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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Klare Regeln

Stefan arbeitet bei der Telekom – und er liebt Fußball. Der Chef eines Zulieferunternehmens lädt ihn zum Spitzenspiel der Saison ein – teure VIP-Plätze im ausverkauften Stadion! Doch Stefan sagt ab – und verfolgt das Spiel wie immer von seinem Stammplatz in der Fankurve.


SDG 16 - Korruption bekämpfen

Korruption bekämpfen und Rechtsstaatlichkeit fördern – dies sind wichtige Inhalte des 16. Nachhaltigkeitsziels der Vereinten Nationen (SDGs).

Darf ich das?

Denn Stefan ist im Einkauf tätig – er entscheidet also darüber, welche Firma einen Auftrag von der Telekom erhält. Dabei hält er sich an strenge Vorgaben. Wenn ein Geschäftspartner ihm Fußballtickets anbietet, lässt er sich nicht beeinflussen und lehnt dankend ab. Denn wie im Sport gelten auch im Geschäftsleben klare Regeln. Dabei ist die Sache jedoch nicht immer so eindeutig: Was ist verboten – und was ist eine erlaubte, nette Geste unter Geschäftspartnern? Ist eine Einladung zum Abendessen okay? Wie teuer darf das Geburtstagsgeschenk für die wichtige Kundin sein? Viele Mitarbeiter*innen der Telekom stehen in ihrem Arbeitsalltag vor solchen Fragen. Ihnen steht das „Compliance-Team“ mit Rat und Tat zur Seite. „Compliance“ – das bedeutet, Regeln einzuhalten: geltende Gesetze, aber auch unternehmensinterne Vorgaben und Richtlinien. Dabei geht es nicht nur um Themen wie Bestechung und Korruption, sondern beispielsweise auch darum, Geschäftsgeheimnisse zu wahren und Interessenkonflikte zu vermeiden.

Manuela Mackert, Chief Compliance Officer (CCO) Deutsche Telekom AG

„Fragen kostet nichts! Wir helfen dabei, Zweifel auszuräumen, was im Berufsalltag erlaubt ist und was nicht. Bei Fragen oder Unsicherheiten steht das Team vom „Ask me!“-Portal unseren Beschäftigten unterstützend zur Verfügung. Wir müssen uns bewusst sein, dass es nicht nur um Haftungsrisiken für jeden Einzelnen, sondern auch um das Ansehen unseres Unternehmens geht.“ 

Vertrauen verdienen

Digitale Ethik ist für uns kein Mainstream oder Marketingaspekt. Wir haben als Unternehmen ein ureigenes Interesse daran, dass unsere Produkte und Services vertrauenswürdig sind. Denn nur, wenn Kund*innen Vertrauen in unsere Produkte haben, werden sie unsere Produkte und Services auch kaufen und weiterempfehlen.
Dieses Vertrauen wird uns nicht geschenkt – wir müssen es jeden Tag aufs Neue verdienen. Die Basis dafür ist, dass sich alle, ob Vorstand oder Mitarbeiter*in, an Gesetze sowie geltende Regeln halten.

Wie wir Compliance gewährleisten

Um Compliance sicherzustellen, verfolgen wir einen Ansatz, der aus drei Elementen besteht: vorbeugen, erkennen und reagieren.

1
Vorbeugen

Damit Fehlverhalten gar nicht erst entsteht, gibt es seit 2016 die Initiative „Transparente Unternehmenskultur“. Beispielsweise bieten wir damit allen Mitarbeiter*innen Compliance-Trainings und E-Learnings an und stärken so unsere Compliance-Kultur. Darüber hinaus steht unseren Beschäftigten das Beratungsangebot „Ask me!“ zu Verfügung, wo sie Tipps und Hilfe zu richtigem Verhalten in unsicheren Situationen erhalten.

2
Erkennen

Über unser Hinweisgeberportal „Tell me!“ kann jeder anonym Hinweise auf potenzielle Compliance-Verstöße abgeben. Die Angaben werden streng vertraulich von speziell geschulten Mitarbeiter*innen überprüft und bearbeitet.

3
Reagieren

Bei uns gibt es klare Regeln, was erlaubt ist und was nicht. Fehlverhalten wird nicht toleriert. Wir gehen jedem Hinweis konsequent nach. Bestätigt sich ein Verdacht, leiten wir angemessene Maßnahmen ein.

Unser Grundgesetz

Welches Verhalten erwarten wir von unseren Mitarbeiter*innen? Das haben wir in unserem Verhaltenskodex aufgeschrieben, dem „Code of Conduct“. Er ist so etwas wie das Grundgesetz der Telekom. Der Code of Conduct gilt weltweit für alle – ob Vorstand oder Mitarbeiter*in. Und weil unsere Verantwortung nicht an unseren Unternehmenstoren endet, erwarten wir auch von unseren Lieferanten und Partnern, dass sie die Anforderungen in unserem Code of Conduct beachten. Ergänzend dazu gibt es bei der Telekom noch weitere Richtlinien, die Regeln zu bestimmten Themen beinhalten: beispielsweise unsere „Konzernrichtlinie zur Annahme und Gewährung von Vorteilen“. Sie macht unter anderem deutlich, ob und bis zu welchem Gegenwert Geschenke angenommen werden dürfen. Aus Sicht der Deutschen Telekom müssen wir uns auch mit ethischen Fragestellungen befassen, die im Rahmen der Digitalisierung auftauchen. Zum Beispiel beim Thema Künstliche Intelligenz (KI): Die zentrale Herausforderung ist es, KI menschenzentriert und werteorientiert zu gestalten, damit sie die Lebenssituation der Menschen verbessert, ihre Grundrechte und Autonomie wahrt und ihre Handlungsoptionen erweitern kann. Hierzu haben wir als eines der ersten Unternehmen der Welt verbindliche Regeln erlassen: die KI-Leitlinien. Sie geben vor, wie wir als Deutsche Telekom verantwortungsvoll mit KI umgehen und unsere auf KI basierenden Produkte und Services entwickeln.


3000

Allein in Deutschland haben 2019 rund 3 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Speak-Up-Trainings teilgenommen. 2020 konnten Corona-bedingt keine „Speak Up!“-Trainings stattfinden.

Auf die Kultur
kommt es an

Es sagt sich so leicht: Das sind unsere Regeln – bitte beachtet sie und verhaltet euch stets korrekt. Aber wie gelingt es, das im Alltagsgeschäft immer durchzuhalten? Dazu reicht es nicht aus, Verhaltensregeln aufzuschreiben: Es ist eine Unternehmenskultur notwendig, in der ein offener und ehrlicher Meinungsaustausch im Sinne einer Widerspruchskultur gelebt wird – und in der Mitarbeiter*innen wissen, dass sie ernst genommen werden und Missstände und heikle Themen jederzeit offen ansprechen dürfen. Um dies zu fördern, bieten wir im Rahmen unserer Initiative „Transparente Unternehmenskultur“ unseren Beschäftigten Trainings unter dem Motto „Speak Up!“ an. Dabei lernen sie mithilfe von Kommunikationstechniken, Probleme offen anzusprechen. Auch unsere Führungskräfte unterstützen wir, zum Beispiel mit speziellen Ethik-Trainings: Dabei werden schwierige Geschäftsentscheidungen simuliert und diskutiert. Die Führungskräfte werden außerdem sensibilisiert, Hinweise von Mitarbeiter*innen auf Fehlverhalten wahrzunehmen, nachzufragen und ihnen konsequent nachzugehen.