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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Rücknahme von Mobilgeräten

In Deutschland engagieren wir uns freiwillig über die gesetzlichen Anforderungen hinaus dafür, gebrauchte Handys zu sammeln. So können Geräte, die sich für die Aufbereitung und Weiternutzung eignen, wieder verkauft werden. Die restlichen Geräte werden fachgerecht recycelt. Insgesamt wurden im Jahr 2020 von der Telekom in Deutschland rund 250 680 gebrauchte Handys und Smartphones zurückgenommen.

Alte Mobilgeräte können per Post an uns geschickt oder in eine Telekom-Sammelbox eingeworfen werden. Über das Online-Portal kann sich jede*r für die Handy-Sammlung engagieren und eine kostenlose Sammelbox bestellen.

Im Berichtsjahr haben wir eine breit angelegte Handy-Sammelaktion mit dem Radiosender SWR3 durchgeführt. Im Aktionszeitraum im Oktober 2020 wurde im Radio intensiv über Nachhaltigkeit, Handy-Rückgabe und Urban Mining berichtet. Insgesamt haben wir rund 20 000 Geräte von den SWR-Hörer*innen erhalten. Die Erlöse in der Höhe von 10 000 Euro spendet die Deutsche Telekom an ein Insektenschutzprojekt der Bodensee-Stiftung.

Alle gesammelten Geräte transportieren wir kontrolliert und sicher zum Telekom Recycling Center. Dort wird jedes Handy elektronisch erfasst und in einer Datenbank bewertet. Etwa 10 bis 15 Prozent von ihnen können weiterverwendet werden. Von diesen Handys und Smartphones werden alle Daten der vorherigen Nutzer*innen sorgfältig gelöscht. Defekte Handys oder Geräte, bei denen die zertifizierte Datenlöschung zu aufwendig wäre, werden durch das Telekom Recycling Center in Deutschland fach- und umweltgerecht recycelt. Von den Materialien werden bis zu 100 Prozent ein weiteres Mal verwendet – als recycelte Metalle oder zur Energieerzeugung.

Bei unseren Sammelprozessen kooperieren wir mit dem Rücknahmespezialisten Teqcycle. Gemeinsam setzen wir auf sichere Lösungen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen: bei der Sammlung und dem Transport der gebrauchten Geräte sowie bei der Löschung von Daten. Hohe Sicherheitsstandards im Datenschutz hält die Deutsche Telekom ein – der gesamte Rückholprozess ist in Bezug auf den Datenschutz von der Prüfgesellschaft DEKRA zertifiziert. Das gemeinsame Rücknahmesystem der Deutschen Telekom und Teqcycle über das Handysammelcenter ist außerdem mit dem staatlichen Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet.

Als zentrales Element unseres Umweltprogramms haben wir den nachhaltigen Endgeräte-Kreislauf entwickelt: Nutzer*innen können ihr altes, aber noch funktionsfähiges Smartphone oder Tablet an die Telekom verkaufen und den Preis auf ein neues Gerät anrechnen lassen. Das alte Gerät wird aufbereitet und wieder in den Verkauf gegeben. So können wir den ökologischen Fußabdruck beim Kauf von neuen Smartphones verkleinern.

Mit den Erlösen aus der Vermarktung und dem Recycling unterstützen wir Projekte im Natur- und Umweltschutz sowie soziale Projekte der Kooperationspartner des Handy-Sammelcenters.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 301-3 (Produkte und Dienstleistungen)

ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ a) KPI

Wir berichten den ESG KPI img „Rücknahme Mobilgeräte“ mit der Bezugsgröße „Anzahl in Umlauf gebrachter mobile Endgeräte“. So lässt sich das Verhältnis zwischen in den Markt gebrachten und zurückgenommenen Mobiltelefonen genauer abbilden. Eine ökologisch wünschenswerte, längere Verwendung der Geräte durch den Kunden wirkt sich damit positiv auf den Wert des KPI aus. Im Jahr 2020 wurden konzernweit (ohne T-Mobile US, AMC, Maktel, Crnogorski Telekom, DTSE Einheiten) über 390 000 Mobilgeräte zurückgenommen, ein Anstieg von ca. 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ liegt 2020 für den Konzern bei 45,9. Das bedeutet, dass 4,6 Prozent der in Umlauf gebrachten Endgeräte durch Sammelaktionen wieder zurückgenommen wurden. Von jährlich 1 000 in Umlauf gebrachten Geräten nehmen wir also knapp 46 wieder zurück.

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern

In 2020 wurden alleine bei T-Mobile US knapp 5,9 Millionen mobile Endgeräte zurückgenommen. Der KPI läge für T-Mobile US bei 86 und der Konzernwert inkl. T-Mobile US bei 82.

Ziel der Handy-Rücknahme ist es, alten Handys ein zweites Leben zu geben oder falls nötig, ordnungsgemäß zu recyceln und die dort enthaltenen wertvollen Rohstoffe zu sichern. Dadurch konnten seit 2003 in Deutschland schon über 3 Millionen gebrauchte Geräte ressourcenschonend wiederverwendet oder recycelt werden. Auf diese Weise konnten wir dazu beitragen, die Ökobilanz von Mobilgeräten zu verbessern.

Der ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ setzt die Zahl der zurückgenommenen mobilen Endgeräte (in Tausend) ins Verhältnis zur Anzahl der in Umlauf gebrachten Endgeräte (in Millionen). Die Erfassung der zurückgenommenen Endgeräte erfolgt in Kilogramm oder über die Stückzahl. Bei der Erhebung in Kilogramm wird ein konzerneinheitlicher Umrechnungsfaktor von 7,25 Stück pro Kilogramm zugrunde gelegt, sofern kein landesspezifischer Umrechnungsfaktor vorliegt. Die in den Markt gebrachten mobilen Endgeräte umfassen Smart Phones, Simple Phones, Tablets und mobile Festnetzgeräte. Aus Gründen der Datenqualität werden Stückzahlen aus dem Einkauf berichtet.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 301-3 (Produkte und Dienstleistungen)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 7 (Regeln und Prozesse)
  • Kriterium 10 (Innovations- und Produktmanagement)
  • Kriterium 11 (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen)
  • Kriterium 12 (Ressourcenmanagement)

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)
  • Prinzip 8 (Ergreifen von Initiativen für ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • E14-01 (Recyclingquote)

Abfallmanagement & -aufkommen KPI

Unser Beitrag zu den SDG

Wir gehen sorgsam mit Ressourcen um – und dementsprechend auch mit Abfällen. Unser Abfallmanagement ist konzernweit nach einheitlichen Prinzipien organisiert. Die Landesgesellschaften sind dafür verantwortlich, es umzusetzen. Auf Konzernebene haben wir kein Ziel zur Reduktion von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen vorgegeben. Vielmehr orientieren sich die Landesgesellschaften an unserem 2013 verabschiedeten „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“; auf dieser Basis entwickeln beziehungsweise aktualisieren sie ihre eigenen Abfallstrategien. Dafür setzen sie sich auch entsprechende Ziele: Im Vordergrund steht dabei, gefährliche Abfälle – zum Beispiel Bleibatterien – zu reduzieren.

Die konzernweite Abfallmenge ist gegenüber 2019 um 3 Prozent angestiegen. In unserem interaktiven Kennzahlen-Tool zum Gesellschaftsvergleich stellen wir detaillierte Informationen zu den Kennzahlen der Einzelgesellschaften bereit.

Zurückgewonnene Kupferkabel KPI

Jahrzehntelang bestanden die Telefonleitungen größtenteils aus Kupferkabeln. Durch den Glasfaserausbau werden sie nun teilweise ersetzt. 2016 haben wir deshalb eine konzernweit verbindliche Richtlinie eingeführt: Sie unterstützt die Landesgesellschaften bei der Wiederverwertung und Entsorgung von Altkabeln – und enthält auch Anforderungen an das Recycling von Kupferkabeln.

Im Jahr 2020 hat die Telekom allein in Deutschland rund 3 773 Tonnen Kupferkabel aus Kabelkanalanlagen gezogen. Zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe bereiten sie umweltgerecht auf. Anschließend werden bis zu 90 Prozent des Materials wieder dem Rohstoffmarkt zugeführt.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-440a.1 (Product End-of-life Management)