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  • Corporate Responsibility Bericht 2020

ESG KPI „PUE“ – weniger CO2-Verbrauch in Rechenzentren KPI

Die CO2-Emissionen unserer Rechenzentren (RZ) reduzieren wir, indem wir den Energieverbrauch der einzelnen RZ-Standorte optimieren und Prozesse verbessern. Ein Indikator für die Effizienzsteigerung unserer Rechenzentren ist der „Power Usage Effectiveness img (PUE img)“-Wert, den wir nach der Methode der Green Grid Association ermitteln. Nach ihr müssen sämtliche Energieverbräuche der Rechenzentren – und nicht nur die zum Betrieb der Server – in die Wertermittlung einfließen. Der PUE-Wert ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der verbrauchten elektrischen Gesamtenergie des RZ und der elektrischen Energieaufnahme der IT.

Zwischen 2011 und 2020 haben wir den durchschnittlichen globalen PUE-Wert unserer T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,61 gesenkt. Analog dazu konnte für unsere RZ in Deutschland ein Rückgang von 1,67 im Jahr 2008 auf 1,50 im Jahr 2020 erreicht werden; dieser Wert liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt aller Rechenzentren in Deutschland, der bei etwa 1,8 liegt. Darüber hinaus betreiben wir eines der effizientesten Rechenzentren Europas: Es hat einen PUE-Wert von 1,31. Für die nächsten Jahre prognostizieren wir einen weiteren Rückgang. So können wir den durch wachsende Datenmengen und neue Leistungsmerkmale zunehmenden Energiebedarf der Anlagen zum Teil kompensieren.

Die Rechenzentren werden energieeffiziente
Im Programm „DC11@2018“ haben wir bis Ende 2018 weltweit Rechenzentrumskapazität in sogenannten FMO-Rechenzentren (Future Mode of Operation) mit neuester IT-Technologie zusammengeführt und so die Energieeffizienz verbessert. Dabei wurde die physikalische Konsolidierung der Rechenzentren (die Reduktion der RZ-Flächen und -Standorte) mit logischen Konsolidierungen (der Virtualisierung img von IT-Infrastruktur) verknüpft. Im Zuge der physikalischen Konsolidierung nahmen wir mehrere alte Rechenzentren in Deutschland vom Netz.

2019 starteten wir das Nachfolgeprogramm „Data-Center-Next“. Unser Ziel ist es, die IT-Landschaft weiter zu homogenisieren, zu virtualisieren und die Auslastung der Rechenzentrumsinfrastruktur dem IT-Bedarf entsprechend zu verbessern. Im Programm „Data-Center-Next“ kann unter anderem die Effizienz anhand verschiedener Maßnahmen gesteigert werden – wie selektive Kühlung einzelner Bereiche und Erhöhung der Temperatur innerhalb des möglichen Bereichs. Gleichzeitig werden festgelegte Grenzwerte berücksichtigt. Wir wollen durchgängige Effizienzsteigerungen erreichen. Deshalb planen wir, die IT-Landschaft noch stärker zu vereinheitlichen und zugleich eine optimale Auslastung der RZ-Infrastruktur, der IT-Hardware und der auf den Systemen eingesetzten Software zu gewährleisten.

Ein Großteil unserer hochverfügbaren, modernen internen FMO-Twin-Core-Rechenzentren waren zum Jahresende 2020 im „EU Code of Conduct for Energy Efficiency in Data Centers“ (EU CoC) gelistet. Damit erfüllen wir jetzt schon in hohem Maße ein voraussichtlich zukünftiges Kriterium der neuen europäischen Regulierung für nachhaltiges Wirtschaften (EU-Taxonomie img). Parallel arbeiten wir daran, die Energieeffizienz in allen Rechenzentren weiter zu optimieren.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-130a.1 (Environmental Footprint of Operations)