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Corporate Responsibility Bericht 2020

Klimastrategie

Unser Beitrag zu den SDG

Wir leisten unseren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens. Im Jahr 2013 haben wir erstmals ein konzernweites Klimaschutzziel verabschiedet: Bis 2020 sollten unsere eigenen CO2e-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 sinken (ohne T-Mobile US). Dieses Ziel haben wir mit rund 60 Prozent sogar übererfüllt. Unsere aktuellen Klimaziele für die Zeit nach 2020 wurden 2019 vom Vorstand verabschiedet und ihr Ambitionsniveau im März 2021 angehoben:

  • Wir wollen bis Ende 2021 konzernweit Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien einsetzen (Scope 2). In Deutschland haben wir dieses Ziel schon zum Jahresende 2020 erreicht.
  • Bis Ende 2025 wollen wir Klimaneutralität im Unternehmen erreichen. Dafür wollen wir unsere CO2-Emissionen gegenüber 2017 um bis zu 95 Prozent reduzieren (Scope 1 und 2) und verbleibende Emissionen über geeignete Offsetting-Maßnahmen ausgleichen. Neben der Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien planen wir dies vor allem durch Energieeffizienzmaßnahmen zu erreichen.
  • Über 80 Prozent unseres CO2-Fußabdrucks entsteht bei der Herstellung und der Nutzung unserer Produkte. Diese Emissionen wollen wir bis 2030 pro Kund*in um 25 Prozent (gegenüber 2017) senken (Scope 3, Kategorien: Eingekaufte Güter und Dienstleistungen Kapitalgüter, Nutzung der verkauften Produkte, Vermietete oder verleaste Sachanlagen). Wir stehen im engen Dialog mit unseren Lieferanten, um die Emissionen in der Produktion zu verringern und Produkte herstellen zu lassen, die in der Nutzungsphase weniger Energie verbrauchen.
  • Ab 2040 wollen wir “netto-null“ sein und über alle drei Scopes keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen.

Diese Ziele wurden anhand der Methodik der „Science Based Targets initiative“ (SBTi) erarbeitet. Die SBTi hat uns im Mai 2019 als drittem DAX-Konzern offiziell bestätigt, dass unsere Klimaschutzziele zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens beitragen. Damit folgen wir den Landesgesellschaften in den USA und Ungarn, deren Ziele bereits 2018 beziehungsweise 2019 durch die SBTi positiv geprüft wurden.

Integrierte Klimastrategie
Unsere integrierte Klimastrategie ruht auf vier Säulen: Emissionen aus der Wertschöpfungskette, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Enablement: positive Klimaschutzeffekte bei unseren Kund*innen. Für jede der vier Säulen haben wir Zielsetzungen beziehungsweise Kennzahlen definiert.

Die vier Säulen der integrierten Klimastrategie

Wir erfassen alle direkten und indirekten Emissionen gemäß dem weltweit anerkannten „Greenhouse Gas (GHG)“-Protokoll. Die meisten unserer Emissionen entstehen bei der Nutzung von Strom. Um unsere Emissionen zu senken, konzentrieren wir uns vor allem darauf, den Anteil an erneuerbaren Energien am Strommix zu erhöhen (siehe „Erneuerbare Energien“). Aber auch Emissionen, die zum Beispiel durch die Nutzung von Gas oder Öl entstehen, werden wir reduzieren. Außerdem verbessern wir in Bereichen mit besonders hohem Energieverbrauch die Effizienz, vor allem in unseren Netzen und Rechenzentren. Auf diese Weise konnten wir den Ausstoß in den vergangenen Jahren bereits reduzieren – trotz des rasant wachsenden Datenverkehrs und des dadurch notwendigen Netzausbaus. Den größten Teil unserer Gesamtemissionen machen die indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen) aus. Wir stehen im engen Dialog mit unseren Lieferanten, um die Emissionen in der Produktion zu verringern und Produkte herstellen zu lassen, die in der Nutzungsphase weniger Energie verbrauchen.

Emissionen aus der
Wertschöpfungskette

Bis Ende 2021 werden wir unseren gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen beziehen und damit auch das gesamte Telekom-Netz vom Mobilfunk bis zum Highspeed-DSL-Netz vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umstellen. Dazu streben wir an, die Eigenproduktion auszuweiten und Power Purchase Agreements (PPA) abzuschließen. In Deutschland wurde 2020 erstmalig ein PPA über einen Windpark in Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet. Derzeit erarbeiten wir für den gesamten Telekom-Konzern einen Ratgeber, der unterschiedliche Möglichkeiten für den Einkauf von Grünstrom aufzeigt, um die Landesgesellschaften bei der Wahl ihrer individuell besten Lösung zu unterstützen. In den folgenden Ländern bezogen wir bereits im Jahr 2020 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen: Deutschland, Griechenland, Kroatien, den Niederlanden, Österreich und Ungarn.

Erneuerbare Energien

Da der Betrieb unserer Netzinfrastruktur viel Energie benötigt, investieren wir zur Vermeidung von CO2-Emissionen auch in energieeffiziente Technologien. So stellen wir zum Beispiel unsere Netzinfrastruktur auf IP-Technologie um: Sie ist nicht nur leistungsstärker, sondern verbraucht auch weniger Strom als bestehende Technologien. Die Umstellung ist zu 99,8 Prozent abgeschlossen. Zusätzlich bündeln wir den Datenverkehr in wenigen, besonders effizienten Rechenzentren. Indikator für die Effizienzsteigerung unserer Rechenzentren ist der sogenannte PUE-Wert. Wir ermitteln diesen Wert nach der Methode der Green Grid Association. Um unsere Fortschritte zu messen, nutzen wir darüber hinaus die Key Performance Indikatoren (KPIs) Energy Intensity sowie Carbon Intensity.

Energieeffizienz

Viele unserer Produkte und Dienste haben Nachhaltigkeitsvorteile: Sie können beispielsweise dabei helfen, Energie und CO2 zu sparen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern oder Logistik effizienter zu gestalten. Neben unserem eigenen CO2-Fußabdruck errechnen wir ebenfalls die positiven CO2-Effekte, die auf Seite der Kund*innen durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden. Beide Größen setzen wir mit dem sogenannten ESG KPI „Enablement-Faktor“ in Beziehung. Dies hilft uns, unsere Gesamtleistung im Klimaschutz zu bewerten. Durch zunehmende Verkäufe nachhaltiger Produkte und Lösungen sowie die Senkung unserer eigenen Emissionen möchten wir den Enablement-Faktor zukünftig weiter verbessern.

Enablement: Positive
Klimaschutzeffekte bei
unseren Kund*innen

Ausrichtung am Kerngeschäft
Unser Selbstverständnis eines verantwortungsvollen Unternehmens ist als Kernelement in unserer Konzernstrategie verankert. Daraus leitet sich unsere Corporate-Responsibility-Strategie ab. Sie umfasst drei Handlungsfelder. Die Klimaschutzstrategie konkretisiert das Handlungsfeld „Klimafreundliche und ressourcenschonende Gesellschaft“. So stellen wir sicher, dass Maßnahmen zum Klimaschutz eng mit unserem Kerngeschäft verknüpft sind.

Zur Unterstützung der Klimaschutzstrategie und zur Erreichung der ambitionierten Konzernziele haben die Landesgesellschaften eigene Strategien, Konzepte und Maßnahmen zum Klimaschutz entwickelt und implementiert. Diese können Sie in den Landesprofilen einsehen.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 305-5 (Emissionen)

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken