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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020
 

Magenta
Telekom

Walter Goldenits
Director of Technology
Deutsche Telekom GmbH

Ausgehend von den Hauptthemen haben wir drei strategische Handlungsfelder eingegrenzt: Unser Handeln ist darauf ausgerichtet, „Telekommunikation zum Wohle der Gesellschaft zu nutzen“ und vor allem die Digitalisierung Österreichs voranzutreiben. Als Anbieter einer kritischen Infrastruktur, der seit 2015 das gesamte Unternehmen CO2-neutral betreibt, wollen wir „Wegbereiter einer klimafreundlichen Gesellschaft“ sein. Da der Umgang mit Daten und der Datenschutz ein immer wichtigeres Thema für die Gesellschaft wird, ist unser dritter Schwerpunkt „Österreich in eine sichere digitale Zukunft führen“. An diesen drei strategischen Handlungsfeldern orientieren sich unsere Maßnahmen und Zielsetzungen.

 

Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten

Märkte, Geschäftsfelder und Marktanteile  

Magenta Telekom (T-Mobile Austria GmbH) ist ein führender Anbieter von Internet, Mobilfunk, Entertainment und Business-Lösungen in Österreich. Das Unternehmen zählt rund 2 500 Mitarbeiter*innen und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen bietet die Marken Magenta, Magenta Business und tele.ring mit ultraschnellem Breitband über Glasfaserkabel und mobilem Internet, Entertainment sowie neuesten Technologien für das digitale Leben an.

Anzahl Kund*innen   5 019 000
Anzahl Mitarbeiter*innen   2 500
Beteiligung der Deutsche Telekom AG seit   2000
Zertifizierungen  

ISO 50001 img, ISO 14001 img, ISO 45001

Weitere Informationen im Internet   www.t-mobile.at
Eigener CR-Bericht     http://nachhaltig.t-mobile.at

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2020: Bester Breitbandbetreiber: Laut Fachzeitschriften „connect“ und „PC Magazine“ ist Magenta der beste Breitbandbetreiber in Österreich.
  • 2020: Laut „connect“ hat Magenta die beste Privatkunden-Hotline.
  • 2020: Laut „connect“ ist Magenta nach Kundenmeinung der bevorzugte B2C- und B2B-Betreiber.
  • 2020: Laut „connect“ bietet Magenta die beste Service-App img für Verbraucher an.

ConnectedKids: die Chancen digitaler Medien im Klassenzimmer nutzen (SDG 4)

ConnectedKids: für den kompetenten Umgang mit digitalen Medien im Klassenzimmer
Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer zunehmend digitalisierten Welt auf. Dies ist sowohl mit Chancen als auch mit Gefahren verbunden. Wir möchten einerseits auf die Gefahren von kinder- und jugendgefährdendem Material aufmerksam machen. Dabei sollen insbesondere Eltern und Lehrkräfte unterstützt werden, Kinder und Jugendliche vor ungeeigneten Inhalten altersentsprechend zu schützen. Andererseits wollen wir Medienkompetenz vermitteln, um den jungen Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, die digitalisierte Welt verantwortungsvoll und kompetent zu nutzen.

Daher hat das Unternehmen bereits vor vielen Jahren die Initiative ConnectedKids ins Leben gerufen. Ziel des landesweiten Projektes ist es, Schüler*innen, Lehrer*innen aber auch Eltern das Lernen mit Hilfe digitaler Medien näher zu bringen sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones und digitalen Inhalten zu erlernen. Tablets, Internet und Smartphones erzeugen vielfach Unsicherheit, bergen aber auch großes Potenzial für die individuelle Förderung. Die digitale Bildung wird in österreichischen Schulen bei weitem noch nicht flächendeckend angeboten und muss daher gefördert werden.

Vielen Schulen fehlen meist die nötigen Mittel, um den Einsatz digitaler Medien auszuprobieren. Darum stattet unser Projekt ConnectedKids Klassenzimmer für einen Zeitraum von sechs Wochen mit mobilem Internet sowie individuellen Tablets für Schüler*innen aus. Eine App-Sammlung ermöglicht Mathe- und Vokabelübungen ebenso wie die Produktion von Stop-Motion-Filmen zu Unterrichtsthemen oder die Unterstützung des Unterrichtens von Deutsch als Fremdsprache. Auch „Cybersecurity“ – der sichere Umgang mit digitalen Medien, um die Qualität von Online-Angeboten einschätzen zu können – oder wie man sich vor Online-Mobbing schützt, sind Teil des Programms.


10 000 Gratis-Datenpakete für den Fernunterricht
Um es Menschen in dieser außergewöhnlichen Zeit zu ermöglichen, trotz Social Distancing verbunden zu bleiben, hat Magenta Telekom die Kampagne #bleibverbunden ins Leben gerufen und erweitert sie laufend um neue Aktionen:

Im vergangenen Jahr stellte Magenta dem Bildungsministerium kostenlos 10 000 SIM-Karten zur Verfügung. Über das Bildungsministerium wurden diese Datenpakete zusammen mit Laptops und Tablets an Schulen ausgegeben. Magenta erhielt im Zuge dieser Aktion keinerlei Daten der Schüler*innen, die Verteilung erfolgte ausschließlich über die Bildungseinrichtungen.

Jede SIM-Karte enthielt 20 Gigabyte Datenvolumen pro Monat. Die Datenpakete waren sofort aktiviert und endeten am 10. Juli 2020 (Ferienbeginn in Österreich). Alle Telefonate, Datenroaming im Ausland oder sonstigen Mehrwertdienste waren gesperrt.


Distance Learning Leitfaden für Lehrer*innen und Schüler*innen
Während des ersten Lockdowns veröffentlichte Magenta Telekom auch einen Leitfaden zum Thema Distance Learning für Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern. Dieser wurde mit Medienpädagog*innen der Pädagogischen Hochschule Wien verfasst und beruhte auf den jahrelangen Erfahrungswerten, die Magenta mit seiner Initiative ConnectedKids und seiner Kompetenz zum Thema digitales Klassenzimmer aufbauen konnte. Der Leitfaden beschreibt mit praxisnahen Tipps, wie Lehrer*innen digital von zu Hause unterrichten und Schüler*innen das Beste aus dem Onlineunterricht herausholen können. Ein weiterer Leitfaden gibt Familien Empfehlungen aus psychologischer Sicht für das Lernen zuhause.

Weitere Informationen finden Sie hier

TUN-Fonds vergibt Nachhaltigkeitspreis

Ein Online-Marktplatz für Ökostrom, ein Car-Sharing-Modell, das nachhaltige Mobilität mit der Stärkung der regionalen Wirtschaft vereint, eine Plattform für armutsgefährdete Menschen, die Hilfe im Haushalt benötigen, ein innovativer Ofen für Kochstellen in Afrika und ein Kartenspiel, mit dem junge Menschen ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickeln können: alle diese Projekte waren Preisträger des Magenta TUN-Fonds 2019. Die Preisverleihung fand am 22. Januar 2020 im T-Center in Wien statt. Die Gewinner reihten sich in eine lange Liste von Projekten ein, die technologisch nachhaltige Lösungen beinhalteten und mit einem vom Magenta TUN-Fonds vergebenen Förderpreis unterstützt wurden.

Seit 2011 unterstützt Magenta mit dem TUN-Fonds den innovativen Einsatz von Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT) im Bereich der Nachhaltigkeit. Ein Handlungsfeld ist beispielsweise der Klimaschutz, wo die IKT zur Vermeidung eines Fünftels aller CO2-Emissionen weltweit beitragen kann. Im sozialen Kontext helfen digitale Technologien, Menschen miteinander zu verbinden, die sich andernfalls niemals begegnen würden. Aus diesem Grund vergibt der Magenta TUN jährlich 50 000 Euro für Projekte, die die digitale Kommunikation zur Lösung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen in allen Lebensbereichen nutzen. Dazu zählen auch Projekte, die für Chancengleichheit und eine faire Welt eintreten. Der Fonds und seine Jury unter Leitung des früheren EU-Kommissars Franz Fischler sind unabhängig und unterstehen entsprechend den gesetzlichen Auflagen für gemeinnützige Stiftungen und Fonds der Aufsicht des Landes Wien.

Bei der Preisverleihung 2020 wurde das Projekt „OurPower“ als Gesamtgewinner des Wettbewerbs ausgezeichnet. Diese Online- und Community-Plattform ermöglicht den Direkthandel mit Ökostrom zwischen Erzeugern und Nutzern. Die Projekte „Josefbus“, „Next Generation of Changemaker“ und „Semina“ teilten sich den zweiten Platz. Als Publikumssieger ging Ummadum aus dem Rennen hervor. Dieser Preis wurde zum ersten Mal verliehen und beruhte auf einer Live-Abstimmung der anwesenden Gäste. Die Ausschreibung des Magenta Technologie- und Nachhaltigkeitsfonds 2020 startete im Herbst des vergangenen Jahres.

Sichtbares Engagement für den Klimaschutz mit IoT-Lösungen

Das Internet der Dinge img (Internet of Things, IoT) ist ein weiterer Bereich, in dem sich Magenta umweltfreundlichen Innovationen widmet und nachhaltige Gesamtlösungen für Geschäftskunden entwickelt.

Intelligentes Abfallmanagement mit IoT
Die vielen verschiedenen Abfallbehälter für die Wertstofftrennung stellen Entsorgungsunternehmen und Gemeinden vor eine logistische Herausforderung. So können zum Beispiel aus übervollen Altglascontainern Flaschen heraus- und auf den Boden fallen. Andererseits sollten Müllfahrzeuge aber auch keine halb leeren Container abholen, weil dies mit einem unnötigen Kostenaufwand und zusätzlichen CO2-Emissionen verbunden ist. Aus diesem Grund arbeitet Magenta zusammen mit SLOC an einer Lösung für das Abfallmanagement. Für jeden Container wird der Füllstand gemessen und an eine Plattform übertragen, die es den Entsorgungsbetrieben ermöglicht, ihre Lkw effizient einzusetzen. Das geeignete Netz und die in jedem SLOC-Gerät eingebauten SIM-Karten werden von Magenta Business bereitgestellt. Das NarrowBand IoT-Netz (NB-IoT) unterstützt Low-Power Wide-Area-Anwendungen, d. h. kleine Datenmengen werden in bestimmten Abständen gesendet und empfangen. Aufgrund des geringen Energiebedarfs dieser Technologie haben die jeweiligen Geräte eine sehr lange Batterielebensdauer.  

Bessere Luft in der Stadt und auf dem Land dank IoT
Feinstaub wirkt sich äußerst nachteilig auf die Luftqualität aus. Das ist auch in Österreich der Fall. Gemäß EU-Vorgaben darf die Luftverschmutzung im Jahr 2020 keine negativen Auswirkungen mehr haben. Um Emissionen reduzieren zu können, müssen sie aber zunächst messbar sein. Magenta Business und one:solutions arbeiten an einer Lösung zur kontinuierlichen Überwachung der Luftqualität, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können. Die von one:solutions entwickelten Sensoren können überall angebracht werden. Die Messergebnisse werden mittels NB-IoT an eine IoT-Plattform übertragen. Diese Informationen sind dann auf Knopfdruck abrufbar und ermöglichen rasch wirksame Gegenmaßnahmen.

Intelligente Bewässerung mit IoT
Selbst in Österreich gibt es aufgrund des Klimawandels mittlerweile längere Trockenperioden. Aufgrund dieser Entwicklung und der angespannten Personallage fällt es Kommunen zunehmend schwer, ihre städtischen Grünflächen optimal zu pflegen. Dabei werden Pflanzen immer wichtiger für Städte, weil sie dazu beitragen, urbane Räume attraktiver zu gestalten und die Entstehung von Hitzeinseln an heißen Sommertagen zu bekämpfen. Mit IoT-Lösungen kann bei minimalem Eingreifen des Menschen die optimale Pflege des städtischen Bewuchses gewährleistet werden. Sensoren messen Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Bodenfeuchte und Wasserdurchfluss und übertragen diese Daten dann über das Mobilfunknetz an eine Steuerzentrale.

IoT für eine transparente Lieferkette
Waren sollten stets in perfektem Zustand bei den Kund*innen ankommen. Das gilt insbesondere für empfindliche Produkte wie Nahrungs- oder Arzneimittel. Der Zustand der Waren muss daher während des gesamten Produktions- und Lagerprozesses überwacht werden. In einer Fertigungsanlage oder einem Lager installierte Sensoren messen die entsprechenden Werte wie Temperaturgrenzwerte (Hitze/Frost) und Luftfeuchtigkeit. Die erfassten Werte werden dann mittels NB-IoT (NarrowBand IoT)-Technologie an eine Zentrale übermittelt. Die IoT-Lösung von Magenta löst einen Alarm aus, wenn bestimmte Parameter die vorgegebenen Grenzwerte über- oder unterschreiten. Eine Anpassung der Faktoren, die sich auf die Luftqualität auswirken, können demnach je nach Anwendungsbereich eine Schädigung von Waren, Pflanzen oder sogar Lebewesen verhindern.

Es gibt keinen Plan B für die Umwelt – CO2-Neutralität und Stromverbrauch (SDG 13)

CO2-Neutralität bei Magenta
Im Jahr 2019 hat sich die Deutsche Telekom ein konzernweites Klimaschutzziel gesetzt und Magenta Telekom hat im Herbst 2019 auch einen formellen Umsetzungsbeschluss der konzernweiten Ziele für Magenta in Österreich gefasst. Eines dieser Ziele ist es, bis 2021 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Magenta Austria hat dieses Ziel bereits im Jahr 2015 erreicht. Seit Anfang 2015 ist unser eigener Stromeinkauf, der 90 Prozent unseres gesamten Energiebedarfs deckt, völlig frei von CO2-Emissionen und stammt aus erneuerbaren, atomstromfreien Quellen. Gleiches gilt auch für die im Jahr 2018 übernommenen Glasfaserkabelnetze von UPC. Für die verbleibenden zehn Prozent – Strom, der an einzelnen Standorten von den Vermietern aus unbekannter Quelle geliefert wurde – kompensierten wir mögliche CO2-Emissionen entsprechend anerkannter internationaler Standards. Im vergangenen Jahr haben wir diese unbekannten Stromquellen erhoben und von Kompensationsmaßnahmen zu Grünstrom-Zertifikaten gewechselt. Somit bleibt Grünstrom definitiv Grünstrom.  Auf diese Weise haben wir unseren Energieverbrauch CO2-neutral und unser ganzes Unternehmen CO2-frei gehalten.

Magenta steht für effizienten Energieverbrauch und den sorgsamen Umgang mit Naturressourcen. Dies findet seinen Ausdruck in einem CO2-freien Netz und dem Ziel, CO2-Emissionen unternehmensweit zu minimieren. Zur Umsetzung dieses Ziels gestalteten wir unser komplettes Energiemanagementsystem 2015 nach den Vorgaben der Norm ISO 50001 img. Externe Prüfer nehmen regelmäßige Energie-Audits img vor und analysieren unseren Energieverbrauch. Die Audits werden gemäß der gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt. Auch die Emissionen aus der Lieferkette und der Nutzungsphase unserer Produkte und Lösungen beim Kunden haben wir im Blick. Hier ist unser Ziel, die CO2-Emissionen pro Kunde bis 2030 gegenüber 2017 um 25 Prozent zu reduzieren.

Trotz exponentiell ansteigendem Datenvolumen ändert sich unser Stromverbrauch kaum
Rund 85 Prozent der von Magenta benötigten Energie fließen in unser Mobilfunknetz, da dies aufgrund der Vielzahl an Sendeanlagen einen wesentlich höheren Strombedarf hat als ein Glasfasernetz. Das in diesen Netzen transportierte Datenvolumen steigt noch immer exponentiell und hat sich in unserem Mobilfunknetz zuletzt binnen drei Jahren (2017-2019) verdoppelt. Trotz dieser Datenexplosion konnten wir unseren Gesamtstromverbrauch nahezu konstant halten. Möglich war dies nur, weil wir unsere Technik kontinuierlich effizienter machen und unser Netz konsequent modernisieren.

So setzen wir für die optimierte Kühlung unserer Basisstationen und Rechenzentren stets die neuesten Technologien ein (z. B. Free Cooling durch zirkulierende Außenluft anstelle von Klimaanlagen und Kühlmitteln). In einem Rechenzentrum für Mobilfunkkommunikation installierten wir ein adiabatisches Kühlsystem, das nach dem Verdunstungsprinzip arbeitet. Dabei wird warme Außenluft über Wasser geleitet, das die Wärme absorbiert und verdunstet. Die Lufttemperatur sinkt und kann dann für Kühlzwecke eingesetzt werden – und all das ohne chemische Kühlmittel, die CO2 enthalten.

In einem Feldversuch testen wir auch eine auf künstlicher Intelligenz (KI) beruhende Lösung. Im Rahmen des Versuchs wird der Energieverbrauch im Mobilfunknetz ohne Qualitätseinbußen für den Kunden durch integrierte Software optimiert.

Wir betreiben unsere Sendeanlagen mit Sonnen- und Windenergie
Wir betreiben mehrere Basisstationen mit Strom aus Sonnenergie. Dazu verwenden wir eine Photovoltaikanlage, die sich direkt am Standort befindet. Außerdem untersuchen wir, wie dieser Ansatz im gesamten Netz genutzt werden könnte. In einer Basisstation testeten wir außerdem den Einsatz von geothermischer Energie für Kühlzwecke. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes versorgt die Stromtankstelle vor dem Magenta-Shop am Rennweg 97 mit Energie. Kund*innen dürfen die Ladestation kostenlos nutzen, während sie bei uns im Shop ihre Geschäfte erledigen. Wir planen auch die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des T-Centers. Sie soll 230 Megawattstunden Strom erzeugen (das entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von rund 65 Haushalten).

Das Leben ist ein Kreislauf – unser Ansatz für eine Kreislaufwirtschaft

In österreichischen Haushalten landen Millionen alter Handys in Schubladen und Kisten. Österreicher*innen kaufen sich im Durchschnitt alle 18 Monate ein neues Handy. Das sind im Jahr rund drei Millionen Geräte. Magenta sorgt dafür, dass gebrauchte Smartphones über lange Zeiträume genutzt werden können. Dies erfolgt einerseits über entsperrte Geräte, die problemlos weitergegeben werden können, und andererseits über den Rückkauf von Altgeräten.

Seit 2014 kauft Magenta gebrauchte und weiterhin funktionierende Smartphones zum Marktpreis zurück, egal ob sie von uns oder einem anderen Betreiber kommen. Mobiltelefone und Smartphones können in allen Magenta Shops in Österreich abgegeben oder über eine Website zurückgesandt werden. Als Anreiz zur Rückgabe spenden wir für jedes Gerät an eine soziale Organisation. Unsere Spenden gehen an DEBRA zur Unterstützung von „Schmetterlingskindern“. Nach sorgfältiger Datenlöschung und Überholung in Zusammenarbeit mit der Münchner Firma Teqcycle Solutions können die Altgeräte noch lange nützliche Dienste leisten. Die generalüberholten Geräte werden dann über Handyshops, Onlinebörsen und andere Kanäle weitervermarktet.

Magenta bietet den Kund*innen darüber hinaus auch eine Rückkaufoption an. Werden gebrauchte Smartphones in einem Magenta Shop abgegeben, kann ihr Wert beim Kauf eines neuen Handys angerechnet werden. Der Rückkauf gilt für alle Hersteller und mobilen Endgeräte, unabhängig davon, wo sie erworben wurden. Näheres über den Ankauf von Handys ist hier zu finden: https://www.magenta.at/handyankauf.

Zu den weiteren Maßnahmen, mit denen wir den Gedanken der Kreislaufwirtschaft umsetzen, gehören u. a.:

  • Die professionelle Wiederaufbereitung von gebrauchten LAN-Geräten und Fernsehern für deren Weitervermarktung. Geräte, bei denen eine Generalüberholung aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist, werden entweder recycelt oder, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, von unserem Partner Pikko Bello professionell entsorgt.
  • Router, die bei Kund*innen ausgetauscht werden, sowie deren Verpackung werden von unserem Partner arvato Supply Chain Solutions recycelt.
  • Muss ein Endgerät repariert werden, stellen wir standardmäßig vorübergehend kostenlos Leihgeräte zur Verfügung. Für diese Leihgeräte muss kein Pfand hinterlegt werden. Vor einer erneuten Ausgabe werden sie optisch wiederaufbereitet, und alle darauf befindlichen Daten werden gemäß geltender Datenschutzbestimmungen gelöscht.
  • Seit 2019 bietet Magenta das Fairphone 3 an. Kund*innen von Magenta, denen der schonende Umgang mit Ressourcen wichtig ist, können sich bei der Wahl ihres Smartphones für ein nachhaltig und mit fairen Arbeitspraktiken produziertes Gerät von Fairphone entscheiden.
  • Im vergangenen Jahr spendete Magenta 130 PCs, 103 Notebooks und 270 Monitore an die gemeinnützige IT-Firma AfB. Das Unternehmen zeichnet sich durch vorbildliches Umweltmanagement und soziale Inklusion aus und nutzt die gebrauchten Bürogeräte für private Zwecke.
  • Im Zuge der Modernisierung unserer Netze sorgen wir in Kooperation mit unserem Partner PHB-Platinen Handel Beinhart dafür, dass Telekommunikationseinrichtungen professionell entsorgt und wiederverwendbare Materialien und Edelmetalle in den Produktionszyklus zurückgeführt werden.

Im letzten Jahr standen der Verpackungsprozess und weniger unnötige Verpackungsmaterialien sowie der Wechsel zu recycelten Verpackungsmaterialien im Mittelpunkt unserer Bemühungen.

Beste Netze – Grundlage der Gigabit-Gesellschaft (SDG 11)

Unser Versprechen für Österreichs digitale Zukunft
Wenn es darum geht, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, gehen wir bei Magenta weit über unsere gesetzlichen Verpflichtungen hinaus. Mit unserem Kerngeschäft verbinden wir Millionen Menschen rund um die Uhr. Ohne öffentliche Finanzierung stellen wir unverzichtbare Infrastruktur bereit und bauen diese kontinuierlich aus. Magenta Telekom setzt gegenwärtig das umfassendste Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte um. So ist vorgesehen, von 2018 bis 2021 insgesamt rund eine Milliarde Euro in Mobilfunk- und Festnetze zu investieren. Die gesellschaftliche Vernetzung ist das Leitmotiv unseres gesellschaftlichen Engagements. Wir setzen uns entschieden für Toleranz, Meinungsfreiheit und soziale Inklusion für alle Bevölkerungsgruppen und auf allen Ebenen der Gesellschaft ein und lehnen Ausgrenzung, Fake News und Diskriminierung ab.

Dank innovativer Netztechnologie konnte Magenta den 5G-Ausbau beschleunigen und bietet mittlerweile an mehr als 600 Standorten in ganz Österreich unbegrenztes 5G-Internet an. Ende des letzten Jahres war für fast 40 Prozent der österreichischen Haushalte und Unternehmen an200 Standorten in allen Bundesländern ein Upgrade auf 5G im Magenta Netz erfolgt. Der 5G-Ausbau im Turbotempo spiegelt wider, wie Magenta auf den enormen Digitalisierungsbedarf reagiert, der seit dem pandemiebedingten Lockdown in Österreich besteht.

Heute versorgt Magenta bereits mehr Haushalte mit einem Hochgeschwindigkeits-Glasfaserkabelnetz als jeder andere Anbieter in Österreich. Wir realisieren die höchsten Download- und Uploadgeschwindigkeiten und bauen diesen Leistungsvorsprung in allen von uns versorgten Regionen kontinuierlich aus. Unser Ziel ist es, überall und jederzeit die beste Verbindung zu bieten. Gemeinsam schaffen wir so die Grundlage für die Gigabit-Gesellschaft img. Die Anzahl der Kund*innen im Mobilfunknetz von Magenta Telekom belief sich Ende letzten Jahres auf 5,07 Millionen SIM-Karten. Die Anzahl der Breitbandkund*innen (Glasfaserkabel-Internet und DSL img) legte im vergangenen Jahr um etwa 3,9 Prozent auf 635 000 zu.

Im März 2019 nahm Magenta Telekom als erster Betreiber in Österreich sein 5G-Netz in Betrieb. Darüber hinaus versorgt Magenta seit Mai 2019 etwa eine Million Haushalte im Großraum Wien mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit, ein Angebot, das seit 2020 auch weiteren österreichischen Städten zugute kommt. Auch der Ausbau des 5G-Netzes geht in ganz Österreich kontinuierlich weiter: Ende letzten Jahres waren in000 Kommunen200 5G-Standorte in Betrieb. Im Rahmen des 5G-Netzausbaus fiel im vergangenen Jahr der Startschuss für den ersten Magenta 5G-Campus an der Technischen Universität Graz als Forschungsplattform für die Digitalfabriken der Zukunft. Ende 2020 hatten 99 Prozent aller österreichischen Haushalte Zugang zum besten LTE-Mobilfunknetz des Landes (connect, Chip). Darüber hinaus deckt das Narrowband IoT-Netz bereits 99,4 Prozent der besiedelten Fläche in Österreich ab.

Vorreiter der Digitalisierung
Wir bahnen der Digitalisierung des Landes den Weg. Unser Netz erfüllt die zunehmenden Datenerfordernisse unserer Gesellschaft und eröffnet neue Möglichkeiten, unser tägliches Berufs- und Privatleben einfacher und angenehmer zu gestalten. Die digitale Transformation macht rasante Fortschritte: Allein das im letzten Jahr in Magentas Mobilfunknetz übertragene Datenvolumen nahm im Vergleich zum Vorjahr über 50 Prozent zu und erreichte800 000 Terabyte.

Die digitale Zukunft gestalten
Wir arbeiten an einem ganzen Spektrum innovativer Projekte für Österreichs digitale Zukunft, darunter:  

5G-Campus (TU Graz)
Einrichtung eines dedizierten 5G-Campus-Netzwerks als Teil einer „Smart Factory“, die eine Vielzahl verschiedener Anwendungen mit extrem geringer Latenzzeit ermöglicht. Roboter und andere automatisierte Maschinen werden über 5G miteinander vernetzt, sodass sie autonom arbeiten können. Dieser Campus wurde im vergangenen Jahr an der Technischen Universität Graz eingerichtet.

EU-Forschungsprojekt ICT4CART
Wir sind am europäischen Forschungsprojekt ICT4CART beteiligt. Dabei geht es darum, die technologischen Möglichkeiten der Telekommunikations-, Automobil- und IT-Industrie zusammenzuführen und zu optimieren, um die IKT-Infrastruktur für den Übergang hin zur Automatisierung des Straßenverkehrs bereitzustellen. Die einzelnen Teilprojekte finden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und Betreibern aus diversen Ländern statt und werden von der EU unterstützt. Magenta ist im Rahmen dieses Projekts an der Gestaltung der folgenden Anwendungsfälle beteiligt:

  1. Smart Parking & IoT Services
  2. Optimierte Fahrzeugautomatisierung basierend auf Infrastrukturinformationen
  3. Optimierung des Kreuzungsverkehrs im städtischen und ländlichen Raum
  4. Grenzüberschreitende Interoperabilität

Wien 5G rettet Leben (Stadt Wien 5G Use Case Challenge 1)
Ziel des Projekts ist es, eine Lösung für Such- und Rettungsmaßnahmen mit autonomen Drohnen zu entwickeln, bei der Drohnen, 5G, IA und Edge-Computing zusammengebracht werden. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, Unmanned Live und der Stadt Wien soll in der Donau in Wien eine Drohnen-Rettungssimulation durchgeführt werden.

Intrasafed (Stadt Wien 5G Use Case Challenge 2)
Zusammenarbeit zwischen Magenta, Swarco, Stadt Wien und TU Wien beim Testen und Präsentieren eines 5G-Warnsystems, das die Sicherheit von Fußgängern bei schlechten Sichtverhältnissen oder gefährlichen Kreuzungen in der Stadt erhöht.

Unterstützung der Drohnenforschung an der Universität Klagenfurt
Zur Förderung der Forschung im Bereich des 5G-gesteuerten Drohnenflugs stellen wir 5G-Anbindung und Netzwerk-Expertise bereit.

Besondere Verantwortung für die Gesundheit
Magenta ist sich seiner besonderen Verantwortung gegenüber den Kund*innen und der Umwelt bewusst. Darum garantieren wir für alle Basisstationen die Einhaltung der internationalen Personenschutzgrenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU in öffentlich zugänglichen Bereichen. Dies gilt für alle eingesetzten Netztechnologien - insbesondere auch für den neuen Mobilfunkstandard 5G. Alle Betreiber von Mobilfunknetzen haben eine eigene Informationsseite zum Thema 5G und Gesundheit mit weiteren Einzelheiten eingerichtet. Diese ist unter www.5ginfo.at abrufbar. Auch die EU stellt unter https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/faq/5g-faq Antworten zum Thema 5G zur Verfügung.