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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Klimastrategie

Unser Beitrag zu den SDG

Wir leisten unseren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens. Im Jahr 2013 haben wir erstmals ein konzernweites Klimaschutzziel verabschiedet: Bis 2020 sollten unsere eigenen CO2e-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 sinken (ohne T-Mobile US). Dieses Ziel haben wir mit rund 60 Prozent sogar übererfüllt. Unsere aktuellen Klimaziele für die Zeit nach 2020 wurden 2019 vom Vorstand verabschiedet und ihr Ambitionsniveau im März 2021 angehoben:

  • Wir wollen bis Ende 2021 konzernweit Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien einsetzen (Scope 2). In Deutschland haben wir dieses Ziel schon zum Jahresende 2020 erreicht.
  • Bis Ende 2025 wollen wir Klimaneutralität im Unternehmen erreichen. Dafür wollen wir unsere CO2-Emissionen gegenüber 2017 um bis zu 95 Prozent reduzieren (Scope 1 und 2) und verbleibende Emissionen über geeignete Offsetting-Maßnahmen ausgleichen. Neben der Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien planen wir dies vor allem durch Energieeffizienzmaßnahmen zu erreichen.
  • Über 80 Prozent unseres CO2-Fußabdrucks entsteht bei der Herstellung und der Nutzung unserer Produkte. Diese Emissionen wollen wir bis 2030 pro Kund*in um 25 Prozent (gegenüber 2017) senken (Scope 3, Kategorien: Eingekaufte Güter und Dienstleistungen Kapitalgüter, Nutzung der verkauften Produkte, Vermietete oder verleaste Sachanlagen). Wir stehen im engen Dialog mit unseren Lieferanten, um die Emissionen in der Produktion zu verringern und Produkte herstellen zu lassen, die in der Nutzungsphase weniger Energie verbrauchen.
  • Ab 2040 wollen wir “netto-null“ sein und über alle drei Scopes keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen.

Diese Ziele wurden anhand der Methodik der „Science Based Targets initiative“ (SBTi) erarbeitet. Die SBTi hat uns im Mai 2019 als drittem DAX-Konzern offiziell bestätigt, dass unsere Klimaschutzziele zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens beitragen. Damit folgen wir den Landesgesellschaften in den USA und Ungarn, deren Ziele bereits 2018 beziehungsweise 2019 durch die SBTi positiv geprüft wurden.

Integrierte Klimastrategie
Unsere integrierte Klimastrategie ruht auf vier Säulen: Emissionen aus der Wertschöpfungskette, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Enablement: positive Klimaschutzeffekte bei unseren Kund*innen. Für jede der vier Säulen haben wir Zielsetzungen beziehungsweise Kennzahlen definiert.

Die vier Säulen der integrierten Klimastrategie

Wir erfassen alle direkten und indirekten Emissionen gemäß dem weltweit anerkannten „Greenhouse Gas (GHG)“-Protokoll. Die meisten unserer Emissionen entstehen bei der Nutzung von Strom. Um unsere Emissionen zu senken, konzentrieren wir uns vor allem darauf, den Anteil an erneuerbaren Energien am Strommix zu erhöhen (siehe „Erneuerbare Energien“). Aber auch Emissionen, die zum Beispiel durch die Nutzung von Gas oder Öl entstehen, werden wir reduzieren. Außerdem verbessern wir in Bereichen mit besonders hohem Energieverbrauch die Effizienz, vor allem in unseren Netzen und Rechenzentren. Auf diese Weise konnten wir den Ausstoß in den vergangenen Jahren bereits reduzieren – trotz des rasant wachsenden Datenverkehrs und des dadurch notwendigen Netzausbaus. Den größten Teil unserer Gesamtemissionen machen die indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen) aus. Wir stehen im engen Dialog mit unseren Lieferanten, um die Emissionen in der Produktion zu verringern und Produkte herstellen zu lassen, die in der Nutzungsphase weniger Energie verbrauchen.

Emissionen aus der
Wertschöpfungskette

Bis Ende 2021 werden wir unseren gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen beziehen und damit auch das gesamte Telekom-Netz vom Mobilfunk bis zum Highspeed-DSL-Netz vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umstellen. Dazu streben wir an, die Eigenproduktion auszuweiten und Power Purchase Agreements (PPA) abzuschließen. In Deutschland wurde 2020 erstmalig ein PPA über einen Windpark in Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet. Derzeit erarbeiten wir für den gesamten Telekom-Konzern einen Ratgeber, der unterschiedliche Möglichkeiten für den Einkauf von Grünstrom aufzeigt, um die Landesgesellschaften bei der Wahl ihrer individuell besten Lösung zu unterstützen. In den folgenden Ländern bezogen wir bereits im Jahr 2020 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen: Deutschland, Griechenland, Kroatien, den Niederlanden, Österreich und Ungarn.

Erneuerbare Energien

Da der Betrieb unserer Netzinfrastruktur viel Energie benötigt, investieren wir zur Vermeidung von CO2-Emissionen auch in energieeffiziente Technologien. So stellen wir zum Beispiel unsere Netzinfrastruktur auf IP-Technologie um: Sie ist nicht nur leistungsstärker, sondern verbraucht auch weniger Strom als bestehende Technologien. Die Umstellung ist zu 99,8 Prozent abgeschlossen. Zusätzlich bündeln wir den Datenverkehr in wenigen, besonders effizienten Rechenzentren. Indikator für die Effizienzsteigerung unserer Rechenzentren ist der sogenannte PUE-Wert. Wir ermitteln diesen Wert nach der Methode der Green Grid Association. Um unsere Fortschritte zu messen, nutzen wir darüber hinaus die Key Performance Indikatoren (KPIs) Energy Intensity sowie Carbon Intensity.

Energieeffizienz

Viele unserer Produkte und Dienste haben Nachhaltigkeitsvorteile: Sie können beispielsweise dabei helfen, Energie und CO2 zu sparen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern oder Logistik effizienter zu gestalten. Neben unserem eigenen CO2-Fußabdruck errechnen wir ebenfalls die positiven CO2-Effekte, die auf Seite der Kund*innen durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden. Beide Größen setzen wir mit dem sogenannten ESG KPI „Enablement-Faktor“ in Beziehung. Dies hilft uns, unsere Gesamtleistung im Klimaschutz zu bewerten. Durch zunehmende Verkäufe nachhaltiger Produkte und Lösungen sowie die Senkung unserer eigenen Emissionen möchten wir den Enablement-Faktor zukünftig weiter verbessern.

Enablement: Positive
Klimaschutzeffekte bei
unseren Kund*innen

Ausrichtung am Kerngeschäft
Unser Selbstverständnis eines verantwortungsvollen Unternehmens ist als Kernelement in unserer Konzernstrategie verankert. Daraus leitet sich unsere Corporate-Responsibility-Strategie ab. Sie umfasst drei Handlungsfelder. Die Klimaschutzstrategie konkretisiert das Handlungsfeld „Klimafreundliche und ressourcenschonende Gesellschaft“. So stellen wir sicher, dass Maßnahmen zum Klimaschutz eng mit unserem Kerngeschäft verknüpft sind.

Zur Unterstützung der Klimaschutzstrategie und zur Erreichung der ambitionierten Konzernziele haben die Landesgesellschaften eigene Strategien, Konzepte und Maßnahmen zum Klimaschutz entwickelt und implementiert. Diese können Sie in den Landesprofilen einsehen.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 305-5 (Emissionen)

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken

Unser Ansatz zur Fortschrittsmessung im Klimaschutz

Die Berechnung unserer Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für unsere Klimaziele erfolgt entsprechend der marktbasierten Methode des international anerkannten „Greenhouse Gas (GHG)“-Protokolls. Alle CO2e-Emissionen schlüsseln wir hier detailliert auf.

Die Emissionen gehen in verschiedene Kennzahlen ein, mit denen wir unseren Beitrag zum Klimaschutz messen und unsere Fortschritte transparent machen. Die KPIs Carbon Intensity und Energy Intensity setzen unsere CO2e-Emissionen beziehungsweise unseren Energieverbrauch zu dem transportierten Datenvolumen in Beziehung. Zusammen mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. Auch die KPIs Enablement-Faktor, PUE und Erneuerbare Energien dienen der Steuerung und Transparenz im Thema Klimaschutz.

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen img – machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Indem wir sie erfassen, legen wir die Grundlage, um gemeinsam mit unseren Lieferanten und Kund*innen die Emissionen in unseren Wertschöpfungsketten durch gezielte Maßnahmen zu senken.

Der Vorstand wird jedes Jahr durch den Bereich Group Corporate Responsibility (GCR) ausführlich über den Status der Programme informiert, mit denen wir unsere Klimaziele erreichen wollen. 2020 konnten wir den Ausstoß der Emissionen wie in den vergangenen Jahren weiter reduzieren.

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

Status Klimazielerreichung KPI

Die Zielerreichung befand sich zum Jahresende auf prognostiziertem Niveau. Die Emissionen des Basisjahres wurden auf Basis der Zusammenführung von T-Mobile US und Sprint rekalkuliert und liegen deshalb über dem im letzten Bericht kommunizierten Niveau für 2017.

Unsere Ziele sehen vor, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bereits bis 2025 um bis zu 95 Prozent gegenüber 2017 zu reduzieren und verbleibende Emissionen über geeignete Offsetting-Maßnahmen auszugleichen, um so Klimaneutralität im eigenen Betrieb zu erreichen.

Über 80 Prozent unseres CO2-Fußabdrucks entsteht bei der Herstellung und der Nutzung unserer Produkte. Diese Emissionen wollen wir bis 2030 pro Kund*in um 25 Prozent (gegenüber 2017) senken (Scope 3, Kategorien: Eingekaufte Güter und Dienstleistungen, Kapitalgüter, Nutzung der verkauften Produkte, Vermietete oder verleaste Sachanlagen).

Außerdem wollen wir bis 2040 netto-null Emissionen über alle drei Scopes erreichen. Ziel ist es, alle noch nicht reduzierten Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette der Atmosphäre zu entziehen.

 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken

Ausrichtung an den Empfehlungen der TCFD

2015 wurde auf der Klimakonferenz von Paris die „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD img) ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, freiwillige und einheitliche klimabezogene Finanzangaben zu entwickeln. Für die Umsetzung hat die TCFD im Jahr 2017 konkrete Empfehlungen veröffentlicht. Unternehmen können diese als Leitfaden nutzen, um Investoren, Kreditgeber, Versicherer und andere Interessengruppen über die Risiken des Klimawandels für ihr Geschäftsmodell zu informieren.

Die Telekom begrüßt die hinter der TCFD stehenden Ziele. Unter den Risiken, die der Klimawandel mit sich bringt, sind bereits heute zunehmend extreme Wetterbedingungen erkennbar. Dies beeinflusst unsere Stakeholder img unmittelbar, zum Beispiel unsere Kund*innen, Mitarbeiter*innen und Zulieferer. Die Betrachtung des Risikos für die Fortführung unseres Betriebs wird durch das Risikomanagement abgedeckt und operativ in den Geschäftseinheiten gesteuert. Darüber hinaus evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.

Governance
Strategie
Risiko Management
Kennzahlen und Zielsetzungen
Governance
Disclosures   Guidance   Input
a) Beschreiben Sie die Aufsicht des Vorstands über klimabezogene Chancen und Risiken.  
  • Prozesse und Häufigkeit, mit der der Vorstand über klimarelevante Themen informiert wird
  • Berücksichtigt der Vorstand klimabezogene Themen bei
    • Überprüfung und Steuerung der Strategie, der wichtigsten Aktionspläne, der Richtlinien für das Risikomanagement, der Jahresbudgets und der Geschäftspläne?
    • Festlegung der Leistungsziele des Unternehmens?
    • Überwachung der Umsetzung und Leistung 
    • Beaufsichtigung großer Investitionsausgaben, Akquisitionen und Veräußerungen
  • Wie überwacht und beaufsichtigt der Vorstand die Fortschritte im Hinblick auf die Ziele und Vorgaben für die Behandlung klimabezogener Fragen?
 
  • Der Vorstand der Deutschen Telekom wird jährlich im Climate Target Monitoring Board Report über den Stand der Klimazielerreichung und Klimathemen informiert.
  • Das Risikomanagement der Deutschen Telekom berichtet vierteljährlich. Treten außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung unvorhergesehene Risiken auf, werden diese ad hoc gemeldet.
    • Die identifizierten Risiken werden an den Vorstand berichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat entsprechend.
    • Führende Klimaschutzkennzahlen (ESG KPI img Energy Intensity, ESG KPI Carbon Intensity) sind Teil der vierteljährlichen Berichterstattung an das zuständige Vorstandsmitglied (CHRO).
  • Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen mit den Risiken. Die wesentlichen relevanten Risiken für den Konzern Deutsche Telekom sind in unseren Geschäftsbericht integriert.
  • Das CR-Board wird aufgrund von Vorgaben über Klimaschutzfragen informiert.
  • Die Risikoberichterstattung wird vorangetrieben, um die langfristigen klimabedingten Risiken noch eingehender zu erfassen.
  • Die finanziellen Auswirkungen wurden in die Unternehmensplanung integriert; weitere Managementinstrumente zur Integration des Klimaschutzes in die Investitionsentscheidung werden derzeit evaluiert (z. B. interner CO2-Preis).
  • Der Vorstand der Deutschen Telekom hat eine neue Klimaschutzstrategie für 2030 inklusive eines „Science-Based Targets“ beschlossen.
  • Die übergreifende Konzernstrategie der Telekom wurde Ende 2019 durch "Verantwortliches Handeln" erweitert, die als Teil der strategischen Ausrichtung der DT einen wesentlichen Schwerpunkt auf die CO2- und Ressourcenreduzierung legt.
  • Im Rahmen unserer Initiative „we care for our planet“ haben wir unsere Wertschöpfungskette auf Möglichkeiten für eine größere Ressourceneffizienz und CO2-Reduktion untersucht. Dabei wurden zehn Handlungsfelder identifiziert, die vom Vorstand genehmigt wurden.
     
b) Beschreiben Sie die Rolle des Managements bei der Bewertung und dem Management klimabezogener Chancen und Risiken.  
  • Hat das Unternehmen klimabezogene Verantwortlichkeiten auf Managementpositionen oder Ausschüsse übertragen?
  • Und falls ja,
    • umfassen diese Verantwortlichkeiten die Bewertung und/oder das Management von klimabezogenen Themen?
    • erstattet solche Führungspositionen oder Ausschüsse dem Vorstand Bericht?
  • Beschreibung der zugehörigen Organisationsstruktur(en)
  • Prozesse, durch die das Management über klimarelevante Themen informiert wird.
  • Wie überwacht das Management (durch bestimmte Positionen und/oder Managementausschüsse) klimabezogene Themen?
 
  • Die aktuelle CR-Organisationsstruktur der Deutschen Telekom finden Sie im CR-Bericht.
  • Bei der Deutschen Telekom umfasst die Verantwortung für CR auch die Aufsicht über klimarelevante Themen.
Strategie
Disclosures   Guidance   Input
a) Beschreiben Sie die klimabedingten Chancen und Risiken, die die Organisation kurz-, mittel- und langfristig identifiziert hat.  
  • Beschreibung dessen, was als die relevanten kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizonte angesehen werden
  • Berücksichtigung der Nutzungsdauer der Vermögenswerte oder der Infrastruktur der Organisation und der Tatsache, dass sich klimabezogene Probleme oft mittel- und langfristig manifestieren
  • Beschreibung der spezifischen klimabezogenen Themen für jeden Zeithorizont, die erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Organisation haben könnten
  • Beschreibung des Prozesses, mit dem festgestellt wird, welche Chancen und Risiken erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Organisation haben könnten
 
  • Die ICT-Branche hat das Potenzial, einen Wandel zur dekarbonisierten Gesellschaft zu ermöglichen. Deshalb beteiligt sich die Deutsche Telekom an den Studien der GeSI (Global e-Sustainability Initiative img), um die Potenziale systematisch zu evaluieren. Weitere Details finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Studie.
  • Derzeit evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.
  • In 2020 haben wir mit verschiedenen Workshops mit Expert*innen aus Technik, Einkauf sowie Strategie & Risikomanagement haben die wesentlichen klimabezogenen Chancen und Risiken definiert und eine erste Gewichtung vorgenommen. Hierbei haben wir zum einen die Konsequenzen für unsere Geschäftstätigkeit betrachtet, welche aus physischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels resultieren könnten. Zum anderen haben wir auch die Auswirkungen, die durch politische, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen, die mit der angestoßenen Transition hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft einhergehen können, analysiert. Weitere Details finden Sie hier im CR-Bericht.
b) Beschreiben Sie die Auswirkungen der klimabedingten Chancen und Risiken auf die Geschäftstätigkeit, die Strategie und die Finanzplanung der Organisation.  
  • Wie sind die Auswirkungen auf das Geschäft und die Strategie in den folgenden Bereichen:
    • Produkte und Dienstleistungen
    • Liefer-/Wertschöpfungskette
    • Anpassungs- und Abschwächungsaktivitäten
    • Investitionen in Forschung und Entwicklung
    • Geschäftsfelder (inkl. Arten und Standorte)
  • Beschreibung davon,
    • wie klimabezogene Themen als Input für ihren Finanzplanungsprozess dienen,
    • die verwendete(n) Zeitspanne(n) und
    • wie Chancen und Risiken priorisiert werden.
  • Die Auswirkungen auf ihre Finanzplanung in den folgenden Bereichen:
    • Betriebskosten und Einnahmen
    • Investitionsausgaben und Kapitalzuweisung
    • Übernahmen oder Veräußerungen
    • Zugang zu Kapital
  • Beschreibung von klimabezogenen Szenarien, um die Strategie und Finanzplanung der Organisation zu informieren, wenn sie verwendet werden
 
  • Die Betrachtungen von physischen Risiken für die Netzinfrastruktur, z. B. aufgrund extremer Wetterverhältnisse, sind Teil unseres Business Continuity Managements, der technischen Planung und der Telekom-Sicherheit sowie des regelmäßigen Netzplanungsprozesses.
  • Es wird ein Dialog mit Lieferanten zu Fragen des Klimaschutzes (z. B. Scope-3-Emissionen img) und der Energieeffizienz geführt. Die Telekom wurde außerdem wiederholt in die CDP A-Liste aufgenommen.
  • Es wurden mehrere Programme zur Verbesserung der Energieeffizienz an unseren Standorten und Betrieben gestartet.
  • Im Rahmen unserer Initiative „we care for our planet“ haben wir unsere Wertschöpfungskette auf Möglichkeiten für eine größere Ressourceneffizienz und CO2-Reduktion untersucht. Es wurden zehn zentrale Handlungsfelder für künftige Maßnahmen identifiziert, die zu einem nachhaltigeren Unternehmen im Allgemeinen führen sollen.
    • Als Teil dieses Programms werden die Kennzeichnungen #GoodMagenta und #GreenMagenta an Produkte vergeben, die ein Komitee aus internen Expert*innen durchlaufen haben. Dieses Label soll den Kund*innen helfen, Beispiele unseres Nachhaltigkeitsprogramms zu identifizieren.
  • Die Auswirkungen auf unser F&E-Budget folgen dem „Win with Partners“-Ansatz, bei dem Lieferanten und insbesondere Start-ups dazu genutzt werden, neue innovative, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, um unsere Kund*innen bei der Reduzierung ihrer Kohlenstoffemissionen zu unterstützen.

Bitte beachten Sie: Derzeit evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.

c) Beschreiben Sie die Belastbarkeit der Strategie der Organisation unter Berücksichtigung verschiedener klimabezogener Szenarien, einschließlich eines Szenarios von 2°C oder niedriger.  
  • Beschreibung davon,
    • wie widerstandsfähig ihre Strategien gegenüber klima-bedingten Chancen und Risiken sind (unter Berücksichtigung eines Übergangs zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft, die mit einem Szenario von 2°C oder höher vereinbar ist), sowie
    • Szenarien, die mit erhöhten physischen klimabedingten Risiken vereinbar sind.
  • Organisationen sollten folgende Aspekte diskutieren,
    • wo Ihrer Meinung nach ihre Strategien durch klimabedingte Chancen und Risiken beeinträchtigt werden könnten;
    • wie sich ihre Strategien ändern könnten, um solchen potenziellen Chancen und Risiken zu begegnen; und
    • die berücksichtigten klimabezogenen Szenarien und den/die damit verbundenen Zeithorizont(e).
 
  • Die Deutsche Telekom hat ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel verabschiedet (Science-Based Target), das mit einem 1,5°C-Szenario (für Scope+ 2) übereinstimmt. Außerdem haben wir die Netto-Null-Initiative des UN Global Compact unterzeichnet.
  • Derzeit evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.
  • In 2020 haben wir – zunächst exemplarisch – 500 Standorte der Deutschen Telekom AG in Deutschland in Bezug auf ihre physischen Klimarisiken analysiert. Die Risikogefährdung für die jeweiligen Standorte wurden in zwei Klimaszenarien des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) betrachtet: in einem Business-As-Usual-Szenario (RCP 4.5), bei dem der weltweite Temperaturanstieg bei über zwei Grad liegen wird, und einem 4-Grad-Szenario (RCP 8.5). Weitere Details finden Sie hier im CR-Bericht.
Risiko Management
Disclosures   Guidance   Input
a) Beschreiben Sie die Prozesse der Organisation zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken.  
  • Risikomanagementprozesse zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken
  • Die Bestimmung der relativen Bedeutung von klimabedingten Risiken im Verhältnis zu anderen Risiken
  • In Betracht ziehen von bestehenden und neu entstehenden regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel (z.B. Emissionsgrenzwerte) sowie anderen relevanten Faktoren
  • Prozesse zur Bewertung der potenziellen Größe und des Umfangs identifizierter klimabezogener Risiken
  • Definitionen der Risikoterminologie oder Verweise auf bestehende Risikoklassifizierungsrahmen, die verwendet werden
 
  • In 2020 haben wir mit verschiedenen Workshops mit Expert*innen aus Technik, Einkauf sowie Strategie & Risikomanagement haben die wesentlichen klimabezogenen Chancen und Risiken definiert und eine erste Gewichtung vorgenommen. Hierbei haben wir zum einen die Konsequenzen für unsere Geschäftstätigkeit betrachtet, welche aus physischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels resultieren könnten. Zum anderen haben wir auch die Auswirkungen, die durch politische, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen, die mit der angestoßenen Transition hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft einhergehen können, analysiert. Weitere Details finden Sie hier im CR-Bericht.
  • Der Prozess zur Identifizierung der mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken umfasst:
    • Screening von Medien und NGO-Publikationen
    • Aktive Unterstützung der Arbeit verschiedener Industrieverbände, die sich mit dem Klimawandel befassen, wie z. B. GeSI, econsense, 2-Degree Foundation, ICC, GSMA, ETNO
    • Teilnahme & Initiierung von Stakeholder-Dialogen zum Thema Klimawandel
    • Analyse der Antworten auf das CDP-Lieferkettenprogramm
    • Analyse der Anfragen von Ratingagenturen, wie RobecoSAM img, CDP img, Sustainalytics, etc.
    • Vierteljährliche Bewertung der relevanten Daten
       
  • Der Prozess für die Bewertung der mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken umfasst:
    • Identifizierung & Quantifizierung der relevanten Entwicklungen
    • Berechnung der Auswirkungen auf den Betrieb
    • Analyse der Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette
       
  • Darüber hinaus sind die Prozesse der Telekom zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken in multidisziplinäre und unternehmensweite Risikoidentifikations-, -bewertungs- und -managementprozesse integriert.
     
  • Aktuelle Regulierungen sind relevant und werden immer in Betracht gezogen, da es notwendig ist, die Vorschriften einzuhalten. Daher nutzt die Telekom (in Deutschland) die WEKRA-Datenbank, die von CR-Spezialist*innen ausgewertet wird, um Veränderungen im regulatorischen Umfeld zu verfolgen. Die Telekom nutzt außerdem ihre internen Kapazitäten (z. B. Policy & Regulatory Affairs), um die Auswirkungen bestehender Regulierungen zu beurteilen, wie z.B. ETNO, BDI, bitkom, econsense, etc.
     
  • Neue Regulierungen werden immer dann in Betracht gezogen, wenn sie relevant und vorhersehbar sind. Durch die aktive Mitarbeit in verschiedenen Branchenverbänden wie z. B. GeSI, econsense oder bitkom und intensive Stakeholder-Dialoge mit NGOs wie z. B. dem WWF ist die Telekom auch über anstehende Regulierungen informiert.
b) Beschreiben Sie die Prozesse der Organisation für den Umgang mit klimabedingten Risiken.  
  • Prozesse für den Umgang mit klimabedingten Risiken, wie z. B.,
    • wie Entscheidungen getroffen werden, um diese Risiken zu mindern, zu übertragen, zu akzeptieren oder zu kontrollieren; oder
    • welche Verfahren zur Priorisierung klimabezogener Risiken es gibt.
    • wie Wesentlichkeitsbestimmungen innerhalb der Organisationen getroffen werden.
 
  • Die Deutsche Telekom managt (klimabedingte) Chancen und Risiken, die durch intensives Risiko-Screening identifiziert und auf der Grundlage von Marktforschung und Expertenwissen bewertet werden, gemäß dem oben beschriebenen Prozess, der durch unseren Geschäftsbericht veröffentlicht wird.
c) Beschreiben Sie, wie die Prozesse zur Identifizierung, Bewertung und zum Management klimabezogener Risiken in das Risikomanagement der Organisation integriert sind.  
  • Wie sind Prozesse zur Identifizierung, Bewertung und zum Management klimabezogener Risiken in das Gesamtrisikomanagement integriert?
 
  • In 2020 haben wir mit verschiedenen Workshops mit Expert*innen aus Technik, Einkauf sowie Strategie & Risikomanagement haben die wesentlichen klimabezogenen Chancen und Risiken definiert und eine erste Gewichtung vorgenommen. Hierbei haben wir zum einen die Konsequenzen für unsere Geschäftstätigkeit betrachtet, welche aus physischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels resultieren könnten. Zum anderen haben wir auch die Auswirkungen, die durch politische, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen, die mit der angestoßenen Transition hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft einhergehen können, analysiert. Weitere Details finden Sie hier im CR-Bericht.
  • In Zukunft planen wir die als wesentlich identifizierten Chancen und Risiken in den verschiedenen Klimaszenarien zu analysieren.
Kennzahlen und Zielsetzungen
Disclosures   Guidance   Input
a) Offenlegung der Messgrößen, die in Übereinstimmung mit ihrer Strategie und ihrem Risikomanagementprozess von der Organisation zur Bewertung klimabezogener Chancen und Risiken verwendet werden  
  • Kennzahlen, die zur Messung und zum Management klimabezogener Risiken und Chancen verwendet werden
  • Kennzahlen zu klimabezogenen Risiken im Zusammenhang mit Wasser, Energie, Landnutzung und Abfallmanagement (wo relevant)
  • Beschreibung, ob und wie damit verbundene Leistungskennzahlen in die Vergütungsrichtlinien aufgenommen werden.
  • Wo relevant:
    • Interner CO2-Preis
    • Klimabezogene Opportunitätskennzahlen (z. B. Einnahmen aus Produkten und Dienstleistungen, die für eine kohlenstoffärmere Wirtschaft entwickelt wurden)
  • Kennzahlen für historische Zeiträume, um eine Trendanalyse zu ermöglichen
  • Beschreibung der Methoden zur Berechnung oder Schätzung klimabezogener Kennzahlen (wo nicht offensichtlich).
 
b) Offenlegung der Treibhausgas(THG)-Emissionen (Scope 1, Scope 2 und ggf. Scope 3) und der damit verbundenen Risiken  
  • Scope-1- und Scope-2-Emissionen
  • Scope-3-Emissionen und die damit verbundenen Risiken
  • Berechnung der THG-Emissionen in Übereinstimmung mit der Methode des GHG-Protokolls, um eine Aggregation und Vergleichbarkeit über Organisationen und Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen.
  • Gegebenenfalls die Bereitstellung von verwandten, allgemein anerkannten branchenspezifischen THG-Effizienzkennzahlen
  • THG-Emissionen und die damit verbundenen Kennzahlen für historische Zeiträume, um eine Trendanalyse zu ermöglichen
  • Beschreibung der Methoden zur Berechnung oder Schätzung der Metriken verwendeten Methoden (wo nicht offensichtlich).
 
c) Beschreiben Sie die Ziele, die von der Organisation verwendet werden, um klimabedingte Chancen und Risiken und die Leistung im Vergleich zu den Zielen zu managen.  
  • Beschreibung der wichtigsten klimabezogenen Ziele (z. B. in Bezug auf THG-Emissionen, Wasser- und Energieverbrauch usw.) in Übereinstimmung mit den zu erwartenden regulatorischen Anforderungen oder Marktzwängen oder anderen Zielen
  • Weitere Ziele können sein:
    • Effizienz- oder finanzielle Ziele
    • Toleranzgrenzen für finanzielle Verluste
    • Vermiedene THG-Emissionen über den gesamten Produkt-lebenszyklus
    • Nettoeinkommensziele für Produkte und Dienstleistungen, die für eine kohlenstoffärmere Wirtschaft entwickelt wurden
  • Bei der Beschreibung der Ziele sollten die folgenden Punkte berücksichtigt werden:
    • Ob das Ziel absolut oder intensitätsbezogen ist
    • Den Zeitrahmen, für den das Ziel gilt
    • Das Basisjahr, ab dem der Fortschritt gemessen wird
    • Die Leistungsindikatoren, die zur Bewertung der Fortschritte im Vergleich zu den Zielen verwendet werden
  • Beschreibung der zur Berechnung von Zielen und Maßnahmen verwendeten Methoden (wo nicht offensichtlich).
 
Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Buttons

 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken

Fortschritte bei der Umsetzung der TCFD Empfehlungen

Die Deutsche Telekom begrüßt die Empfehlungen der TCFD img und engagiert sich dafür, die Ziele umzusetzen. Im ersten Schritt haben wir eine Lückenanalyse durchgeführt, um zu sehen, inwieweit unsere Maßnahmen den TCFD-Empfehlungen bereits entsprechen (siehe hier). In verschiedenen Workshops mit Expert*innen aus Technik, Einkauf sowie Strategie & Risikomanagement haben wir die wesentlichen klimabezogenen Chancen und Risiken definiert und eine erste Gewichtung vorgenommen. Hierbei haben wir zum einen die Konsequenzen für unsere Geschäftstätigkeit betrachtet, welche aus physischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels resultieren könnten. Zum anderen haben wir auch die Auswirkungen, die durch politische, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen, die mit der angestoßenen Transition hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft einhergehen können, analysiert.

Ein wesentliches klimabezogenes Risiko stellt der mögliche Ausfall der Netzinfrastruktur durch beschädigte sekundäre Infrastruktur (beispielsweise Stromausfälle) oder durch ausgefallene Kühlgeräte dar. Ein weiteres Risiko besteht in der möglichen Beschädigung oder dem Ausfall des Netzes durch Schäden an der Netzinfrastruktur selbst, die aufgrund von klimatischen Ereignissen oder veränderten klimatischen Bedingungen auftreten können.
Als wesentliche klimabezogene Chancen ermittelten wir hingegen den zunehmenden Einsatz energieeffizienter Technologien (etwa im Netzbetrieb) und die steigende Nachfrage nach klimafreundlichen Produkten und Services.

Im nächsten Schritt haben wir – zunächst exemplarisch – 500 Standorte der Deutschen Telekom AG in Deutschland in Bezug auf ihre physischen Klimarisiken analysiert. Diese Klimarisikoanalyse wurde anhand der „Climate Change Edition“ der „Location Risk Intelligence“-Software der Rückversicherung Munich Re erstellt. Die Analyse umfasst acht Indizes (siehe Grafik). Die Risikogefährdung für die jeweiligen Standorte betrachten wir in zwei Klimaszenarien des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC): in einem Business-As-Usual-Szenario (RCP 4.5), bei dem der weltweite Temperaturanstieg bei über zwei Grad liegen wird, und einem 4-Grad-Szenario (RCP 8.5). Neben den Klimaszenarien beleuchten wir die Risikogefährdung außerdem in verschiedenen Zeiträumen: aktuell, für das Jahr 2050 und für 2100.

Die folgende Grafik zeigt einen vereinfachten Ausschnitt der Ergebnisse: Die Risiken für das Jahr 2050 gemäß des 4-Grad-Szenarios:

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Tropische Zyklone
Wahrscheinliche maximale Intensität von Zyklonen mit einer Überschreitungswahrscheinlichkeit von 10 % in zehn Jahren (entspricht einer Wiederkehrperiode von 100 Jahren).
Anstieg des Meeresspiegels**
Gefahrenzonen abgeleitet aus statistischen Daten zum Meeresspiegelanstieg und Höhendaten für das jeweilige Projektionsjahr und Szenario.
(Wald-)Brandgefahr
Der Index beschreibt aktuelle meteorologische Brandbedingungen auf der Basis von Brandgefahrenmodellen. Diese kombinieren die Entzündungswahrscheinlichkeit, die Geschwindigkeit und Ausbreitungsgeschwindigkeit und -wahrscheinlichkeit sowie die Verfügbarkeit von Brennstoff zu einer kombinierten Metrik. Der Index beinhaltet Informationen über z.B. die Länge der Feuersaison und extreme Feuergefahrentage.
Starkniederschläge
Der Index beschreibt die aktuelle meteorologische Bedrohung durch Starkniederschlag. Die Bedrohung wird abgeleitet aus Informationen über z.B. eintägige Starkniederschlagsereignisse und langanhaltende Niederschlagsereignisse.
Dürrestress
Der Index beschreibt die Veränderung der Wasserbilanz, abgeleitet aus dem modellierten standardisierten Niederschlags-Evapotranspirations-Index (SPEI). Dieser multiskalare Dürre-Index basiert auf klimatischen Daten und wird zur Bestimmung von Dauer, Intensität und Schweregrad von Dürrebedingungen im Vergleich zu normalen Bedingungen (in Referenzperioden) genutzt.
Hitzestress
Der Index beschreibt die aktuelle meteorologische Bedrohung durch Hitze. Die Bedrohung leitet sich aus Informationen über z.B. Hitzewellen, jährliche Maximal Temperatur und Tropennächte ab.
Hochwasser (exkl. Hochwasserschutz)
Von extremen Hochwassern bedrohte Gebiete mit Wiederkehrperioden von 100 oder 500 Jahren. Berücksichtigt keine Deiche.
Hochwasser (inkl. Hochwasserschutz (Deiche))
Von extremen Hochwassern bedrohte Gebiete mit Wiederkehrperioden von 100 oder 500 Jahren. Hochwasserschutz wird berücksichtigt.

In Zukunft planen wir die als wesentlich identifizierten Chancen und Risiken in den verschiedenen Klimaszenarien zu analysieren. Außerdem haben wir vor, die Standortanalyse auf weitere Länder auszuweiten.

 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken

Unser Umgang mit Klimarisiken

Im Rahmen unserer integrierten Klimastrategie ermitteln wir klimabezogene Risiken und Chancen sowohl für uns als Unternehmen als auch für unsere Stakeholder img. Unser Vorstand wird vierteljährlich mit einem „Group Risk Report“ über aktuelle Klimarisiken informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancenmanagement“ im Geschäftsbericht.

Physische Risiken
Extreme Wetterbedingungen infolge des Klimawandels können sich negativ auf unsere Geschäftsprozesse auswirken und zu Störungen im Netz oder gar Netzausfällen führen. Solche Ausfälle können unter anderem die Steuerung von Rettungseinsätzen massiv beeinträchtigen, wenn nicht gar unmöglich machen. Damit wir in solchen Fällen angemessen reagieren können, haben wir mit unserer internen Richtlinie „Group Policy on Continuity and Situation Management“ die nötigen Verantwortlichkeiten, Prozesse und Maßnahmen definiert. Die Richtlinie legt außerdem fest, was in Notfall- und Krisensituationen, etwa bei Überschwemmungen, zu tun ist.

Auch bei der Planung unserer zukünftigen Geschäftstätigkeit berücksichtigen wir mögliche Folgen des Klimawandels. Beispielsweise bauen wir unsere Netzinfrastruktur so aus, dass sie Unwettern, Temperaturveränderungen oder höheren Windgeschwindigkeiten besser standhält.

Finanzielle Risiken
Der drohende Klimawandel birgt aber auch finanzielle Risiken, sei es durch Abgaben für CO2-Emissionen oder durch erhöhte Energiekosten. Einen Beitrag zur Vorbeugung leisten wir unter anderem, indem wir unsere eigene Energieeffizienz erfassen und Maßnahmen entwickeln, um diese zu verbessern. Um Infrastrukturausfällen durch Extremwetterereignisse vorzubeugen, könnten auch zusätzliche Investitionen in eine robustere Infrastruktur erforderlich werden.

Prävention
Zudem helfen wir unseren Kund*innen mit innovativen Lösungen, ihren eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren und so dazu beizutragen, den Klimawandel abzumildern („Mitigation“). Beispiele dafür sind Projekte im Bereich nachhaltiger Stadtentwicklung und Mobilität oder auch eine sogenannte Echtzeitlösung für die Landwirtschaft („Precise Positioning“). Unter anderem können mit ihr die für Agrarzwecke oft zu ungenauen GPS-Daten korrigiert und präzise Standortdaten in Echtzeit übermittelt werden – und zwar über 5G-Mobilfunk-Technologie. Unsere niedrigschwellige, vergleichsweise kostengünstige Lösung hilft Landwirt*innen, durch einen zielgenaueren Einsatz ihrer Maschinen Emissionen zu reduzieren, Düngemittel und Saatgut genauer zu dosieren und ihre Erträge zu erhöhen. So können wir mittelbar auch zur Erreichung des Sustainable Development Goal (SDG) 2, „Kein Hunger“, beitragen.

Weiterhin unterstützen wir unsere Kund*innen dabei, mit den negativen Folgen des Klimawandels umzugehen und sich an diese anzupassen („Adaptation“). Im Falle einer drohenden Katastrophe kann unsere Infrastruktur beispielsweise zur Verbreitung von Warnhinweisen über sogenannte Frühwarn-Apps genutzt werden.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

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