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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020

Grünes Geld?

Das Klimarisiko ist auch ein Finanzrisiko: Dies schrieb Larry Fink – Chef von BlackRock, der größten Vermögensverwaltung der Welt – Anfang 2020 in einem Brief an wichtige Konzernchef*innen. Er kündigte an, BlackRock werde sich aus Investitionen zurückziehen, die mit hohen Umweltrisiken verbunden seien – wie der Kohleförderung. Auch andere Investor*innen wollen ihr Geld künftig lieber in Unternehmen investieren, die nachhaltig handeln.


11500

Nach Schätzungen der UN kostet es 11 500 Milliarden US-Dollar um alle UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu erreichen.

Was kostet Nachhaltigkeit?

Klar ist: Die Menschheit braucht Geld, wenn sie die globalen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen lösen will – und zwar viel Geld. Die Vereinten Nationen schätzen, dass es 11,5 Billionen US-Dollar kosten wird, um alle 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) weltweit zu erreichen. Zum Vergleich: Das ist fast doppelt so viel, wie alle EU-Mitgliedstaaten zusammen in einem Jahr ausgeben. Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass immer mehr Privatleute, aber vor allem auch Unternehmen oder ganze Länder ihr Geld nachhaltig anlegen. Ein Beispiel ist Norwegen: Der vermögende Staatsfonds, der die Altersvorsorge aller Norweger verwaltet, investiert nur noch in Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften. Diese Investitionen erhöhen den Anreiz für Unternehmen, ihr Geschäft nachhaltig auszurichten – und können so die Entwicklung von neuen, nachhaltigeren Lösungen und Technologien beschleunigen.

Nachhaltig investieren – so geht’s

Nehmen wir nun einmal an, ein Investor möchte sein Geld nachhaltig anlegen und dabei natürlich auch eine Rendite erwirtschaften. Er überlegt, einen Teil des Geldes in Telekom-Aktien zu investieren. Wo kann er sich informieren, ob eine Investition in die T-Aktie auch unter Nachhaltigkeitsaspekten eine gute Idee ist?

Bewertungen von Expert*innen

Wichtige Anhaltspunkte geben Nachhaltigkeitsindizes  img sowie spezielle Ratings  img und Rankings. Sie werden von Analyst*innen erstellt, die die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen bewerten. Die T-Aktie wurde auch 2020 wieder in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes gelistet und hat gute Platzierungen in Rankings und Ratings erreicht. Hier ein paar Beispiele:

1
ISS-oekom:

Die Ratingagentur oekom zeichnet uns nunmehr seit mehr als zehn Jahren für unsere ökologischen und sozialen Leistungen als weltweit bestes Telekommunikationsunternehmen aus.

2
Carbon Disclosure Project (CDP):

Im wichtigsten internationalen Klimaschutzranking des CDP wurden wir aus 8 000 geprüften Unternehmen 2020 erneut auf der Liste der Unternehmen geführt, die besonders transparent über ihre CO2-Emissionen berichten (Climate Engagement Index und Supplier Engagement A-Liste).

3
Dow Jones
Sustainability Index:

2020 war die T-Aktie im sechsten Jahr in Folge in den renommierten Nachhaltigkeitsindizes „DJSI Europe“ und „DJSI World“ von Dow Jones gelistet.

4
Global Compact
Index:

Der UN Global Compact hat 2013 zusammen mit der Ratingagentur Sustainalytics den „UN Global Compact Index 100“ gestartet. Die T-Aktie ist von Anfang an dort gelistet.

5
FTSE4Good:

FTSE4Good ist eine Gruppe von Aktienindizes, die die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen analysieren. In diesem renommierten Index sind wir seit vielen Jahren gelistet.

6
Vigeo Eiris:

Die aus Frankreich stammende Ratingagentur Vigeo Eiris hat uns 2019 in ihre Euronext-Indexreihe aufgenommen. Damit kennzeichnet sie besonders gute Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen.


DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

Neben dem CR-Bericht liefert auch der aktuelle Geschäftsbericht der Telekom ausführliche Informationen zu unseren Nachhaltigkeitsfortschritten und langfristigen Strategien. Hier gelangen Sie zur nichtfinanziellen Erklärung.

Eine nachhaltige Investition

Aber anhand welcher Kriterien bewerten die Analyst*innen eigentlich, wie nachhaltig ein Unternehmen ist? Um eine gute Platzierung zu erreichen, müssen Unternehmen einer Überprüfung nach ESG-Kriterien standhalten. ESG steht für „Environmental, Social und Governance“: also ökologische, soziale und ethische Aspekte. Dabei schauen die ESG-Analyst*innen insbesondere darauf, ob ein Unternehmen messbare Nachhaltigkeitsfortschritte erzielt – aber auch, wie langfristige Strategien aussehen. Ausführliche Informationen hierzu befinden sich in unserem CR-Bericht auf dieser Website und im Geschäftsbericht der Telekom. Wir veröffentlichen darin unter anderem sogenannte ESG-Kennzahlen: Beispielsweise geben wir an, wie hoch der Anteil von Produkten mit Nachhaltigkeitsvorteil an unserem Umsatz ist, wie sich unsere CO2-Emissionen entwickeln oder wie viele Menschen wir mit unseren Medienkompetenz-Projekten erreichen. Zu finden sind auch die Ziele, die wir uns setzen, und Maßnahmen, die wir zur Zielerreichung durchführen. Analyst*innen nutzen aber auch ausführliche Fragebögen zu speziellen Nachhaltigkeitsaspekten. Aus all diesen Informationen ergibt sich ein Bild für die Ratingagenturen, nach dem sie uns mit unseren Wettbewerbern vergleichen und bewerten.

Und wie investiert die Telekom für die Altersversorgung der Mitarbeiter*innen?

Auch wir investieren nachhaltig: Das Vermögen für die Altersvorsorge unserer Beschäftigten legen wir entsprechend unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen an. Dabei berücksichtigen wir ebenfalls ESG-Kriterien und orientieren uns darüber hinaus auch an den Kriterien des norwegischen Pensionsfonds. Denn wir wissen: Mit nachhaltigen Geldanlagen können wir nicht nur eine Rendite für unsere Beschäftigten, sondern auch für unseren Planeten erwirtschaften. Auf diese Weise leisten alle Mitarbeiter*innen mit ihrer Altersversorgung einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.