Unser Ansatz zu Datenschutz

Unser Beitrag zu den SDG

Höchste Standards bei Datenschutz und Datensicherheit gehören zu unserer Markenidentität. Unsere über das vergangene Jahrzehnt aufgebaute aktive Datenschutz- und Compliance-Kultur setzt nationale und internationale Standards.

Die Verantwortung für den Bereich Datenschutz liegt im Ressort „Personal und Recht“ unter Leitung der Vorständin Birgit Bohle. Das Thema Datensicherheit verantwortet Vorstandsmitglied Claudia Nemat im Ressort „Technologie und Innovation“.

Der Konzernvorstand wird seit 2009 von einem unabhängigen Datenschutzbeirat beraten, der mit namhaften Expert*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und unabhängigen Organisationen besetzt ist. Zum Jahreswechsel 2019/2020 wurde der Beirat durch die Aufnahme weiterer Mitglieder aus den Reihen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG in seiner Rolle gestärkt.

Die Deutsche Telekom Security GmbH bündelt die Sicherheitsaktivitäten aus verschiedenen Konzernbereichen und stärkt so unser Angebot an Cyber-Security-Lösungen.

Zugrunde liegende Richtlinien
Datenschutz und Datensicherheit unterliegen bei der Deutschen Telekom folgenden Richtlinien:

  • Die Konzernrichtlinie Datenschutz („Binding Corporate Rules Privacy“) regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten.
  • Die Konzernrichtlinie Sicherheit enthält die wesentlichen sicherheitsrelevanten Grundsätze des Konzerns.

Beide Richtlinien setzen verbindliche Standards, die sich an den internationalen Normen ISO 27001 und ISO 27701 orientieren. So gewährleisten wir ein adäquat hohes und beständiges Sicherheits- und Datenschutzniveau innerhalb des Konzerns.

So sorgen wir für effektiven Datenschutz:

  • Konsequente Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit
    Wir informieren umfassend über unsere Datenschutzaktivitäten wie die Umsetzung der DSGVO auf www.telekom.com/datenschutz. Seit 2014 veröffentlichen wir darüber hinaus jährlich einen Transparenzbericht. Zudem erläutern wir im vorliegenden CR-Bericht unter Verbraucherschutz, wie wir unsere Produkte und Dienste für die Nutzer*innen sicher machen.
  • Regelmäßige Schulung unserer Beschäftigten
    Telekommunikationsunternehmen müssen ihre neuen Beschäftigten zu Beginn des Arbeitsverhältnisses datenschutzrechtlich schulen. Wir gehen über diese gesetzliche Anforderung hinaus: Alle zwei Jahre schulen wir konzernweit unsere Mitarbeitenden und verpflichten sie, das Daten- und Fernmeldegeheimnis zu wahren.
    Im Kunden- und Personalbereich führen wir zusätzlich spezifische Schulungen durch – etwa Online-Schulungen zum Selbststudium, Datenschutzvorträge oder Präsenzveranstaltungen zu speziellen Themen wie „Datenschutz in Callcentern“. So stellen wir sicher, dass alle Beschäftigten die Datenschutzbestimmungen verinnerlichen.
  • Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen
    Alle zwei Jahre führen wir ein sogenanntes Konzerndatenschutzaudit durch. Ziel ist es, das allgemeine Datenschutzniveau konzernweit zu messen und zu verbessern. Hierzu befragen wir online 15 Prozent der Konzernbeschäftigten, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Ergänzt wird das Konzerndatenschutzaudit durch interne und externe Kontrollen vor Ort.
    Der Bereich Konzerndatenschutz wertet die Ergebnisse aus und prüft, ob in den jeweiligen Einheiten Handlungsbedarf besteht. Wo nötig, fordert der Konzernbeauftragte für den Datenschutz Verbesserungsmaßnahmen ein: Hierzu führt er Einzelgespräche mit den verantwortlichen Geschäftsführern, Führungskräften und den Themenverantwortlichen auf Fachebene. Bei der Umsetzung der Maßnahmen unterstützt der Konzerndatenschutz beratend und prüft, ob sie wirksam sind. Auffällige Auditergebnisse berücksichtigen wir entsprechend bei der Planung der Folgeaudits.
  • Zertifizierungen
    Die Sicherheit von Prozessen, Managementsystemen, Produkten und Diensten lassen wir durch externe, unabhängige Stellen zertifizieren, etwa TÜV, DEKRA oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Dass die IT-Systeme der Telekom Deutschland sicher sind, hat das Prüfinstitut TÜV Informationstechnik (TÜViT) der TÜV Nord Group zuletzt 2020 bescheinigt, mit einer Gültigkeit von zwei Jahren.

Unser Umgang mit „Big Data“ & „Künstlicher Intelligenz“
Werden sehr große Datenmengen verarbeitet, müssen wir besondere Vorkehrungen treffen, um die Privatsphäre der Bürger*innen zu schützen. Deshalb gelten für unseren Umgang mit Big Data seit 2013 acht verbindliche Leitsätze. Zudem haben wir 2015 mit einem „Zehn-Punkte-Programm für mehr Sicherheit im Netz“ konkrete Maßnahmen beschlossen, um Daten und Infrastruktur zu schützen. In diesem Rahmen haben wir spezielle Schutzprodukte entwickelt – darunter die „Protect Mobile App“, die das Netzwerk, mit dem man sich über das Smartphone verbindet, auf Risiken prüft. Darüber hinaus haben wir einen Leitfaden zur datenschutzkonformen Gestaltung von Künstlicher Intelligenz (KI) veröffentlicht.

Überprüfung unserer Produkte
Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte und Dienste spielen Datenschutz- und Sicherheitsaspekte eine wesentliche Rolle. Mithilfe des „Privacy and Security Assessment (PSA)“-Verfahrens werden unsere Systeme bei jedem Entwicklungsschritt auf ihre Sicherheit überprüft. Dies gilt für neu entwickelte Systeme ebenso wie für bestehende, die technisch oder in der Art der Datenverarbeitung angepasst werden. Den Datenschutz- und Datensicherheitsstatus unserer Produkte dokumentieren wir außerdem mit einem standardisierten Verfahren über ihren gesamten Lebenszyklus.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-220a.1 (Datenschutz)
  • Code TC-TL-230a.2 (Datensicherheit)

Transparenzbericht

Als Telekommunikationsunternehmen sind wir gesetzlich verpflichtet, Sicherheitsbehörden zu unterstützen: Darunter fällt beispielsweise, Telekommunikationsverbindungen von bestimmten Strafverdächtigen zu überwachen und aufzuzeichnen oder Auskunft über Anschlussinhaber*innen zu geben.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind international sehr unterschiedlich. In einigen Ländern ist uns die Auskunft zu Sicherheitsmaßnahmen verboten, in anderen führen die Behörden Überwachungen direkt aus – ohne dass sich Telekommunikationsunternehmen beteiligen. Details zu den nationalen Gegebenheiten finden Sie in den jeweiligen Landesinformationen auf unserer Website.

Bereits seit 2014 veröffentlichen wir einen jährlichen Transparenzbericht für Deutschland und seit 2016 einen internationalen Transparenzbericht. Dort legen wir im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten die Art und den Umfang unserer Auskünfte an Sicherheitsbehörden offen. Grundsätzlich sehen wir die Behörden in der Pflicht, Sicherheitsmaßnahmen transparent zu machen. Solange sie von staatlicher Seite nicht gewährleistet sind, bemühen wir uns im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten selbst um die nötige Transparenz.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-220a.2 (Datenschutz)

Cyber Security

Die Deutsche Telekom Security GmbH ist unser Sicherheitsspezialist mit jahrelanger Erfahrung in der internen Sicherheit des Konzerns. Sie bietet auch unseren Kund*innen passende Security-Dienste und -Produkte über die gesamte Wertschöpfung an: von der Produktentwicklung über Anwendungen bis hin zu sicheren und leistungsfähigen Netzen und Hochsicherheitsrechenzentren.

Aus der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung können sich auch Gefahren für uns alle ergeben. Deshalb entwickeln wir gezielt Maßnahmen, um mögliche neue Sicherheitsrisiken abzuwenden und einige Bedrohungen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Wir wollen die Zusammenarbeit in der digitalen Gefahrenabwehr weiter verbessern. Daher veranstalten wir gemeinsam mit der Münchner Sicherheitskonferenz regelmäßig den Cyber Security Summit.

Weltweit arbeiten wir zudem mit Forschungseinrichtungen, Industriepartnern, Initiativen, Standardisierungsgremien, öffentlichen Institutionen und anderen Internet-Dienstleistern zusammen. Gemeinsam wollen wir der Cyberkriminalität entgegentreten und die Internet-Sicherheit verbessern. Beispielsweise kooperieren wir bundesweit mit dem Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) und auf EU-Ebene mit der Europäischen Agentur für Netzwerk- und Informationssicherheit (ENISA).

Über unsere vielfältigen Sicherheits- und Datenschutzaktivitäten berichten wir tagesaktuell auf unserer Konzernwebsite.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-230a.2 (Datensicherheit)

Unsere Cyber-Security-Infrastruktur

Cyber Emergency Response Team
Um Angriffe abzuwehren, entwickeln wir laufend neue Verfahren. Schon seit Mitte der 1990er-Jahre gibt es bei der Telekom ein sogenanntes Cyber Emergency Response Team (CERT): International verantwortet es das Management von Sicherheitsvorfällen für unsere Informations- und Netzwerktechnologien. Seither bauen wir unsere Aktivitäten zur Cyberabwehr kontinuierlich aus und engagieren uns für mehr Information und Austausch. Seit 2020 ist unser CERT offiziell nach dem Standard SIM3 (Security Incident Management Maturity Model) zertifiziert. Damit ist es aktuell nur eine von drei deutschen CSIRT(Computer Security Incident Response Team)/CERT-Organisationen, die diesem Standard entsprechen.

Cyber Defense Center
In sogenannten Cyber Defense und Security Operations Centern (SOC) behalten wir die Sicherheitslage für uns und unsere Kund*innen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr im Auge. Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) analysieren wir dort jeden Tag circa eine Milliarde sicherheitsrelevanter Daten aus rund 3 000 Datenquellen. Unsere Security-Spezialist*innen erkennen Angriffe in Echtzeit und leiten unmittelbar die notwendigen Schritte ein, diese unschädlich zu machen oder gar abzuwehren. Im Jahr 2021 haben wir in der Spitze bis zu 90 Millionen Angriffe pro Tag auf die Telekom-Honeypot-Systeme – absichtlich für Angreifer*innen gestellte Fallen – registriert. Im Netz der Deutschen Telekom bekämpfen wir außerdem als einziger Internet-Provider in Europa aktiv Botnetze (miteinander verbundene, mit Schadprogrammen infizierte Rechner). So schützen wir unsere Infrastruktur – und somit auch die Daten unserer Kund*innen.

Threat Intelligence Team 
Der Frage, wie die Täter genau vorgegangen sind, geht parallel das Threat Intelligence Team nach. Unsere Kolleg*innen sind bestens mit Forschenden aus der ganzen Welt vernetzt und teilen Erkenntnisse. So bleiben sie immer auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und wissen präzise, mit wem und womit sie es zu tun haben. Wenn man Cyberkriminellen schon nicht ständig einen Schritt voraus sein kann, so sollen sie wenigstens immer unsere Präsenz spüren.

Unsere Maßnahmen gegen Cyberangriffe bieten wir genauso auch anderen Unternehmen an: Mehr als 30 deutsche DAX- und mittelständische Unternehmen nutzen unsere Leistungen für ihren eigenen Schutz.
 

Schutz persönlicher Daten

Der Schutz der Daten unserer Kund*innen ist für uns von höchster Bedeutung. Über unser Engagement berichten wir regelmäßig und teilweise tagesaktuell auf unserer Konzernwebsite unter Datenschutz und Datensicherheit.

Trotz vielfältiger Präventionsmaßnahmen können wir Datenschutzverletzungen nicht komplett verhindern: Im Jahr 2021 dokumentierten wir in Deutschland 257 Datenschutzverletzungen, von denen wir 151 infolge von Kundenbeschwerden und sechs in Folge von Beschwerden von Aufsichtsbehörden untersucht haben. Von diesen Verletzungen waren insgesamt 334 Kund*innen betroffen. In keinem dieser Fälle wurde ein kritischer Verstoß festgestellt. 

Um den Datenschutz und die Datensicherheit immer weiter zu verbessern, engagieren wir uns in verschiedenen Projekten. Die folgenden Beispiele geben einen kleinen Ausschnitt unserer Arbeit in jüngerer Vergangenheit wieder:

Im Jahr 2020 haben wir gemeinsam mit dem Software-Konzern SAP die Corona-Warn-App img entwickelt: Sie informiert Nutzer*innen in Deutschland und einigen anderen Ländern über mögliche Kontakte mit Coronavirus-Infizierten. Schon im Vorfeld der Entwicklung wurde intensiv über das Datenschutz- und Sicherheitskonzept diskutiert. Um einen maximalen Schutz der persönlichen Daten zu gewährleisten, entschied sich die Bundesregierung für einen dezentralen Ansatz: Damit bleiben die Daten auf dem eigenen Handy und werden nicht zentral gespeichert. Dieses Konzept hat sich ausgezahlt: In Deutschland allein wurde die App so oft installiert wie ähnliche Lösungen in anderen europäischen Ländern zusammen – bis Dezember 2021 über 39,5 Millionen Mal.

Internationale Kooperation für Cybersicherheit
Auch 2021 setzten wir uns auf internationaler Ebene für Datensicherheit ein.
Seit 2014 sind wir Mitglied bei „Cyber Security Sharing & Analytics“ (CSSA). Der Verein bietet einen technischen und organisatorischen Rahmen, um sensible Informationen sicher zu teilen, und damit sich Expert*innen vernetzen und gegenseitig unterstützen können. Außerdem haben wir unser Engagement für Sicherheit in der digitalen Welt 2018 durch die Unterzeichnung des „Paris Call for Trust and Security in Cyberspace“ unterstrichen. Darin verpflichten wir uns, die Zusammenarbeit zugunsten der Integrität und der Sicherheit der digitalen Welt zu intensivieren.

Keine Macht den Botnetzen
Der internationale Vergleich zeigt: Die Deutsche Telekom AG ist als Netzbetreiberin in Europa führend darin, sogenannte Botnetze zu erkennen und zu unterdrücken (Stand: Dezember 2021). Der Begriff steht für zahllose, unbefugt miteinander verbundene Geräte, die für vielfältige Angriffe von Kriminellen missbraucht werden. Je größer solch ein Netz, desto drastischer kann sich ein Cyberangriff auswirken. Damit sich die Geräte nicht mehr von Hacker*innen steuern lassen, analysieren die Expert*innen der Deutschen Telekom Security GmbH die Strukturen des Verbunds und unterdrücken die Kommunikation mit den Steuerungsservern. Es kann durchaus vorkommen, dass Botnetze die Geräte unserer Kund*innen vereinnahmen. Im Jahr 2021 haben wir unsere Kund*innen in solchen Fällen über 420 000 Mal informiert und ihnen geholfen, ihre Endgeräte von Bots zu befreien.

Gestohlene Identitäten aufspüren
Die Fraud-Scouts (Betrugsexpert*innen) des Telekom-Sicherheitsteams durchsuchen mithilfe einer speziellen Anwendung das World Wide Web und das Darknet nach gestohlenen Identitäten. Sollten sie fündig werden, warnen und helfen wir unseren Kund*innen. Auch im Falle vom sogenannten Smishing img – betrügerischen SMS-Kurznachrichten – haben wir das 2021 allein in Deutschland 30 000 Mal getan. Insgesamt waren die mit Schadsoftware belasteten Geräte dieser Kund*innen für den unbeabsichtigten Versand von 100 Millionen SMS verantwortlich.

Smart geht auch sicher und transparent
Wir wollen nicht nur gesetzliche Vorgaben erfüllen, sondern aktiv sicherstellen, dass die Daten unserer Kund*innen geschützt sind. Dafür entwickeln wir technische Standards permanent weiter und engagieren uns für größtmögliche Transparenz.

Beispielsweise speichern wir bei dem Dienst „SprachID“ nicht die Stimme der Kund*innen. Stattdessen wird ein mathematisches Muster aufgezeichnet, das aus vielen Merkmalen der Stimme berechnet wird. Dies lässt somit keine Rückschlüsse auf Personen zu.

Umgang mit Kundendaten ausgezeichnet
Bereits zum vierten Mal hat uns das unabhängige Prüfinstitut TÜV Informationstechnik (TÜViT) 2020 für den Umgang mit unseren Kundendaten ausgezeichnet. Dieses Gütesiegel ist bis Mitte 2022 gültig. TÜViT bescheinigte uns, dass unsere Verarbeitung der Daten, beispielsweise zur Rechnungserstellung, stets gewissenhaft und geschützt geschieht.

Vertrauen in die Cloud stärken
T-Systems ist seit September 2021 Mitglied der „EU Cloud Code of Conduct General Assembly“ von SCOPE Europe, einer Vereinigung für die Erstellung gemeinsamer Regulierungsmaßnahmen in der digitalen Industrie. Damit bekennen wir uns zum „EU Cloud Code of Conduct“, dem ersten von den europäischen Datenschutzbehörden anerkannten Standard für Cloud-Dienste, und richten die Cloud-Angebote von T-Systems danach aus.

Zusätzlich engagieren wir uns mit weiteren Expert*innen bei der Initiative AUDITOR des Bundeswirtschaftsministeriums, um einen Standard für die Zertifizierung von Cloud-Diensten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu entwickeln („GDPR Compliant Cloud“ – GCC). Der Standard soll von „GAIA X“ angewendet werden, einem europäischen Cloud-Projekt für eine leistungsfähige und sichere Dateninfrastruktur, bei dem wir Gründungsmitglied sind. Auch wir prüfen, ob wir unsere Lösungen der Open Telekom Cloud und der vCloud-Services entsprechend zertifizieren lassen; dies setzt voraus, dass die Aufsichtsbehörden den Standard bewilligen. Allerdings haben die zuständigen Aufsichtsbehörden bislang keine einheitliche Datenschutzzertifizierung von Cloud-Diensten genehmigt. Wir erachteten dies für eine geschützte Dateninfrastruktur in Deutschland und Europa jedoch als unverzichtbar.

Einfache Datenschutzerklärung für alle
Datenschutzhinweise sind für Laien oft unverständlich. Mit unserem sogenannten One-Pager bieten wir unseren Kund*innen eine leicht lesbare, kurze Übersicht über wesentliche Datenverarbeitungen. Er ersetzt nicht die förmliche Datenschutzerklärung, die juristischen Anforderungen entsprechen muss und auf die wir zusätzlich verlinken. Mit dem One-Pager folgen wir einer Initiative des Nationalen IT-Gipfels unter Beteiligung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.

Weitere Projekte finden sich in unserem CR-Wissen.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 418-1 (Schutz der Kundendaten)

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • TC-TL-550a.2 (Umgang mit systemischen Risiken aus technischen Störungen)

IT-Sicherheit & Datenschutz KPI

Alle zwei Jahre fragen wir 50 000 Beschäftigte der Deutschen Telekom stichprobenartig, wie es um das Datenschutz- und Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen steht. Auf Basis der Umfrageergebnisse werden unter anderem der Security Awareness Index img (SAI) sowie die Datenschutz-Awardkennzahl berechnet. Die Indikatoren dienen dazu die Effektivität unserer Maßnahmen im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz zu überprüfen. Die Datenschutz-Award-Kennzahl wurde zuletzt 2020 erhoben und lag bei 86 Prozent (ohne T‑Mobile US). Der Security Awareness erreichte 2021 bei der letzten Befragung 80,9 (ohne T‑Mobile US) von maximal 100 Punkten (und liegt damit höher als bei allen anderen Unternehmen im Benchmark).

Die Datenschutz-Awardkennzahl misst das Datenschutzniveau in den Einheiten auf einer Skala von 0 bis 12. Sie wird aus den Antworten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrem Denken, Handeln und Wissen bezüglich Datenschutz berechnet.

Der Security Awareness Index ist ein Maßstab für die Mitarbeiterwahrnehmung der IT-Sicherheit bei der Telekom. Grundlage für die Bewertung sind die Antworten der Telekom-Mitarbeiter zu der Aufmerksamkeit der Geschäftsführung für das Thema, der Sicherheitskultur, dem Einfluss von Sicherheitsvorgaben auf die eigene Arbeit sowie ihre persönliche Verantwortung für und Einstellung zu IT-Sicherheit. Der Index umfasst eine Skala von 0 bis 100 – je höher der Wert desto besser wurde die IT-Sicherheit bei der Telekom bewertet.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 418-1 (Schutz der Privatsphäre von Kunden)

Global Compact

  • Prinzip 1 (Unterstützung und Respektierung der internationalen Menschenrechte)

 

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