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Corporate Responsibility Bericht 2020

Kompetenz im Umgang mit Informationen und Medien: T-Mobile-Stipendienprogramm „Wir helfen“ 2019/2020, Test und Veranstaltung

Im Mittelpunkt des T-Mobile-Stipendienprogramm „Wir helfen“ 2019/2020 stand die Kompetenz im Umgang mit Informationen und Medien. Die 13 Stipendiat*innen wurden mit insgesamt 80 000 Euro unterstützt, sodass sie ihre Projekte im vergangenen Herbst abschließen konnten. Die Projekte befassten sich mit Bildungsthemen, Aufklärung über Gefahren im Internet, Aufdeckung von Fake News und dem Kampf gegen Desinformation und Fehlinformation. Hinsichtlich der Größe der Organisation gab es keine Beschränkungen. Es gab schließlich viele Stipendiat*innen (die einzigen Kriterien waren die Förderung des kompetenten Umgangs mit Medien und der Kampf gegen Fake News): Bildungseinrichtungen, etablierte Organisationen (z. B. Transparency International CR) sowie kleinere NGOs und informelle Gruppen, die spezifische Projekte durchführen, z. B. ein Film über Manipulationsmethoden, ein Escape Game zur Schulung im kompetenten Umgang mit Medien, Unterrichtseinheiten für Studierende, Senior*innen und Kinder, Workshop-Methodik zur Förderung des kritischen Denkens bei Teenagern, Vorträge für Menschen mit Hörbehinderungen, Stellenbewerbung im Informationssektor, Faktenüberprüfung, Aufdeckung von Falschmeldungen und eine Online-Publikation über die zehn gefährlichsten Internet-Sites, die Informationen verbreiten.

Im Anschluss an das Stipendienprogramm organisierten wir einen Test und einen Diskussionsabend mit Fachleuten.

Die erste Veranstaltung im Frühjahr 2020 war ein Online-Test. Er war für die allgemeine Bevölkerung vorgesehen und in Zusammenarbeit mit dem führenden Ethnologen Petr Janeček ausgearbeitet worden.

Mit dem Test sollte Bewusstsein für die Notwendigkeit geschaffen werden, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu überprüfen und Fake News zu entlarven.
Der Titel des Tests war „Wahr oder falsch? Fakt oder Fiktion?“. Mit ihm sollte ermittelt werden, ob Bildung, Alter oder Erfahrung eine Person vor Desinformationen, Falschmeldungen und Mythen schützen können.

Der Test beinhaltete 12 Geschichten in Form kurzer Zeitungsartikel, die von den Teilnehmer*innen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden sollten. Einige Texte waren wahr aber schwer zu glauben, andere erschienen glaubwürdig, waren aber typische Fake News.

Die Befragung von 20 000 Teilnehmer*innen erbrachte folgende Resultate: 

  • Hochschulabsolvent*innen im arbeitsfähigen Alter aus Großstädten waren Falschmeldungen und Fehlinformationen gegenüber am besten gewappnet.
  • Die gefährdetsten Gruppen waren Kinder und ältere Menschen mit geringerem Bildungsniveau.
  • Hochschulabsolvent*innen im Alter von 3544 Jahren beantworteten 9,4 Fragen richtig, Kinder bis 15 Jahren nur 7,6. Senior*innen über 65 Jahren erkannten im Durchschnitt 8,7 Falschmeldungen, Senior*innen über 75 Jahren nur 8,4 Falschmeldungen. Der Gesamtdurchschnitt belief sich auf 8,94, d. h. weniger als neun von zwölf richtigen Antworten.

Für unsere zweite Veranstaltung im Herbst 2020 organisierten wir einen Diskussionsabend mit renommierten Gästen wie  Mariana Čapková (Stadtverwaltung Prag), Josef Šlerka (Fonds für unabhängigen Journalismus) und Josef Džubák (Hoax.cz). Zu den Themen gehörten Medien- und Informationskompetenz der tschechischen Bevölkerung, Risiken der Online-Kommunikation, kritisches Denken und Bekämpfung von Fake News. Die über 50 Teilnehmer*innen kamen aus großen und mittelständischen Unternehmen, der Fachwelt, dem gemeinnützigen Sektor, der öffentlichen Verwaltung und der Medienbranche.  



Mit dem Projekt sollte sichergestellt werden, dass sich T-Mobile als gesellschaftlich verantwortliches Unternehmen mit aktuellen sozialen Anliegen befasst.