Lieferanten

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Unser Ansatz für Nachhaltigkeit im Einkauf

Unsere Einkaufsstrategie sowie die daraus abgeleiteten Umsetzungsrichtlinien berücksichtigen das Thema Nachhaltigkeit umfassend. Diese betreffen den gesamten Beschaffungsprozess. Die Strategie wird mithilfe interner und externer Leistungskennzahlen und Managementinstrumente umgesetzt.

  • Die Verantwortung für Nachhaltigkeit im Einkauf liegt im Vorstandsbereich Finanzen und den Einkaufsfunktionen des Konzerns. Weitere Fachbereiche sowie das Nachhaltigkeitsmanagement unterstützen themenspezifisch.
  • Das Thema Nachhaltigkeit wird im gesamten Beschaffungsprozess berücksichtigt. Bereits beim Onboarding der Lieferanten müssen diese grundsätzlich unseren Lieferantenkodex anerkennen. Dieser beinhaltet unsere ambitionierten CR-Ziele und Anforderungen.
  • Im Zuge von Ausschreibungen gewichten wir die Umweltziele, die CO2-Emissionen unserer Zulieferer und bei einzelnen Produktgruppen auch weitere, unter anderem soziale Nachhaltigkeitskriterien grundsätzlich mit 20 Prozent. Besonderen Stellenwert hat der CO2-Fußabdruck unserer Lieferanten sowie deren Engagement für die Erreichung ambitionierter Klimaziele; denn die Reduktion der CO2-Emissionen in unserer Lieferkette (Scope 3 img) spielt für die Erreichung unseres Ziels, bis spätestens 2040 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral (Netto-Null img) zu sein, eine zentrale Rolle.
  • In enger Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsunternehmen Orange haben wir im Rahmen unseres Joint Ventures „BuyIn“ ein gemeinsames produktspezifisches Kriterien-Set für IT- und Netzwerk/Hardware-Produkte sowie für passive Produkte wie Glasfaserkabel img entwickelt. Seit dem Berichtsjahr werden diese Kriterien bei Ausschreibungen über 10 Millionen Euro für IT/NT-Hardware-Produkte und Glasfaserkabel/Hardware-Produkte angewendet.
  • Wir monitoren mögliche Nachhaltigkeitsverfehlungen unserer Lieferanten durch Drittanbieter. Bei relevanter Missachtung unserer Anforderungen starten wir einen entsprechenden Risikoprozess gemäß dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Die Informationen finden auch Anwendung in der wiederkehrenden Risikoanalyse, die wir unter Einbeziehung der relevanten Konzerneinheiten durchführen.
  • Unsere Mitarbeitenden haben diverse Nachhaltigkeitsinformationen und -schulungen mit Bezug auf die Anforderungen des LkSG erhalten; zusätzlich geben die Umsetzungsrichtlinien der Globalen Einkaufsrichtlinie einen Überblick darüber, welche CR-Kriterien an welcher Stelle des Beschaffungsprozesses zu berücksichtigen sind.
  • Geschäftspartner und Lieferanten entwickeln wir im Rahmen von spezifischen Workshops weiter.

Korruption und Bestechung können langfristige wirtschaftliche Schäden verursachen, fairen Wettbewerb und bedarfsgerechte Investitionen verhindern, Arbeitsplätze vernichten sowie Armut und Ungleichheit in der Bevölkerung verstärken. Im Rahmen der Impact-Betrachtung unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir auch die Nachhaltigkeitsperformance unserer Lieferanten eingehend betrachtet. Für die Themen Korruption und Bestechung identifizierten wir hierbei ein moderates Risiko. Wir engagieren uns deshalb unter anderem für eine verantwortungsvolle Beschaffung von Mineralien und setzen uns für die Substitution von konfliktbelasteten Materialien ein. Zudem bieten wir unseren Lieferanten E-Learnings zum Thema Compliance an.

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Lieferantenkodex

Unser Verhaltenskodex für Lieferanten (Supplier Code of Conduct) ist Bestandteil unserer Allgemeinen Einkaufsbedingungen und muss damit von unseren Lieferanten anerkannt werden. In Anlehnung an unsere eigenen Konzernrichtlinien sind in dem Kodex ethische, soziale und ökologische Grundsätze sowie grundsätzliche Menschenrechte festgeschrieben:

  • Code of Conduct
  • Menschenrechtskodex

Darüber hinaus bekennen wir uns mit dem Lieferantenkodex zu international anerkannten Normen und Standards wie den Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie zum Global Compact der Vereinten Nationen:

  • Leitlinien der ILO und OECD
  • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
  • UN Global Compact
  • Dreigliedrige Grundsatzerklärung für multinationale Unternehmen und Sozialpolitik (MNE-Erklärung)
  • UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte („Ruggie-Principles“)

Zudem finden sich darin auch Anforderungen zu weiteren relevanten Themen wie Datenschutz, Korruption und Künstliche Intelligenz. Bei unseren strategisch wichtigen und besonders risikobehafteten Lieferanten lassen wir die Einhaltung des Lieferantenkodex regelmäßig vor Ort von externen Auditierungsfirmen prüfen. Außerdem entspricht seit 2022 unser Lieferantenkodex den Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) .

Globale Einkaufsrichtlinie

Fixiert sind unsere Nachhaltigkeitsprinzipien für den Einkauf in der Konzernrichtlinie „Globale Einkaufsrichtlinie“.

Leitfaden für den Einkauf

Der „Leitfaden für den Einkauf“ liefert konkrete Handlungsanweisungen für den Einkauf in Deutschland und gilt als Empfehlung für die Landesgesellschaften.

Weitere Richtlinien

Außerdem sind für unsere Lieferanten folgende Richtlinien bindend: Konzernrichtlinie zur Vermeidung von Korruption, Statement on Extractives und die Liste verbotener Stoffe.

Verankerung im Unternehmen

Unsere strategische Integration von Nachhaltigkeit im Einkauf leitet sich aus unserer CR-Strategie ab und ist konzernweit in den Einkaufsprozessen verankert. Die Verantwortung für Nachhaltigkeit im Einkauf liegt im Vorstandsbereich Finanzen und den Einkaufsfunktionen des Konzerns. Weitere Fachbereiche sowie das Nachhaltigkeitsmanagement unterstützen themenspezifisch.

Kontrollinstrumente

Die ESG KPIs sind ein wichtiges Steuerungsinstrument für den Einkauf.

 

Global Reporting Initiative (GRI)

    GRI 205 3-3 (Management der wesentlichen Themen)

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Unser Beitrag zu den SDG

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Compliance bei unseren Lieferanten

Mit unserem Lieferantenkodex (Supplier Code of Conduct) verpflichten wir unsere Lieferanten, jene Grundsätze und Werte einzuhalten, die wir in unserem konzernweiten Code of Conduct und in der Grundsatzerklärung „Menschenrechtskodex“ niedergelegt haben. Lieferanten von Lösungen, die Künstliche Intelligenz (KI) beinhalten, müssen zudem seit 2020 die Anforderungen unserer KI-Leitlinien für digitale Ethik einhalten. Ferner müssen sich die Lieferanten der Telekom verpflichten, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um aktive und passive Korruption zu verhindern. Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie dieselben Anforderungen auch an ihre Subunternehmen stellen.

Der Lieferantenkodex ist Bestandteil unserer allgemeinen Einkaufsbedingungen. Er ersetzt selbstverständlich nicht die Gesetze und Vorschriften, die in Ländern gelten, in denen unsere Lieferanten tätig sind. Vielmehr soll er deren Einhaltung fördern und gewährleisten, dass die gesetzlichen Vorgaben gewissenhaft und wirksam durchgesetzt werden. Seit 2014 bieten wir eine Online-Compliance-Schulung für unsere Lieferanten an.

Bei der Auswahl von Geschäftspartnern führen wir risikoorientierte Prüfungen durch (Integrity Checks). Neben Lieferanten, Entwicklungs- und Joint-Venture-Partnern betrifft dies insbesondere bestimmte Gruppen mit Beratungsfunktion, deren Einsatz mit Compliance-Risiken verbunden sein kann.

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ESG KPI „Einkaufsvolumen ohne CR-Risiko“ KPI

Der ESG KPI img „Einkaufsvolumen ohne CR-Risiko“ – Zielwert bis 2025 sind 95 Prozent – stellt das Einkaufsvolumen von direkten Geschäftspartnern dar, die im Berichtszeitraum durch einen etablierten externen Dienstleister ohne Auffälligkeiten auf negative Meldungen in der Medienberichterstattung geprüft werden. Hierbei fließen auch die Lieferanten ein, bei denen zwar Auffälligkeiten festgestellt, aber auch entsprechende Korrekturmaßnahmen ergriffen wurden. Der Anteil dieses risikogeprüften Einkaufsvolumens lag 2023 bei 99,98 Prozent (Vorjahr: 99,6 Prozent). Die Berechnung dieses ESG KPIs sowie des ESG KPIs „Als unkritisch verifiziertes Einkaufsvolumen“ erfolgt in Bezug zu dem im einheitlichen Einkaufsberichtssystem abgebildeten, geprüften konzernweiten Einkaufsvolumen (ohne die Kategorie „Network Capacity“ und T-Mobile US).

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ESG KPI „Als unkritisch verifiziertes Einkaufsvolumen“ KPI

Der ESG KPI img „Als unkritisch verifiziertes Einkaufsvolumen“ – Zielwert bis 2025 sind 60 Prozent – misst den Anteil an Lieferanten, der im Rahmen von dezidierten Überprüfungen auf soziale und ökologische Kriterien geprüft wurden – etwa im Zuge von EcoVadis img, dem Carbon Disclosure Project (CDP img), Social Audits img oder Lieferantenbesuchen. Der Anteil dieser CR-qualifizierten Lieferanten lag 2023 bei 66,17 Prozent (Vorjahr: 64,1 Prozent). Die Berechnung dieses ESG KPIs sowie des ESG KPIs „Einkaufsvolumen ohne CR-Risiko“ erfolgt in Bezug zu dem im einheitlichen Einkaufsberichtssystem abgebildeten, geprüften konzernweiten Einkaufsvolumen (ohne die Kategorie „Network Capacity“ und T‑Mobile US).

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Lieferantenmanagement

Unser Beitrag zu den SDG

Unsere strategischen Zulieferer müssen sich vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung zunächst über unser Lieferantenportal registrieren und qualifizieren. Durch ihre Angaben bekommen wir umfassende Informationen über unsere Lieferanten, auch zu deren CO2-Nachhaltigkeitszielen. Die Lieferanten erhalten über unseren verpflichtenden Supplier Code of Conduct umfassende Informationen zu wesentlichen Prinzipien und Werten der Deutschen Telekom – beispielsweise zum Thema Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit. Im Berichtsjahr haben wir den Supplier Code of Conduct (SCoC) aktualisiert, um damit auch die Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) besser erfüllen zu können: Unter anderem fordern wir unsere Zulieferer auf, die Einhaltung des SCoC entlang ihrer gesamten Lieferkette zu gewährleisten. Zudem haben wir bei der Anpassung auch die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verankert und darüber hinaus festgeschrieben, dass unsere Lieferanten ein Beschwerdemanagement sicherstellen müssen.

Bei der Auswahl der Lieferanten legt der Einkauf den Fokus darauf, dass wir mit leistungsfähigen und zuverlässigen sowie nachhaltig agierenden Lieferanten zusammenarbeiten, um so unsere Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Bei der Auswahl der Zulieferer fließen Nachhaltigkeitskriterien in die Entscheidung ein: Grundsätzlich werden CO2-Emissionen bei der Ausschreibung mit 20 Prozent gewichtet.

Im Rahmen des Lieferantenmanagements gibt es diverse Prozesse, die das Ziel verfolgen, die Risiken in der Lieferkette zu minimieren und deren nachhaltige Weiterentwicklung zu steigern. Bei strategischen Einkaufsvorgängen registrieren sich die Zulieferer auf unserem Lieferantenportal. Anschließend startet die sogenannte Lieferantenqualifizierung, bei der die Zulieferer auf unterschiedliche Kriterien hin geprüft werden.

Als weitere Monitoring- und Steuerungsinstrumente setzen wir zudem folgende konzernweite ESG img KPIs ein:

Um die Nachhaltigkeitsleistung in unserer Lieferkette zu steigern, führen wir – in enger Kooperation mit ausgewählten Lieferanten – ein eigens dafür konzipiertes Entwicklungsprogramm durch. Das Programm wurde 2020 in die Joint Alliance for CSR (JAC) überführt. Zudem veranstalten wir regelmäßige Workshops mit ausgesuchten Lieferanten zu relevanten Nachhaltigkeitsthemen. Die Workshops beschäftigten sich unter anderem mit Emissionsmanagement, Vermeidung gefährlicher Stoffe und Nutzung alternativer Materialien in Produkten, Verlängerung der Lebensdauer, Reduzierung von Elektroschrott und Rücknahmeprogrammen sowie Design für mehr Nachhaltigkeit und Innovation.

Außerdem stellen wir unseren Zulieferern ein externes Trainingsvideo zur Verfügung, das über die Website der Deutschen Telekom frei zugänglich ist. 

So ist das Hauptziel unseres nachhaltigen Lieferantenmanagements, potenzielle Risiken zu minimieren und zugleich einen langfristigen wirtschaftlichen Nutzen für alle Beteiligten zu generieren.
 

 

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 2-6 (Allgemeine Standardangaben)
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LkSG-Risikoprozess

Unsere zentrale Einkaufsorganisation führt bei allen LkSG-relevanten Gesellschaften jährliche Risikoanalysen der unmittelbaren Zulieferer durch. Lieferanten, bei denen begründete Kenntnis von Verfehlungen besteht, werden zudem Ad-hoc-Analysen unterzogen. Diese beiden Maßnahmen dienen dazu, Risiken und Verfehlungen zu erkennen und abzuschwächen. Wenn ein Lieferant die Nachhaltigkeitsanforderungen, die in unserem Lieferantenkodex niedergelegt sind, nicht zufriedenstellend erfüllen kann oder es konkrete Verfehlungen gibt, fordern wir eine Stellungnahme. Darüber hinaus suchen wir den Austausch mit dem betroffenen Zulieferer und verdeutlichen in diesen Gesprächen unsere Forderungen nach geeigneten Maßnahmen.

Sollten die Gespräche und die daraus abgeleiteten Maßnahmen über verschiedene Instanzen hinweg nicht dazu führen, dass die Mängel abgestellt werden, verständigen sich die Entscheidungsträger*innen auf ein gemeinsames Vorgehen. Dies beinhaltet auch die Entscheidung darüber, wie mit dem Lieferanten weiter zu verfahren ist. Im äußersten Fall kann das die Beendigung der Geschäftsbeziehung mit dem Lieferanten nach sich ziehen.

Alle, die entlang unserer Lieferkette Missstände bezüglich der Einhaltung von Gesetzen, internen Richtlinien und Verhaltensgrundsätzen feststellen, können diese – auf Wunsch auch anonym – über unser TellMe-Portal melden. Hinweise zu möglichen Missständen erhalten wir zudem auch über die Audits img im Rahmen der branchenübergreifenden Joint Alliance for CSR (JAC) oder die Presse.

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Eingang von Verstößen durch wiederkehrende Risikoanalysen oder über Meldekanäle
Die zentrale Einkaufsorganisation führt jährliche Risikoanalysen für systemisch angebundene unmittelbare Zulieferer durch. Bei substantiierter Kenntnis von Verstößen, das heißt beim Vorliegen tatsächlicher Anhaltspunkte, die eine Verletzung menschenrechtlicher oder umweltbezogener Pflichten möglich scheinen lassen, wird zusätzlich eine Ad-hoc-Analyse durchgeführt. Mittels dieser Analysen werden Hochrisikolieferanten identifiziert.

Substantiierte Kenntnis erlangen wir beispielsweise durch folgende Quellen: das Hinweisgeberportal TellMe, Hinweise in den Medien (auch via externe Datenanbieter), zivilgesellschaftliche Berichte, die Joint Alliance for CSR (JAC) oder Meldungen von Mitarbeitenden.
Die identifizierten Verfehlungen gegen LkSG-Schutzgüter werden dann in das Expertengremium überführt. Dieses Gremium besteht unter anderem aus Vertreter*innen der Funktionen Nachhaltigkeit und Compliance und wird von der zentralen Einkaufsorganisation koordiniert.
Erfassung des Risikoereignisses
Der oder die Übermittelnde der Verfehlung nutzt ein dafür angelegtes Dokument, um Details des Vorfalls für die Mitglieder des Expertengremiums aufzubereiten. Die zentrale Einkaufsorganisation koordiniert die Bereitstellung der Informationen durch den oder die Übermittelnde*n der Verfehlung und präsentiert sie dem Expertengremium in regelmäßigen Terminen.
Bestimmung der Risikorelevanz
Das Expertengremium formuliert eine Empfehlung beziehungsweise trifft eine Entscheidung zur Risikorelevanz der vorliegenden Meldungen von Verstößen. Dementsprechend legt es das weitere Vorgehen fest. Gegebenenfalls werden bereits Entscheidungen zu Präventions- und Abhilfemaßnahmen getroffen.
Stellungnahme des Zulieferers
Je nach Entscheidung beauftragt das Expertengremium den Fachbereich, eine Stellungnahme beim Zulieferer gemäß einer Vorlage zum Vorfall einzuholen. Diese beinhaltet eine Beschreibung des Vorfalls sowie unter anderem Fragen zu Minderungsmaßnahmen. Die Stellungnahme muss innerhalb von 14 Tagen (oder wie zuvor im Expertengremium beschlossen) vorliegen. Sollte bis dahin keine Rückmeldung erfolgen, wird eine Erinnerung verschickt.
Ableitung von Maßnahmen auf Grundlage der Stellungnahme
Das Expertengremium beziehungsweise die entsprechenden Funktionen beraten über die Stellungnahme des Zulieferers und leiten wirkungsvolle Mitigationsmaßnahmen ab. Der Zeitraum für die Umsetzung der Maßnahmen wird individuell durch den Fachbereich mit dem Zulieferer vereinbart und an das Expertengremium weitergegeben, das die Maßnahmen dokumentiert. Maßnahmen werden entweder durch die Deutsche Telekom bestimmt und müssen von dem Zulieferer akzeptiert werden oder dieser nennt selbst Mitigationsmaßnahmen.
Bestätigung und Mitteilung über erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen
Wenn die Stellungnahme inklusive Bestätigung der Mitigationsmaßnahmen ausreichend sein sollte, werden Fristen für die Umsetzung abgestimmt und die Umsetzung muss bestätigt werden. Die Fachseite ist für die Nachverfolgung der Abhilfemaßnahmen inklusive Einbindung des Expertengremiums bei Auffälligkeiten in den Folgemonaten verantwortlich.
Unzureichende Maßnahmen und gegebenenfalls Eskalation an das LkSG-Risikoboard
Sollte die Stellungnahme inklusive Bestätigung der Mitigationsmaßnahmen nicht ausreichend sein, kontaktiert die Fachseite den Zulieferer erneut. Sollte das Feedback weiterhin nicht zufriedenstellend sein, eskaliert das Expertengremium den Fall an das LkSG-Risikoboard.
Bestimmung der Risikorelevanz und weiteres Vorgehen
Das LkSG-Risikoboard spricht eine Empfehlung hinsichtlich der Risikorelevanz der Verfehlung und des entsprechenden Zulieferers aus. Daraufhin entscheidet die Fachseite über das weitere Vorgehen hinsichtlich des Zulieferers, beispielsweise die Fortführung oder Beendigung der Geschäftsbeziehung.
Abschließende Dokumentation des Vorfalls
Die Fachseite informiert alle involvierten Stakeholder img über die finale Entscheidung und die zentrale Einkaufsorganisation dokumentiert den Vorfall abschließend.
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Risikomonitoring

Wir arbeiten im Einkauf mit einem umfangreichen Risikomonitoring für Lieferanten. Zunächst nehmen wir eine Risikobewertung aller Warengruppen auf einem zuvor definierten Warengruppenlevel vor und unterziehen die Lieferanten einer umfangreichen Risikoanalyse. Spezialisierte Unternehmen bewerten dafür alle Lieferanten in Bezug auf Finanz-, CR- und Compliance-Risiken.
Im Zuge der LkSG-Anforderungen haben sich folgende Einstufungen der Warengruppen für das Berichtsjahr ergeben:

  • High-Risk-Warengruppen: 32
  • Medium-Risk-Warengruppen: 22
  • Low-Risk-Warengruppen: 53

Bei ausgewählten strategischen und risikoreichen Lieferanten werden über die Risikoanalyse hinaus zusätzlich Lieferantenbewertungen durchgeführt. Hierfür nutzen wir EcoVadis img, die Plattform für ESG-Ratings img von Unternehmen. Darüber hinaus führen wir bei konkreten Verletzungen unserer Nachhaltigkeitsanforderungen beziehungsweise einer erhöhten Risikodisposition direkt Audits img vor Ort durch. Dabei ist es unser primäres Ziel, Defizite gemeinsam mit den Lieferanten anzugehen und entsprechende Maßnahmen zur Korrektur zu ergreifen. Erst wenn keine Lösungen möglich sind, müssen wir uns von Lieferanten trennen.

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Nachhaltigkeitsüberprüfungen von Lieferanten (ohne T-Mobile US) KPI

Im Jahr 2023 haben wir insgesamt 150 Überprüfungen bei Lieferanten durchgeführt – davon 137 Vor-Ort-Überprüfungen (sogenannte Social Audits img) und 13 mobile Umfragen. Von den Kontrollen waren 62 unmittelbare und 88 mittelbare Zulieferer betroffen.

Bei den Vor-Ort-Überprüfungen geben wir den Lieferanten im Vorfeld den ungefähren Zeitraum unseres Besuchs bekannt („semi-announced“). Dies ist notwendig, um die Anwesenheit relevanter Ansprechpartner*innen bei der Überprüfung sicherzustellen. Mit den mobilen Umfragen geben wir der Belegschaft unserer Lieferanten Gelegenheit, online anonyme Angaben zur sozialen und ökologischen Situation in ihren Betrieben zu machen. Die Umfragen dienen in erster Linie dazu, einen ersten Eindruck über die Arbeitsbedingungen vor Ort zu gewinnen, um dann bei Bedarf weitere Maßnahmen – etwa spezifische Vor-Ort-Überprüfungen (Social Audits) – einzuleiten.

  Anzahl Überprüfungen Anzahl Feststellungen Anzahl erledigte Feststellungen

Social Audits (durch externe Auditierungsfirmen)

137

890

365*

Mobile Umfragen **

13

-

-

EcoVadis img (2014–2023)

418

-

-

CDP img Supply Chain ***

219

-

-

Summe

787

-

-

* Aufgrund eines Wechsels des Service-Providers im Berichtsjahr werden die erledigten Feststellungen aus früheren Audits nicht mehr bereitgestellt.
** Mobile Umfragen bei ausgewählten Lieferanten, um insbesondere die Situation der Arbeitnehmenden in den Betriebsstätten zu beurteilen.
*** Das CDP Supply Chain Program wird bei direkten Lieferanten mit hoher Emissionsintensität angewendet.

 

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Auditprozedere

Bei unseren Auditaktivitäten konzentrieren wir uns auf strategisch wichtige und besonders risikobehaftete Lieferanten. Sie werden regelmäßig alle zwei bis drei Jahre auditiert. Zu dieser Gruppe gehören etwa 250 von unseren insgesamt über 20 000 aktiven Lieferanten. Sie decken gemeinsam rund 80 Prozent unseres Einkaufsvolumens ab. So verschaffen wir uns mit ihrer Überprüfung Transparenz über die Risiken in weiten Teilen unserer Lieferkette. Zudem arbeiten wir mit ausgewählten Zulieferern partnerschaftlich daran, ihre Nachhaltigkeitsleistung stetig zu verbessern. Unser bisheriges Entwicklungsprogramm „Supplier Development Program“, in dem wir die Weiterentwicklung von strategisch relevanten Zulieferern in wichtigen Nachhaltigkeitsthemen wie Umweltschutz, Arbeitszeitregelungen oder Gesundheitsschutz gefördert haben, wurde im Berichtsjahr in die Brancheninitiative Joint Alliance for CSR (JAC) überführt. Dort wird das Programm aktuell weiterentwickelt. 

Im Berichtsjahr waren wir zudem Gastgeberin für die „Generalversammlung“ der JAC-Initiative und haben dort an dem Branchendialog mit anderen Telekommunikationsunternehmen teilgenommen. Dialogthemen waren unter anderem die Weiterentwicklung von Auditierungen, Transparenzverbesserungen sowie die wirksame Ableitung von Maßnahmen bei telekommunikationsspezifischen Branchenrisiken. Als Ergebnis dieses Austauschs haben sich themenspezifische Arbeitsgruppen gebildet, an denen sich die Deutsche Telekom AG im Jahr 2024 beteiligen will. 

Die Mehrzahl unserer Audits img findet im Rahmen der JAC statt. Dabei werden folgende Themenbereiche überprüft:

Die JAC Guidelines fordern von unseren Lieferanten unter anderem,

  • dass sie einen fairen Lohn zahlen, der den Beschäftigten einen angemessenen Lebensstandard ermöglicht;
  • dass sie das Recht auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen achten sowie ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld bereitstellen und
  • dass sie eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden sowie maximal zwölf Überstunden pro Woche nicht überschreiten und nach sechs aufeinanderfolgenden Arbeitstagen mindestens einen freien Tag gewähren.

Die Grafik zeigt die Themenbereiche, die bei den teilnehmenden Lieferanten überprüft werden.

CSR-Anforderungen

Soziales
Gesundheitsschutz
Unternehmensethik
Umwelt
Soziales
  • Kinderarbeit
  • Zwangsarbeit
  • Vereinigungsfreiheit
  • Diskriminierung
  • Disziplinarmaßnahmen
  • Arbeitszeiten
  • Löhne und Leistungsentgelt
Gesundheitsschutz
  • Arbeitsschutz
  • Notfallvorsorge
  • Maschinenschutz
  • Industriehygiene
  • Hygiene, Ernährung und Wohnen
Unternehmensethik
  • Anti-Korruption und Bestechung
  • Geistiges Eigentum
  • CSR-Engagement in der Lieferkette
  • Verantwortliche Rohstoffbeschaffung
Umwelt
  • Energieverbrauch
  • Wasser
  • Lokaler Schutz vor Umweltverschmutzung
  • Material- und Chemieabfälle
Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Buttons

Alle Anforderungen werden durch Vor-Ort-Audits regelmäßig geprüft und die Ergebnisse dokumentiert, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu messen. Dabei werden auch die Ausstattung und Qualität der Arbeits-, Schlaf- und Kantinenbereiche kontrolliert.

Die Telekom verpflichtet ihre Lieferanten nicht dazu, sich im Hinblick auf Umwelt- oder Sozialthemen extern zertifizieren zu lassen. Liegen keine Zertifikate in den Bereichen „Umwelt“ und „Soziale Verantwortung“ vor, erwarten wir jedoch, dass vergleichbare Managementsysteme genutzt werden. Die Erfahrung aus den Audits zeigt, dass die Mehrheit unserer relevanten produzierenden Lieferanten über ein externes Zertifikat oder vergleichbare Managementsysteme verfügt.

Die Überprüfung der wesentlichen sozialen und ökologischen Aspekte sowie der grundsätzlichen Menschenrechte bei unseren Audits steht im Einklang mit international anerkannten Richtlinien und Standards, wie den ILO-Kernarbeitsnormen, den UN-Prinzipien zu Wirtschaft und Menschenrechten oder den OECD-Leitsätzen img für multinationale Unternehmen.

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Auditergebnisse KPI

Über das auf Konzernebene aufgesetzte und gesteuerte Auditierungsprogramm wurden 2023 insgesamt 150 Vor-Ort-Audits img durchgeführt.

Wie in den Vorjahren konzentrierten wir unsere Auditaktivitäten auf Lieferanten in Asien, aber auch in Europa, Lateinamerika, Ozeanien und Afrika.

Zu den auditierten Lieferanten gehörten Produzenten aus den Bereichen IT-Hardware, -Software und -Dienstleistungen sowie Netzwerke und Endgeräte.

Alle im Zuge der Überprüfungen identifizierten Verstöße werden in einem Korrektur- und Maßnahmenplan erfasst. Die fristgerechte Umsetzung dieser Maßnahmen wird regelmäßig nachverfolgt. Bei den im Berichtszeitraum durchgeführten Überprüfungen wurden keine gravierenden Verfehlungen von Arbeitsbedingungen oder anderen grundsätzlichen Verletzungen von Menschenrechten festgestellt, wie Diskriminierung, Zwangsarbeit oder Kinderarbeit. Darüber hinaus wurden auch keine Fälle von Bestechung oder Korruption sowie keine kritischen Verstöße gegen generelle Compliance-Regeln wie das Recht auf intellektuelles Eigentum aufgedeckt.

  • Von den 150 Lieferanten, die 2023 auditiert wurden (14 davon in sogenannten Validated Audit Processes der Responsible Business Alliance img), waren circa 41 Prozent (62 Audits) unmittelbare Lieferanten und 59 Prozent (88 Audits) Tier-2- und -3-Supplier, also mittelbare Lieferanten.
  • Bei den 2023 durchgeführten Audits wurden insgesamt 890 Verstöße gegen die Lieferantenanforderungen der Telekom aufgedeckt. Diese Feststellungen teilen sich wie folgt auf: 394 Fälle im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, 157 Fälle im Bereich Arbeitszeiten, 102 Fälle im Bereich Umweltschutz, 53 Fälle im Bereich Arbeitsbedingungen, 87 Fälle bei Löhnen und Leistungsentgelt, 58 Fälle im Bereich Unternehmensethik, 21 Fälle in Vereinigungsfreiheit, acht Fälle im Bereich Disziplinarmaßnahmen sowie zehn Fälle im Bereich Diskriminierung. Darunter waren 120 Verfehlungen mit zu priorisierender Erledigung und weitere 546 schwerwiegende Befunde. Inklusive der Umsetzung einiger offener Verbesserungsmaßnahmen aus den Vorjahren konnten 2023 insgesamt 365 Verstöße behoben werden. Beispiele für kritische Verstöße im Jahr 2023 sowie eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen finden sich in der unten stehenden Tabelle. Wie in den Vorjahren entfielen mit 44 Prozent die meisten Verstöße auf den Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (2022: 42 Prozent), gefolgt von Arbeitszeiten mit 18 Prozent (2022: 12 Prozent). Der Bereich Umwelt nimmt mit 11 Prozent den dritten Platz ein (2022: 19 Prozent).
Bereich  Befunde bei Lieferanten Eingeleitete Verbesserungen Status
(Ende 2023)

Umwelt

Eine Fabrik legte infolge eines Schadstoffausstoßes bei einem Stromgenerator keinen Kontrollbericht vor, da sie keine Kontrollen durchgeführt hatte. 

Die Fabrik hat die Faktoren ermittelt, die zum Schadstoffausstoß beitrugen, und ein externes Unternehmen beauftragt, den Schadstoffausstoß jährlich zu prüfen. Außerdem wurde in einer Werksbesichtigung festgestellt, ob es weitere Quellen für Schadstoffausstöße gibt, die in der Prüfung berücksichtigt werden müssen.

abgeschlossen

Geschäftsethik

Ein Lieferant verfügte über kein Verfahren zur Risikobewertung von Bestechung, die sich auf alle Tätigkeiten im Einflussbereich des Lieferanten erstreckt. 

Die Bewertungen von Risiken und Chancen für potenzielle Bestechungsaktivitäten werden halbjährlich überprüft. 

abgeschlossen

Eine Fabrik führte keine Überprüfung zum Management der Geschäftsethik durch. Es wurde eine regelmäßige Überprüfung des Geschäftsethik-Managements eingeführt; auch werden die Ergebnisse der Überprüfung kontinuierlich nachverfolgt. abgeschlossen

Zwangsarbeit

Bei einem Lieferanten berücksichtigten die Arbeitsverträge von Arbeitnehmer*innen, die berufsbedingten Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, weder Arbeitsschutz noch Arbeitsbedingungen oder den Schutz vor berufsbedingten Gefahren.

Die Arbeitsverträge wurden um die Punkte Arbeitsschutz, Arbeitsbedingungen und Schutz vor berufsbedingten Risiken ergänzt. Die Verfahren für das Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz wurden überarbeitet und Inhalte zu berufsbedingten Gefahren und Schutzmaßnahmen hinzugefügt.

abgeschlossen

Arbeitsschutz


 

Eine Fabrik verfügte im Schlafbereich nicht über beleuchtete Notausgang-Schilder zu den Fluchtweg-Treppen. 

Notausgang-Schilder für die Fluchtweg-Treppen im Schlafbereich wurden angebracht.

abgeschlossen

Bei einem Zulieferer waren in dem Bereich, wo ätzende Chemikalien gelagert und verwendet werden, weder eine Augenspülstation noch eine Notdusche vorhanden.

Es wurde zusätzliche Ausstattung für Personen installiert, deren Augen oder Haut potenziell mit Chemikalien in Kontakt kommen.

abgeschlossen

Eine Fabrik hatte Behälter mit gefährlichen Chemikalien nicht mit Sicherheitsetiketten versehen. Außerdem wurden gefährliche Chemikalien nicht auslaufsicher gelagert.

Alle Behälter mit gefährlichen Chemikalien wurden mit Sicherheitsetiketten gekennzeichnet und es wurde eine auslaufsichere Lagerung gewährleistet. 

abgeschlossen

Arbeitszeiten

Eine Fabrik gewährte ihren Beschäftigten nur 98 Tage bezahlten Mutterschaftsurlaub und zehn Tage Vaterschaftsurlaub. Gesetzlich vorgeschrieben sind im Land des Lieferanten jedoch 178 Tage Mutterschaftsurlaub und 15 Tage Vaterschaftsurlaub.

In den Abwesenheitsbestimmungen für Mitarbeitende wurden die entsprechenden Stellen überarbeitet und an die Beschäftigten kommuniziert. Zudem wurde ein neues Mitarbeiterhandbuch entwickelt, das die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt.

abgeschlossen

Löhne & Gehälter

Bei einem Zulieferer wurde während einer Überprüfung der Dokumentation und bei einer Befragung der Unternehmensleitung festgestellt, dass die zuletzt zustehenden Löhne von ausgeschiedenen Arbeitnehmer*innen erst etwa 4 bis 30 Tage nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt wurden.

Es wurde ein effektives Auszahlungsverfahren für ausscheidende Arbeitnehmer*innen eingerichtet; es soll sicherstEs wurde ein effektives Auszahlungsverfahren für ausscheidende Arbeitnehmer*innen eingerichtet; es soll sicherstellen, dass diese ihren Lohn innerhalb von drei Tagen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhalten.

abgeschlossen

 

 

 

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 407-1 (Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen)
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Ausgabenanalyse 2023

Unsere Lieferanten kommen aus verschiedenen Industrien und Ländern. Damit Sie sich ein Bild von der Vielfalt unserer über 20 000 Lieferanten verschaffen können, finden Sie im Folgenden die von uns beauftragten Lieferantentypen; die Übersicht enthält den jeweils auf sie entfallenden Anteil unserer Ausgaben (CAPEX img & OPEX) und die geografische Verteilung.

2023 (ohne T-Mobile US)
Lieferantenkategorie Zahl der konsolidierten Lieferanten Zahl der inländischen Tochter-
gesellschaften von Lieferanten
Zahl der ausländischen Tochter-
gesellschaften von Lieferanten
Zahl der Tochter-
gesellschaften von kritischen Lieferanten
Zahl der Tochter-
gesellschaften von riskanten Lieferanten
Gebäude, Anlagen, Möbel und zugehörige Dienstleistungen 1 661 1 942 1 423 58 1
Bauarbeiten 4 284 5 117 1 134 156 0
Consulting, Auftragsvergabe, Leiharbeit und Service-Center 737 837 519 13 0
Elektrische Haushaltsgeräte 84 95 64 5 0
Kommunikationstechnik und -geräte für Endnutzer 1 010 1 305 929 42 0
Energie, Treibstoff, Gas, Wasser 107 112 80 5 0
Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Gebühren, Untersuchungen, Zertifizierung 777 935 710 27 1
Fuhrpark und Reise 629 682 476 25 0
Verpflegung und Catering 333 364 294 15 0
HR-Services, Schulung und Übersetzung 2 450 2 717 1 527 45 0
Informationstechnologie 5 060 6 745 4 581 178 1
Logistik und Post 584 683 403 13 0
Marketing, Medien, Inhalte, Druck, Messen 5 302 5 930 3 346 128 1
Netzkapazität 886 1 349 1 201 42 0
Netzinfrastruktur 2 137 2 884 1 976 82 4
Büroausstattung, Bürotechnik und Büromaterial 550 628 360 12 0
Service-Plattformen 681 828 506 28 0
SIM-Karten 39 62 22 2 0
Werkzeug und Schutzausrüstung 493 553 346 13 0
Nicht definiert/Nicht definiert 1 376 1 481 1 021 41 0
TOTAL       930 8
  Einmalig erfasste konsolidierte Lieferanten: 20 692 Einmalig erfasste Lieferanten auf lokaler / Tochter-
gesellschafts-
ebene: 27
 138
  Gesamtzahl ungeachtet der jeweiligen Kategorie Gesamtzahl ungeachtet der jeweiligen Kategorie

Begriffsbestimmungen und Beispiele

  • Konsolidierter Lieferant = Konzernebene
  • Inländische Tochtergesellschaft des Lieferanten = Tochtergesellschaften des jeweiligen Unternehmens mit Sitz in Deutschland
  • Ausländische Tochtergesellschaft des Lieferanten = Zahl der Tochtergesellschaften des Lieferanten mit Sitz außerhalb Deutschlands
  • Konsolidierte Lieferanten werden einmalig auf Konzernebene gezählt; lokale Lieferanten werden mehrfach gezählt, wenn es verschiedene Geschäftsbetriebe/-standorte gibt
  • Kritischer Lieferant: Compliance-, Finanz- und Resilienzrisiken
  • Lieferant mit CR-Risiko: Einhaltungs-/Compliance-Risiken in Bezug auf definierte ethische, ökologische und soziale Anforderungen
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CDP Supply Chain Program KPI

Bereits seit 2016 legen wir im Rahmen des „Supplier Engagement Rating“ des CDP img unsere Aktivitäten bei der Lieferanteneinbindung offen. Das Rating bewertet, wie gut es Unternehmen gelingt, das Thema Klimaschutz in ihre Lieferkette zu integrieren. 2023 wurden wir wie im Vorjahr in die Climate Leader A List aufgenommen. Damit sind wir im Supplier Engagement Leader Board. Ein wichtiger Schritt dorthin war die Berechnung von sogenannten lieferantenspezifischen Emissionsintensitäten auf Basis der Lieferantenantworten zum CDP Supply Chain Program. Dabei wurden die Gesamtemissionen des Lieferanten (Scope 1 und 2 sowie Scope 3 img für die vorgelagerte Lieferkette) ins Verhältnis zum Gesamtumsatz des Lieferanten gesetzt.

Der ESG KPI img „CDP Supply Chain Program“ gibt Aufschluss darüber, inwieweit das Volumen unserer Einkäufe bei emissionsintensiven Lieferanten vom CDP Supply Chain Program abgedeckt ist. 2023 belief sich der vom CDP Supply Chain Program abgedeckte Anteil des Einkaufsvolumens auf rund 51 Prozent.

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Lieferantenbeziehung KPI

Der Anteil des auditierten Einkaufsvolumens stieg leicht von 21,1 Prozent im Vorjahr auf 22,3 Prozent im Jahr 2023. Gleichzeitig stieg der Anteil des via EcoVadis img abgedeckten Einkaufsvolumens leicht auf 43,6 Prozent.

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Verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung

Unser Beitrag zu den SDG

Wir fordern von unseren Lieferanten, die Umwelt zu schützen und verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Diese Forderung findet sich sowohl in unserer Grundsatzerklärung „Menschenrechtskodex“ wie auch in unserem Lieferantenkodex wieder, dessen Anforderungen grundsätzlich von allen Lieferanten akzeptiert werden müssen.

Bei relevanten Waren-/Produktgruppen wird bei der Lieferanten- und Produktauswahl unter anderem der Einsatz von gefährlichen Materialien und konfliktbehafteten Rohstoffen überprüft und bewertet. Insbesondere bei kritischen Lieferanten verlangen wir Selbstauskünfte (über EcoVadis img und CDP img) und führen Lieferantenkontrollen in Form von Social Audits durch. Dabei prüfen wir unter anderem, ob unsere Lieferanten über ein Umweltmanagementsystem inklusive eines Abfallmanagementsystems verfügen und wie sie ihren Energie- und Wasserverbrauch managen.

Außerdem überprüfen wir stets, ob ein Managementsystem zum Umgang mit Konfliktrohstoffen vorliegt. Hierbei wird unter anderem der Einsatz von gefährlichen Materialien und konfliktbehafteten Rohstoffen sowie seltenen Erden bei der Lieferanten- und Produktauswahl überprüft und bewertet – insbesondere im Kontext der OECD-Leitlinien img zur Sorgfaltspflicht in Lieferketten.

Im Berichtszeitraum haben wir die Anforderungen an unsere Lieferanten erneut angepasst und insbesondere in Bezug auf ihr ökologisch verantwortliches Handeln deutlich geschärft – auch vor dem Hintergrund des im Berichtsjahr in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG). Seitdem sind der Beitrag zu Umweltschutz und Klimawandel, ein verantwortungsvolles Abfallmanagement und die Handhabung persistenter organischer Schadstoffe, die in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut werden, ebenso in unserem Lieferantenkodex verankert wie der Verzicht auf die Herstellung quecksilberhaltiger Produkte. 

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Wirtschaft

  • Highlights

    Bei uns fängt alles mit dem Netz an.

    Der Zugang zu modernen Technologien ist

    Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungs-

    fähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe an

    der Informations- und Wissensgesellschaft

    Bei uns fängt alles mit dem Netz an. Der Zugang zu modernen Technologien ist Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungs- fähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft

    Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur zügig weiter aus und erhöhen mit neuen, sicheren Technologien die Übertragungsgeschwindigkeiten. Konzernweit investierten wir 2023 mehr als 16 Milliarden Euro vor allem in den Aufbau und Betrieb von Netzen. Hinzu kommen die Investitionen, die wir im Rahmen des Erwerbs von Mobilfunk-Frequenzen tätigen.

    Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, allen voran unsere Kund*innen und unsere Mitarbeitenden. Weltweit sorgen die Mitarbeitenden der Telekom dafür, dass unsere Netze reibungslos laufen und unsere Kund*innen den besten Service erhalten. So haben wir es 2023 in die Top Ten der wertvollsten Marken der Welt geschafft, unter den Telcos liegen wir weltweit auf Platz eins und wir bleiben die wertvollste Unternehmensmarke Europas.

    Wird unser gesellschaftliches und ökologisches Engagement durch Ratingagenturen gut bewertet, wird die T-Aktie in entsprechenden Nachhaltigkeitsindizes am Finanzmarkt gelistet. Für die T-Aktie war das 2023 erneut der Fall mit der Listung unter anderem im renommierten DJSI World und DJSI Europe von S&P Global CSA.

    Weitere Beispiele zu unseren Fortschritten 2023 finden sich detailliert in den Unterkapiteln – sowohl aus der Perspektive des Konzerns wie auch unserer Segmente.

    Highlight Zahlen

    Highlight Zahlen

    Fortschritte ausgewählter KPIs im Jahr 2023

    • 2022 2023

    • Investitionen in Aufbau und Betrieb des Netzes Konzern 21 Mrd. 16 Mrd.

    • Kundenzufriedenheit TRI*M 75,0 Punkte 76,2 Punkte

    • Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug 42 % 43 %

    • Anteil T-Aktie im Besitz von Investor*innen mit ESG-Kriterien 31,3 % 32 %

    • Als unkritisch verifiziertes Einkaufsvolumen 64,1 % 66,2 %

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