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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020
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Sind solche Sommer noch normal?

Hitzerekorde und Dürren, Starkregen und Über­schwem­mungen – sind das noch Wetter­kapriolen oder ist das schon der Klimawandel? Diese und andere Fragen haben wir dem Klima­forscher Professor Mojib Latif gestellt.
Zum Interview

Wir müssen handeln

Der weltweite Temperaturanstieg schreitet schneller voran als be­fürch­tet. Über den Landflächen hat er bereits 1,53 Grad erreicht – glück­licher­weise gibt es auf der Erde große Meeresflächen, die sich langsamer erwärmen. Daher liegt der globale Anstieg derzeit bei „nur“ 0,87 Grad. Das heißt: Noch ist der „Point of no Return“ nicht erreicht, noch können wir unseren Planeten vor den schlimm­sten Folgen der Erd­er­wärm­ung schützen. Doch dazu müssen wir alle handeln – und zwar schnell.

Der Treibhauseffekt

Was genau ist der Treibhauseffekt und warum ist er so gefährlich? In dieser Animation gehen wir dem Problem Treibhauseffekt auf den Grund

Aufnahme vom Februar 2019

Klimaschutz ist Chefsache

In rund zwei Jahrzehnten hat das Thema Klimaschutz bei der Telekom stetig an Bedeutung gewonnen. Ein erstes Umweltprogramm wurde bereits 1995 ver­ab­schiedet, es folgten Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und Ver­besser­ung der Energieeffizienz. 2008 hatten wir uns ein CO₂-Reduktionsziel gesetzt, das wir planmäßig Ende 2020 erreicht und mit rund 60 Prozent sogar übererfüllt haben: unsere eigenen CO₂-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 zu senken. Anfang 2019 hat unser Vorstands­vorsitzender Tim Höttges neue ehrgeizige Klimaziele verabschiedet. Doch wir wissen, dass die Zeit drängt, und haben Anfang 2021 unsere Messlatte nochmals höhergelegt.

Unser Netz ist grün

Schon jetzt surfen unsere Kund*innen konzernweit im grünen Netz der Telekom: Vom Mobilfunk bis zum Highspeed-DSL-Netz haben wir unsere Netze vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt.

Wir nehmen uns viel vor

Aber das ist noch nicht alles: Bis 2025 werden wir unsere direkten und indirekten Emissionen im Unternehmen auf null senken. Also auch die, die zum Beispiel durch die Nutzung von Gas, Diesel oder Öl entstehen. Dies wollen wir vor allem durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erreichen. Um 100 Prozent klimaneutral zu werden, sollen verbleibende Emissionen mit geeigneten Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden.

Auch für Emissionen, die bei unseren Lieferanten oder Kund*innen anfallen, haben wir uns ein Ziel gesetzt: Alle Emissionen, die bei der Herstellung und Nutzung unserer Produkte entstehen, sollen bis 2030 um 25 Prozent pro Kunde*in sinken (gegenüber 2017). Ab 2040 wollen wir vollständig klimaneutral sein, also gar keinen CO₂-Fußabdruck mehr hinterlassen.

Den gesamten Fußabdruck verkleinern

Wussten Sie, dass mehr als 80 Prozent unseres CO₂-Fußabdrucks gar nicht bei uns anfällt? Der weitaus größte Teil der CO₂-Emissionen entsteht bei der Herstellung unserer Produkte durch unsere Lieferanten und bei unseren Kund*innen, wenn sie unsere Produkte nutzen. Um unser Ziel zu erreichen, auch diese Emissionen zu reduzieren, arbeiten wir mit den Lieferanten zusammen, die für uns Smartphones, Netzwerk­technik & Co. herstellen. Gemeinsam erstellen wir Fahrpläne, wie bei der Produktion Energie und CO₂-Emissionen eingespart werden können. Außerdem sollen die Geräte effizienter werden, damit auch in der Nutzungsphase bei den Kund*innen weniger Energie verbraucht wird.

Nachhaltigkeit auf einen Blick

Damit Kund*innen auch erkennen können, welche unserer Produkte und Lösungen einen nachhaltigen Mehrwert leisten, nutzen wir zwei neue Kennzeichnungen: #GreenMagenta und #GoodMagenta.
Damit kennzeichnen wir Produkte, Services, Projekte, Maßnahmen und Initiativen mit Nachhaltigkeitsbezug. #GoodMagenta hebt positive Beiträge zur Lösung gesell­schaftlicher Heraus­for­derungen in der digitalen Welt hervor. #GreenMagenta hin­gegen zeigt, dass wir den Klima­wan­del und seine Folgen ernst nehmen.
Eine Kurzbeschreibung unter dem Symbol beantwortet konkrete Fragen zu Nach­haltigkeitsvorteilen, etwa ob recyceltes Material verbaut wurde, die Verpackung biologisch abbaubar oder das Produkt besonders energieeffizient ist.

Wir stellen uns „Mean Tweets“

Kritische Kommentare lesen wir auf unseren unterschiedlichen Kanälen – auch zum Thema Klimawandel. Nicht immer ist die Kritik sachlich formuliert. Birgit Klesper und Melanie Kubin von der Telekom reagieren im Video spontan auf einige Behauptungen.

Digital das Klima schützen

Die Digitalisierung ist ein wichtiges Werkzeug auf dem Weg zu einer klima­freund­licheren Zukunft. Sie kann helfen, Energie zu sparen: im kleinen Stil zu Hause, wenn wir im Smart Home per App unsere Heizung steuern – oder im ganz großen Maßstab, wenn digitale Anwendungen in der Industrie dafür sorgen, dass Produktionsprozesse effizienter werden.

Mit vielen Produkten, Dienstleistungen und Aktivitäten unterstützen wir unsere Kund*innen dabei, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren. Um unsere Gesamt­leistung im Klimaschutz zu bewerten, setzen wir dieses Einsparpotenzial bei unseren Kund*innen zu unserem eigenen CO₂-Fußabdruck in Beziehung. Der so berechnete positive CO₂-Effekt lag 2020 bei 7,1 zu 1. Das heißt: Unsere Kund*innen sparen mit unseren Lösungen wesentlich mehr CO₂ ein, als wir bei der Telekom ausstoßen. Und genauso setzen wir uns auch im eigenen Unternehmen für den Klimaschutz ein.

Ein zu 100% grünes Netz – Wie geht das?

Unser gesamtes Netz mit 100 Prozent grünem Strom zu betreiben klingt ganz einfach – ist aber in einem internationalen Unternehmen wie der Telekom mit Herausforderungen verbunden. Denn: In jedem Land gibt es für den Einkauf von grünem Strom ganz unterschiedliche Möglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen. In den USA haben wir beispielsweise langfristige Verträge mit Wind- und Solarparkbetreibern geschlossen. Die Verträge laufen über einen Zeitraum von 12 bis 15 Jahren. Das gibt den Betreibern der Parks Investitionssicherheit. Dank dieser Verträge wurden in den USA bereits drei neue Windparks und drei Solarparks errichtet. So leisten wir einen aktiven Beitrag zur Energiewende. Solche langfristigen Verträge zum Stromeinkauf streben wir auch in anderen Ländern an. 2020 haben wir für den gesamten Telekom-Konzern einen Ratgeber veröffentlicht, der grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten für den Einkauf von Grünstrom aufzeigt, um die Landesgesellschaften bei der Wahl ihrer individuell besten Lösung zu unterstützen.

Der grüne Datenbunker

Das Rechenzentrum der Telekom in Biere bei Magdeburg gilt als eines der sichersten und eines der grünsten der Welt.
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Effizient, effizienter, am effizientesten

Die beste Möglichkeit CO₂ ein­zu­sparen ist, den Energieverbrauch zu senken. Deshalb ist Energieeffizienz ein wichtiger Aspekt unserer Klima­schutz­strategie. Wir mo­dern­isieren unsere Netze und nutzen zur Beleuchtung, Überwachung und Kühlung unserer Rechenzentren energieeffiziente Technik. Ein gutes Beispiel: Das Rechen­zentrum in Biere bei Magdeburg ist nicht nur eines der größten in Europa, sondern auch eines der effizientesten weltweit. Allein das Kühl­konzept in Biere senkt den Gesamt­energie­bedarf gegenüber ver­gleichbaren Rechen­zentren um etwa ein Drittel. Für das innovative Energie- und Umwelt­design des Gebäudes haben wir die LEED-Zertifizierung in Gold (LEED: Leadership in Energy and Environmental Design) erhalten.

Wissenschaftlich geprüft und für gut befunden

Können Unternehmen wie die Telekom mit ihren Klimazielen wirklich einen wirksamen Beitrag dazu leisten, den Klimawandel einzudämmen? Genau diese Frage untersucht die „Science Based Targets“-Initiative. Deren Wissenschaftler prüfen, ob die Klimaziele von Unternehmen dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen – und ob sie dazu geeignet sind, das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen: die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beschränken. Die „Science Based Targets“-Initiative hat unsere Klimaziele geprüft und bestätigt, dass die Telekom als eines der ersten drei DAX-Unternehmen das Zwei-Grad-Ziel unterstützt.

Wir lassen uns an unseren Fort­schritten messen

Unsere Klimaschutzmaßnahmen sollen uns dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen. Ob uns das gelingt, überprüfen wir mit zwei Kennzahlen: Dazu erfassen wir zunächst unseren Energieverbrauch und unseren CO₂-Fußabdruck. Diese beiden Zahlen setzen wir dann ins Verhältnis zu dem Datenvolumen, das durch unsere Netze fließt. So stellen wir eine direkte Verknüpfung zwischen unseren Klimaschutzmaßnahmen und der Nutzung unserer Netze her. Auf diese Weise können wir gut erkennen, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Die Entwicklung der beiden Kennzahlen über die letzten drei Jahre zeigt, dass unser Netz immer effizienter wird.

  • Energieverbrauch in Mio. kWh 12.643
    105,9 IP-Datenvolumen in Mio. Terabyte
    Energy Intensity 119 kWh / Terabyte
  • CO₂e-Emissionen in Mio. kg CO₂e 2.466
    105,9 IP-Datenvolumen in Mio. Terabyte
    Carbon Intensity 23