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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020

Unser Ansatz zu Ressourcenschonung und Umweltschutz

Als Dienstleistungsunternehmen setzen wir deutlich weniger Ressourcen ein als produzierende Unternehmen. Der Ressourcenverbrauch für die Herstellung und Nutzung unserer Produkte und Netzinfrastruktur findet in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen statt – bei unseren Lieferanten und Kund*innen. Deshalb setzen wir uns innerhalb unserer Wertschöpfungskette für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein und verfolgen dabei nachfolgende Maßnahmen:

  • Im konzernweiten Umweltprogramm „we care for our planet“, das 2019 vom Vorstand verabschiedet wurde, bündeln wir Projekte zur Ressourcenschonung unter einem Dach. Ziel ist es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen zu erhöhen und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Konzern einzubinden.
  • Mit zahlreichen Aktionen innerhalb und außerhalb der Telekom sind unsere internen Nachhaltigkeitsbotschafter*innen, die Green Pioneers, auch Vorbilder für alle anderen Mitarbeiter*innen der Deutschen Telekom.
  • Wir fördern bei unseren Lieferanten den verantwortungsvollen Rohstoffeinsatz und die Wiederverwendung von Materialien. Dazu gehört die Reduzierung von Kunststoff, Papier und Verpackungen in Schlüsselprozessen der gesamten Wertschöpfungskette.
  • An unseren Arbeitsplätzen steht Ressourceneffizienz im Vordergrund. So senken wir beispielsweise den Papierverbrauch – etwa durch Initiativen, in denen wir dazu aufrufen, weniger zu drucken; außerdem tragen die Digitalisierung von HR-Prozessen und der Einsatz von Whiteboards statt Flipcharts dazu bei.
  • Mit dem „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“ stellen wir einheitliche Grundsätze für alle Landesgesellschaften sicher. Auf dieser Basis müssen sie eigenverantwortlich messbare Ziele festlegen und deren Umsetzung überwachen. Dies ermöglicht ihnen, flexibel auf landes- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen einzugehen.
  • Wir engagieren uns für die Wiederverwendung und das fachgerechte Recycling von Mobiltelefonen.
  • Wir haben eine konzernweit verbindliche Richtlinie mit Anforderungen an das Recycling von Kupferkabeln eingeführt. Diese Kabel werden im Rahmen des Glasfaserausbaus teilweise ersetzt.

In Deutschland haben wir 2019 die Größe der SIM-Karten-Träger halbiert und damit im gleichen Jahr mehr als 20 Tonnen Kunststoff eingespart. Im Berichtsjahr haben wir mit dem Rollout der halbe SIM-Karte in unsere europäischen Landesgesellschaften begonnen und konnten so unsere Einsparungen noch steigern. Weitere Fortschritte messen und überwachen wir mithilfe ausgewählter KPIs. Der ESG img KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ setzt beispielsweise die Anzahl in Umlauf gebrachter Mobiltelefone ins Verhältnis zur Anzahl zurückgenommener Altgeräte (ohne T-Mobile US). Die Wiedergewinnung von Kupferkabeln messen wir mit dem KPI „Recycling von Kupferkabeln“.

Mit unserem Managementsystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz („Health, Safety and Environment“, HSE img) verpflichten wir uns, unsere Leistungen in diesen Bereichen kontinuierlich zu verbessern. Es beruht auf den internationalen Standards ISO 45001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz, ISO 14001 img für Umweltmanagement und ISO 9001 img für Qualitätsmanagement. Unsere Umweltrichtlinie fasst alle bestehenden und konzernweit gültigen ökologischen Selbstverpflichtungen zusammen.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Compact

  • Prinzip 8 (Ergreifen von Initiativen für ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt)
  • Prinzip 9 (Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien)

Ressourceneffizienz am Arbeitsplatz

Auch am Arbeitsplatz tragen wir zur Ressourceneffizienz bei: Wir achten darauf, möglichst umweltfreundliche Büromaterialien zu verwenden. Im Jahr 2020 waren 26 Prozent aller katalogbasierten Büroartikel nachhaltig. Außerdem gibt es in Deutschland folgende Maßnahmen:

  • Unser Projekt „IT-Remarketing“: Gebrauchte IT-Hardware wird aufbereitet und wieder nutzbar gemacht.
  • Ein Teil unseres Bürosortiments ist mit dem EU-Ecolabel, dem Fairtrade-Siegel, dem „Organic Farming“-Siegel, dem Blauen Engel oder den Umweltzeichen des FSC® beziehungsweise des PEFC gekennzeichnet.
  • In unserem Bürosortimentkatalog in Deutschland sind insgesamt 26 Prozent der Produkte als nachhaltig klassifiziert.
  • Die Lieferung von Büromaterialien erfolgt größtenteils nach dem CO2-Neutralitätszertifikat.
  • Seit 2018 beschaffen wir über einen Papiergroßhändler ausschließlich umweltzertifiziertes Büropapier, das mit dem „Blauen Engel“ oder dem Zertifikat „Nordic Swan“ ausgezeichnet ist.
  • Um den Papierverbrauch im Konzern zu senken, bitten wir unsere Mitarbeiter*innen, auf die postalische Gehaltsabrechnung zu verzichten, und stellen diese online zur Verfügung.
  • Unser Projekt „Paperless Office“: Damit soll vor allem der Anteil an E-Books sowie E-Paper erhöht und so weiter Papier eingespart werden.
  • In unserem sozialen Netzwerk „You and Me“ bieten wir unseren Beschäftigten eine Plattform, auf der sie bereits genutztes Büromaterial untereinander tauschen können, anstatt es neu zu bestellen.
  • Unsere Partnerschaft mit der „AfB gemeinnützige GmbH“, die Arbeitsplätze für Menschen mit Einschränkungen bietet: Wir geben einen Teil unserer gebrauchten IT-Hardware (z. B. Laptops) an die Organisation ab, um sie aufbereiten und weiterverkaufen zu lassen.
  • Um die Vorgaben der Minamata-Konvention img zu erfüllen und den Ausstoß von Quecksilber einzudämmen, arbeiten wir daran, unsere im Unternehmen genutzte Medientechnik zu modernisieren. Deshalb ersetzen wir derzeit Geräte, die noch Quecksilber enthalten, gegen neue quecksilberfreie Geräte. Die Altgeräte lassen wir fachgerecht recyceln beziehungsweise entsorgen.
  • Wo möglich, setzen wir bei Projektoren auf moderne Laser- beziehungsweise Laser-LED-Hybridprojektoren, die ganz ohne konventionelle Leuchtmittel auskommen.

Elektronische Kundenrechnungen Mobilfunk und Festnetz in Deutschland KPI

2020 wurden über 235 Millionen Kundenrechnungen elektronisch zugestellt. Dies entspricht etwa 83 Prozent der übermittelten Kundenrechnungen und Gutschriftserteilungen für Mobilfunk- und Festnetzkunden in Deutschland. Seit 2017 wurden die Daten mit einer präziseren Berechnungsmethode erfasst. 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 2 (Wesentlichkeit)
  • Kriterium 10 (Innovations- und Produktmanagement)

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)
  • Prinzip 8 (Ergreifen von Initiativen für ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • V04-13 (Prozentsatz an Services zur Erhöhung der Öko-Effizienz der eigenen Produkte)

Weitere Maßnahmen Ressourcenschutz KPI

Print-on-Demand
Print-on-Demand – das Drucken nach Bedarf und auf Abruf – hat viele Vorteile: Kurzanleitungen werden auftragsbezogen gedruckt und müssen nicht vorproduziert, transportiert und gelagert werden. Änderungen in Informationsblättern für unsere Kund*innen können kurzfristig umgesetzt werden und es sammeln sich keine großen Mengen an veralteten Dokumenten an, die vernichtet werden müssen. Zunächst ist Print-on-Demand für die Kurzanleitungen der MagentaZuhause-Tarife verfügbar. Im nächsten Schritt werden wir überprüfen, ob sich auch weitere Materialien – die etwa mehrere Blätter, eine Broschüre oder eine SIM-Karte enthalten – für Print-on-Demand eignen.

Vergünstigtes Essen
Seit November 2020 bieten wir unseren Mitarbeiter*innen an zwei Standorten in Deutschland in den Kantinen nach 16 Uhr vergünstigte Artikel an. Beispielsweise können Backwaren, Salate oder Müsli zur Hälfte des ursprünglichen Preises gekauft werden, wenn diese ansonsten weggeworfen werden müssten. Auf diese Weise konnten rund 2 400 Artikel vor dem Wegwerfen bewahrt werden.

RECUP-Mehrwegbecher
Gemeinsam mit Sodexo, dem Betreiber unserer Kantinen in Deutschland, haben wir 2018 den RECUP-Pfandbecher eingeführt und das System seitdem an vielen Telekom-Standorten in Deutschland eingeführt. Im Berichtsjahr stieg die Anzahl der RECUP-Pfandbecher um 54 Prozent auf über 19 000 Stück.

Als nachhaltige Alternative kann ein RECUP-Mehrwegbecher circa 500 Einwegbecher ersetzen. Anschließend lässt er sich einfach recyceln. Gegen 1 Euro Pfand bekommen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Kaffee oder Tee im RECUP-Mehrwegbecher. Zurückgeben können sie ihn bei allen teilnehmenden RECUP-Partnern. Dort wird das Pfand ausgezahlt, der Becher gespült und wiederverwendet.