Telekom Logo
Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020

Nachhaltiges Investment

SRI-Anlageprodukte bestehen aus Wertpapieren von Unternehmen, die einer Überprüfung nach Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG img) standhalten. Die Nachfrageentwicklung der T-Aktie in dieser Anlagekategorie dient uns als Indikator, um unsere Nachhaltigkeitsleistung zu beurteilen.

Mit dem ESG KPI „Nachhaltiges Investment“ messen wir, wie die Finanzmärkte unsere CR-Aktivitäten wahrnehmen.

Das Konzept der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) findet bei Investor*innen immer mehr Beachtung. Um unter anderem Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die SDGs zu bewerten und messbar zu machen, haben wir bereits 2018 ein Projekt zur Wirkungsmessung durchgeführt und führen dieses konsequent fort.

Die T-Aktie in Nachhaltigkeitsratings und -indizes KPI

Im Rahmen unserer CR-Strategie beteiligen wir uns seit vielen Jahren erfolgreich an ESG-Ratings, die wir anhand von Reputation, Relevanz und Unabhängigkeit auswählen.

2020 war die T-Aktie wieder in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes img gelistet, darunter die renommierten DJSI img World und DJSI Europe von S&P SAM. Nach wie vor führten auch der FTSE4Good img Index (im neunten Jahr in Folge) sowie der UN Global Compact 100 Index unsere Aktie.

Im Berichtsjahr haben zudem drei weitere Nachhaltigkeitsindizes unsere Aktie aufgenommen: der S&P Europe Developed LargeMidCap ESG img Index, der S&P Global 1200 ESG Index von S&P SAM sowie der Euronext Vigeo img World 120 von Vigeo Eiris.

Eine Auswahl weiterer Listings der T-Aktie findet sich in der unten stehenden Tabelle.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken 

ESG KPI „Nachhaltiges Investment (SRI)“ KPI

Der ESG KPI img „Nachhaltiges Investment” gibt den Anteil von Aktien der Deutschen Telekom AG an, der von Investoren gehalten wird, deren Anlagestrategie vorrangig oder zumindest teilweise auch ökologische, soziale und Governance-Kriterien berücksichtigt. („SRI img Investment“; SRI für „Socially Responsible Investment“)

Und unser Einsatz für mehr Nachhaltigkeit zahlt sich aus: Zum Stichtag 30. September 2020 waren rund 13 Prozent der T-Aktien im Besitz von Investoren, die zumindest teilweise auch ökologische, soziale und Governance-Kriterien berücksichtigen; 9 Prozent wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen.

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern

Aufgrund der jährlichen Aktualisierung der Berechnungsbasis sind Vorjahresvergleiche gegebenenfalls wenig aussagekräftig. (Quelle: Ipreo bis 2016; ab 2017 Nasdaq basierend auf Datenbasis von Thomson Reuters)

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken 

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 1 (Strategie)
  • Kriterium 7 (Kontrolle)

Nachhaltige Kapitalanlage der Deutschen Telekom

Unser Beitrag zu den SDG

Auch die Vermögen des Telekom-Pensionsfonds legen wir so an, dass sie unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen entsprechen. Bei der Auswahl dieser Kapitalanlagen berücksichtigen wir – neben finanziellen Gesichtspunkten – seit 2013 ökologische und soziale Grundsätze sowie Leitlinien für eine gute Unternehmensführung. Dazu gehören:

  • Gezieltes Engagement für die Sustainable Development Goals (SDGs) über unsere Mitspracherechte als Aktionär
  • Grundsätzlicher Ausschluss aller Investitionen in Unternehmen, die sogenannte kontroverse Waffen (zum Beispiel Antipersonenminen, Streumunition, Nuklearwaffen, biologische oder chemische Waffen) produzieren oder damit handeln
  • Ausschluss von Investments in Unternehmen, die wiederholt gegen die UN-Global-Compact-Prinzipien verstoßen haben

Wir verfolgen einen „Best in Class“-Ansatz und konzentrieren uns somit auf Investments in Unternehmen mit branchenweit besten Nachhaltigkeitsleistungen. Dabei ist es unser Ziel, attraktive Renditeerwartungen und nachhaltige Wertorientierung miteinander zu vereinbaren.

Für diese Bemühungen wurde die nachhaltige Anlagestrategie des Telekom-Pensionsfonds img 2019 auch von Experten gewürdigt: Wir erreichten bei den „Institutional Assets Awards“ des Fachverlags der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Kategorie „ESG-Implementierung“ den zweiten Platz. Der Award zeichnet erfolgreiche Anlagestrategien aus, die besonders schlüssig umgesetzt werden.

2020 zeichnete das Medium für institutionelle Kapitalanlagen „portfolio institutionell“ den Telekom-Pensionsfonds zweifach aus. Im Berichtsjahr erhielten wir den Preis für den „Besten Pensionsfonds/CTA“ – und das zum dritten Mal. Außerdem erreichte der Telekom-Pensionsfonds für seine nachhaltige Kapitalanlage den ersten Platz in der Kategorie „Bester nachhaltiger Investor“.

Seit 2019 richtet sich auch die Kapitalanlage der Deutschen Telekom („DT Trust“) nach ökologischen und sozialen Standards. Der DT Trust orientiert sich dabei an den Kriterien des Staatlichen Pensionsfonds von Norwegen („Norges“). Unter anderem schließen wir damit Firmen aus, die Menschenrechte verletzen, bestimmte Waffen produzieren oder deren Kerngeschäft als umweltschädlich angesehen wird.

In enger Absprache mit den Konzernbereichen Corporate Responsibility und Treasury (Finanzmanagement) evaluieren wir in regelmäßigen Abständen weitere nachhaltige und attraktive Finanzierungsmodelle.

EU-Taxonomie

Damit unsere Berichterstattung den aktuellen Anforderungen unserer Stakeholder img enspricht, beobachtet und begleitet wir die Entwicklung von Regulierungen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene. Wo gefordert, bringen wir uns im Rahmen von Interessen- und Branchenverbänden – zum Beispiel ETNO (European Telecommunications Network Operators‘ Association) und econsense – bei gesetzgeberischen Aktivitäten über Positionspapiere und Konsultationsbeiträge aktiv ein. Eine der wichtigsten, zukunftsweisenden europäischen Regulierungsinitiativen des Jahres 2020 war die Verabschiedung der sogenannten EU-Taxonomie-Verordnung.

Ziel der Taxonomie: Anreize schaffen für nachhaltigere Anlagestrategien
Ziel der EU-Verordnung ist es, Kapitalströme in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu lenken. Welche Tätigkeiten in diesem Sinne als nachhaltig anzusehen sind, soll die EU-Taxonomie img mit einem umfangreichen Kriterienkatalog regeln, welcher im ersten Quartal 2021 veröffentlicht wird. Als wesentliches Element des European Green Deal soll die Taxonomie den Wandel hin zu einem ökologisch verantwortungsvollen Wirtschaften beschleunigen.

Anforderungen der Taxonomie

Wesentlicher Beitrag
Vermeidung
negativer Auswirkungen
Einhaltung von Mindestanforderungen

Wesentlich beitragen
zu mindestens einem der sechs Umweltziele, wie in der vorgeschlagenen Verordnung definiert

Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen 
Eine Aktivität kann nur dann als Beitrag zu einem der sechs Ziele gewertet werden, wenn sie keine anderen erheblich negativen Umweltauswirkungen mit sich bringt (Do no significant harm“-/„DNSH“-Prinzip).

Mindestschutzmaßnahmen einhalten
Die Mindestschutzmaßnahmen (Minimum Safeguards) sind soziale Anforderungen in Übereinstimmung mit

Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Buttons

Die Deutsche Telekom entspricht den Mindestschutzmaßnahmen auf Konzernebene. Hierüber berichten wir transparent im Abschnitt „Menschenrechte“. 

Auswirkungen auf die Deutsche Telekom
Zum Redaktionsschluss des vorliegenden CR-Berichts lagen der finale Rechtsakt der EU („Delegated Act“) und die damit verbundenen, spezifischen Kriterien noch nicht vor. Wir evaluieren laufend die von der EU publizierten Kriterienentwürfe, damit wir zeitnah auf die Entwicklungen reagieren können. Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass für die Deutsche Telekom die Taxonomiekriterien für die Geschäftsfelder „Netzwerk“ und „Rechenzentren“ relevant sein werden. 

In unserer künftigen -Berichterstattung, die Anforderungen der Taxonomieverordnung vollumfänglich berücksichtigt, werden den Analysen entsprechend die folgenden zwei Aspekte eine zentrale Rolle spielen:

  • „Greening of“: Maßnahmen zur Energieeffizienz unserer Netze und Rechenzentren
    Viele Kennzahlen und Informationen, die hierfür langfristig eine Rolle spielen werden, finden Sie bereits in diesem Bericht. Die vorliegenden Kennzahlen sind dabei von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) geprüft. Mehr zum „Greening of“ erfahren Sie unter: Energieeffizienz, PUETCFD, SASB.
  • „Greening by“: Der Beitrag, den wir zum Klimaschutz in anderen Branchen leisten
    Viele Kennzahlen und Informationen, die hierfür langfristig eine Rolle spielen werden, finden Sie bereits in diesem Bericht. Die voerliegenden Kennzahlen sind dabei von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) geprüft. Weiteres zum „Greening by” findet sich unter: Enablement Faktor, Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug, TCFD, SASB.

Derzeit sehen wir erhöhten Klärungsbedarf bei der Bewertung des Potenzials unserer Produkte und Dienstleitungen, in anderen Branchen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Wie wir künftige Anforderungen erfüllen können
Bereits heute analysieren wir unsere Aktivitäten anhand von Case Studies in einzelnen Geschäftsbereichen. Die Erkenntnisse daraus werden uns bei einer späteren unternehmensweiten Berichterstattung nutzen. 
 

Investorenkommunikation

Wir beobachten, dass Anleger*innen in ihre Investmentstrategien verstärkt SRI-Ansätze einbeziehen. Zudem erkundigen sich Investor*innen und Ratingagenturen zunehmend nach unseren CR-Aktivitäten. Um diesen Nachfragen zu entsprechen, nutzen wir verschiedene Formate – sowohl in der Berichterstattung als auch im direkten Dialog.

Zum einen veröffentlichen wir jährlich den vorliegenden Corporate-Responsibility-Bericht sowie eine nichtfinanzielle Erklärung im Geschäftsbericht. Außerdem bieten wir ESG-Informationen für Finanzmarktakteur*innen auf unserer Unternehmenswebsite in der Rubrik „Verantwortung“ sowie in unserem Investor-Relations-Portal in der Rubrik „Nachhaltigkeit“ an.

Wir suchen den persönlichen Dialog mit Investor*innen und führen mit sogenannten SRI-Roadshows regelmäßig nationale und internationale Infoveranstaltungen durch. Zudem nehmen wir immer wieder an SRI-Konferenzen oder -Tagungen teil und präsentieren auf Nachfrage unsere CR-Strategie als Best Practice. Darüber hinaus informieren wir interessierte Investor*innen in Telefonkonferenzen und beantworten zahlreiche direkte Anfragen. In diesem Jahr haben wir einen Großteil des Investorendialogs – etwa unsere SRI-Roadshows – aufgrund der Corona-Pandemie virtuell durchgeführt.

Steuerpolitische Leitlinien

Die Konzernsteuerabteilung ist dafür verantwortlich, dass der Konzern Deutsche Telekom national wie international die Steuern zahlt, die nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften geschuldet werden. Dies gilt einerseits für die Ertragsteuern des Konzerns, die zudem regelmäßig im Rahmen der IFRS-Finanzberichterstattung img zu erläutern sind; andererseits für Umsatz- oder Lohnsteuern, die für Kund*innen beziehungsweise Arbeitnehmer*innen des Konzerns abgeführt werden.

Die Konzernsteuerabteilung sorgt zudem dafür, dass die Unternehmensgruppe innerhalb der jeweils geltenden in- und ausländischen steuergesetzlichen Rahmenbedingungen steuereffizient aufgestellt ist (Vermeidung unnötiger Steuerlasten, die gesetzlich nicht zwingend sind). Maßgeblich ist hierbei eine nachhaltige Steuereffizienz der Unternehmensgruppe, und für eine solche ist aus Sicht der Konzernsteuerabteilung unerlässlich, transparent und vertrauensvoll mit den lokalen Finanzbehörden zusammenzuarbeiten, zum Beispiel im Rahmen von betriebswirtschaftlich ratsamen Reorganisationen des Unternehmens.

Darüber hinaus hat die Konzernsteuerabteilung den Anspruch, möglichst umfassend zum Erfolg des operativen Geschäfts der Deutschen Telekom beizutragen, zum Beispiel indem sie neue Geschäftsmodelle oder innovative technische Entwicklungen eng begleitet. Besonders konzentriert sie sich hierbei darauf, etwaige steuerrechtliche Zweifelsfragen umgehend zu klären und außerdem praxistaugliche Lösungswege aufzuzeigen, damit die jeweiligen steuerlichen Anforderungen erfüllt werden.

Die Steuerstrategie – Tax Compliance, Sustainable Tax Efficiency, Tax as Valued Business Partner – wurde auch vom Vorstand der Deutschen Telekom beschlossen.

Ausführliche Informationen zur Arbeit der Konzernsteuerabteilung, zu ihren Grundsätzen und ihrem Ansatz zum verantwortungsvollen Umgang mit Steuern können Sie in dem weiterführenden Dokument nachlesen.

Die Deutsche Telekom beteiligt sich an Initiativen, die einen ganzheitlichen Ansatz entwickeln sollen, um aussagekräftige Informationen in Bezug auf Steuern durch Unternehmen und Unternehmensgruppen zu ermitteln und zu veröffentlichen. Es geht darum, die verschiedenen Beiträge zur Finanzierung öffentlicher Gemeinwesen, die im Zusammenhang mit Unternehmen und Unternehmenstätigkeiten geleistet werden beziehungsweise entstehen, umfassend und differenziert darzustellen. In diesem Rahmen stellt die Deutsche Telekom für die wesentlichen europäischen Konzerngesellschaften im Bereich Telekommunikation die sogenannte Total Tax Contribution fest. Dieser Ansatz und die entsprechenden Informationen für die Deutsche Telekom sind im Dokument zur Total Tax Contribution näher beschrieben. Die Deutsche Telekom beabsichtigt, die entsprechenden Informationen auch für die kommenden Jahre zu ermitteln und zu veröffentlichen.

Forschung und Entwicklung

Als zukunftsorientiertes Telekommunikationsunternehmen unterstützen und beteiligen wir uns an aktueller Forschung. Wir kooperieren mit verschiedenen Hochschulen. Beispielsweise haben wir an der CODE University of Applied Sciences in Berlin einen Lehrstuhl für Software Engineering mit dem Schwerpunkt „Blockchain“ eingerichtet. Wir investieren in unterschiedliche Forschungsbereiche, etwa zum Thema „Internet of Things“ (IoT, Internet der Dinge img). 2020 flossen im Konzern 33 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

Wir fördern junge und innovative Geschäftsideen: In unserem Technologie-Inkubator hubraum profitieren Start-ups von unserer Erfahrung. Hier erfahren Sie mehr zu aktuellen hubraum-Projekten.

Claudia Kurpiers

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unsere Expertin:

Claudia Kurpiers