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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Unsere Strategie für klimaschonende Mobilität in Deutschland

Unser Beitrag zu den SDG

In jedem Berichtsjahr seit 2008 konnten wir die CO2-Emissionen, die durch unsere Fahrzeugflotte verursacht werden, deutlich reduzieren – etwa indem wir zunehmend CO2-optimierte Fahrzeuge eingesetzt haben. Außerdem sind dank moderner Technologien immer weniger Wartungseinsätze bei unseren Kund*innen notwendig. Im Jahr 2020 verzeichneten wir infolge der Corona-Pandemie noch höhere Einsparungen, da unsere Flotte wesentlich weniger genutzt wurde. So sanken die damit verbundenen CO2-Emissionen um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Fahrzeugflotte in Deutschland konnte außerdem um mehr als 2 200 Fahrzeuge auf rund 21 000 Fahrzeuge verkleinert werden.

Der Übergang zu einer klimaschonenden Mobilität erfordert neben umweltfreundlichen (Elektro- oder Erdgas-)Antriebssystemen auch eine intelligente Vernetzung bestehender und neuer Mobilitätsformen: Zum Beispiel werden wir für den Pendelverkehr der Mitarbeiter*innen zwischen Wohnung und Arbeitsort eine digitale Plattform („Mobility as a Service“ – MaaS) anbieten, die verschiedene Transportmittel von firmeneigenen und öffentlichen Verkehrsträgern miteinander kombiniert.

Die drei Säulen unserer Mobilitätsstrategie sind:

  • Diversifiziertes Portfolio: Aufbau einer effizienteren, stetig nachhaltigeren Flotte mit diversifizierten Antrieben und Integration von Mikromobilitätsformen (z.B. Fahrrädern, E-Scooter)
  • Digitale Services: Pooling- und Sharing-Lösungen, digitale Mobilitätsservices wie z.B. E-Fahrtenbuch, Mobility App img (E2E-Digitalisierung von Lifecycle-Services rund ums dienstliche Fahrzeug)
  • Vernetzte Mobilität bedeutet für uns die Verknüpfung bestehender und neuer Mobilitätsleistungen. Dazu bauen wir eine MaaS-Plattform und -App für die Telekom-Beschäftigten. Dabei bieten wir unseren Mitarbeiter*innen einen höchst flexiblen Zugriff sowohl auf öffentliche als auch private geteilte Verkehrsmittel sowie auf unsere Telekom-internen Verkehrsmittel (Shuttle on Demand, Car-Sharing etc.).

„Grüne Flotte“
Bereits seit zehn Jahren wenden wir im Rahmen unserer Green Car Policy img ein CO2-basiertes Auswahlverfahren für die Beschaffung neuer Fahrzeuge an. Darunter fallen auch Geschäftsfahrzeuge mit privater Nutzungsmöglichkeit, die Beschäftigte aufgrund ihrer Position oder Funktion vom Unternehmen gestellt bekommen. Bestandteil der Green Car Policy ist ein Bonus-Malus-System, mit dem wir Anreize für unsere Mitarbeiter*innen schaffen, verbrauchsärmere Modelle zu wählen. Beschäftigte, die ein besonders verbrauchsarmes Modell auswählen, erhalten einen Bonus, der im Verhältnis zu den eingesparten Kraftstoffkosten steht. Fahrer*innen von verbrauchsintensiven Fahrzeugen müssen sich hingegen finanziell an den höheren Mobilitätskosten und der höheren Umweltbelastung beteiligen. Im November 2020 wurde die Green Car Policy überarbeitet. Seither gibt es nur noch einen einheitlichen Emissions-Referenzwert von 130 g/km für alle Fahrzeugkategorien. Die Policy wird 2021 dahingehend überprüft, ob zusätzliche Anpassungen erforderlich sind.

Im Berichtsjahr konnten wir den Anteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben weiter erhöhen. Wir haben sowohl Elektro- als auch Erdgasfahrzeuge in den Regelbetrieb übernommen. Im Bereich der Geschäftsfahrzeuge gibt es nach ersten Pilotprojekten im Jahr 2019 seit Februar 2020 ein reguläres E-Fahrzeug-Portfolio, aus dem diejenigen, denen ein Geschäftsfahrzeug zusteht, auswählen können. Rund 10 Prozent aller Neubestellungen bei Geschäftsfahrzeugen entfielen seither auf elektrifizierte Antriebe. Ende 2020 waren 320 E-Geschäftsfahrzeuge im Bestand oder bestellt. Die Service-Flotte besteht zu rund 4 Prozent aus Erdgas- und Elektrofahrzeugen. Ihre Anzahl stieg von 160 auf 362.

Wir beteiligen uns an einem bis Ende 2023 laufenden bundesweiten Förderprojekt des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Dadurch werden wir weitere Einsatzmöglichkeiten für Elektromobilität schaffen. Voraussetzung ist eine entsprechende Ladeinfrastruktur. Dabei arbeiten verschiedene Einheiten im Konzern zusammen, darunter ComfortCharge als Betreiber einer öffentlichen Ladeinfrastruktur und der Telekom Service als Partner für Montage und Support. Außerdem bieten wir unseren Beschäftigten gemeinsam mit einem externen Dienstleister und dem Telekom Service als bundesweitem Installationspartner eine Heim-Ladelösung an, die unsere Mitarbeiter*innen finanzieren. Von diesem Komplettpaket aus Wallbox, Installationspauschale und automatisiertem Erstattungsverfahren für entstandene Ladekosten zu Hause profitieren insbesondere Nutzer*innen von E-Geschäftsfahrzeugen. Seit November 2020 wird die Anschaffung einer privaten Wallbox durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit 900 Euro staatlich gefördert.

Hohe Anschaffungskosten schränken die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen immer noch ein – obwohl der geldwerte Vorteil geringer besteuert wird und Käufer*innen somit gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug netto sparen können. Weiterhin ist die Vielfalt bei E-Fahrzeugmodellen wesentlich geringer als bei Modellen mit konventionellen Antrieben.

Kompensation der CO2-Emissionen
In der Übergangsphase zur emissionsfreien Mobilität nutzen wir CO2-Kompensation, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen: Seit September 2020 kompensieren wir 96 Prozent der CO2-Emissionen des Geschäftsbetriebs der Telekom-Fahrzeugflotte in Deutschland. Für den eingekauften Kraftstoff wird über die Mineralölhersteller hierzu ein jährlicher Beitrag gezahlt. Diese CO2-Kompensationsleistung kommt nach anerkannten Standards zertifizierten Projekten zugute und stellt in der Übergangsphase zur emissionsfreien Mobilität bereits heute die weitgehende Klimaneutralität der Fahrzeugflotte her. Bei der Emissionsbilanzierung nach „Greenhouse Gas (GHG)“-Protokoll schlagen diese Mengen nicht zu Buche, da die Emissionen nicht vermieden, sondern durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.

Fahrrad oder E-Bike als Gehaltsumwandlung
Bereits seit 2015 haben unsere Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, im Rahmen der Gehaltsumwandlung ein Fahrrad oder E-Bike als ressourcenschonende und gesundheitsfördernde Alternative zu erwerben. Dabei können sie für drei Jahre ein Fahrrad über den Arbeitgeber leasen. Die monatliche Rate wird vom Bruttoentgelt gezahlt. 2020 wollten so viele Beschäftigte das Gehaltsumwandlungsmodell nutzen, dass das Kontingent nach bereits acht Wochen erschöpft war. Für den Saisonstart 2021 haben wir das Gehaltsumwandlungsmodell komplett überarbeitet, damit die Mitarbeiter*innen ihren Fahrradhändler und den Zeitpunkt ihrer Bestellung flexibler wählen können.

Im Rahmen unserer Mobilitätsstrategie arbeiten wir gemeinsam mit unseren Beschäftigten an intelligenten Lösungen für eine neue, nachhaltigere Mobilität. Intelligente nachhaltige Lösungen sind gefragt, wenn es um die Auswirkungen beruflicher wie privater Mobilität auf den Klimawandel geht. Dabei tauschen wir uns auch direkt mit unseren Kund*innen aus und nutzen deren Feedback, um unsere Produkte sowie Services kontinuierlich zu verbessern. Unser Ziel ist es, die Nutzung alternativer Mobilitätsformen im Konzern zu einer Selbstverständlichkeit zu machen; dabei soll jede Entscheidung für ein Verkehrsmittel immer wieder hinterfragt werden. Mehr zu unseren Aktionen zur Förderung nachhaltiger Mobilität erfahren Sie hier.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)

Anzahl Fahrzeuge KPI

Die Gesamtzahl unserer Fahrzeuge ist gegenüber dem Vorjahr um rund 1 Prozent gesunken. Detaillierte Kommentare zu den Kennzahlen der Einzelgesellschaften werden im interaktiven Kennzahlen-Tool zum Gesellschaftsvergleich dargestellt. Mehr Informationen zu unserer Green Car Policy img, alternativen Antrieben und unseren klimaschonenden Mobilitätszielen finden sie hier.

Die Gesamtzahl unserer Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ist gegenüber dem Vorjahr um rund 12 Prozent angestiegen. Bei der Anschaffung von Geschäfts- und Dienstfahrzeugen setzen wir weiter − soweit wirtschaftlich vertretbar − auf alternative beziehungsweise verbrauchsarme Antriebe.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 11 (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen)

Kraftstoffverbrauch KPI

Insgesamt sank der Kraftstoffverbrauch um ca. 10 Prozent, bei Dienst- und Geschäftsfahrzeugen um 9 bzw. 11 Prozent. Detaillierte Kommentare zu den Kennzahlen der Einzelgesellschaften werden im interaktiven Kennzahlen-Tool zum Gesellschaftsvergleich dargestellt.

 
Weiterführende Informationen über das klimaschonende Flottenmanagement der Telekom finden Sie hier.
Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 11 (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen)

Jobticket KPI

Im Jahr 2020 nutzten etwa 10 000 Beschäftigte des Telekom-Konzerns in Deutschland den öffentlichen Nahverkehr mit einem arbeitgeberseitig bereitgestellten Jobticket. Der Rückgang in 2020 ist unter anderem auf COVID-19 bedingte Einschränkungen zurückzuführen.

An vielen deutschen Telekom-Standorten insbesondere in den großen Ballungsräumen bieten wir unseren Beschäftigten regionale Jobtickets in Form von Monats- oder Jahreskarten im Abonnement zu besonders günstigen Konditionen an. Damit fördern wir einen klimaverträglichen öffentlichen Personennahverkehr und helfen unseren Mitarbeiter*innen, ihre berufsbedingten Fahrtkosten gering zu halten.

 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 2 (Wesentlichkeit)
  • Kriterium 10 (Innovations- und Produktmanagement)

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)
  • Prinzip 8 (Ergreifen von Initiativen für ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • V04-13 (Prozentsatz an Services zur Reduktion von Klimaauswirkungen)