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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020
 

T-Systems
Alpine

Peter Lenz
Geschäftsführer
T-Systems Alpine

2020 war ein spannendes Jahr für T-Systems Austria und T-Systems Switzerland. Die Zusammenführung der beiden Unternehmen zur Region Alpine zu Beginn des Jahres erschloss großes Erfolgspotenzial. Aber die Teams in den beiden Ländern sahen sich bei der Umsetzung der neuen Strukturen auch mit einigen Herausforderungen konfrontiert.

In der wichtigen Anlaufphase waren wir plötzlich gezwungen, ganz andere Prioritäten zu setzen, denn wie der Rest der Welt mussten auch wir mit der unerwarteten globalen Pandemie zurechtkommen. Dank der großartigen organisatorischen Leistung unserer Teams konnten wir uns rasch auf die neuen Gegebenheiten einstellen und die Krise unbeschadet überstehen.

Gerade in einem solch turbulenten Jahr war es uns besonders wichtig, unser reguläres gesellschaftliches Engagement aufrechtzuerhalten und überall dort Hilfe zu leisten, wo diese am meisten benötigt wurde. Daher unterstützten wir sofort zu Beginn der Coronakrise unsere langjährige Partnerorganisation, die Wiener Tafel, mit einer Spende. Auch hielten wir es für wichtig, in Zeiten wie diesen über unsere T-Systems Mediabox in Wien zusätzliche Laptops für den Fernunterricht bereitzustellen.

Die Pandemie war das alles beherrschende Thema des vergangenen Jahres. Ein gleichermaßen drängendes Problem, der ständig fortschreitende Klimawandel, wurde dabei in den Hintergrund gedrängt. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind uns wichtig; daher wollten wir möglichst umgehend zur Erholung der Umwelt beizutragen. Ein erster Schritt war die Anpflanzung von 715 Bäumen in Kamerun durch T-Systems Alpine.
Aber wir sind nicht nur auf Distanz „grün“. Unserer Meinung nach beginnt der Umweltschutz in unseren Geschäftsgebäuden und insbesondere in unseren Rechenzentren. Wir sorgen stets dafür, dass unsere Arbeit hier energieeffizient ist und bemühen uns um die Optimierung unserer CO2-Bilanz.

Die beiden Schwerpunkte unseres weiteren gesellschaftlichen Engagements werden die chancengleiche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft und der Klimaschutz bleiben.

 

Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten

Märkte, Geschäftsfelder und Marktanteile   Am 1. Januar 2020 wurden die T-Systems Schweiz AG und die T-Systems Austria GesmbH unter der neuen Marke T-Systems Alpine zusammengeführt. Geleitet wird das neue Unternehmen von Peter Lenz, dem Vorsitzenden des Management Boards und Managing Director Region Alpine – T-Systems Austria & Switzerland. T-Systems Alpine hat200 Mitarbeiter*innen und ist die umsatzstärkste Region außerhalb Deutschlands.  
Anzahl Kund*innen   400 Unternehmen
Anzahl Mitarbeiter*innen   Rund200
Zertifiziert nach   ISO 9001 img, ISO 27001, ISO 20000, ISO 22301, ISO 27000-1, ISO 27006, ISO 19011, ISO 14001 img, ISO 45001, ISO 50001 img, ON Regel 17700
Weitere Informationen im Internet   www.t-systems.com/at/de
www.t-systems.com/ch/d

 

Baumpflanzaktion in Kamerun

Seit Jahren unterstützen wir zu Weihnachten ein Sozialprojekt. So trugen wir im vergangenen Jahr über die Plattform Treedom zur Anpflanzung von 715 Bäumen bei. Dabei handelte es sich in erster Linie um Kakaobäume, aber es waren auch Bananen-, Orangen- und Zitronenbäume darunter. Kund*innen und Beschäftigte haben eine Baumpatenschaften übernommen. Unsere Spenden unterstützen örtliche Bauernfamilien und liefern einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen. Insgesamt investierten wir im vergangenen Jahr 10 000 Euro. Näheres zum Wald von T-Systems Alpine ist hier zu finden.

Umweltfreundliche Rechenzentren

Österreich
Für den Betrieb eines Rechenzentrums ist sehr viel Energie erforderlich. In Österreich sind wir daher kontinuierlich bemüht, die Energieeffizienz unserer Rechenzentren zu verbessern und sie umweltfreundlich zu betreiben.

Dafür nutzen wir neueste Technologien wie z. B. das Freecooling. Im Winter wird die kalte Außenluft zur Kühlung unserer Server eingesetzt. Außerdem stammt der im gesamten T-Center (einschl. Rechenzentrum) verbrauchte Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen, darunter hauptsächlich Wasserkraft.

Weitere Optimierungsmaßnahmen umfassten die Umstellung unserer Kühlanlage auf kontrollierte Umwälzpumpen, die ihre Drehzahl je nach Last und Temperatur regulieren, sowie Kaltgangeinhausungen img, die den zur Serverkühlung dienenden Luftstrom gezielt lenken. Dank dieser Maßnahmen konnten wir den Verbrauch von Energie für Kühlzwecke in den letzten Jahren um mehr als 60 Prozent reduzieren und damit sicherstellen, dass unser Rechenzentrum eines der fortschrittlichsten in Österreich ist.

Um zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz die Verfügbarkeitsanforderungen (Klasse 3) der Norm EN 50600 zu erfüllen, sind zusätzliche Anpassungsmaßnahmen für das Frühjahr 2021 geplant.

Ebenfalls zur Erfüllung von Umweltschutzanforderungen wurde unsere Feuerlöschanlage mit einem Frühwarnsystem und 136 Argonflaschen ausgestattet. Argon ist unschädlich für Menschen, hinterlässt keine Rückstände und ist zu 100 Prozent umweltneutral.


Schweiz
Zur Kühlung der Serverräume im Schweizer Rechenzentrum werden Kühlanlagen mit Luftumwälzung eingesetzt. Ende 2020 hatten die alten Kühlanlagen nach 16 Jahren das Ende ihrer Nutzdauer erreicht und entsprachen energietechnisch nicht mehr dem Stand der Technik. Daher wurde beschlossen, sie durch neue hocheffiziente Anlagen zu ersetzen, um konstante Betriebsstabilität zu gewährleisten. Später wurden auch die alten Pumpen durch neue energieeffiziente Modelle ersetzt, sodass die Stromkosten hier ebenfalls gesenkt werden konnten.

Ein weiterer Schritt bestand in der Ausstattung aller Serverräume mit Kaltgangeinhausungen, um eine gezielte Lenkung des gekühlten Luftstroms sicherzustellen. Dabei wird die Luft- und die Kühlwassertemperatur erhöht. Der Freecooling-Betrieb kann jetzt von den früheren drei Grad Celsius auf gegenwärtig 14 Grad Celsius erhöht werden, wobei das Ziel darin besteht, nach Aufrüstung der Kältemaschine (Chiller) auf mindestens 18 Grad Celsius zu kommen.

Um auch bei der Stromversorgung Einsparungen zu erzielen, wurde vor einiger Zeit das alte unterbrechungsfreie Stromversorgungssystem ersetzt. Das neue System ist dank E-Boost-Betrieb äußerst effizient.

Der Ersatz des Kühlsystems ist gegenwärtig in Planung, da die Anlage bereits das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat. Auch hier ist das Ziel, gleichzeitig effizienter und kostengünstiger zu werden.

Gemeindebau 3.0 – T-Systems Mediabox

Das Projekt „Mediabox“ wurde im Jahr 2007 von T-Systems Austria als Sozialprojekt im „Körnerhof“ ins Leben gerufen. Der Körnerhof ist eine der größten städtischen Wohnanlagen in Wien und beherbergt in erster Linie Menschen mit Migrationshintergrund sowie sozial benachteiligte Familien. Die Mediabox ist ein Schulungscontainer mit 14 Laptop-Arbeitsplätzen, Druckern, Beamern und WLAN-Anschluss. Er befindet sich in einem Jugendzentrum und wird gegenwärtig hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen genutzt.

Ende letzten Jahres erwarben wir zusätzliche 13 Laptops, um mehr Schüler*innen die Teilnahme am pandemiebedingten Fernunterricht zu ermöglichen. Für die Finanzierung der neuen Geräte stellten wir500 Euro bereit.

Die Geräte wurden wieder bei AfB gekauft, einem gemeinnützigen Unternehmen, das gebrauchte IT-Hardware wiederaufbereitet und 300 Menschen mit Behinderungen beschäftigt.

Neustart mit Coding-Skills

Powercoders ist eine Coding-Akademie, die junge geflüchtete Menschen im Programmieren ausbildet, um ihnen damit einen Neustart ins Leben zu ermöglichen. T-Systems Switzerland nahm zwei junge Programmierer aus Afghanistan und Eritrea für ein Einjahrespraktikum in PU MIS & PC im Bereich Unix, Linux & MCS Alpine auf.

T-Systems profitiert von der Teilnahme an diesem Programm genauso wie wir von der Lehrlingsausbildung und dem Young Professional Programm profitieren: Wir fördern junge Talente und stärken unseren Teamgeist, indem wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Bei diesem Ansatz gibt es nur Gewinner. Die Geflüchteten erhalten die Möglichkeit, in der Schweiz ein unabhängiges Leben zu führen, während wir als Unternehmen Fachkräfte hinzugewinnen, die bereits in ihren Heimatländern gut ausgebildet wurden und die wir mithilfe geeigneter Programme in unsere Wachstumsfelder integrieren können.

Einmalspende an die Wiener Tafel

T-Systems Austria und die Wiener Tafel arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen. Die Wiener Tafel wurde gegründet, um überschüssige Lebensmittel zu retten und an armutsbetroffene Mitmenschen weiterzuleiten. Damit leistet diese gemeinnützige Organisation einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. Selbst in einem Sozialstaat wie Österreich ist dies notwendig. Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie war die Organisation mit der großen Herausforderung konfrontiert, unter Einhaltung der neuen Auflagen den steigenden Bedarf an Hilfsleistungen zu bewältigen. Mit einer Einmalspende in Höhe von000 Euro konnten wir der Wiener Tafel wichtige Hilfe bei der Überbrückung der ersten Wochen zukommen lassen.