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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020

Ganzheitliches Umweltprogramm: „We care for our planet“

Unser Beitrag zu den SDG

Im Zuge der Verabschiedung unserer neuen Klimaziele hat der Telekom-Vorstand 2019 den Auftrag erteilt, unser bestehendes Engagement für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz weiter auszubauen. Daraufhin wurden entlang unserer Wertschöpfungskette Bereiche ermittelt, in denen wir die Ressourceneffizienz verbessern und einen wirksamen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten können. Die hierfür notwendigen Maßnahmen haben wir im Programm „we care for our planet“ zusammengefasst. Die Umsetzung des Programms wird vom Bereich Group Corporate Responsibility (GCR) gesteuert. Die Segmente und Fachbereiche der Deutschen Telekom setzen im Rahmen des Programms zahlreiche Maßnahmen um, die in unterschiedliche Arbeitsbereiche („Workstreams“) aufgeteilt wurden. Um unsere Fortschritte zu messen, wurden im Jahr 2020 neue KPIs erhoben (siehe unten).

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In allen Workstreams des „we care for our planet“-Programms arbeiten „Green Pioneers“ mit, unsere internen Botschafter*innen für Nachhaltigkeit. Die Green Pioneers sind auch im Programmmanagement von „we care for our planet“ fest eingebunden. In den Landesgesellschaften setzen sich ebenfalls von Mitarbeiter*innen getragene Initiativen dafür ein, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

We care for our planet international
Die internationalen Landesgesellschaften setzen im Rahmen von „we care for our planet“ bereits verschiedene Maßnahmen um. 2020 fiel der Startschuss für eine intensive internationale Zusammenarbeit beim Umweltprogramm. Ziel ist es, die Aktivitäten so gut wie möglich zu synchronisieren und auf lange Sicht einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen den Fachbereichen in Deutschland und den Landesgesellschaften zu etablieren.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 305-5 (Emissionen)

Grüner Shop

Welche Telekom-Produkte sind besonders nachhaltig? Wie funktioniert der nachhaltige Smartphone-Kreislauf? Auf diese Fragen sollen unsere Kund*innen in unseren Shops Antworten erhalten. Unter dem Schlagwort „Green Point of Sale“ (deutsch: Grüner Shop) haben wir daher 2020 verschiedene Maßnahmen umgesetzt: In unseren Flagship-Stores in Stuttgart und Frankfurt präsentieren wir beispielsweise auf Tablet-Computern im Wartebereich ausgewählte Nachhaltigkeits-Highlights. Außerdem haben wir Schulungen für unsere Shop-Mitarbeiter*innen durchgeführt, an denen mehr als 3 500 Beschäftigte teilgenommen haben. Um herauszufinden, wie unsere Kund*innen unsere Nachhaltigkeitsbemühungen wahrnehmen, haben wir in die regelmäßigen Befragungen unserer Kund*innen in Deutschland und Österreich auch Fragen zum Thema Nachhaltigkeit aufgenommen. Diese Abfrage soll 2021 auch in anderen Ländern stattfinden.

Seit 2018 werden in allen neuen oder renovierten größeren Shops in Deutschland ökologische Bodenbeläge und Pflanzenwände – sogenannte Green Walls – genutzt. Recycelbare LED-Leuchten gibt es bereits in rund 70 Prozent unserer Geschäfte. Auch in vielen Filialen der Landesgesellschaften wird das Konzept „Grüner Shop“ umgesetzt: In rund 100 Filialen verwenden wir ökologische Bodenbeläge; Pflanzenwände gibt es bereits an 34 internationalen Standorten. Außerdem verzichten wir auf Einwegplastik und reduzieren unseren Papierverbrauch. Flächendeckend werden in allen Landesgesellschaften digitale Rechnungen und Online-Bezahlmethoden angeboten. Anfang 2021 fand ein virtueller Workshop mit Vertreter*innen aller Landesgesellschaften statt, um Best-Practice-Beispiele rund um die „Grünen Shops“ vorzustellen. Dabei ging es unter anderem um nachhaltige Kleidung für die Shop-Mitarbeiter*innen, Papierreduktion und unseren nachhaltigen Handy-Kreislauf.

Nachhaltiges Angebot KPI

Wir bieten unseren Kund*innen immer mehr Produkte, Services und Dienstleistungen mit Nachhaltigkeitsbezug an. Basis für unser Angebot ist das „grüne Netz“ der Deutschen Telekom, das zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Unser nachhaltiges Angebot an Produkten und Services machen wir mit den Kennzeichnungen #GoodMagenta oder #GreenMagenta kenntlich. Dadurch erleichtern wir unseren Kund*innen die Kaufentscheidung und zeigen transparent und glaubwürdig, welche Produkte einen positiven Beitrag zum Umweltschutz oder zur digitalen Teilhabe leisten. Auch unsere Geschäftskund*innen wollen wir dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und regulatorische Vorgaben – etwa durch den EU Green Deal – umzusetzen. Mit Kommunikationskampagnen wie „Nachhaltig mit IoT“ informieren wir unsere Kund*innen zu den Nachhaltigkeitsthemen: Die Kampagne beschäftigt sich mit dem Potenzial von Internet-of-Things-Lösungen, einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit bei Geschäfts- und Großkunden zu leisten. Unser Angebot nachhaltiger Produkte und Services soll im Jahr 2021 weiter ausgebaut werden.

Umsetzung in den Landesgesellschaften
Auch in den Landesgesellschaften bieten wir vielfältige nachhaltige Produkte und Services an: So hat beispielsweise T-Mobile Polska im Jahr 2020 eine Reihe umweltfreundlicher Produkte eingeführt, unter anderem recycelte Mobiltelefone. In Rumänien können Kund*innen Router und Modems mieten, sodass sie nach einem Austausch weiterverwendet werden können. „Grüne Tarife“ werden unter anderem in Ungarn von Maygar Telekom und T-Mobile in den Niederlanden angeboten.

Fortschrittsmessung mit Kennzahlen
Unsere Fortschritte beim Ausbau unseres nachhaltigen Produktangebots messen wir mit verschiedenen Kennzahlen, zum Beispiel dem Absatz pro Stück oder dem Umsatz und Bruttorohertrag für nachhaltige sowie aufbereitete Geräte in den Segmenten Mobilfunk und Festnetz. Zusätzlich geben wir an, in welchem Verhältnis der Absatz nachhaltiger Produkte zum Gesamtabsatz aller Geräte steht. Darüber hinaus erheben wir Kennzahlen zur Rücknahme von Geräten zu Recyclingzwecken und zur Kompensation von CO2-Emissionen durch den Versand mit DHL GoGreen beziehungsweise durch Baumpflanzaktionen.

 

Nachhaltige Produktverpackung

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Verpackungsmaterial zu reduzieren. Ab 2021 wollen wir für alle Telekom-gebrandeten Produkte, die neu auf den Markt kommen, in der gesamten Wertschöpfungskette ausschließlich nachhaltige Produktverpackungen verwenden. Dafür haben wir entsprechende Nachhaltigkeitskriterien entwickelt und in einer Verpackungsrichtlinie festgehalten. Diese ist Teil unserer „Standard Design Specifications“, in denen auch Anforderungen an Produktbestandteile und Design enthalten sind. Alle Produkthersteller müssen diese Kriterien bei der Entwicklung von Telekom-Geräten erfüllen.

Insbesondere verzichten wir auf Plastik als Verpackungsmaterial. Im Rahmen einer umfassenden Analyse haben wir das Potenzial für den Ersatz von Kunststoff untersucht. Das Ergebnis: 2021 werden wir in Deutschland voraussichtlich mehr als 60 000 Quadratmeter Plastikfolie einsparen können. Das entspricht fast 8,5 Fußballfeldern. Durch bedarfsgerechte Produktion von Verpackungen konnten wir bereits 80 Prozent Papier einsparen. Durch die Einführung einer Pappschrott-/Zerkleinerungsmaschine konnten wir den Einsatz von zusätzlichem Papier als Füllmaterial pro Jahr um weitere 50 Tonnen senken. Darüber hinaus verwenden wir zunehmend PaperFoam, eine biobasierte und biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien. PaperFoam ist ungiftig, papierrecycelbar und verringert den CO2-Fußabdruck im Vergleich zu anderen Materialien um bis zu 85 Prozent. In Deutschland haben wir 2020 bereits einige Telekom-gebrandeten Produkte in nachhaltigen Verpackungen angeboten, unter anderem den Smart Speaker Mini und die MagentaTV Box.

Auch bei Geräten, die wir nicht selbst herstellen, sondern von Drittanbietern beziehen, setzen wir auf nachhaltige Produktverpackungen: Bis Ende 2022 möchten wir auch für solche Fremdprodukte eine nachhaltige Verpackung nutzen. Im Zuge unserer Qualitätsprüfungen untersuchen wir derzeit die Nachhaltigkeit der bestehenden Verpackungen. Werden unsere Nachhaltigkeitsstandards nicht eingehalten, suchen wir den Dialog mit den Herstellern. Einige Hersteller erfüllen unsere Anforderungen bislang noch nicht vollständig, haben aber vielversprechende Pläne für nachhaltige Verpackungen vorgestellt. Im Jahr 2020 waren mehr als 20 Prozent aller durch die Deutsche Telekom verkauften Smartphones in der EU (Stand Q4/2020) nachhaltig verpackt.

Unsere „Standard Design Specifications“ sollen künftig auch in den Landesgesellschaften (mit Ausnahme von T-Mobile US) angewendet werden. Der neue Media Receiver und Router im europäischen Hardware-Portfolio entspricht bereits den Vorgaben und ist nachhaltig gestaltet und verpackt. Darüber hinaus wollen wir auch die Logistik nachhaltiger gestalten und beispielweise Paketverpackungen optimieren. Dazu befinden wir uns im internen Dialog mit den internationalen Landesgesellschaften und erarbeiten innovative Konzepte.

Papierloses und -vermeidendes Arbeiten

Der Betrieb eines großen Unternehmens wie der Deutschen Telekom geht mit einem hohen Papierverbrauch einher. Seit einigen Jahren reduzieren wir schrittweise unseren Papierverbrauch. Mit dem Projekt „Paperless Office“ (papierloses Büro) wollen wir bis 2025 vollständig auf Papier verzichten.

Angesichts der enormen Menge von aktuell rund 4 000 Tonnen Papierverbrauch allein an unseren deutschen Standorten und einer Vielzahl von Prozessen, die Papier benötigen, ist die papierlose Telekom ein sehr ambitioniertes Ziel. Um unseren Verbrauch zu minimieren, haben wir 2020 in Deutschland verschiedene Maßnahmen umgesetzt:

  • Die Korrespondenz mit unseren Millionen Kund*innen ist einer der größten Hebel zur Papiereinsparung. Dank Online-Rechnungen und zunehmend digitaler Kommunikation haben wir 2020 rund 28 Millionen Sendungen weniger verschickt als 2019.
  • In unseren Shops wurden Papiertüten durch Tüten aus recycelten PET-Flaschen ersetzt.
  • Durch die Reduktion von Papiertüten, „Dankesmappen“ und weiteren Papiermaterialien konnten 75 Tonnen Papier eingespart werden.
  • Auch unsere internen Personalprozesse werden schrittweise digitalisiert: Gehaltsabrechnungen, Krankmeldungen und Co. können digital abgerufen und eingereicht werden. Dies hat im Jahr 2020 rund 25 Tonnen Papier eingespart.
  • Zudem sensibilisieren wir unsere Beschäftigten dafür, weniger zu drucken. Auch Flipcharts, Notizbücher und Co. weichen zunehmend digitalen Alternativen.
  • Bis wir unser Ziel erreicht haben, beziehen wir unser Papier aus nachhaltigen Quellen und nutzen zertifiziertes Papier.

Als nächster Schritt ist eine engere Vernetzung mit den Landesgesellschaften geplant. Auch diese können bereits einige Erfolge vorweisen:

  • DTSE Slovakia: 3,35 Millionen weniger gedruckte Seiten 2020
  • Kroatien und Rumänien: weniger Papierverbrauch durch digitales Signieren von Verträgen
  • Griechenland/OTE: Die „MyNet.Go“-App img ermöglicht es den Mitarbeiter*innen unter anderem, papierlose Urlaubsanträge zu stellen

Kreislaufwirtschaft in Netzwerk- und IT-Infrastruktur der DT

Wir setzen derzeit Projekte in unterschiedlichen Vorstandsbereichen um. Das gemeinsame Ziel: Wir wollen unsere Klimaschutzziele erreichen, die Kreislaufwirtschafts-Anforderung („Circularity“) umsetzen und einen ganzheitlichen TCO-Ansatz für unser Netzwerk und die IT-Infrastruktur einführen.

Förderung der Kreislaufwirtschaft in den Landesgesellschaften
Auch die internationalen Landesgesellschaften setzen Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Netzwerk- und IT-Infrastruktur um. In den USA wird die Effizienz in Rechenzentren durch die sogenannte Kaltgangeinhausung img gesteigert. In Ungarn wird die Nutzung erneuerbarer Energien gefördert: Mitarbeiter*innen übernehmen für einen Spendenbetrag die Patenschaft für Solarmodule, mit denen ein Schulungsgebäude mit Strom versorgt wird. Im Gegenzug erhalten die Mitarbeiter*innen verschiedene Leistungen, zum Beispiel einen zusätzlichen Urlaubstag. In den Niederlanden führt der Rückbau des Tele2-Netzes zu einer Einsparung von 36 Tonnen CO2-Emissionen. Weitere Beispiele sind das PC-Recycling bei Magenta Telekom in Österreich sowie die Aufbereitung von Sendemasten in Rumänien.

 

Grünere DT-Gebäude

Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit in unseren Gebäuden zu fördern. Dazu setzen wir verschiedenen Maßnahmen um, mit denen wir die CO2-Emissionen verringern, die Energiebilanz verbessern, die Abfalltrennung optimieren und die längere Nutzung von Mobiliar fördern.

Ein sehr großer Hebel für mehr Nachhaltigkeit ist die Reduzierung von Leerstand, denn so können erhebliche CO2- und Energieeinsparungen realisiert werden. Zurzeit untersuchen wir den zukünftigen Bedarf an Büroflächen und wie wir diese Flächen bestmöglich nutzen können. Dazu erarbeiten und testen wir neue und flexiblere Raum- und Bürokonzepte.

Auch international setzen wir Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs um, beispielsweise die energetische Optimierung von Großstandorten, die Nachtabschaltung von Werbepylonen und die Durchführung von Simulationstests, um Energieeinsparpotenzial in technischen Gebäuden zu ermitteln. Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter*innen durch eine Energiesparkampagne.

In Griechenland erhielten drei Gebäude der OTE Gruppe die „LEED Gold“-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design): Neben dem Kerameikos-Bürogebäude und dem „Cosmote TV Services“-Gebäude wurde das im Jahr 2020 renovierte Bürogebäude im Zentrum von Athen ebenfalls durch das internationale LEED-Zertifizierungsschema für ökologische und nachhaltige Gebäude des U.S. Green Building Council (USGBC) auf „Gold“-Niveau zertifiziert. Auch das „Mill Park“-Gebäude der IT Services Hungary in Budapest hat eine LEED-Zertifizierung erhalten.

Förderung grünerer DT-Mobilität KPI

Wir treiben konzernweit eine grüne DT-Mobilitätsstrategie voran: Dazu gehören die Förderung von E-Mobilität in unserer Flotte sowie nachhaltiges Reisen und Pendeln unserer Beschäftigten. Insbesondere den Bereich der Mikromobilität (Fahrräder, Tretroller, Scooter etc.) möchten wir fördern. Darüber hinaus engagieren wir uns für den Ausbau der E-Mobilität durch den Aufbau und die Unterstützung der E-Ladeinfrastruktur.

#movegreen – nachhaltig zum Ziel
Um unsere Beschäftigten für „grünere“ Mobilitätsformen zu sensibilisieren und motivieren, organisieren unsere Green Pioneers verschiedene Aktionen. Unter dem Hashtag #movegreen lud das Projektteam „Squad New Mobility Concept“ im Spätsommer und Herbst 2020 an fünf Standorten in Deutschland zu Aktionen rund um das Thema nachhaltige Mobilität ein. Kolleg*innen verschiedener Bereiche konnten sich in Diskussionsveranstaltungen zu umweltfreundlichen Möglichkeiten des täglichen Pendelns austauschen. Insgesamt fanden rund 20 Sessions mit über 400 Teilnehmer*innen statt. Außerdem hatten die Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, eine Woche lang kostenlos Fahrräder oder Pedelecs auszuleihen und an interessanten Vorträgen und Schulungen teilzunehmen. Sie konnten sich auch an der AOK-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ beteiligen: Mehr als 360 Teilnehmer*innen haben bis Ende November 2020 über 313 900 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt und damit rund 59 640 Kilogramm CO2 gegenüber der Fahrt mit dem Auto eingespart. Die #movegreen-Aktionswochen haben zu großer Resonanz bei unseren Beschäftigten geführt: Die Beiträge in unserem internen sozialen Netzwerk „You and Me“ (YAM) wurden rund 5 000 Mal gesichtet.

Ladeinfrastruktur ausbauen
Um E-Mobilität voranzureiben, ist es entscheidend, die entsprechende Infrastruktur bereitzustellen. Wir rüsten daher Teile unserer bestehenden Telekom-Telekommunikationsinfrastruktur zu Ladestationen auf und nutzen dabei vor allem unsere großen technischen Einrichtungen, zum Beispiel Hauptverteiler. Die Nutzung der bestehenden Infrastruktur erspart zusätzliche Konstruktionen im Stadtbild. Der zusätzlich benötigte Strom stammt aus erneuerbaren Energiequellen.

Das bundesweite Stromladenetz wird mit Schnellladepunkten mit bis zu 150 kW Leistung von der Comfort Charge GmbH aufgebaut. Comfort Charge gehört zum Konzern Deutsche Telekom und wird durch den Telekom Innovationspool (TIP) gefördert. Das Unternehmen betreibt deutschlandweit Ladestationen für Elektrofahrzeuge und bietet Dienstleistungen rund um die Elektromobilität an. Damit schafft das Unternehmen die notwendige Infrastruktur für den Durchbruch der E-Mobilität in Deutschland.

In den nächsten drei Jahren sind rund 500 Schnellladestationen geplant. Diese sind unabhängig von der bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur und werden an Telekom-Standorten mit Mittelspannungsanlagen aufgestellt. Sie bieten den Nutzer*innen eine Leistung von bis zu 150 kW. Damit kann ein Fahrzeug in nur zehn Minuten Strom für eine Reichweite von rund 100 Kilometern laden. Darüber hinaus bieten wir Installations- und Wartungsleistungen von Wallboxen/Wandladestationen (44 kW) für Geschäftskund*innen an. Diese werden teilweise auch von der Comfort Charge bereitgestellt und betrieben.

Auch in den Landesgesellschaften wird die E-Mobilität gefördert: In Kroatien wird beispielsweise seit Juli 2020 ein digitaler Ladeservice für Elektrofahrzeuge per App img angeboten. Vor dem „T-Systems Netherlands“-Gebäude in Utrecht sind E-Ladesäulen installiert.

Unsere Maßnahmen zur Förderung einer grüneren DT-Mobilität messen wir anhand verschiedener KPIs, die wir 2020 erstmalig erhoben haben.

  • Anzahl an Normalladestationen (Amount of standard eCharging stations (AC) | Normallader)
  • Anzahl an Schnellladestationen (Amount of high-power eCharging stations (DC) | Schnelllader)
  • Eingesparte CO2-Emissionen pro Kund*in in Deutschland (Enabling: Saved CO2 emissions per customer in Germany)

Im Berichtsjahr haben wir insgesamt 569 E-Mobilitäts-Schnellladestationen und 1 542 Normalladestationen bereitgestellt.

Programm für ökologische Nachhaltigkeit bei T-Systems

Als Teil des Telekom-Konzerns hat sich auch T-Systems zu den konzernweiten Klimazielen verpflichtet und Nachhaltigkeit in seine Strategie integriert. Dazu hat T-Systems ein eigenes Programm aufgesetzt, um die Konzernziele zu unterstützen. Die grundlegenden Bereiche und Ziele sind:

Enablement unserer Kund*innen
T-Systems will zunehmend Nachhaltigkeitsaspekte ermitteln und gegenüber Kund*innen transparent darstellen, damit diese solche Aspekte bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen können. Um zum Beispiel den CO2-Fußabdruck seiner Produkte zu ermitteln, verfolgt T-Systems einen Wirkungsmessungsansatz (Impact Measurement), bei dem auch gesellschaftliche und ökonomische Faktoren berücksichtigt werden. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette einbezogen. Ein wichtiger Faktor beim Impact Measurement sind die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung der ICT-Produkte img von T-Systems entstehen.

Den eigenen ökologischen Fußabdruck verringern
T-Systems möchte die eigenen CO2-Emissionen konsequent senken. Dazu wurde ein Ausgangswert erhoben und die größten Emissionsquellen wurden identifiziert. Weitere Analysen dazu wurden angestoßen, unter anderem Folgeabschätzungen für Produkte und die Berücksichtigung von Abfällen. So sollen die Bereiche ermittelt werden, die besonderes Potenzial haben, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

CO2-Reduktion im Betrieb
Die konzernweite Umstellung sämtlicher eigener Gebäude auf erneuerbare Energien bis Ende 2021 bezieht selbstverständlich auch die T-Systems-Rechenzentren ein. Zusätzlich gestalten wir die Rechenzentren zunehmend energieeffizienter und nachhaltiger, zum Beispiel mithilfe von innovativen Technologien, Photovoltaikanlagen und Künstlicher Intelligenz. Am größten Bürostandort der T-Systems in Leinfelden-Echterdingen läuft derzeit ein Pilotprojekt zum Ausbau als nachhaltiger Entwicklungsstandort. Daraus sollen Erkenntnisse für die weiteren T-Systems-Standorte abgeleitet werden.

Mitarbeiter*innen sensibilisieren
Auch bei T-Systems spielen die Beschäftigten eine wichtige Rolle bei der Verbesserung unseres CO2-Fußabdrucks. Dazu reduzieren wir die Reisetätigkeit und setzen stattdessen zunehmend auf digitale Meetings – auch nach Ende der Corona-Pandemie. Darüber hinaus sensibilisiert T-Systems die Beschäftigten für nachhaltiges Denken und Handeln (z.B. durch Teilnahme an nachhaltigkeitsbezogenen Workshops oder Hinweise zum Stromsparen). Die nachhaltige Denkweise und Unternehmenskultur soll sich bei den Beschäftigten in allen Ländern und Produktionsstandorten der T-Systems etablieren.

Internationale Aktivitäten bei T-Systems
Das „Mill Park“-Gebäude der IT Services Hungary in Budapest hat 2020 eine LEED-Zertifizierung erhalten, dort wird rund 25 Prozent weniger Energie verbraucht als in traditionellen Bürogebäuden. Mitarbeiter*innen von T-Systems Mexico haben die Möglichkeit, ihren privaten Müll zum Recyceln in die Firma zu bringen. Im Jahr 2020 wurden so rund 60 Tonnen PET-Flaschen, Papier und Dosen recycelt. Darüber hinaus wurden im Jahr 2020 Laptops gespendet und Energiesparmaßnahmen in den Bürogebäuden von T-Systems umgesetzt. In Spanien wurde eine neue SmartCity-Plattform eingeführt, die Dienste wie Luftüberwachung, Beleuchtung oder Energieeffizienz in Gebäuden umfasst.

Weitere Informationen zum Thema Green IT bei der Telekom finden sie hier.