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Corporate Responsibility Bericht 2020

Unser Ansatz zum Jugendmedienschutz

Wir wollen Kinder und Jugendliche bei der Nutzung digitaler Medien schützen. Dafür verfolgen wir eine Strategie, die auf drei Säulen ruht:

  • Wir stellen attraktive und altersgerechte Angebote für Kinder bereit. Erziehungsberechtigten geben wir Filter an die Hand, mit denen sie verhindern können, dass Minderjährige auf gefährdende Inhalte zugreifen.
  • Wir beteiligen uns an der Bekämpfung von Kindesmissbrauch und dessen Darstellung, soweit dies im nationalen Rechtsrahmen zulässig ist.
  • Wir setzen verschiedene Maßnahmen um, damit junge Menschen Medienkompetenz erwerben und sicher mit den Angeboten im Netz umgehen können.

Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Strafverfolgungsbehörden und NGOs sowie anderen Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um kinder- und jugendgefährdende Inhalte aus dem Netz zu verbannen. In Deutschland haben wir unsere Verpflichtung zum Jugendmedienschutz in entsprechenden Grundsätzen festgelegt und Mindeststandards eingeführt. EU-weit verpflichteten wir uns bereits 2007, die Darstellung von Kindesmissbrauch im Internet zu bekämpfen. Dasselbe Ziel verfolgt auf globaler Ebene der Verband der Mobilfunk-Anbieter GSMA, dem wir seit 2008 angehören.

Um unser Vorgehen im Konzern besser zu koordinieren, verfolgen wir seit 2013 konzernweit verbindliche Rahmenvorgaben für unsere Aktivitäten im Jugendmedienschutz; damit haben wir in unseren Märkten neue Standards gesetzt. Jede Landesgesellschaft in der EU kann die Vorgaben an die jeweiligen kulturellen Gegebenheiten und Geschäftsmodelle anpassen, weitergehende Maßnahmen beschließen und so zusätzlich eigene strategische Schwerpunkte setzen.

Kooperation mit Jugendschutzorganisationen
Der Jugendmedienschutz stellt eine branchenübergreifende Herausforderung dar. Deshalb arbeiten wir mit verschiedenen Jugendschutzorganisationen zusammen und beteiligen uns an Allianzen, die das Engagement der Akteur*innen aus der Internet- und Medienwirtschaft koordinieren.

  • Wir wirken beispielsweise an der „Alliance to better protect minors online“ mit. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Internet zu einem sichereren Ort für Kinder zu machen.
  • Eine führende Rolle übernehmen wir außerdem in der „ICT img Coalition for Children Online“. Mit ihr verfolgen wir einen umfassenden, auf sechs Prinzipien beruhenden und branchenübergreifenden Ansatz – der ausdrücklich auch den Aufbau von Medienkompetenz einschließt.

Im Rahmen beider Kooperationen kündigten wir 2013 an, ein EU-weites Maßnahmenpaket umzusetzen, das auf den Prinzipien der ICT Coalition beruht. Über die Umsetzung informieren wir transparent und regelmäßig, zuletzt 2019 in unserem ICT-Coalition-Bericht. Bereits 2014 hatte die ICT Coalition einen Jahresbericht zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen bei allen in der ICT Coalition vertretenen Unternehmen veröffentlicht. Dieser Report wurde von einem unabhängigen Gutachter des Dublin Institute of Technology erstellt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass der Ansatz der Telekom zur Umsetzung der Prinzipien vorbildlich ist.

Online Park – ein soziales Experiment
Während der Corona-Pandemie nutzen alle das Internet verstärkt – auch Kinder. In einem sozialen Experiment wollte Telekom Romania das Bewusstsein der Eltern für die Risiken schärfen, denen ihre Kinder ausgesetzt sind: Mit dem „Online Park“ hat die Landesgesellschaft die Online-Gefahren in die reale Welt gebracht. Die abschreckenden Online-Bedrohungen wurden in einem Vergnügungspark in Bukarest so nachgebildet, dass sie vor Ort greifbar und sichtbar wurden: etwa als vermeintlicher Ballonstand oder Spiegelkabinett. Durch diese „Attraktionen“ konnten die Eltern sehen, womit ihre Kinder online konfrontiert werden können und wie sie auf Cybermobbing img, getarnte Kriminelle (z.B. digitale Datenräuber) oder unangemessene Inhalte reagieren würden.

Neben diesem Experiment hat Telekom Romania die „Safe Kids Premium“-Anwendung des Sicherheitssoftwareherstellers Kaspersky wieder in ihr Angebot aufgenommen: Um die Online-Welt sicherer für Kinder zu machen und den Eltern zu helfen, sie zu schützen – und um zu gewährleisten, dass Eltern bewusster mit dem umgehen, was ihre Kinder online tun.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

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