirekten Emissionen im Unternehmen auf null senken. Also auch die, die zum Beispiel durch die Nutzung von Gas, Diesel oder Öl entstehen. Dies wollen wir vor allem durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erreichen. Um 100 Prozent klimaneutral zu werden, sollen verbleibende Emissionen mit geeigneten Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden.

Auch für Emissionen, die bei unseren Lieferanten oder Kund*innen anfallen, haben wir uns ein Ziel gesetzt: Alle Emissionen, die bei der Herstellung und Nutzung unserer Produkte entstehen, sollen bis 2030 um 25 Prozent pro Kunde*in sinken (gegenüber 2017). Ab 2040 wollen wir vollständig klimaneutral sein, also gar keinen CO₂-Fußabdruck mehr hinterlassen.

Den gesamten Fußabdruck verkleinern

Wussten Sie, dass mehr als 80 Prozent unseres CO₂-Fußabdrucks gar nicht bei uns anfällt? Der weitaus größte Teil der CO₂-Emissionen entsteht bei der Herstellung unserer Produkte durch unsere Lieferanten und bei unseren Kund*innen, wenn sie unsere Produkte nutzen. Um unser Ziel zu erreichen, auch diese Emissionen zu reduzieren, arbeiten wir mit den Lieferanten zusammen, die für uns Smartphones, Netzwerk­technik & Co. herstellen. Gemeinsam erstellen wir Fahrpläne, wie bei der Produktion Energie und CO₂-Emissionen eingespart werden können. Außerdem sollen die Geräte effizienter werden, damit auch in der Nutzungsphase bei den Kund*innen weniger Energie verbraucht wird.

Nachhaltigkeit auf einen Blick

Damit Kund*innen auch erkennen können, welche unserer Produkte und Lösungen einen nachhaltigen Mehrwert leisten, nutzen wir zwei neue Kennzeichnungen: #GreenMagenta und #GoodMagenta.
Damit kennzeichnen wir Produkte, Services, Projekte, Maßnahmen und Initiativen mit Nachhaltigkeitsbezug. #GoodMagenta hebt positive Beiträge zur Lösung gesell­schaftlicher Heraus­for­derungen in der digitalen Welt hervor. #GreenMagenta hin­gegen zeigt, dass wir den Klima­wan­del und seine Folgen ernst nehmen.
Eine Kurzbeschreibung unter dem Symbol beantwortet konkrete Fragen zu Nach­haltigkeitsvorteilen, etwa ob recyceltes Material verbaut wurde, die Verpackung biologisch abbaubar oder das Produkt besonders energieeffizient ist.

Wir stellen uns „Mean Tweets“
Wir stellen uns „Mean Tweets“

Kritische Kommentare lesen wir auf unseren unterschiedlichen Kanälen – auch zum Thema Klimawandel. Nicht immer ist die Kritik sachlich formuliert. Birgit Klesper und Melanie Kubin von der Telekom reagieren im Video spontan auf einige Behauptungen.

Digital das Klima schützen

Die Digitalisierung ist ein wichtiges Werkzeug auf dem Weg zu einer klima­freund­licheren Zukunft. Sie kann helfen, Energie zu sparen: im kleinen Stil zu Hause, wenn wir im Smart Home per App unsere Heizung steuern – oder im ganz großen Maßstab, wenn digitale Anwendungen in der Industrie dafür sorgen, dass Produktionsprozesse effizienter werden.

Mit vielen Produkten, Dienstleistungen und Aktivitäten unterstützen wir unsere Kund*innen dabei, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren. Um unsere Gesamt­leistung im Klimaschutz zu bewerten, setzen wir dieses Einsparpotenzial bei unseren Kund*innen zu unserem eigenen CO₂-Fußabdruck in Beziehung. Der so berechnete positive CO₂-Effekt lag 2020 bei 7,1 zu 1. Das heißt: Unsere Kund*innen sparen mit unseren Lösungen wesentlich mehr CO₂ ein, als wir bei der Telekom ausstoßen. Und genauso setzen wir uns auch im eigenen Unternehmen für den Klimaschutz ein.

Ein zu 100% grünes Netz – Wie geht das?

Unser gesamtes Netz mit 100 Prozent grünem Strom zu betreiben klingt ganz einfach – ist aber in einem internationalen Unternehmen wie der Telekom mit Herausforderungen verbunden. Denn: In jedem Land gibt es für den Einkauf von grünem Strom ganz unterschiedliche Möglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen. In den USA haben wir beispielsweise langfristige Verträge mit Wind- und Solarparkbetreibern geschlossen. Die Verträge laufen über einen Zeitraum von 12 bis 15 Jahren. Das gibt den Betreibern der Parks Investitionssicherheit. Dank dieser Verträge wurden in den USA bereits drei neue Windparks und drei Solarparks errichtet. So leisten wir einen aktiven Beitrag zur Energiewende. Solche langfristigen Verträge zum Stromeinkauf streben wir auch in anderen Ländern an. 2020 haben wir für den gesamten Telekom-Konzern einen Ratgeber veröffentlicht, der grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten für den Einkauf von Grünstrom aufzeigt, um die Landesgesellschaften bei der Wahl ihrer individuell besten Lösung zu unterstützen.

Der grüne Datenbunker

Das Rechenzentrum der Telekom in Biere bei Magdeburg gilt als eines der sichersten und eines der grünsten der Welt.
Mehr erfahren

Effizient, effizienter, am effizientesten

Die beste Möglichkeit CO₂ ein­zu­sparen ist, den Energieverbrauch zu senken. Deshalb ist Energieeffizienz ein wichtiger Aspekt unserer Klima­schutz­strategie. Wir mo­dern­isieren unsere Netze und nutzen zur Beleuchtung, Überwachung und Kühlung unserer Rechenzentren energieeffiziente Technik. Ein gutes Beispiel: Das Rechen­zentrum in Biere bei Magdeburg ist nicht nur eines der größten in Europa, sondern auch eines der effizientesten weltweit. Allein das Kühl­konzept in Biere senkt den Gesamt­energie­bedarf gegenüber ver­gleichbaren Rechen­zentren um etwa ein Drittel. Für das innovative Energie- und Umwelt­design des Gebäudes haben wir die LEED-Zertifizierung in Gold (LEED: Leadership in Energy and Environmental Design) erhalten.

Der grüne Datenbunker

Das Rechenzentrum der Telekom in Biere bei Magdeburg gilt als eines der sichersten und eines der grünsten der Welt.
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Wissenschaftlich geprüft und für gut befunden

Können Unternehmen wie die Telekom mit ihren Klimazielen wirklich einen wirksamen Beitrag dazu leisten, den Klimawandel einzudämmen? Genau diese Frage untersucht die „Science Based Targets“-Initiative. Deren Wissenschaftler prüfen, ob die Klimaziele von Unternehmen dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen – und ob sie dazu geeignet sind, das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen: die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beschränken. Die „Science Based Targets“-Initiative hat unsere Klimaziele geprüft und bestätigt, dass die Telekom als eines der ersten drei DAX-Unternehmen das Zwei-Grad-Ziel unterstützt.

Wir lassen uns an unseren Fort­schritten messen

Unsere Klimaschutzmaßnahmen sollen uns dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen. Ob uns das gelingt, überprüfen wir mit zwei Kennzahlen: Dazu erfassen wir zunächst unseren Energieverbrauch und unseren CO₂-Fußabdruck. Diese beiden Zahlen setzen wir dann ins Verhältnis zu dem Datenvolumen, das durch unsere Netze fließt. So stellen wir eine direkte Verknüpfung zwischen unseren Klimaschutzmaßnahmen und der Nutzung unserer Netze her. Auf diese Weise können wir gut erkennen, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Die Entwicklung der beiden Kennzahlen über die letzten drei Jahre zeigt, dass unser Netz immer effizienter wird.

  • Energieverbrauch in Mio. kWh 12.643
    105,9 IP-Datenvolumen in Mio. Terabyte
    Energy Intensity 119 kWh / Terabyte
  • CO₂e-Emissionen in Mio. kg CO₂e 2.466
    105,9 IP-Datenvolumen in Mio. Terabyte
    Carbon Intensity 23


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