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Corporate Responsibility Bericht 2020

Digitale Inklusion

Eine digitale Gesellschaft für alle: Inklusionsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
Eine der größten Herausforderung der Gegenwart ist der Aufbau einer gerechten digitalen Gesellschaft, an der ausnahmslos alle Menschen teilhaben können. Das Ziel, die digitale Kluft zu überwinden, bildet die Grundlage der Partnerschaft zwischen der Telekom-Stiftung für Mazedonien und UNICEF. Dabei geht es darum, digitale Lösungen für den Abbau von Barrieren zu finden, mit denen behinderte Kinder und Jugendliche in der Schule und im Alltagsleben konfrontiert sind.  

Design Thinking-Workshops – junge Innovator*innen arbeiten kreativ mit Mentor*innen von Makdonski Telekom zusammen
Wandel lässt sich am besten anstoßen, indem man junge Menschen an der Entwicklung von Lösungen beteiligt. So wurden junge Innovator*innen eingeladen, an einer offenen Ausschreibung von Generation Unlimited teilzunehmen und Antworten auf die Frage „Wie kann digitale Technologie zu einer aktiveren Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schule und Alltagsleben beitragen?“ zu finden. Zehn Teams (Finalist*innen im Alter von 14 bis 24 Jahren) arbeiteten gemeinsam mit Mentor*innen von Makedonski Telekom, darunter Technik-, IT- und Marketing-Fachleute, an der Aufgabe. Jedes Team hatte ein Mitglied mit Behinderungen, dessen unmittelbare und reale Erfahrung wichtige Erkenntnisse für die Problemlösung bereitstellte. Von den zehn Teilnehmerteams kamen fünf Finalist*innen in die engere Auswahl. Sie erhielten zusätzliche finanzielle Unterstützung und fortlaufendes Mentoring für die Weiterentwicklung ihrer Ideen.  

Finalist*innen und Teilnahme am internationalen Wettbewerb
Die Finalist*innen arbeiteten bis April 2020 mit den Mentor*innen an ihren Lösungen. Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände wegen der COVID-19-Pandemie mussten sie ihre Vorschläge virtuell präsentieren. Die Finalist*innen, die die beiden besten Lösungen – ein bionischer Arm und eine digitale Speisekarte – eingereicht hatten, erhielten das Preisgeld und zusätzliches Mentoring vor Ort zur Weiterentwicklung ihrer Projekte.  

Bionischer Arm
Das Bionik-Team entwickelte einen kostengünstigen Roboterarm. Er erfasst die Signale von Muskelsensoren und hilft Menschen ohne Arme bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben. Jede*r Interessierte kann seine bzw. ihre Größe auswählen und die 3D-Druckmodelle kostenlos vom Internet herunterladen, das Design dann auf einem 3D-Drucker ausdrucken, die verbleibenden Teile online bestellen und den Arm ohne Vorkenntnisse zusammenbauen. Das Modell kostet zwischen 150 und 200 US-Dollar und wird allen, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, kostenlos bereitgestellt.

Inklusive Speisekarte
Das „Mind Benders“-Team entwickelte auf der Grundlage universeller Design-Grundsätze eine allgemein verfügbare, digitale inklusive Speisekarte. Die Lösung ermöglicht es Menschen mit Behinderungen, Speisekarten von Restaurants eigenständig einzusehen. Die Speisekarte wird in mehreren Formaten präsentiert, die an unterschiedliche Seh- und Hörbehinderungen, Legasthenie und geistige Behinderungen angepasst sind. Im Dezember 2020 nahmen die beiden Finalist*innen des Landes an einem internationalen Wettbewerb teil. Dabei ging es um zusätzliche Preisgelder in Höhe von 20 000 US-Dollar, die über das internationale Inkubationsprogramm der Partner von Generation Unlimited bereitgestellt wurden. Dieser Jugendwettbewerb wird in 41 Ländern weltweit veranstaltet.  Die jungen Innovator*innen stellten unter Beweis, dass sie mithilfe von Technologie Barrieren beseitigen und echte Veränderungen bewirken können.