Netzausbau

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Unser Ansatz für den Infrastrukturausbau

 
 

Der Zugang zu modernen Informationstechnologien ist Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft. Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur zügig weiter aus und erhöhen mit neuen, sicheren Technologien die Übertragungsgeschwindigkeiten.

Die Nachfrage nach schnelleren, flächendeckend verfügbaren Datendiensten wächst stetig. Konzernweit investierten wir 2023 mehr als 16 Milliarden Euro v. a. in den Aufbau und Betrieb von Netzen, davon entfallen rund 4,6 Milliarden Euro allein auf das operative Segment Deutschland img. Hinzu kommen die Investitionen, die wir im Rahmen des Erwerbs von Mobilfunk-Frequenzen tätigen. Der Ausbau breitbandiger Netze umfasst damit den Großteil des Investitionsvolumens des Konzerns in Deutschland. Richtschnur für den Ausbau sind die Ziele unserer europaweit integrierten Netzstrategie: Mit ihr helfen wir, die Netzausbauziele der EU-Kommission sowie die Digitale Agenda und die Breitband-Strategie der Bundesregierung zu erreichen bzw. umzusetzen. Die Strategie basiert auf den beiden Säulen Mobilfunk- und Festnetz-Ausbau: Beim Ausbau des Mobilfunknetzes konzentrieren wir uns auf die Versorgung mit 5G – dem aktuell leistungsfähigsten Technologiestandard.

Dank unserer Investitionen profitieren unsere Kund*innen von einer größeren Netzabdeckung mit schneller mobiler Breitbandanbindung. Im Mobilfunk heben wir uns mit unserer mehrfach durch unabhängige Netztests ausgezeichneten Netzqualität vom Wettbewerb ab. Weitere Informationen zu unseren Auszeichnungen finden Sie hier.

Im Festnetz setzen wir auf den Glasfaserausbau img, um unseren Kund*innen eine verlässliche Anbindung mit Gigabitgeschwindigkeit zu ermöglichen. Beim FTTH img (Fiber to the Home)-Ausbau installieren wir Glasfaserleitungen direkt bei unseren Kund*innen. Ziel ist es, Lücken im Netz von ländlichen Gebieten zu schließen und Ballungsräume entsprechend dem hohen Bandbreitenbedarf zu versorgen. In Deutschland haben wir im Festnetz unseren FTTC img (Fiber to the Curb img)-Ausbau nahezu abgeschlossen. Wir wollen diesen Ausbau effizient fortsetzen und nehmen dazu auch an Förderprogrammen teil. In den kommenden Jahren sollen in Deutschland über 2,5 Millionen FTTH-Haushalte pro Jahr hinzukommen.

Neben dem reinen Glasfaser-Anschluss bieten wir auch andere innovative Produkte an: So kombiniert z. B. unser Hybrid-Router Übertragungsbandbreiten von Festnetz und Mobilfunk und ermöglicht so v. a. in ländlichen Gebieten höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.

Unser Beitrag zu den SDG

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Segment Deutschland: Fortschritte im Netzausbau

Im Berichtsjahr haben wir unsere Netzinfrastruktur in Deutschland weiter ausgebaut. Zum Jahresende 2023 war unser 5G-Netz für 95,9 Prozent der Bevölkerung verfügbar. Über 80 000 Antennen funken zum Jahresende 2023 in Deutschland mit 5G. Davon nutzen über 10 000 Antennen die schnelle 5G-Frequenz im 3,6-GHz-Band. 2024 geht die konsequente 5G-Ausrichtung weiter. Im kommenden Jahr sollen auch Privatkunden 5G-Standalone nutzen können. Unsere Geschäftskunden nutzen die Technologie mit Funktionen wie Network Slicing bereits, z. B. für die Live-TV-Übertragung von Medien oder in 5G-Campus-Netzen für Industrie und Forschung.

Beim Festnetz-Ausbau stand weiterhin Glasfaser img im Fokus. Bis zum Jahresende 2023 haben wir in Deutschland über 2,5 Millionen weitere Glasfaser-Anschlüsse ermöglicht. Damit haben wir unser jährliches Ausbauziel erreicht. Insgesamt können nun rund 8 Millionen Haushalte und Unternehmen einen Glasfaser-Anschluss buchen.

Für einen beschleunigten Netzausbau hat die Deutsche Telekom im Berichtsjahr eine eigene Tiefbaugesellschaft gegründet. Durch diesen Schritt werden die dringend benötigten Kapazitäten für Tiefbauarbeiten auf dem deutschen Markt erhöht. Die Deutsche Telekom Tiefbau GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Telekom Deutschland, fokussiert sich auf die Erstellung von Hausanschlüssen.

Neben dem Eigenausbau sind Partnerschaften zum Ausbau ein wichtiges Standbein für die Telekom. Insgesamt haben wir rund 40 Partnerschaften für den gemeinsamen Bau, Betrieb oder die Nutzung von Glasfaser-Infrastruktur. Neben regionalen Partnerschaften (z. B. mehrere Landkreise im Großraum Stuttgart, in Oberfranken und der Oberpfalz, Bayrisch Schwaben sowie Nordhessen) haben wir uns u. a. auch mit dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft auf Rahmenbedingungen für unseren Glasfaser-Ausbau in Liegenschaften der Wohnungswirtschaft verständigt. Zudem startete im Juni 2023 die „Initiative Breitband“ des sächsischen Kultusministeriums in die Umsetzungsphase, in dessen Rahmen Schulen in Sachsen an unser Glasfasernetz angeschlossen werden. 

 

Indikatoren der GSM Association (GSMA) für Telekommunikationsanbieter

  • GSMA-INC-01 (Vom Mobilfunknetz abgedeckte Bevölkerung)
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Segment USA: Fortschritte im Netzausbau

Zum Jahresende 2023 lag die 5G-Abdeckung von T‑Mobile US bei rund 98 Prozent der Bevölkerung in den USA. Über 300 Millionen Menschen profitieren dabei von Ultra Capacity 5G (5G UC). Damit hat T-Mobile US ihr Jahresendziel 2023 für die 5G-UC-Abdeckung erfüllt.

Am 12. September 2023 hat T-Mobile US den Erwerb von 600-MHz-Spektrumlizenzen mit dem US-Kabelnetzbetreiber Comcast für einen Gesamtkaufpreis zwischen 1,2 und 3,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2028 erwartet.

 

Indikatoren der GSM Association (GSMA) für Telekommunikationsanbieter

  • GSMA-INC-01 (Vom Mobilfunknetz abgedeckte Bevölkerung)
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Segment Europa: Fortschritte im Netzausbau

Auch in den Ländern unseres Segments Europa haben wir den Netzausbau im Berichtsjahr stark vorangetrieben. Zum Jahresende 2023 haben unsere Landesgesellschaften durchschnittlich 67,2 Prozent der Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit 5G versorgt, was eine signifikante Erhöhung gegenüber dem Vorjahr darstellt.

Auch beim Festnetz-Ausbau in unseren europäischen Landesgesellschaften kamen wir 2023 sehr gut voran. Zum Jahresende 2023 haben insgesamt 9,1 Millionen Haushalte, d. h. rund 1 Millionen zusätzliche Haushalte im Vergleich zum Vorjahr, Zugang zu unserem Glasfasernetz mit Gigabit-Geschwindigkeit.

Um unserer Strategie einer gemeinsamen Netznutzung konsequent zu folgen, haben auch unsere europäischen Landesgesellschaften im Berichtsjahr weitere Glasfaser-Kooperationen vereinbart bzw. geschlossen. Im März 2023 hat die Alpen Glasfaser img, die Kooperation von Magenta Telekom und Meridiam, ihre Tätigkeit in Österreich aufgenommen. In Polen hat T-Mobile Polska in der zweiten Jahreshälfte 2023 sowohl mit der Vectra Group eine Vereinbarung über den Zugang zum Vectra Glasfasernetz getroffen als auch eine Zusammenarbeit mit Polish Open Fiber bekannt gegeben, die uns den Zugang zu dessen Glasfasernetz ermöglicht.

 

 

 

Indikatoren der GSM Association (GSMA) für Telekommunikationsanbieter

  • GSMA-INC-01 (Vom Mobilfunknetz abgedeckte Bevölkerung)
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Ausbau der neuen Mobilfunk-Generation

 
 

Mit 5G schaffen wir ein mobiles Netz mit sehr hoher Zuverlässigkeit, extrem kurzer Reaktionszeit sowie hohen Datendurchsatzraten. Über 80 000 Antennen funken mittlerweile in Deutschland mit 5G. Davon nutzen zum Jahresende 2023 über 10 000 Antennen in mehr als 800 Städten und Kommunen die schnelle 5G-Frequenz im 3,6-GHz-Band. Zum Jahresende 2023 können bereits 95,9 Prozent der Bevölkerung in Deutschland unser 5G-Netz nutzen. Bis Ende 2025 soll 5G 90 Prozent der Fläche in Deutschland abdecken und 99 Prozent der Bevölkerung erreichen. 2024 wollen wir außerdem 5G-Standalone für unsere Privatkunden anbieten. Geschäftskunden der Telekom nutzen die Technologie mit Funktionen wie Network Slicing bereits, z. B. für Live-TV-Übertragungen oder in 5G-Campus-Netzen für Industrie und Forschung. Zum Jahresende 2023 haben unsere Landesgesellschaften durchschnittlich 67,2 Prozent der Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit 5G versorgt. In den USA liegt die 5G-Abdeckung von T-Mobile US zum Ende des Berichtsjahres bei rund 98 Prozent der Bevölkerung. Über 300 Millionen Menschen profitieren dabei von Ultra Capacity 5G.

Seit 2022 hat die Telekom Deutschland außerdem die Leitung des Forschungsprojekts „6G-TakeOff“ inne. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel ist es, eine einheitliche 6G-Architektur für Kommunikationsnetze zu entwickeln, die aus Bodenstationen, fliegenden Infrastrukturplattformen und Satelliten bestehen soll. Dabei arbeiten 22 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Erste 6G-Netze sollen im Jahr 2030 an den Start gehen.

 

 

Indikatoren der GSM Association (GSMA) für Telekommunikationsanbieter

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Ausbau des Glasfasernetzes vorangetrieben

Das Telekom-Glasfasernetz ist das größte in Europa: Allein in Deutschland hat es eine Länge von über 750 000 Kilometern (Stand: Dezember 2023). Da der weltweite Datenverkehr weiterhin rasant zunimmt, bauen wir unser Glasfasernetz weiter aus. Um diesen Ausbau möglichst schnell und effizient zu gestalten, nutzen wir Planungssoftware und moderne Ausbaumethoden wie Trenching img. Mit unserem Ausbauticker für Deutschland berichten wir anschaulich über unsere Fortschritte.

Beim Ausbau des Glasfasernetzes setzen wir sowohl auf die Technologie FTTC img („Fiber to the Curb img“, dt. etwa „Glasfaser img bis zum Bordstein“) mit Super-Vectoring img als auch auf den FTTH-Ausbau img („Fiber to the Home“).

  DSL img 16 000 FTTC mit Super-Vectoring FTTH
Download bis zu 16 Mbit/s bis zu 250 Mbit/s bis zu 1 000 Mbit/s
Upload bis zu 2,4 Mbit/s bis zu 40 Mbit/s bis zu 500 Mbit/s

Anschlussarten

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Erneuerung und Stabilisierung der Netzarchitektur

Grundlegendes Ziel ist es, unsere Netze so stabil und störungsfrei wie möglich zu betreiben. Bei Großereignissen wie Festivals oder Gipfeltreffen werden die Netze besonders beansprucht. Wir sorgen dafür, dass die Übertragung von Sprache und Daten dennoch jederzeit in gewohnter Qualität gewährleistet ist. Hierzu setzen wir temporär zusätzliche mobile Funkmasten ein oder verlegen zusätzliche Glasfaserkabel img.

Gerade in Notfallsituationen ist es wichtig, dass Netze funktionieren, um Notrufe abzusetzen und Hilfe zu organisieren. Wenn beispielsweise bei Hochwassern oder bei Großbränden die Technik so zerstört wird, dass Mobilfunk und Festnetz nicht schnell wiederhergestellt werden können, greift unser Disaster Recovery Management (DRM). Dieses hält mobile Container mit Technik bereit, um Ersatz für das ausgefallene Mobilfunk- und Festnetz zu schaffen.

Um zukünftig nach solch extremen Ereignissen noch schneller ein Netz wiederherzustellen, arbeitet das DRM-Team der Telekom daran, einen Mobilfunk-Standort über Satelliten zu installieren. Mit diesem soll es künftig möglich sein, innerhalb weniger Stunden ein Mobilfunknetz aufzubauen. Zurzeit befindet sich dieses Vorhaben noch in der Pilotphase im unterfränkischen Fuchsstadt. Die ersten Versuche gestalten sich vielversprechend und könnten in Zukunft bei Extremereignissen schnelle Hilfe für die Versorgung von Betroffenen bieten.
 

 

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • TC-TL-550a.2 (Umgang mit systemischen Risiken aus technischen Störungen)
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Kennzahlen Tool

Unser interaktives Kennzahlen-Tool ermöglicht den Vergleich und die Analyse der wichtigsten Kennzahlen unserer Landesgesellschaften.

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Wirtschaft

  • Highlights

    Bei uns fängt alles mit dem Netz an.

    Der Zugang zu modernen Technologien ist

    Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungs-

    fähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe an

    der Informations- und Wissensgesellschaft

    Bei uns fängt alles mit dem Netz an. Der Zugang zu modernen Technologien ist Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungs- fähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft

    Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur zügig weiter aus und erhöhen mit neuen, sicheren Technologien die Übertragungsgeschwindigkeiten. Konzernweit investierten wir 2023 mehr als 16 Milliarden Euro vor allem in den Aufbau und Betrieb von Netzen. Hinzu kommen die Investitionen, die wir im Rahmen des Erwerbs von Mobilfunk-Frequenzen tätigen.

    Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, allen voran unsere Kund*innen und unsere Mitarbeitenden. Weltweit sorgen die Mitarbeitenden der Telekom dafür, dass unsere Netze reibungslos laufen und unsere Kund*innen den besten Service erhalten. So haben wir es 2023 in die Top Ten der wertvollsten Marken der Welt geschafft, unter den Telcos liegen wir weltweit auf Platz eins und wir bleiben die wertvollste Unternehmensmarke Europas.

    Wird unser gesellschaftliches und ökologisches Engagement durch Ratingagenturen gut bewertet, wird die T-Aktie in entsprechenden Nachhaltigkeitsindizes am Finanzmarkt gelistet. Für die T-Aktie war das 2023 erneut der Fall mit der Listung unter anderem im renommierten DJSI World und DJSI Europe von S&P Global CSA.

    Weitere Beispiele zu unseren Fortschritten 2023 finden sich detailliert in den Unterkapiteln – sowohl aus der Perspektive des Konzerns wie auch unserer Segmente.

    Highlight Zahlen

    Highlight Zahlen

    Fortschritte ausgewählter KPIs im Jahr 2023

    • 2022 2023

    • Investitionen in Aufbau und Betrieb des Netzes Konzern 21 Mrd. 16 Mrd.

    • Kundenzufriedenheit TRI*M 75,0 Punkte 76,2 Punkte

    • Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug 42 % 43 %

    • Anteil T-Aktie im Besitz von Investor*innen mit ESG-Kriterien 31,3 % 32 %

    • Als unkritisch verifiziertes Einkaufsvolumen 64,1 % 66,2 %

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