Liebe Leserinnen und Leser, 

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender, Bonn, Deutschland
Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender, Bonn, Deutschland

2021 war ein besonderes Jahr für die Telekom. Besonders intensiv. Besonders herausfordernd. Besonders erfolgreich. Wir haben rund 18 Milliarden Euro in den Ausbau und Betrieb unserer Netze investiert. So war beispielsweise zum Jahresende unser 5G-Netz in Deutschland für mehr als 90 Prozent der Bevölkerung verfügbar und auch in den USA haben wir unsere 5G-Netz-Führerschaft ausgebaut. Wir haben Millionen neue Kund*innen gewonnen und starke Finanzergebnisse erzielt. Die Telekom ist eine der wertvollsten Marken weltweit und wir sind heute mit großem Abstand die führende europäische Telekommunikationsanbieterin. Solche Erfolge sind für mich einmal mehr Ansporn, auch in Bezug auf unsere gesellschaftliche und ökologische Verantwortung Vorreiterin zu sein.

„Verantwortung leben“ ist als Kernelement in unserer Konzernstrategie verankert. Um die wachsende Relevanz nachhaltigen Handelns zu unterstreichen, berichtet der Leiter des Fachbereichs Corporate Responsibility Michael Hagspihl seit dem 1. Januar 2022 direkt an mich. Unser Weg, die Deutsche Telekom immer nachhaltiger auszurichten, findet eine hohe Zustimmung bei unseren Mitarbeitenden. Laut Mitarbeiterbefragung 2021 identifizieren sich 84 Prozent mit unserem ökologischen und gesellschaftlichen Engagement.

Wir alle wissen, der Klimawandel ist real, und wir wissen, dass wir alle dazu beitragen. Bei der Telekom handeln wir. 2021 haben wir unsere Klimaziele noch einmal deutlich verschärft. Schon bis 2025 werden wir als Deutsche Telekom und bis spätestens 2040 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Ein erstes Ziel haben wir bereits erreicht: Unsere Kund*innen surfen schon heute im grünen Telekom-Netz, und das konzernweit. Wir lassen uns an unseren Fortschritten messen. Seit 2021 ist die Vorstandsvergütung auch vom Erreichen der Klimaziele abhängig.

Wir wollen aber nicht nur die Telekom nachhaltiger machen, sondern auch unsere Kund*innen dabei unterstützen, nachhaltiger zu werden. Deshalb kennzeichnen wir unsere Produkte und Services, die eindeutige ökologische oder soziale Nachhaltigkeitsvorteile aufweisen, mit #GreenMagenta und #GoodMagenta. Zudem haben wir gemeinsam mit vier weiteren europäischen Mobilfunk-Betreibern das Eco Rating eingeführt. Bis Ende 2021 wurden die Umweltauswirkungen von mehr als 150 Mobiltelefonen bewertet und transparent gemacht.

Gemeinsam mit unseren Lieferanten arbeiten wir daran, unser Produktangebot immer nachhaltiger zu gestalten. In Deutschland und Österreich haben wir beispielsweise die Zusammenarbeit mit Fairphone weiter ausgebaut und mit Samsung wollen wir bis Ende 2022 ein „grünes“ Smartphone auf den Markt bringen. Alle in Deutschland neu eingeführten und mit einem „T“ gebrandeten Geräte besitzen seit 2021 eine nachhaltige Verpackung. Und Produkte wie unsere Homeoffice-Lösungen helfen Kund*innen, CO2-Emissionen einzusparen. 2021 haben wir rund 42 Prozent unseres Umsatzes mit nachhaltigeren Produkten erzielt.

Wir müssen schnell handeln, um die CO2-Emissionen zu verringern und den Klimawandel zu bremsen. Das hat uns 2021 unter anderem die Hochwasserkatastrophe in Europa deutlich vor Augen geführt. Tief beeindruckt war ich von dem persönlichen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, die sich unmittelbar nach der Katastrophe aufmachten, um Hilfe zu leisten und kostenlos Handys, Powerbanks und Schnellstartpakete zu verteilen. Oberste Priorität hatte für uns, die Grundversorgung im Mobilfunk schnellstmöglich wiederherzustellen, damit Betroffene mit ihren Familien und Rettungskräfte in Kontakt bleiben konnten. Dies ist uns innerhalb weniger Tage gelungen. Obwohl die Wassermassen auch unsere Infrastruktur in den betroffenen Gebieten massiv beschädigt hatten, konnten wir über 96 Prozent der Festnetz-Anschlüsse bis zum Jahresende 2021 wiederherstellen. Für die Zeit des Wiederaufbaus haben unsere Techniker*innen Zwischenlösungen bereitgestellt.

Wir sind erst zufrieden, wenn alle #DABEI sein können. Dies bedeutet nicht nur, den technischen Zugang zu schnellen Netzen zu ermöglichen, sondern ebenso, den kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu fördern. Und wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt an der digitalen Gesellschaft teilhaben können. Deshalb haben wir unsere Kampagne gegen Hass im Netz und für mehr digitale Zivilcourage 2021 fortgeführt.

Über diese und viele weitere Nachhaltigkeitsaktivitäten berichten wir umfassend im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht.

Unverändert Bestand hat unser Bekenntnis zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Beide Rahmenwerke zählen zusammen mit den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung zu den Leitplanken unserer Arbeit.

Liebe Leserinnen und Leser,

die Digitalisierung birgt viele Chancen: Sie schafft Potenziale für den Klima- und Ressourcenschutz, vereinfacht unsere Arbeitswelt und bereichert unseren persönlichen Alltag. Als Deutsche Telekom setzen wir uns für eine menschen- und wertorientierte Digitalisierung ein. Mein Dank gebührt allen, die dazu beitragen, diesen Weg in eine nachhaltigere, digitale Zukunft zu gestalten: unseren Mitarbeitenden, unseren Kund*innen, unseren Partner*innen und unseren Aktionär*innen.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihr
Tim Höttges

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