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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020
 

T-Systems
International
GmbH 

Adel Al-Saleh
Vorstand T-Systems

Die Telekom hat im Laufe der Jahre für die großen gesellschaftlichen Anliegen unserer Zeit stets Verantwortung übernommen. Dazu gehören u. a. der Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und digitale Teilhabe. Unsere Entschlossenheit, dieses Engagement fortzusetzen, wurde im vergangenen Jahr durch die Covid-19-Pandemie noch verstärkt. Wir stellen uns dem Auftrag und der Herausforderung, in diesen schwierigen Zeiten zum Schutz und Wohl der Gesellschaft beizutragen. Wirtschaft und Gesellschaft sind untrennbar miteinander verwoben. Unternehmen können es sich nicht leisten, sich allein am Shareholder Value zu orientieren.

So ist es uns bei T-Systems besonders wichtig, im Kampf gegen die Pandemie unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Wir helfen Unternehmen, gestärkt und widerstandfähiger aus der Krise hervorzugehen – und das immer im Zeichen von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. 

Im Juni 2020 führten T-Systems und SAP gemeinsam die Corona-Warn-App img in Deutschland ein, die im Rahmen des größten, jemals im Auftrag der Bundesregierung umgesetzten Open-Source-Projekts in nur 50 Tagen entwickelt wurde. Die App hilft die Infektionsketten des Virus rascher und wirksamer zu unterbrechen, indem die Bürger*innen über ihre Smartphones pseudonymisierte Schlüsseldaten bereitstellen. Mit dieser App können wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Krise und zum Schutz der Gesundheit aller leisten.

Unseren Kund*innen eine nachhaltige und robuste Erholung von der konjunkturellen Rezession zu ermöglichen, hat ebenfalls für uns höchste Priorität. Dazu müssen wir rasch auf ihre sich ständig ändernden Bedürfnisse eingehen, sie bei der Stabilisierung ihrer Geschäftsabläufe unterstützen und ihre Resilienz stärken. Die Technologie spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Es ist unsere Pflicht, das Geschäft unserer Kund*innen abzusichern und ihnen bei der erfolgreichen und raschen Anpassung an die neue Realität mit pragmatischen digitalen Lösungen zu helfen.

All dies darf uns natürlich nicht von unserem Engagement für die Umwelt ablenken. Darum haben wir bei T-Systems Baselines festgelegt und entsprechende Maßnahmen angestoßen. So ermitteln wir jetzt unseren eigenen CO2-Ausstoß, fördern das Recycling in allen unseren Geschäftsstellen, optimieren unsere Logistik und den Energieverbrauch in unseren Rechenzentren und treiben die digitale Transformation in unseren Städten voran. Unsere Mitarbeiter*innen haben zahlreiche Möglichkeiten, sich in Bezug auf Themen wie Elektromobilität, Energieeffizienz und Vertriebsoptimierung weiterzubilden und sich dafür zu sensibilisieren.

Unsere Initiativen stellen unter Beweis, dass technologische Innovation auf hohem Niveau unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung nicht etwa entgegensteht, sondern dass sie sich vielmehr gegenseitig ergänzen.

 

Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten

Märkte, Geschäftsfelder und Marktanteile  

Mit einer Präsenz in über 30 Ländern, rund 29 000 Mitarbeiter*innen und einem Umsatz von 6,8 Milliarden Euro (2019) ist T-Systems einer der weltweit führenden Anbieter digitaler Dienste mit Hauptsitz in Europa. Mit einem integrierten Portfolio und vier Schwerpunkten – Konnektivität, Digitalisierung, Cloud & Infrastruktur und Sicherheit – bietet T-Systems integrierte Lösungen für Geschäftskunden: vom sicheren Betrieb der Bestandssysteme, SAP- und klassischen ICT-Services über die Transformation in Cloud, einschließlich bedarfsgerechter Infrastruktur, Plattformen und Software, bis hin zu neuen Geschäftsmodellen und Innovationsprojekten rund um Zukunftsfelder wie Big Data/Datenanalyse, Internet der Dinge img (IoT), Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) und Industrie 4.0 img. Grundlage dafür sind globale Reichweite bei Festnetz und Mobilfunk, hochsichere Rechenzentren, ein umfassendes Cloud-Ökosystem mit standardisierten Plattformen und weltweiten Partnerschaften sowie höchste Sicherheit.

Anzahl Kund*innen   400 Unternehmenskunden aus allen Branchen
Anzahl Mitarbeiter*innen   etwa 29 000
Weitere Informationen im Internet   www.t-systems.de

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

T-Systems Multimedia Solutions wurde mehrfach mit dem „Social Business img Leader Award“ der Experton Group ausgezeichnet, erhielt den „iF Design Award“ und gehörte 2017 zu den Gewinnern der „Outstanding Security Performance Awards“. Zudem wurde das Unternehmen zu einem von Deutschlands besten Arbeitgebern mit dem „Great Place to Work Award“ gekürt und vom Wirtschaftsmagazin „brand eins“ als „Bester Berater 2020“ ausgezeichnet.

In weniger als 50 Tagen programmiert: Deutsche Telekom und SAP entwickeln Corona-Warn-App

  • Bis Ende 2020 über 24 Millionen Downloads
  • Größtes Open-Source-Projekt der Bundesregierung
  • Die „ideale App“ der Deutschen

Corona-Warn-App
Deutschlands IT-Industrie liefert: Nach nur 50 Tagen war die Corona-Warn-App img der Bundesregierung startklar und steht seit dem Abend des 15. Juni sowohl in Apples App Store als auch im Google Play Store zum Download bereit. Seitdem ist die App bereits über 24 Millionen Mal heruntergeladen worden. Die App entstand in enger Zusammenarbeit von SAP und Deutsche Telekom sowie weiteren Partnern. Beide Unternehmen haben die Entwicklung der App im Open-Source-Modus erbracht. Die Entwicklung des Programmcodes war dabei fortlaufend auf der Entwicklungsplattform Github einsehbar. Expert*innen konnten den Entwicklungsstand jederzeit verfolgen. Jede Codezeile ist so für die Öffentlichkeit transparent einsehbar. Über die gesamte Entwicklung hinweg gab es Einsichten von mehr als 109 000 Einzelbesucher*innen in den Code sowie ca. 7 250 Beteiligungen durch Community- und Projektmitglieder. Mehr Transparenz bei einem Softwareprojekt mit solch zentraler Bedeutung geht kaum. Die Corona-Warn-App ist das größte je in Deutschland umgesetzte Open-Source-Projekt im Auftrag der Bundesregierung.

Die Deutsche Telekom mit dem neu geschaffenen Bereich „Digitale Lösungen“ von T-Systems und SAP haben mit der App den Prozess für eine erfolgreiche Unterbrechung der Covid-19-Infektionskette digitalisiert: von einer möglichen Infizierung bis hin zur Warnung etwaiger Kontaktpersonen, vom Smartphone bis ins Labor. Das Nutzererlebnis hinsichtlich Bedienung, Datenschutz und Hotlineanbindung stand dabei stets im Mittelpunkt der Entwicklung. Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Corona-Warn-App ist eine der ersten europäischen Apps, die auf den aktuellen Spezifikationen des von Apple und Google bereitgestellten Exposure Notification Frameworks basiert. Somit können die Nutzer*innen von Android-Smartphones und iPhones die App passiv im Hintergrund ihres Geräts laufen lassen und gleichzeitig ihre Lieblingsapps weiter nutzen. 

Hohe Standards für Datenschutz und -sicherheit
Vor allem im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit gab es eine sehr enge Zusammenarbeit mit den entscheidenden öffentlichen Institutionen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Bundesdatenschutzbeauftragen (BfDI). Die App fordert von den Nutzer*innen keinerlei persönliche Daten. Informationen wie Name, Alter, Anschrift benötigt die Corona-Warn-App nicht, sie erfasst auch keinen Standort. Weitergegeben werden ausschließlich zufällig generierte Codes, wenn sich zwei Smartphones über einen bestimmten Zeitraum relativ nahekommen. Die Codes der jeweiligen Begegnungen sind nur auf den Smartphones der Besitzer*innen selbst gespeichert. Welches Gerät sich hinter diesem Code verbirgt, ist nicht feststellbar, da der Code verschlüsselt ist. Nach Einschätzung des BSI befindet sich die Qualität des Source-Codes auf einem hohen Niveau. Das Entwickler-Team habe sich an allgemein anerkannten „Best Practices“ der Software-Architektur, des Programmierstils und der Software-Sicherheit orientiert. Alle vom BSI im Rahmen des Open-Source-Entwicklungsprozesses festgestellten kritischen Schwachstellen seien zeitnah behoben worden.

Die „ideale App“ der Deutschen
Dezentral, freiwillig und ohne Identifizierbarkeit der Nutzer*innen – das sind laut dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen die wichtigsten Wünsche der Deutschen an eine Corona-Tracing-App. Die im Auftrag der Bundesregierung von Telekom und SAP entwickelte Corona-Warn-App entspricht diesen Punkten. Beide Unternehmen haben gemeinschaftlich eine digitale Lösung für den Wunsch der Bevölkerung nach Sicherung der Privatsphäre im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie gefunden.

Paradebeispiel für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf höchstem Niveau
„Mit der Corona-Warn-App zeigen wir, wie auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen digitale Lösungen ‚Made in Germany‘ partnerschaftlich entstehen können – und das schnell und zugleich sicher für Millionen von privaten Anwendern“, so Adel Al-Saleh, CEO T-Systems.

„Das Projekt-Team hat in engster Zusammenarbeit in Rekordzeit eine App entwickelt, die uns mithelfen wird, Infektionsketten des Corona-Virus zu durchbrechen. Das Engagement auf der Open-Source-Plattform GitHub ist herausragend und legt ein klares Zeugnis einer lebendigen Software-Engineering-Kultur in Deutschland ab“, ergänzt Jürgen Müller, Chief Technology Officer sowie Mitglied des Vorstandes der SAP SE. „Jetzt kommt es drauf an, dass möglichst viele Menschen die App nutzen.“

Weitere Informationen hier und hier.

Corona und die Wirtschaft: Digitalisierung jetzt beschleunigen

Das Corona-Virus (COVID-19) stellt Gesellschaft und Wirtschaft auf den Kopf und erfordert neue digitale Lösungen sowie agiles und pragmatisches Handeln. Digitale Veranstaltungen sind zweifellos Teil unserer neuen Zukunft. Daher ist die digitale Transformation das Gebot der Stunde in diesen schwierigen Zeiten.

T-Systems hat vor über zwei Jahren mit der Transformation zu einem Digital-Dienstleister begonnen. Zwar können wir nicht sagen, wie die Wirtschaft nach Corona aussehen wird, aber wir haben in der Transformation und den zurückliegenden Pandemie-Wochen bereits Erfahrungen gesammelt. Wir glauben, dass sie für die Zeit danach nützlich sind und daher wollen wir sie teilen.

Nach den ersten Wochen im Homeoffice traten die anfänglichen Zweifel hinsichtlich möglicher Risiken bereits in den Hintergrund. Wie viele andere Unternehmen haben auch wir sehr viel dazugelernt und stellen gegenwärtig fest, dass sich die Arbeit im Homeoffice häufig als effizienter erweist, als wir dies vor Corona vermutet hatten. Wir haben auch gesehen, dass wir agil img auf eine Krise reagieren können. Wir haben die Bandbreite img und die Anzahl der Fernzugriffsleitungen für viele unserer Kunden innerhalb weniger Tage verdoppelt. Dank pragmatischer Lösungsansätze wurden Prozesse, die in der Vergangenheit Monate dauerten, in kürzester Zeit abgewickelt.

Aber das war nur der Anfang der Reaktion auf die Krise. Hinsichtlich des weiteren dringenden Handlungsbedarfs sind die folgenden drei Phasen der Digitalisierung, mit denen sich jeder CDO oder CIO auseinandersetzen muss, zu nennen:

Den laufenden Betrieb sicherstellen
Zuerst muss alles für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten getan werden. In unserem Unternehmen haben wir das Glück, dass die Mehrheit der Mitarbeiter*innen mit Laptops, Smartphones oder Tablets ausgestattet ist. Dies ermöglicht es ihnen, von zu Hause aus zu arbeiten. Darüber hinaus sind gute Datenverbindungen und Plattformen für das Zusammenarbeiten von entscheidender Bedeutung. Die Umstellung auf Richtlinien zur sozialen Distanzierung erfordert Flexibilität in vielerlei Hinsicht.

An die neue Realität anpassen
Die wirtschaftlichen Auswirkungen, die wir sehen, sind beispiellos. Anstatt Milliarden nach der Pandemie auszugeben, müssen wir jetzt investieren, um die Kosten in den Griff zu bekommen, die Effizienz zu steigern und die finanzielle Stabilität durch die Digitalisierung zu sichern. Die digitalen Agenden und langfristigen Strategien, die es bereits vor der Corona-Krise gab, nehmen wieder an Fahrt auf. Aber jetzt muss alles doppelt so schnell umgesetzt werden.

Digitalisierung jetzt beschleunigen
Die dritte Phase konzentriert sich auf die wirklich grundlegenden Veränderungen im Geschäftsdesign. Selbst große multinationale Unternehmen waren nicht gegen die Coronavirus-Krise gefeit und sind in ernste Schwierigkeiten geraten. Wir müssen grundlegende Prozesse und Lieferketten überdenken. Aber auch die Art und Weise, wie wir reisen, mit Kund*innen umgehen, Produkte vermarkten oder Mitarbeiter*innen einstellen, wird sich in Zukunft ändern müssen. Automatisierung, große Datenmengen, ultra-flexible Wertschöpfungsketten, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sind jetzt nicht mehr die leuchtenden Beispiele für besonders innovative Unternehmen, sondern Notwendigkeiten für jedes Unternehmen, das nach mehr Widerstandsfähigkeit strebt.

Nähere Einzelheiten sind dem vollständigen Artikel von Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und CEO T-Systems, zu entnehmen.

Urbane Mobilität neu bauen – smarter und besser

Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hat das Stadtleben sofort beeinflusst. Die Hektik im Einzelhandel, die überfüllten Pendlerzüge und die Omnipräsenz von Autos im Stadtzentrum verschwanden fast über Nacht. Die Anpassung an diese Welt des Pandemiebeginns und Lockdowns war eine große Herausforderung, aber es gab auch einige willkommene Veränderungen: weniger Autoverkehr, mehr Platz für Radfahrer und Außenplätze für Cafés und Restaurants. Trotz der anhaltenden Pandemie setzt sich aber dennoch ein Gefühl von Optimismus durch. Ein Gefühl, dass es in unseren Händen liegt, das städtische Leben zum Wohle der Bürger*innen neu zu konstruieren. Mit weniger Autos, saubererer Luft und weniger in Staus verschwendeter Zeit. Die Verkehrsberuhigung in Städten sowie Lösungen für die neue urbane Mobilität haben für Bürger*innen in allen Städten Priorität. Es gibt mehr und mehr jüngere, städtische Bürger*innen auf der ganzen Welt, die sich vom eigenen Auto verabschieden, Stadtrad-Lösungen und Mitfahrgelegenheits-Apps boomen und selbst autofreie Innenstädte sind in der Planung.

Technologie wird beim Übergang weg von den autodominierten Städten eine entscheidende Rolle spielen, und die Deutsche Telekom positioniert sich an vorderster Front für diesen Wandel. Nach Gesprächen mit Bürgermeister*innen und Kommunalpolitiker*innen in Deutschland und Europa wird immer deutlicher, dass es oberste Priorität hat, die Bürger*innen aus dem Auto herauszuholen und Staus zu reduzieren. Diese Diskussionen sind Teil der erfolgreichen Co-Creation-Strategie im Bereich Smart City. Das Ergebnis ist ein neues, erweitertes Angebot zur urbanen Mobilität. Dies bietet Städten Ende-zu-Ende-Lösungen. Von Beratungsdiensten über den Aufbau von Sensorinfrastruktur bis hin zum Monitoring relevanter städtischer Mobilitätskennzahlen mit einer Dashboard-Lösung für Kund*innen.

Das urbane Mobilitätskonzept ist bereits erlebbar: Die Telekom digitalisiert in einigen Städten, wie in der Region Hannover, die Park&Ride-Infrastruktur. Parksensoren werden verbaut, um die Kapazität großer Parkhäuser außerhalb von Stadtzentren zu überwachen. Dieser Dienst kann mit Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Bike-Sharing und Taxikapazitäten kombiniert werden. So planen die Bürger*innen ihre nahtlose Weiterfahrt. Diese Verkehrsknotenpunkte versorgen die Städte mit Echtzeitdaten über die komplette städtische Mobilität. Anhand der Fortschrittsverfolgung im Zeitverlauf können Städte konkrete Entscheidungen zur Optimierung der städtischen Mobilitätskonzepte treffen. Die Telekom kann ihre Datenkompetenz nutzen, um einen „digitalen Straßenzwilling“ einer Stadt zu schaffen. Der „Street Twin“ spiegelt das digitale Inventar der gesamten Mobilitätsinfrastruktur einer Stadt, von Radwegen und Behindertenparkplätzen über E-Ladestationen bis hin zu Ladestationen für Waren. Diese Lösungen sind für Städte jeder Größe und sogar für ländliche Gebiete gedacht, die Verkehrsstaus bewältigen und Mobilitätsknotenpunkte schaffen wollen. Sie wurden im Rahmen des Co-Creation-Konzepts entwickelt, um den Bedürfnissen der Bürger*innen gerecht zu werden. Wir sind stolz darauf, dass die Deutsche Telekom die Zukunft urbaner Mobilität gestaltet und lebenswertere Städte Wirklichkeit werden lässt.

Weitere Informationen hier.

Logistik trägt Verantwortung für die Zukunft

Globale Wertschöpfungsketten durch Logistik nachhaltiger gestalten. Das ist das Ziel der Bundesvereinigung für Logistik (BVL) zusammen mit der Telekom. Fachleute für Logistik, Transport und Verkehr und von T-Systems erarbeiten eine Agenda für Nachhaltigkeit in der Transportlogistik. Digitalisierung ist dabei ein wichtiger Baustein.

Digitale Lösungen können Kosten einsparen, den Transport beschleunigen und die Effizienz erhöhen
Auch in der Logistikbranche haben führende Unternehmen erkannt, dass Gesellschaft und Kund*innen mehr Nachhaltigkeit einfordern. Und dass sie sich durch eine stringente Nachhaltigkeitsstrategie Wettbewerbsvorteile verschaffen können. Der große Wirtschaftlichkeits- und Effizienzdruck hält manche Unternehmen davon ab, in Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu investieren, die nicht unmittelbar das Geschäftsergebnis verbessern.  Aber es gibt eine ganze Reihe digitaler Lösungen, die die Nachhaltigkeit und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit steigern. Elektronische Frachtdokumente zum Beispiel ersetzen Papierausdrucke, senken die Fehlerquote und steigern für alle Beteiligten die Transparenz während des Lieferwegs. Telematik-Lösungen reduzieren den Kraftstoffverbrauch, indem sie die Routenführung verbessern und in Echtzeit Staus berücksichtigen. Trackingtools in der Flottensteuerung analysieren den Fahrstil und geben Hinweise zur Verbesserung. Zudem warnen sie frühzeitig, wenn Wartungen notwendig werden, und senken so die Ausfallzeiten. Aber auch die Auslastung der Transportmittel auf der Straße, auf der Schiene, im Wasser oder in der Luft muss erhöht werden. Gut ausgelastete Fahrzeuge bedeuten weniger Fahrten, weniger Personaleinsatz und weniger Treibstoffverbrauch. Denn Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit widersprechen sich nicht, sie bedingen beziehungsweise befördern sich gegenseitig. Digitale Instrumente können wirksam beides unterstützen. Intelligente Vorhersagesysteme helfen, Anzahl, Beladung und Routen der Fahrzeuge besser zu planen. Anhand der Analyse von historischen und Echtzeitdaten lässt sich beispielsweise sehr genau vorhersagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit welcher Transport mit welchem Nachfragegrad stattfinden wird. Und drittens lohnt es sich, sein Geschäftsmodell zu überdenken und in Digitalisierung zu investieren. So zahlt es sich beispielsweise aus, auf kooperative Modelle und Partnerschaften zu setzen.

Digitalisierung als Stellhebel für mehr Nachhaltigkeit
Corona hat eine Diskussion um globale Lieferketten ausgelöst. Sicherlich ist es sinnvoll, Wertschöpfungsketten regionaler auszurichten. Auch hilft es, höhere Sicherheitsbestände in dezentralen Lagern vorzuhalten und wirksame Strategien für Zweitlieferanten zu entwickeln. Für die Transportlogistik bedeutet das mehr Fahrten mit kleineren Fahrzeugen über kürzere Strecken. Mit digitalen Lösungen lässt sich eine möglichst hohe Auslastung erreichen. Nachhaltigkeit besteht jedoch immer aus der ökonomischen, der ökologischen und der sozialen Ebene. Auch die soziale Nachhaltigkeit in Billiglohnländern kann erhöht werden. Zum Beispiel, wenn man bei seinen Lieferanten nicht nur auf Qualität und Lieferfähigkeit achtet, sondern auch auf soziale Standards, von Sicherheitsbedingungen am Arbeitsplatz über faire Entlohnung bis zur Einhaltung des Verbots von Kinderarbeit. Es gibt bereits cloudbasierte Lösungen für das Lieferantenmanagement, die in dieser Hinsicht größere Transparenz schaffen. Wir glauben, dass soziale Aspekte in Zukunft noch wichtiger werden.

Ein Gespräch mit dem Logistikexperten Professor Ulrich Müller-Steinfahrt über Herausforderungen und digitale Lösungen in der Logistik der Zukunft kann hier nachgelesen werden.

Mit LCMM umweltfreundlich fahren

2019 wurde im deutsch-chinesischen Forschungszentrum für Verkehr und Mobilität des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an innovativen Lösungen für Verkehrssysteme, Sicherheit und Umwelt gearbeitet. Ein Beispiel dafür ist – in Kooperation mit T-Systems – der LCMM-Service, durch den umweltfreundliches Fahrverhalten vereinfacht wird. Eine Anwendung zeigt Fahrern, wie sie den Kraftstoffverbrauch senken können. Hierfür werden alle Phasen einer Fahrt analysiert: vor, während und nach der Fahrt.

Herausforderung:

  • Der Klimawandel betrifft zahlreiche Wirtschaftszweige und stellt insbesondere die Transport- und Logistikbranche vor große Herausforderungen
  • Die notwendige Reduzierung von CO2-Emissionen belastet die Wirtschaftlichkeit der Logistikdienstleister
  • Zunächst einmal müssen Transport- und Logistikdienstleister ihren CO2-Beitrag besser begreifen – und zwar pro Fahrzeug und Fahrt. Dann erst lassen sich die CO2-Emissionen durch angemessene Maßnahmen reduzieren. Dazu gehören die Planung möglichst emissionsarmer Routen, umweltfreundliches Fahrverhalten und Kraftstoffeinsparungen

Lösung:

  • Basierend auf Kraft/Beschleunigung/Masse nach Newton macht der LCMM-Algorithmus das Fahrverhalten messbar. Über ein GPS-fähiges Smartphone werden Beschleunigungs- und Bremsvorgänge gemessen. Die Lösung erstellt Geschwindigkeitsprofile und gibt dem Fahrer eine sofortige Rückmeldung
  • Die LCMM-Anwendung ermöglicht eine bessere CO2-Bilanz, u. a. indem sie über Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß informiert. Beides konnte von Taxi-, Busunternehmen und Speditionen in China bereits während einer dreijährigen Pilotphase beachtlich gesenkt werden
  • 2019 hat T-Systems das Verfahren zur ISO-Norm zertifiziert. Dadurch bekommt der Kunde eine noch transparentere Verbrauchs- und Ausstoßberechnung

Kundennutzen:

  • Bessere CO2-Bilanz: Senkung der CO2-Emissionen je Bus um 468 kg monatlich
  • Weniger Kraftstoff und Kosten: durchschnittlich 10 Prozent geringere Kraftstoffkosten
  • Gesenkte Emissionen: Einsparung von Tonnen von CO2-Emissionen im dreistelligen Bereich in der Pilotphase
  • Emissionsärmere Touren: Routenoptimierung durch Anzeige des Effizienzgrades für jede alternative Route
  • Mehr Unternehmensverantwortung: weniger Kosten für Betrieb und Umwelt, z. B. für CO2-Zertifikate und Kompensationen

Standardisiert nach ISO: Standardisierung des LCMM-Algorithmus zur besseren Überwachung der CO2-Bilanz

Frischer Wind für die Telekom Zentrale

Die Bonner B9 hat einen neuen Blickfang: Auf Höhe der Telekom Unternehmenszentrale sorgt ein sogenannter CityTree für saubere Luft. Die schlaue Kombination aus Natur und Technik ist geradezu ein Innovationswunder. Er kompensiert eine gewaltige Menge CO2 sowie Feinstaub. Gleichzeitig sorgt er für guten Handyempfang. Und er sieht auch noch gut aus. CityTree? Was ist denn das schon wieder? Ein Relax-Möbel? Eine Klimaanlage? Auffallend ist: In seiner Nähe herrscht eine ausgezeichnete Mobilfunkversorgung. Und nicht nur das. Lässt man sich auf der einladenden Bank nieder, wird es einem spürbar frisch um die Nase.

Um das Rätsel aufzulösen: Beim CityTree handelt es sich um einen sogenannten Bio-Tech-Filter. Entwickelt hat ihn das Berliner Startup Green City Solutions. Die Telekom sorgt als exklusiver Partner für die Netzwerktechnologie.

Harte Schale, grüner Kern
Hinter der Holzverkleidung aus widerstandsfähiger sibirischer Lärche arbeiten besondere Moossorten als Luftfilter. Dazu betreibt der Hersteller am Standort Bestensee südlich von Berlin umfassende Forschungen. Im neuesten Modell sind Moose mit verblüffender Effizienz am Werk. Sie kompensieren bis zu 150 Kilogramm CO2 pro Jahr. Oder anders ausgedrückt: Ein CityTree mit acht Moos-Modulen kann innerhalb einer Stunde die Atemluft für bis zu000 Menschen (circa500 Kubikmeter Luft) reinigen.

Moose kühlen und machen das Warten angenehm
Da steht das erste Bonner Exemplar an der ehemals als „Diplomatenrennbahn“ getauften Hauptverbindung der Stadt genau richtig. Die Bonner stehen hier fast täglich im Stau. Für die Telekom ein Grund mehr die Kooperation mit dem Startup Green City Solutions jetzt vor der eigenen Tür zu präsentieren. Hier warten Gäste ebenso wie Telekom Mitarbeiter*innen auf den hauseigenen Shuttledienst, der sie zum Flughafen, Bahnhof oder einem anderen Standort bringt. Der Telekom Shop sorgt auch für viel Betrieb. Man trifft sich aber auch auf einen Kaffee. Ab sofort am CityTree mit Sitzgelegenheit. Eine „Frischluft-Haltestelle“ sozusagen. Ventilatortechnik kühlt die Umgebungstemperatur um 2,5 Grad Celsius herunter, begleitet von einem milden Waldgeruch. Auch hier glänzt der CityTree mit einem 10-fach geringeren Stromverbrauch (ca. 0,12 kW) als eine Klimaanlage (circa 1,7 kW). Die Kühlleistung entsteht durch die Moosbewässerung ganz automatisch. Besonders, wenn die Temperaturen in der Bonner Kessellage kräftig steigen, hat er gute Chancen zum echten Hotspot zu werden.

Gabriele Kotulla-Münster, in der Telekom Smart City Unit verantwortlich für das Themenfeld „Saubere Umwelt“, und Peter Sänger, CEO und Mitgründer von Green City Solutions, begleiteten den Aufbau. Im Video erläutern sie die erfolgreiche Zusammenarbeit:

Ein CityTree ist also eine Investition in die Zukunft: An Maßnahmen zur CO2-Reduktion müssen sich heute alle Städte und Kommunen messen lassen.

Besseres Klima vom ersten Tag an
Laut Weltgesundheitsorganisation atmet 90 Prozent der Stadtbevölkerung weltweit Luft mit einer Schadstoffkonzentration ein, welche über den Grenzwerten liegt. Die Attraktivität eines Unternehmensstandortes oder Wohnort steht und fällt heute auch mit der herrschenden Klimaqualität. Hier leistet der CityTree vom ersten Tag an einen deutlich messbaren Mehrwert. Und ist ein gutes Beispiel für multifunktionale Dienstleistungen.

Insgesamt möchte die Telekom „grüner werden“, mit einem konzernweiten Klimaschutzziel. Hier steht die Reduktion von CO2 ganz oben auf der Liste. Die Smart City Experten der Telekom arbeiten an zahlreichen intelligenten Lösungen für eine grünere Stadt der Zukunft, für mehr Lebensqualität. Dazu zählt auch das Thema E-Government, das digitale Bürgeramt. Dazu demnächst mehr an dieser Stelle.

Zielpunkt: bundesweite Digitalisierung

Es ist eine Fahrt in die richtige Richtung: Die Deutschen nutzen zunehmend Busse und Bahnen. Auch weil das Angebot steigt. So erhöhte sich die Zahl der Fahrten im Linienverkehr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf die Rekordmarke von rund 11,6 Milliarden, berichtet das Statistische Bundesamt. Das sind pro Tag bundesweit durchschnittlich fast 32 Millionen Fahrten im Nah- und Fernverkehr. Soweit die gute Botschaft.

Elektronisches Ticket
Indes: Die föderale Struktur der Bundesrepublik macht es dem Verbraucher nicht gerade einfach. Kleinteilig wie Bienenwaben erstrecken sich die lokalen und regionalen Verkehrsverbünde des Nahverkehrs quer und längs übers Land, alle mit eigenen Tarifen und Ticketvarianten. In Zeiten von nahezu grenzenloser Mobilität kein optimaler Service. Ein neues Projekt des VDV eTicket Service (VDV-ETS) und von T-Systems ist diese Herausforderung jetzt angegangen. Durch die Zusammenarbeit erreicht das elektronische Ticket das nächste Servicelevel.

Transparente Angebote
Der VDV-ETS vereint unter dem Dach „eTicket Deutschland“ rund 440 Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs. Im Auftrag dieser Unternehmen gibt er den deutschen Standard für elektronische Tickets heraus und unterstützt die Branche bei der Digitalisierung des Vertriebs. Bereits seit 2005 bietet der VDV-ETS einen e-Ticketservice für die verschiedenen Verkehrsunternehmen, der kontinuierlich erweitert wird, etwa um kontaktloses Bezahlen. Ziel: Deutschlandweite Einführung eines flächendeckenden elektronischen Fahrgeldmanagements (EFM) für die Nutzer des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs.

Zentrale Tarifermittlung
Damit jedoch die Bürger*innen das digitale Ticket flächendeckend nutzen können, mussten letzte Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden. So existierte noch keine bundesweit einheitliche Fahrpreisauskunft mit zentraler Tarifermittlung. Das heißt, Nutzer*innen konnten nicht erfahren, was ein Ticket kostet, dessen Wegstrecke gleich mehrere Verbünde inkludiert. Ohne die exakte Preisübersicht konnten Fahrgäste also nicht komplett buchen und mussten sich die Strecken selbst zusammenstellen. Das heißt, es fehlten insbesondere deutschlandweite Tarifinformationen, sodass Kund*innen sich durchgängig informieren und dann hätten buchen und bezahlen können.

Open Telekom Cloud
Diese Lücke haben die T-Systems und der VDV-ETS für die angeschlossenen Partnerunternehmen nun geschlossen. In einem gemeinsamen Projekt haben die beiden Unternehmen einen sogenannten Produktclearing-Service auf der Open Telekom Cloud bereitgestellt, der genau diese Anforderung einer deutschlandweiten Tarifinformation erfüllt.

Ein solches Ticket bringt aber eine weitere Herausforderung mit sich: Wie lassen sich die eingegangenen Zahlungen der Reisenden korrekt auf die beteiligten Verkehrsanbieter verteilen? Im Fachjargon „Forderungsclearing“ genannt.

eTickets landesweit
„Auch diesen komplexen Prozess haben wir nun digitalisiert“, so Bernd Henseling, zuständiger Account Manager bei T-Systems. So ist dann sowohl für den Verbraucher klar, was ihn ein jeweiliges, verbundübergreifendes Ticket kostet, als dass auch die daran beteiligten Verbünde im Klaren sind, wer wem welche Forderungen stellen kann. Dafür stellten die T-Systems-Experten einen übergreifenden Cloud Service für das Forderungsclearing zwischen den eTicket-Deutschland-Teilnehmern bereit und betreiben auch diesen nun auf der Open Telekom Cloud. Damit können die Verkehrsverbünde nun Leistungs-, Provisions- und Lizenzforderungen komfortabel untereinander abrechnen.

Cloud-Service von T-Systems
„Wir nutzen den Cloud-Service von T-Systems als Komplettservice und sparen damit den Aufbau eigener Ressourcen für die Bereitstellung und den Betrieb unseres Clearings“, berichtet Nils Zeino-Mahmalat, Geschäftsführer des VDV eTicket Service. „So bleiben wir flexibel und unser eigener Aufwand orientiert sich am tatsächlichen Betrieb und der Auslastung des Systems. Die regelmäßige Weiterentwicklung von Sicherheit, Datenschutz und Services hält uns den Rücken frei und erlaubt uns die Konzentration auf unser Kerngeschäft.“

Im Ergebnis ist nun ein bundesweiter Einsatz des eTickets möglich, ein wichtiger Schritt für den digitalen Nahverkehr.

Klimaschutz auf Knopfdruck

Es gibt viele Möglichkeiten, unsere Umwelt zu schützen: Plastikmüll vermeiden oder Fahrrad statt Auto nehmen. Produkte von nachhaltigen Unternehmen kaufen, Strom sparen oder unnötige Fahrten minimieren. Wir können noch viel mehr tun, wenn man es genau überlegt. Einfach sollte es sein, quasi auf Knopfdruck. Wie der „IoT Service Button“ der Telekom. Er startet Abläufe auf Knopfdruck im Stadtleben und Einzelhandel. Auch in Gebäuden, in der Logistik oder Fabrik ist er einsetzbar. Er arbeitet im Internet der Dinge img (IoT) und schützt dabei die Umwelt.

Beispielsweise lässt der digitale Knopf volle Mülltonnen abholen. Das vermeidet unnötige Fahrten zu halbvollen Abfallbehältern. Dabei werden automatisch verbrauchte Materialien nachbestellt. Es wird immer nur so viel Nachschub geordert wie tatsächlich Material verbraucht wurde. Der Button meldet dem Servicetechniker Störungen in der Fabrikanlage. Oder informiert den Logistiker bei BMW über abholbereite Waren. Fahrten erfolgen anlassbezogen und es wird weniger CO2 ausgestoßen. Auf Knopfdruck werden Ladenflächen und Büroräume gereinigt. Das spart Energie und Ressourcen. In der Uniklinik Mainz unterstützt der Button die Arbeit des Pflegepersonals. Der IoT Service Button entlastet Mitarbeiter*innen, spart Kosten und Zeit ein und reduziert den Papierverbrauch.

Der digitale Button ist überall einsetzbar. Er ist ein Knopf für 1001 Möglichkeiten. Sicherlich gibt viele solcher Beispiele wie den kleinen digitalen Helfer*innen der Telekom. Und viele Unternehmen, die sich von der Begeisterung anstecken lassen. „Umweltschutz auf Knopfdruck“ - ein Konzept, das funktioniert.

Die teilautomatisierte Straßenbahn auf Basis von 5G – Darmstadt bietet einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Mobilität

Die Klimakrise ist allgegenwärtig. Sie kann als eine der größten Herausforderung angesehen werden, mit der die Menschen in der heutigen Zeit konfrontiert sind. Neben dem Klimawandel gibt es weitere Umweltprobleme, die ein schnelles Handeln erfordern. Diesen Druck spüren auch Unternehmen in allen Branchen. Nun gilt es, die Unternehmensaktivitäten nachhaltig zu gestalten und existierende Geschäftsmodelle, Prozesse und Strukturen zu überdenken. Neue Möglichkeiten bietet hier das Internet der Dinge img (IoT, Internet of Things) der Telekom.

Während die polaren Eiskappen schmelzen und der Meeresspiegel rapide steigt, kommt es andernorts zu unerträglichen Hitzewellen, langen Dürreperioden oder starken Stürmen. Die Weltmeere füllen sich mit Plastikmüll, während anderswo kritische Rohstoffe zu Neige gehen. Diese Auswirkungen haben einen massiven Einfluss auf die globale Wirtschaft, auf Industrien und deren Geschäftsmodelle. Um die Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft oder sogar einen eigenen Wettbewerbsvorteil zu sichern, gilt es nun, die Unternehmensaktivitäten auch langfristig nachhaltig zu gestalten. Denn die Erwartungshaltungen von Aktionär*innen und weiteren Anspruchsgruppen haben sich verändert. Auch der Druck der Politik wächst. 2050 möchte Europa der erste klimaneutrale Kontinent werden.

Mit IoT Klimaziele erreichen
Im Internet der Dinge der Telekom werden Geräte und Maschinen unseres Alltags miteinander vernetzt. So gewinnen Unternehmen neue Kenntnisse, um Prozesse zu optimieren, Kosten, Zeit und weitere Ressourcen zu reduzieren, Gewinne zu maximieren und ganz neue Geschäftsmodelle umzusetzen. Mit intelligenten Anwendungen im Internet der Dinge lassen sich gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile mit Nachhaltigkeit verbinden und positive Beiträge für die Umwelt leisten. Dieses Potenzial wurde auch bereits vom Weltwirtschaftsforum thematisiert. Eine Untersuchung von über 600 IoT-Anwendungen zeigt, dass 84 Prozent der betrachteten Lösungen zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beitragen, oder zumindest das Potenzial dafür mitbringen.

Wissen Fahrer*innen beispielsweise, welche Stopps auf ihrer Route nicht nötig sind, können sie ihre Route optimieren. So verbrauchen sie weniger Treibstoff, reduzieren Treibhausgasemissionen und helfen dabei, die Luft rein zu halten. Digitale Anwendungen für Gebäude helfen Unternehmen, noch nachhaltiger zu agieren. Fenster stehen auf, gleichzeitig werden Räume beheizt oder gekühlt, die gar nicht genutzt werden. IoT zeigt genau diese Ineffizienzen auf und ermöglicht entsprechende Handlungen. Sensoren im Internet der Dinge messen die Luftqualität in Städten und erkennen Luftverschmutzungen. Mit digitalen Prozessen sinkt der Papierverbrauch. Die Anwendungsszenarien sind endlos. Sie ermöglichen Bereichen wie Logistik, Smart City, Gebäude, Einzelhandel und Fabriken, die Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Den möglichen negativen Einflüssen, die die Digitalisierung auf die Umwelt haben kann, wirken nachhaltige Rechenzentren, recycelbare Hardware und erneuerbare Energien entgegen. Die Telekom setzt sich bereits seit 1995 für den Klimaschutz ein. Schon heute surfen Kund*innen der Telekom in Deutschland ausschließlich im „grünen Netz“. Der Strombedarf im gesamten Konzern wird in Deutschland bereits heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt.

Ein innovatives „Best Practice“-Beispiel zur Zusammenarbeit mit unserem dänischen Partner ISS A/S im Bereich IoT findet sich hier.

Telekom zeigt Kommunen den Weg in die Smart City

  • Starker Partner für den öffentlichen Sektor: Telekom auf der Smart Country Convention
  • Urbane Mobilität:  mit digitalen Services zur autoarmen Stadt
  • Digitalisierung weiterdenken: Sicherer Datenumschlag für kommunale Datenplattformen

In der aktuellen Corona-Pandemie wird die Bedeutung der Digitalisierung besonders offensichtlich. Wer nicht digitalisiert, hat das Nachsehen. Das gilt vor allem auch für den öffentlichen Sektor. Die Botschaft ist klar: Jetzt ist es an der Zeit zu handeln. Dafür wirbt auch die Smart Country Convention, die Leitmesse für die Digitalisierung in Städten und Kommunen, mit dem Motto: „Digitize Public Services“. Am 27. und 28. Oktober 2020 zeigten die Smart City Expert*innen der Telekom, wie Digitalisierung im städtischen wie auch im ländlichen Raum gelingen kann.

Ohne Digitalstrategie keine Smart City
„Die Kombination aus Technologie und Stadtplanung hat das Potenzial für wegweisende Konzepte. Wir verbinden nicht nur Menschen, sondern auch Städte, Regionen und Daten für mehr Lebensqualität“, so Michael Frank, verantwortlich für den Bereich Smart City bei der Telekom. „Mehr Komfort im Alltag, ein grüner gesunder Lebensraum, den sinnvollen Einsatz von Ressourcen – all das steuert die Digitalisierung heute ganz entscheidend mit.“ Bei der Stadtentwicklung muss Digitalisierung mitgedacht werden. Das ist laut Digitalverband Bitkom e.V. das Erfolgsrezept für eine gelungene Transformation. Auch die Politik unterstreicht die Dringlichkeit mit dem Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesinnenministeriums. Beste Voraussetzungen, um nun durchzustarten. Oft fehlt es jedoch an Know-how, diese komplexe Aufgabe allein zu bewältigen. Es gibt keine Einheitslösung, die für alle Städte oder Regionen umsetzbar ist.

Digitale Teilhabe für die Kommunen
Genau an dieser Stelle setzt die Telekom an: Zusammen mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und United Smart Cities, einer Initiative der Vereinten Nationen, hat die Telekom den Co-Creation img Ansatz entwickelt. Gemeinsam mit allen Beteiligten, an erster Stelle den Bürger*innen, der Wirtschaft und der Politik, werden die Ziele für den Einsatz smarter Technologien ausgewählt. Entscheidend ist die frühzeitige Einbindung aller Interessensgruppen in den kommunalen Entwicklungsprozess. Gestalten alle den Alltag von morgen gemeinsam, schafft dies die notwendige breite Akzeptanz für Veränderungen. Die ostbayerische Region Wunsiedel ist bereits auf dem Weg zum „smarten Fichtelgebirge“. Vom Bundesinnenministerium im Jahr 2019 zur „Modellregion Smart City“ gekürt, wird derzeit mit breiter Bürgerbeteiligung und den Smart City Expert*innen der Telekom eine Digitalstrategie entwickelt. Idealerweise lässt sie sich später auf weitere ländliche Regionen übertragen.

Urbane Mobilität: Ohne Auto von A nach B nach C nach ...
Ein für Bürger*innen und auch Wirtschaft attraktiver Standort wird immer häufiger über „grüne“ Faktoren definiert, wie niedrige CO2-Emissionen und saubere Luft oder der Wunsch nach einer autoarmen Stadt. Bis es soweit ist, sorgt intelligente Technologie für eine entspanntere Verkehrslage in den Ballungsräumen. Die Telekom stellt auf der Messe ihr neues Konzept für „urbane Mobilität“ vor. Erleben kann man es bereits in der Region Hannover. Pendler*innen und Besucher*innen finden eine attraktive Alternative zum Auto vor: Park-and-Ride-Plätze außerhalb der Stadt bieten jetzt mehr als nur die reine Parkfläche. Verbaute Sensoren monitoren die Belegung und gleichen die Informationen mit weiteren Verkehrsträgern ab, wie öffentlichen Verkehrsmitteln, Bike-Sharing oder Taxi-Kapazitäten. So lässt sich die komplette Reisestrecke nahtlos planen. Diese Verkehrsknotenpunkte versorgen die Städte mit Echtzeitdaten über die Auslastung. Der Mehrwert entsteht durch die Verbindung klassischer Auslastungsanalyse mit der Pendleranalyse. Besucherströme bei Großevents lassen sich so besser steuern. Neu ist auch der "digitale Straßenzwilling". Der "Street Twin" spiegelt die gesamte Mobilitätsinfrastruktur einer Stadt - von Radwegen und Behindertenparkplätzen über E-Ladestationen bis hin zu Ladezonen für Waren. Die Lösung erhebt Daten wie Position und Belegung und stellt sie für Online-Karten bereit.

Auch den Trend zum Elektrofahrzeug unterstützt die Telekom: Das Komplettpaket Electronic Vehicle Charging beinhaltet Planung, Aufbau und Betrieb hochmoderner Ladeinfrastruktur mit integriertem Lastmanagement. Die Betreiber- und Verwaltungssoftware wird als SaaS (Software as a Service) bereitgestellt. Bereits vorhandene Ladesäulen können einfach integriert werden.

Sicherer Daten-Umschlag für kommunale Datenplattformen
Städte haben Zugang zu Daten aus verschiedensten Anwendungsfällen – in historisch gewachsenen und abgegrenzten Systemen und in unterschiedlichen Formaten und Standards: Die Wirtschaft liefert Daten von Pendler*innen zu Arbeitsstätten und Geschäften. Die Verwaltung verfügt über Daten in Anträgen. Aus Anwendungen der vernetzten urbanen Mobilität fließen Daten der unterschiedlichsten Verkehrsmittel mit ein.

Die Kommunen erkennen: Erst mit der Zusammenführung dieser Informationen in einer städtischen Datenplattform können sie das ganze Potenzial der Daten erschließen, neue Anwendungsfälle erarbeiten und in einer städteübergreifenden Zusammenarbeit bestehende Lösungen auf breitere Füße stellen. Das „Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen (DKSR)“ als Projekt der Fraunhofer Morgenstadt Initiative wird Kommunen bei der Nutzung ihrer Daten unterstützen. Kern des Projekts ist eine neutrale, sichere Open-Source-Datenplattform inklusive Betrieb und Hosting – bezahlbar auch für kleine und mittlere Städte. Mit dem DKSR lassen sich Daten auffinden, strukturiert abrufen und sicher teilen. Die Kommunen behalten die volle Hoheit über ihre Daten. Das DKSR ist eine gemeinsame Initiative von Fraunhofer, Telekom, [ui!] Urban Software Institute und axxessio und steht Ende des Jahres zur Verfügung.

Logistikexpert*innen bringen Nachhaltigkeit auf die Straße

Es gibt keine zweite Erde. Klimawandel geht uns alle an. Gerade in der neuen Normalität nach Corona nimmt das Thema stärker Fahrt auf. Genauso bekommt Digitalisierung mehr Schub. Denn digitalisierte Unternehmen sind besser durch die Krise gekommen. Das Motto für die Transport-Logistik lautet daher: Go green, go digital!

Die Logistik muss nachhaltiger werden, da sind sich alle Akteur*innen einig. Die meisten Unternehmen haben Nachhaltigkeit bereits auf ihrer Prioritätenliste. Die deutsche Bundesregierung hilft mit speziellen Programmen. Auch das Internet der Dinge img (IoT) kann Logistiker*innen dabei unterstützen. Dies bestätigte eine interne Marktforschung der Telekom mit 722 Teilnehmer*innen zum Thema „Nachhaltig mit IoT“. Ein Weg zu mehr Klimaschutz ist sicherlich der Umstieg auf neue Antriebstechnologien, weg vom einst geliebten Dieselmotor. Die Schifffahrtslogistik ist Vorreiter mit ihren Übergangs- und Brückentechnologien bis hin zu neuen, vielversprechenden synthetischen Kraftstoffen. Auch auf der Straße wird verstärkt auf E-Mobilität gesetzt. Gerade bei Anlieferungen auf der sogenannten letzten Meile zu den Kund*innen. Eine Erneuerung der Lieferflotte ist jedoch kostenintensiv und braucht Zeit. Bei Schiffen denkt man in Generationen, bis eine Antriebswende erzielt ist.

Papierlose Logistik
Entlang der Logistikkette existieren viele Ansätze, den CO2-Abdruck zu minimieren. Wer Nachhaltigkeit mit Digitalisierung kombiniert, erhöht sogar die Effizienz. 77 Prozent der Telekom Experten*innen sind überzeugt: IoT wird Unternehmen beim Erreichen ihrer CO2-Sparauflagen helfen und sie werden dabei auf IoT-Lösungen für ihre Lieferketten setzen. Transporteure und Paketdienste optimieren beispielsweise über Algorithmen ihre Routen und berechnen die genauen Ankunftszeiten. Sie reduzieren so die Anzahl der gefahrenen Kilometer und damit den Spritverbrauch. Eine einfache App img zeigt das Fahrverhalten auf. Denn viel beschleunigen und bremsen treibt den Verbrauch hoch. Ein weiteres Beispiel sind E-Labels, die die Fracht begleiten und die bisherigen Etiketten ersetzen. Das senkt den Papierverbrauch. Nicht zu vergessen die vielen Lager und Depots: Intelligente Sensoren im Internet der Dinge überwachen und steuern den Energieverbrauch in den Gebäuden. Zum Fenster hinaus heizen? Nicht mit uns!

Weniger Emissionen
Im Event „Nachhaltigkeit in der Transportlogistik“ von BVL.digital zusammen mit T-Systems ging es um „Digital Planen, Fahren und Umschlagen“. Die Teilnehmer*innen entwickelten eine grüne, digitale Agenda für mehr Nachhaltigkeit in der Transport-Logistik. Alle sind überzeugt: Das Potenzial ist hoch, die Branche muss es nur „nachhaltig“ heben. Zum Beispiel mit Daten für frühzeitige Kooperationen. Oder mit besseren Prozessen in der Transportkette oder auch „nur“ durch Routenoptimierung. Die Ergebnisse der grünen Agenda werden auf dem Deutschen Logistik-Kongress von Professor Müller-Steinfahrt präsentiert. Die Telekom Experten*innen prognostizieren übrigens, dass 70 Prozent aller Logistikunternehmen in Deutschland in 5 Jahren IoT-Lösungen für die Steuerung ihrer Fahrzeugflotten und die Überwachung ihrer Güter einsetzen werden.

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