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Corporate Responsibility Bericht 2020

Flexible Arbeitsmodelle für unterschiedlichste Bedürfnisse bei der Telekom in Deutschland

Unser Beitrag zu den SDG

Arbeit flexibel nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten, erleichtert den Beschäftigten, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren, und beugt so Überlastungserscheinungen vor. Wir fördern deshalb ausdrücklich flexible Arbeitsmodelle. Unser Angebot in Deutschland reicht von Gleitzeit über Teilzeit bis hin zu Lebensarbeitszeitkonten. Insbesondere 2020 hat sich dies ausgezahlt: Unsere Mitarbeiter*innen konnten ihre Arbeitszeit flexibel einteilen und sich an die Herausforderungen der Corona-Pandemie anpassen.

Förderung von Teilzeit
Wir fördern die Einrichtung von Teilzeitarbeitsplätzen und garantieren den Mitarbeiter*innen in Deutschland eine Rückkehr zur ursprünglichen Wochenarbeitszeit. 13,5 Prozent der tariflich Beschäftigten und 18,6 Prozent der Beamt*innen nutzen Teilzeitmodelle (Stand: 31.12.2020). Darüber hinaus arbeiten insgesamt 39 leitende Angestellte in Teilzeit (Stand: 31.12.2020). Detaillierte Informationen zu unseren zahlreichen Teilzeitregelungen in Deutschland finden Sie hier.

Mobiles Arbeiten
Mobiles Arbeiten ist bei der Deutschen Telekom etabliert. Wir haben – in unserem mit ver.di vereinbarten Verbandstarifvertrag „Telearbeit“ – seit 2016 auch das mobile Arbeiten verankert. Er enthält unter anderem Regelungen für das Arbeiten von zu Hause aus oder von unterwegs. Auch in vielen unserer Landesgesellschaften ist mobiles Arbeiten möglich.

Teilzeitausbildung für Alleinerziehende
Seit 2011 richten wir uns in Deutschland zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit an alleinerziehende Mütter oder Väter: Wir bieten ihnen die Möglichkeit, eine Ausbildung oder ein duales Studium in Teilzeit zu absolvieren.

Elternzeit-Netzwerk
Das Elternzeit-Netzwerk „Stay in contacT“ ermöglicht es Mitarbeiter*innen, während der Elternzeit Kontakt zum Unternehmen zu halten und sich über berufliche Themen auszutauschen.

Lebensarbeitszeitkonten und Job-Auszeiten
Für die Umsetzung ihrer individuellen Lebenspläne können die allermeisten Mitarbeiter*innen in Deutschland ein Zeitwertkonto einrichten und über Bruttoentgeltumwandlungen oder durch Umwandlung von bis zu 80 Überstunden pro Jahr ein Wertguthaben ansparen. Das Zeitwertkonto nennen wir Lebensarbeitszeitkonto. Aktuell nutzen das Angebot 13 190 Angestellte und 652 Beamt*innen (Stand: 31.12.2020). Das Wertguthaben kann für ein Sabbatical, für einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben oder für die Aufstockung von Teilzeitgehalt in Anspruch genommen werden. Wer kein Wertguthaben angespart hat, kann sich auch unbezahlt freistellen lassen. Tarifmitarbeiter*innen der T-Systems können zudem langfristige Zeitguthaben einlösen, die durch (projektbezogene) Mehrarbeit entstanden sind.

Freistellung aus persönlichen Gründen
Wenn besondere Gründe vorliegen, haben Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, sich kurzfristig in Abstimmung mit der Führungskraft von ihrer Tätigkeit freistellen zu lassen. Dies ist beispielsweise bei der Pflege von Angehörigen oder auch im Anschluss an die gesetzliche Elternzeit gegeben. In dem individuell vereinbarten Zeitraum sind die Mitarbeiter*innen von der Ausführung ihrer Arbeit befreit und die Zahlung des Entgelts wird ausgesetzt. Alle anderen Aspekte des Anstellungsverhältnisses bleiben unberührt.

Bildungsauszeit
Die Bildungsauszeit basiert auf dem bestehenden Angebot des Urlaubs ohne Entgelt und ermöglicht in Deutschland eine zweckgebundene Auszeit von bis zu vier Jahren für ein Studium oder eine Promotion. Während dieser Zeit ruht das Arbeitsverhältnis und es wird keine Vergütung gezahlt. Neben den Regelungen für Arbeitnehmer*innen ist dies auch für Beamt*innen im Rahmen eines „Urlaubs ohne Bezüge im privaten Interesse“ möglich. Diese Zeit ist nicht ruhegehaltfähig, sodass es zu Abstrichen bei der Altersversorgung kommen kann, und es wird keine Besoldung gezahlt.

Das 80:20-Modell
Seit 2017 geben wir mit dem 80:20-Modell unseren Beschäftigten die Möglichkeit, Teile ihrer Arbeitszeit in Projekte zu investieren, die nicht zu ihren direkten Aufgaben gehören, und dabei mit Teams anderer Fachbereiche zusammenzuarbeiten. Die Inanspruchnahme des Modells ist freiwillig und jeweils an ein konkretes Konzernprojekt gebunden.

Altersteilzeit
Mitarbeiter*innen, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, bieten wir Altersteilzeit an. Dieses Angebot betrifft nicht nur Deutschland, sondern kann konzernweit von unseren Beschäftigten genutzt werden. Es gelten gesonderte Regelungen sowohl für Angestellte als auch für beamtete Mitarbeiter*innen. Die Altersteilzeit kann entweder im Block- oder im Teilzeitmodell durchgeführt werden. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 1 536 Altersteilzeitverträge mit tariflich und außertariflich Beschäftigten geschlossen, bei Beamt*innen waren es 677 (Stand 31.12.20).

Zugrundeliegende Regelungen
Maßgeblich für unsere Arbeitszeitmodelle sind die gesetzlichen Regelungen in den einzelnen Ländern. Die Arbeitszeiten bei der Telekom in Deutschland sind in Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen geregelt. Die Dokumentation der täglichen Arbeitszeit unserer Tarifmitarbeiter*innen erfolgt durch eine elektronische Zeiterfassung in MyPortal oder über die MitarbeiterApp. Damit gewährleisten wir die Einhaltung der gesetzlichen und betrieblichen Regelungen. So wird beispielsweise sichergestellt, dass die wöchentliche Arbeitszeit über einen bestimmten Abrechnungszeitraum eingehalten wird. In einem großen Konzern wie der Telekom sind die Regelungen vielfältig und können nicht für den Gesamtkonzern vollumfänglich dargestellt werden.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 404-2 (Aus- und Weiterbildung)