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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Unser Ansatz für Ausbildung und Entwicklung

Unser Beitrag zu den SDG

Unseren Mitarbeiter*innen bieten wir ein breites Spektrum individueller Aus- und Weiterbildungs- sowie Entwicklungsmaßnahmen an. Wichtige Grundlagen hierfür sind in der Konzernrichtlinie zu Mitarbeiterbeziehungen (Employee Relations Policy) und in unseren Leitlinien (Guiding Principles) festgehalten. Für viele Bereiche der Telekom wurden zudem konkrete Vereinbarungen mit den Sozialpartnern zum Thema Weiterbildung getroffen.

Ausbildung für die Fachkräfte von morgen
Mit einem umfassenden technischen und kaufmännischen Ausbildungsangebot qualifizieren wir unsere Fachkräfte von morgen. 2020 stellten wir in Deutschland 2 150 Ausbildungsplätze bereit, davon 1 450 Plätze für eine berufliche Ausbildung, 675 Studienplätze für duale Bachelor- und bis zu 25 Plätze für duale Masterstudierende. Damit gehören wir zu den bundesweit größten Ausbildungsunternehmen. Wir bilden deutlich über unseren Eigenbedarf hinaus aus – und ermöglichen damit vielen jungen Menschen einen Einstieg in die Arbeitswelt.

Lebenslanges Lernen fördern
Wir fördern lebenslanges Lernen und begleiten unsere Mitarbeiter*innen auf ihrem individuellen Lernweg. Dazu verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die bestehenden und die künftig benötigten Kompetenzen unserer Beschäftigten. Auf dieser Grundlage bieten wir unseren Beschäftigten maßgeschneiderte Bildungs- und Entwicklungsprogramme an. Dazu gehören etwa Auslandsaufenthalte oder ein Studium neben dem Beruf: Mit „Bologna@Telekom“ ermöglichen wir berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge. Seit der Einführung vor mehr als zehn Jahren haben insgesamt über 2 000 Beschäftigte in Deutschland das Angebot wahrgenommen.

Bildung@Telekom

Digitale Weiterbildung auch in der Corona-Krise
In den vergangenen Jahren haben wir unsere Weiterbildung zunehmend auf digitales Lernen umgestellt. In der Corona-Pandemie hat uns dies sehr geholfen, die Weiterbildung der Beschäftigten trotz Homeoffice und fehlender Präsenzangebote sicherzustellen. Mehr als 60 Prozent der Weiterbildungsmaßnahmen fanden 2020 über digitale Medien und Plattformen statt. Im Laufe des Jahres haben wir unsere digitalen Bildungsangebote global (mit Ausnahme von T-Mobile US) weiter ausgebaut, zum Beispiel mit der innovativen Lernplattform „Percipio“. Neben einer Desktop-Lösung besteht über die Percipio-App img die Möglichkeit, jederzeit und überall auf die Inhalte zuzugreifen. Sie bietet eine Vielzahl an Kursen, Videos, Büchern oder Hörbüchern zu Themen wie Führung, Technik und Entwicklung oder digitale Transformation und vermittelt die Lerninhalte auf unterhaltsame Weise. Bis November 2020 waren bereits 170 000 Beschäftigte der Telekom auf dieser Plattform registriert. Darüber hinaus können unsere Mitarbeiter*innen die Schulungsunterlagen von Coursera – dem weltweit größten Anbieter von Online-Kursen auf Hochschulniveau – nutzen. Die Kurse zu Themen wie Big Data, Cyber Security, Cloud oder Künstlicher Intelligenz werden von einem Netzwerk von rund 200 Universitäten zur Verfügung gestellt.

Digitale Kompetenzen als Schlüssel für die Zukunft
Weltweit investierten unsere Mitarbeiter*innen 2020 rund 2,5 Millionen Lernstunden in ihre eigene Qualifizierung. Aufgrund der COVID-19-Pandemie waren dies deutlich weniger als noch 2019. Allerdings stieg der Anteil des digitalen Lernens deutlich: Fast 69 Prozent erfolgte über digitale Angebote, rund 23 Prozent mehr als 2019. Auf nahezu alle Lernangebote können unsere Beschäftigten heute bereits digital zugreifen: 2020 waren 99 Prozent der konzernweit buchbaren Trainings digital.

Seit 2019 verfolgen wir mit der Initiative „youlearn“ das Ziel, die Telekom zu einer lernenden Organisation weiterzuentwickeln. Dabei bieten wir unseren Beschäftigten weltweit (ausgenommen T-Mobile US) die Möglichkeit, ihre Weiterbildung mithilfe von digitalen Lernangeboten weitgehend selbst zu steuern und das Lernen zu einem integralen Teil des Berufsalltags zu machen. „youlearn“ fordert Beschäftigte zum Beispiel mit einer „Learning Challenge“ dazu auf, bei freiwilligen, informellen Lernherausforderungen mitzumachen. Im Oktober 2020 wurde der „youlearn day“ erstmals als konzernweites, digitales Lernevent angeboten. Über eine digitale Konferenzplattform konnten Beschäftigte einen Tag lang aus rund 40 Online-Sessions zu topaktuellen Geschäftsthemen – wie Cyber Security, Data Analytics oder Softwareentwicklung – auswählen und sich beteiligen. 4 700 Teilnehmer*innen registrierten sich für diesen ersten „youlearn day“. Das Segment Technologie & Innovation bot seinen Beschäftigten am Folgetag einen weiteren Lerntag an.

Ein weiteres Beispiel für selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Lernen ist die 2018 gestartete Mitarbeiterinitiative „Lernen von Experten“ (LEX): Dabei geben Expert*innen aus dem Konzern ihr Wissen in 30- bis 60-minütigen digitalen Kursen an ihre Kolleg*innen weiter. Ende 2020 standen rund 3 000 solcher Inhalte bereit – damit ist LEX die am stärksten wachsende Community im Konzern.

Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter stärken
Auch bei unseren Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen setzen wir zunehmend virtuelle Lösungen ein. Damit fördern wir die Fähigkeit zur virtuellen Personalführung. Im Rahmen unseres Performance- und Entwicklungsprozesses „Lead to Win“ erhalten unsere oberen Führungskräfte Rückmeldungen zu ihrem derzeitigen Leistungsprofil und zu individuellen Entwicklungsmöglichkeiten. Der „Lead to Win“-Ansatz wird im Jahr 2021 durch den neuen Performance-Development-Ansatz „WeGrow“ ersetzt. Mit dem neuen Prozess wollen wir das Engagement jedes Beschäftigten durch regelmäßiges Feedback steigern, Klarheit über Aufgaben und erwartete Ergebnisse schaffen sowie das Vertrauensverhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter*in stärken. Darüber hinaus ermöglicht der neue Ansatz eine engere Verzahnung mit weiteren HR-Prozessen wie dem Kompetenzmanagement, dem Talentmanagement oder der Nachfolgeplanung und trägt dazu bei, die Geschäftsziele zu erreichen. Darüber hinaus setzen wir deutschlandweit zwei einheitliche Instrumente zur Leistungsbeurteilung ein:

  • „Compass“ für tariflich Beschäftigte sowie Beamt*innen und
  • „Performance & Potential Review“ für Führungskräfte sowie außertarifliche Mitarbeiter*innen. Auch viele Landesgesellschaften nutzen das Instrument.

Agile Transformation der Telekom in Deutschland
In Deutschland setzen wir in vielen Bereichen verstärkt auf agiles Arbeiten – besonders bei der Entwicklung neuer Produkte. Das Ziel: die Kund*innen noch stärker in den Fokus stellen und die Lieferfähigkeit beschleunigen. Unterstützt wird dies durch ein umfassendes Schulungs- und Trainingsangebot. Dazu zählen neben Kursen in agilem Arbeiten auch viermonatige Lehrgänge. Sie qualifizieren für Rollenprofile, die zum agilen Konzept gehören, wie „Product Owner“ oder „Scrum Master“. Für Führungskräfte gibt es ebenfalls eine Fortbildung (Leadership-Programm) zum agilen Arbeiten.

 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 404-1 (Aus- und Weiterbildung)
  • GRI 404-2 (Aus- und Weiterbildung)

Agiles Arbeiten und neue Lernkonzepte bei T-Systems

Agile Transformation bei T-Systems
Das agile Arbeiten bei T-Systems hat vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie weiter an Fahrt aufgenommen. Wir haben flexibel auf die neuen Begebenheiten reagiert und im Jahr 2020 während der Lockdown-Phasen zu fast 100 Prozent aus dem Homeoffice gearbeitet. Dabei wurden die Beschäftigten von „Agile Power Teams“ unterstützt, die weltweit für die Umsetzung agiler Arbeitsmethoden bei T-Systems zuständig sind. Die Vernetzung und Koordination der Teams läuft über den sogenannten Agile-Hub. Dem Agile-Hub gehören Expert*innen für agiles Arbeiten an. Sie entwickeln unter anderem Schulungsformate und unterstützen den Erfahrungsaustausch der Teams untereinander. 2020 wurden unter anderem neue, rein virtuelle Schulungsformate angeboten.

„youlearn“ bei T-Systems
2020 wurde die konzernweite Initiative „youlearn“ auch bei T-Systems fortgeführt: Dazu wurde unter anderem die Weiterbildungsplattform „youlearn Guide T-Systems“ einem Relaunch unterzogen. Außerdem beteiligte sich T-Systems am konzernweiten „youlearn day“. In diesem Jahr stand bei T-Systems zudem die Qualifizierungsoffensive „Digitize!“ im Fokus, die den Beschäftigten Kompetenzen vermittelt, die sie für die Umsetzung der digitalen Transformation bei den Kund*innen benötigen. Dazu gehören unter anderem digitale Fortbildungen zu technologischen Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data oder das berufsbegleitende „Digital Engineer“-Programm in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen. Dabei werden Beschäftigte innerhalb von zehn bis zwölf Monaten zu einem Lotsen für die digitale Transformation ausgebildet. Dieses Programm wurde 2020 bereits zum zweiten Mal angeboten. Die Absolvent*innen der ersten Ausbildungsrunde waren im Jahr 2020 beispielsweise bei der Entwicklung der Corona-Warn-App img involviert.

Weiterbildungsinitiative zum Cyber Security Professional

Expert*innen für IT-Sicherheit sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt weiterhin rar. Deshalb haben wir 2014 die zweieinhalbjährige berufsbegleitende Weiterbildung zum Cyber Security Professional (IHK) entwickelt. Die Fortbildung ist in die regulären Arbeitsprozesse integriert und wird durch fachliche und überfachliche Module in unterschiedlichen Formaten (Präsenzschulungen, E-Learning img, Blended Learning) ergänzt. Nach erfolgreicher Prüfung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer erhalten die Teilnehmer*innen ein IHK-Zertifikat als Cyber Security Professional. Die im Rahmen der Weiterbildung erworbenen Kompetenzen können in Bachelor- und Masterstudiengängen als Studienleistung angerechnet werden.

Die Weiterbildung entwickeln wir kontinuierlich weiter und berücksichtigen dabei aktuelle und künftige IT-Sicherheitsanforderungen. So haben wir 2020 neue fachliche Module in den Bereichen Kryptografie sowie Web- und Applikationssicherheit entwickelt und eingesetzt. Außerdem haben wir das Thema „Mentale Gesundheit“ auf Wunsch von Teilnehmer*innen und Fachbetrieben aufgegriffen und einen entsprechenden Workshop in das Programm aufgenommen.

Trotz der COVID-19-Pandemie haben wir das Programm auch 2020 in vollem Umfang durchgeführt. Die Kontaktbeschränkungen führten lediglich dazu, dass einzelne Präsenzveranstaltungen virtuell umgesetzt werden mussten.

Aufgrund der Nachfrage auch bei anderen Unternehmen und Behörden haben wir bereits 2018 die Weiterbildung auch für Mitarbeiter*innen anderer Unternehmen geöffnet. Der siebte Jahrgang startete 2020 pandemiebedingt in digitaler Form mit 22 Teilnehmenden, von denen zwei bei externen Organisationen beschäftigt sind. Darüber hinaus verteilen sich die Teilnehmenden auf die Deutsche Telekom Security GmbH mit 14 Beschäftigten und die Deutsche Telekom IT GmbH mit sechs Beschäftigten.

Unser Fazit nach bisher sieben teilnehmenden Jahrgängen ist positiv: Vier Jahrgänge schlossen die Weiterbildung bis Juni 2020 vollständig ab und sind entsprechend zertifiziert. Das Durchschnittsalter der Absolvent*innen lag bei circa 25 Jahren. Mit 1,7 Prozent war die Abbruchquote unter den Teilnehmern bisher sehr gering. Insgesamt zählen wir inzwischen in sieben Jahrgängen 97 Programmteilnehmer*innen. Alle 40 Absolvent*innen der Jahrgänge von 2014 bis 2017 wurden bei der Telekom weiterbeschäftigt. Nur zwei Absolvent*innen entschieden sich, das Unternehmen zu verlassen, davon kehrte einer nach einem Jahr zurück.

Weiterbildung Telekom Training in Deutschland KPI

Die Deutsche Telekom bietet ihren Mitarbeiter*innen eine ganze Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen, mit denen sie ihre Kompetenzen weiterentwickeln und auffrischen können. 

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 404-1 (Aus- und Weiterbildung)
  • GRI 404-2 (Aus- und Weiterbildung)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 16 (Qualifizierung)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • S02-02 (Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr)

Internationale Entwicklungs- und Führungskräfteprogramme KPI

Ziel der internationalen Entwicklungs- und Führungskräfteprogramme ist es, Potenzial- und Leistungsträger*innen im Konzern zu etablieren, zu binden und zu positionieren. Im Fokus der Programme stehen die Entwicklung der kommenden Führungskräftegeneration und deren Unterstützung bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen. Gleichzeitig sollen die Programme das Zugehörigkeitsgefühl steigern, den Wissensaustausch stärken und die Eigenverantwortung fördern. 

Der Global Talent Pool wurde im Juni 2020 für Neuzugänge geschlossen. Es wurde ein überarbeiteter globaler Ansatz - Talent Hub - entwickelt, der im Jahr 2021 eingeführt wird.

Das Jahr 2020 war geprägt von der Fortführung erfolgreicher Formate, kontinuierlicher Weiterentwicklung basierend auf den Feedbacks der Teilnehmer*innen und auch Neukonzeption einzelner Angebote. Unser modernes Führungskräfte-Programm „levelUP!" haben wir nach zwei erfolgreichen Durchgängen auch in 2020 fortgesetzt. Insgesamt haben schon mehr als 2 100 Führungskräfte dieses Programm durchlaufen. Das Ziel von „levelUP!" ist es, unseren Führungskräften dabei zu helfen, Herausforderungen zu bewältigen und ihnen ihre eigene „Entwicklungs-Reise" zu ermöglichen. Der Themenschwerpunkt lag 2020 darauf, Führung im agilen Kontext in den Fokus zu stellen.

 
Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook

Auszubildende und Berufsfelder Konzern DT in Deutschland KPI

In 2020 haben wir knapp 5 900 Nachwuchskräfte für eine Ausbildung oder ein duales Studium eingestellt, wovon 29 Prozent Frauen waren. Die zurückgegangene Zahl im Vergleich der Vorjahreswerte ist im Einklang mit der allgemeinen Beschäftigungsentwicklung der Deutschen Telekom.

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 404-1 (Aus- und Weiterbildung)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 15 (Chancengerechtigkeit)

Mitarbeitergewinnung Konzern DT in Deutschland KPI

Knapp 800 neue Mitarbeiter*innen hat die Deutsche Telekom 2020 in Deutschland vom externen Arbeitsmarkt eingestellt. Darüber hinaus haben wir rund 1 100 interne Nachwuchskräfte nach Abschluss ihrer Berufsausbildung oder ihres dualen Studiums in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen.

   

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.