Hass spaltet die Gesellschaft

Immer häufiger wird das Netz dazu missbraucht, Menschen auszugrenzen oder gezielt einzuschüchtern. Die Attacken zielen oft auf Merkmale wie Hautfarbe, Herkunft, Sexualität, Geschlecht, Alter, Behinderung oder Religion von Menschen oder auf Menschen, die zu einer bestimmten Schicht oder Berufsgruppe gehören. Aber auch politische Meinungen geraten ins Kreuzfeuer und es wird versucht, Andersdenkende mundtot zu machen. Weil sie sich dem massiven Druck nicht gewachsen fühlen, ziehen sich viele zurück. Und genau das wollen die Angreifenden erreichen: Denn wenn es ihnen gelingt, andere zum Schweigen zu bringen, scheint es, als wäre ihre Meinung die einzig wahre. Und tatsächlich fehlen dadurch wichtige Perspektiven zur Meinungsbildung. So können sich extreme politische Ansichten verbreiten. Das bedroht unsere Demokratie!

Wir brauchen ein ethisches Fundament

Als Deutsche Telekom glauben wir an die europäische Vision von gemeinsamem Wohlstand und sozialer Sicherheit. Europa ist nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern vor allem auch eine Friedensgemeinschaft – eine Idee von Toleranz und Vielfalt, von bürgerlichem Miteinander. Die europäische Idee beruht auch auf dem Gedanken, dass Frieden am ehesten durch Vernetzung gelingt, nicht durch Abschottung. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle: Denn dort können Menschen 24 Stunden am Tag Meinungen austauschen und Lösungen diskutieren.
Dazu braucht es aber auch ein ethisches Fundament. Deshalb fordern und fördern wir eine gesamtgesellschaftliche Debatte darüber, wie wir die Digitalisierung verantwortungsvoll gestalten können.

Die Demokratie beflügeln

Das Markenversprechen der Telekom heißt: Erleben, was verbindet. Unser Ziel ist es, Gemeinschaft durch Digitalisierung zu fördern. Diese Verantwortung beinhaltet für uns weit mehr, als den Schutz und die Sicherheit von Daten zu gewährleisten. Wir bieten möglichst vielen Menschen einen Zugang zum Netz und zu Bildung: Wir setzen uns mit Leidenschaft dafür ein, die Medienkompetenz der Bevölkerung zu stärken. Dies sind wichtige Voraussetzungen, damit die Digitalisierung die Demokratie nicht einschränkt, sondern beflügelt.


Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Mit unseren Maßnahmen zahlen wir auf das 16. Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ein.

Für ein Netz ohne Hass

Gemeinsam mit 44 Partnern kämpfen wir für ein Netz, in dem sich Menschen souverän bewegen können, ohne Angst vor Ausgrenzung haben zu müssen. Dabei legen wir den Fokus vor allem auf das Thema „Digitale Zivilcourage“. Wir wollen sensibilisieren und Menschen ermutigen, Haltung zu zeigen. Hierzu haben wir #DABEI – Gegen Hass im Netz initiiert. Seit Beginn der Kampagne im Jahr 2020 haben wir 720 Millionen Medienkontakte erzielt. Im Jahr 2021 lag der Fokus auf dem Thema Gaming. Unter dem Motto „Gaming – wo der Spaß aufhört“ setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, auch im Gaming dem Hass etwas entgegenzusetzen. Mit der Initiative #equalesports setzen wir uns gemeinsam mit der eSports-Organisation SK Gaming und der „esports player foundation“ für mehr Gleichberechtigung und Diversität im eSports ein.

#DABEI-Geschichten: Interaktiver Multiplikatoren-Input

Wie die Digitalisierung unser Leben verändert, wie wir ihre Chancen für uns nutzen und uns zugleich kritisch mit ihren Risiken auseinandersetzen können – darauf gibt unter anderem unsere Initiative #DABEI-Geschichten Antworten. Für unsere Schwerpunkte „Digitale Demokratie“, „Digitale Zivilcourage“ und „Gaming“ sowie damit verbunden „Meinungsmache im Netz“ haben wir eigene Module zur Verfügung gestellt. Darin geht es zum Beispiel um digitale Phänomene wie Fake News und Hate Speech. Multiplikator*innen finden hier Leitfäden für Workshops in unterschiedlichen Längen und in Deutsch, Englisch und Einfacher Sprache. Niemand muss bereits Expert*in im Thema sein, um einen Workshop durchführen zu können. Die Teilnehmenden erfahren, an wen sie sich bei Hasskommentaren im Netz und auf Gaming-Plattformen wenden können oder wo sie online Informationen zu Parteien und ihren Programmen finden.


370

Rund 370 Millionen Medienkontakte haben wir allein in Deutschland im Jahr 2021 mit unseren verschiedenen Medienkompetenz-Programmen und der Kommunikation dazu erreicht.

Projektideen für Kinder und Jugendliche

Mit unserer Medienkompetenz-Initiative „Teachtoday“ bieten wir Eltern und Pädagog*innen Angebote zu unseren Themenschwerpunkten. So unterstützen wir sie dabei, Kinder und Jugendliche an die komplexen Themen heranzuführen. Das Thema „Digitale Demokratie“ findet sich beispielsweise unter der Überschrift „Mitbestimmung im Netz“ wieder. Kinder lernen dabei, wie man die Gesellschaft aktiv mitgestalten kann. Unter der Überschrift „Mut im Netz“ bereiten wir das Thema „Digitale Zivilcourage“ für jüngere Zielgruppen auf. Mit dem Projekt „Netzduell“ lernen Schüler*innen beispielsweise, eine Netzdebatte respektvoll zu führen. Unter dem Titel „So bleibt es beim Spielspaß“ bieten wir auch zu unserem Fokusthema „Gaming“ kindgerechte Angebote. Und auch das Medienmagazin „SCROLLER“ nimmt unsere Schwerpunkthemen für die Zielgruppe der Neun- bis Zwölfjährigen auf.

Gurke

Digitale Demokratie zum Nachlesen und Nachhören

Die „We Care“-Ausgabe „Meine Stimme zählt“ erzählt die „Mords“-Geschichte der Demokratie und warum Opa immer zwei Zeitungen liest. Warum der intelligenteste Weg, Protest zu äußern, die Wahl ist, und was passieren könnte, wenn Europa zerschlagen wird. Sie zeigt, wie jeder Politik im Netz wirksam mitgestalten kann.

Zum Magazin

In unserer Podcast-Serie „Digital Crime – Wenn Worte zur Waffe werden“ haben wir sechs Folgen rund um das Thema „Hass im Netz“ veröffentlicht. Hier kommen die Protagonist*innen der Kampagne „#DABEI – Gegen Hass im Netz“ ebenso zu Wort wie Expert*innen und Kooperationspartner.

Wo ist der Wegweiser?

Wenn eine neue Technologie unser Leben verändert, müssen wir uns auf neue Spielregeln einigen. Ein Beispiel: Mit dem Siegeszug des Autos wurden vor über 100 Jahren neue Verkehrsvorschriften notwendig. Auch die Digitalisierung an sich ist zunächst einmal weder positiv noch negativ, sondern neutral: Es liegt an uns, sie verantwortungsvoll zu gestalten. Deshalb brauchen wir auch für das Internet neue Regeln. Diese können nicht von Einzelnen diktiert, sondern müssen gemeinsam erarbeitet werden. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten.

Auf unserer Konzern-Website im Bereich „Digitale Verantwortung“ diskutieren wir mit Expert*innen über die Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt. 2022 veröffentlichen wir unser Rahmenwerk „Corporate Digital Responsibility@Deutsche Telekom. Unser Selbstverständnis für Digitale Verantwortung.“ Dort stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt unseres Anspruchs, Verantwortung auch digital zu leben. Gemeinsam mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sowie fünf weiteren Unternehmen haben wir zudem 2018 die Initiative „Corporate Digital Responsibility“ gegründet.

2021 hat die Initiative einen CDR-Kodex veröffentlicht. Mit der Unterzeichnung des Kodex bekennen wir uns zur Einhaltung konkreter Prinzipien. Außerdem haben wir als einer der ersten Konzerne weltweit selbstbindende Leitlinien für einen ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz aufgestellt. Weil wir wissen, dass dies nur der erste Schritt sein kann, entwickeln wir die Leitlinien im Gespräch mit Expert*innen und Interessengruppen immer weiter.

Die Basis: Sicheren Zugang für alle ermöglichen

Damit alle Menschen die digitale Demokratie aktiv und gleichberechtigt mitgestalten können, brauchen sie Zugang zum Netz. Dafür investieren wir seit vielen Jahren massiv in den Netzausbau. Bereits heute betreiben wir das größte Glasfasernetz in Europa: Allein in Deutschland hat es eine Länge von über 650 000 Kilometern. Neben dem weiteren Ausbau des Glasfasernetzes investieren wir in das Mobilfunknetz für eine nahezu vollständige Versorgung der Bevölkerung mit LTE- und 5G-Technologie.

Wenn es darum geht, die digitale Demokratie zu stärken, ist neben dem technischen Zugang das Vertrauen in die Sicherheit der Systeme und den Schutz sensibler Daten entscheidend. Hundertprozentige Sicherheit kann niemand bieten. Aber bei der Telekom tun wir alles dafür, dass die Daten unserer Kund*innen bei uns in guten Händen sind. Unsere Infrastruktur und damit auch die Daten unserer Kund*innen schützen wir mit einer hochentwickelten Cyberabwehr. Und auf Basis klarer Regeln stellen wir im ganzen Unternehmen hohe Datenschutzstandards sicher.


Würfel

SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur

Mit unseren Maßnahmen zum Netzausbau zahlen wir auf das 9. Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ein.

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