Telekom Logo
Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Gut leben in
der Stadt

Stellen Sie sich vor, Sie öffnen morgens das Fenster Ihrer Stadtwohnung – und statt Verkehrslärm und Abgasen dringen Vogelgezwitscher und frische Luft hinein. Auf dem Weg zur Arbeit fließt der Verkehr reibungslos und per Smartphone melden Sie Ihr neues Elektroauto an – ganz ohne Papierkram und ohne lange Wartezeiten auf dem Amt.


SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden.

Mit unseren Maßnahmen zahlen wir auf das 11. Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ein.

Zurück zu Hause ist Ihre Wohnung auf angenehme Temperaturen vorgeheizt. Die Tomaten auf dem Balkon sind mit Wasser versorgt. Und abends beim Spaziergang leuchten die Straßenlaternen im Park genau dort, wo Sie gerade unterwegs sind.

So in etwa kann es aussehen, das Leben in einer intelligenten Stadt (Smart City). Digitale Lösungen verbessern die Lebensqualität und sorgen dafür, dass das städtische Leben nachhaltiger wird: indem sie den Energieverbrauch, Licht- und Lärmemissionen verringern und CO2-Emissionen reduzieren. Und das ist dringend nötig: Denn Städte sind für mehr als 70 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Deshalb ist es gut, dass Smart Cities keine ferne Zukunftsvision sind. Im Folgenden stellen wir Ihnen spannende Lösungen vor, die es heute schon gibt.

Strahlend schlau

Nachts strahlen unsere Städte Tausende Meter weit in den Nachthimmel – von oben betrachtet faszinierende Fotomotive. Was man bei diesem Anblick leicht vergisst: Die Beleuchtung verbraucht Unmengen an Energie. Außerdem bringen künstlich erhellte Nächte das natürliche Verhalten nachtaktiver Insekten durcheinander – für viele von ihnen bedeutet das den Tod. Und auch auf uns Menschen kann es negative Auswirkungen haben und beispielsweise Schlafstörungen verursachen. Intelligente Lichtmasten, die mit Sensoren der Telekom ausgestattet sind, können die negativen Auswirkungen reduzieren. Sie schalten sich nur ein, wenn sich Fußgänger*innen oder Autos nähern, und leuchten nur so hell wie nötig. Sie können auch als Basis für Ladestationen, Luftgütesensoren, Kameras oder WLAN-Hotspots dienen.

Die Stadt von morgen können wir nur gemeinsam gestalten

Um die Stadt der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen, müssen viele Akteur*innen zusammenarbeiten. Denn nachhaltige Stadtentwicklung erstreckt sich über technische Fragen hinaus auch auf wirtschaftliche, politische, organisatorische und kulturelle Themen. Aus diesem Grund sind wir der Fraunhofer „Morgenstadt“-Initiative beigetreten – einem Netzwerk aus Wissenschaft, Forschung, Politik und Wirtschaft. Als Mitglied des Lenkungsausschusses gestalten wir das Netzwerk aktiv mit – für mehr Nachhaltigkeit und eine verbesserte Lebensqualität in Städten. Unser gemeinsames Ziel ist es, neue Konzepte und Strategien für Smart Cities zu entwickeln. Dabei wollen wir Lösungen schaffen, die finanzierbar sind und nicht nur Großstädten, sondern auch ländlichen Regionen neue Chancen eröffnen.

Datenflut bewältigen

Ohne Daten läuft nichts: Sie sind die Basis für alle Smart-City-Lösungen. Doch der Umgang mit ihnen stellt Städte und Regionen vor Herausforderungen. Ob Fragen zu Technologien und Infrastruktur, zur Steuerung des Datenaustauschs oder zu Transparenz und Datensicherheit: Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir im „Datenkompetenzzentrum für Städte und Regionen“ (DKSR) Kommunen in all diesen Bereichen. Das DKSR ist eine gemeinsame Initiative von der Fraunhofer-Gesellschaft, Urban Software Institute, axxessio und uns. Kern des Projekts ist eine neutrale, sichere Open-Source-Datenplattform inklusive Betrieb und Hosting – bezahlbar auch für kleine und mittlere Städte.

Co-Creation Toolbox

Es gibt kein Patentrezept für die Smart City, denn jede Stadt, jede Region hat eine andere Ausgangsposition. Umso wichtiger ist es, verschiedene Perspektiven zu integrieren, Bedürfnisse möglichst genau zu verstehen und die Kreativität von vielen zu nutzen. Dabei hilft die „Co-Creation Toolbox“ der Telekom: Sie unterstützt Kommunen, Bürger*innen und die Wirtschaft dabei, von Anfang an ihre Smart City gemeinsam zu gestalten.

Mehr Informationen zur Toolbox finden Sie hier.

Die Zukunft ist schon da

Wir beteiligen uns in über 20 europäischen Städten an Smart-City-Projekten. Wie vielfältig die Lösungen für die digitale Stadt sein können, zeigen wir an einigen Beispielen:

1
Darmstadt

Neue Technologien stehen in der „Digitalstadt Darmstadt“ im Mittelpunkt: 2020 haben wir zwei Projekte mit dem Co-Creation-Ansatz gestartet: So sammeln wir wichtige Erfahrungen mit dem neuen 5G-Testfeld – unter anderem erproben wir eine teilautomatisierte Straßenbahn. Zudem testen wir den Einsatz Künstlicher Intelligenz, beispielsweise im Gesundheitswesen.

2
Wunsiedel

Wie können digitale Anwendungen in ländlichen Regionen gelingen? Unsere Smart-City-Expert*innen unterstützen im Modellprojekt „Smart Fichtelgebirge“ bei dieser Frage. Auch Bürger*innen sind aufgerufen, ihre Ideen und Wünsche für eine nachhaltige und smarte Region einzubringen. „Smart Fichtelgebirge“ ist Teil des Bundesprojekts „Smart Cities made in Germany“.

3
Bonn

Gemeinsam mit der Stadt Bonn haben wir bereits vieles vernetzt: Straßenlaternen, Müllcontainer oder Sensoren, mit denen die Luftqualität gemessen wird. Darüber hinaus haben wir den ersten CityTree im Rheinland installiert – der CityTree filtert mithilfe von Moos den Feinstaub aus der Luft. Mit der Stadt Bonn arbeiten wir zudem intensiv an detaillierten Smart-City-Strategien.

4
Bukarest (Rumänien)

Bukarest setzt Smart-City-Lösungen speziell für das Besuchermanagement des Tineretului-Parks ein – mithilfe von Telekom Romania. So kann die Stadt den Besucher*innen im Park bessere Services bieten – unter anderem Smart Parking, kostenfreie Internet-Hotspots, mehr Sicherheit und intelligente Beleuchtung.

5
Gijón (Spanien)

In der nordspanischen Küstenstadt Gijón profitieren die Bürger*innen von vernetzten Lichtlösungen. Auf Basis unserer IoT-Technologie spart die Stadt dadurch jährlich bis zu 100 000 Euro Energiekosten.

Digitalisierung – jetzt wird es amtlich

Per Telefon einen Termin beim Einwohnermeldeamt vereinbaren? Den Führerscheinantrag ausdrucken und in Papierform ausfüllen? Das soll ab 2022 der analogen Vergangenheit angehören – denn dann sollen nach dem Onlinezugangsgesetz möglichst viele Verwaltungsleistungen online verfügbar sein. Gemeinsam mit dem Deutsche Städte- und Gemeindebund arbeiten wir an Lösungen, um die deutsche Verwaltung ins digitale Hier und Jetzt zu bringen – und mehr Komfort in den Alltag der Bürger*innen.

Zu diesen Lösungen zählt auch die Smart-City-App „Citykey“: Sie bündelt öffentliche Services und Angebote in einer App. Mit ihr lassen sich viele Behördengänge digital erledigen. Die Nutzer*innen können die App entsprechend ihrer Interessen konfigurieren, um Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen oder Freizeitangebote zu erhalten. Auch Bücherei- oder Bike-Sharing-Dienste lassen sich einbinden. „Citykey“ wird nicht für jede Stadt neu entwickelt, sondern basiert auf einer Standardlösung. Die App wird seit September 2020 getestet und soll 2021 erhältlich sein.


55

55 Prozent der Weltbevölkerung leben heute in Städten – 80 Prozent in Städten, die die Luftqualitätsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation nicht einhalten.

Da bleibt einem die Luft weg

Heute leben 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten – 80 Prozent davon in Städten, die die Luftqualitätsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation nicht einhalten. Das wirkt sich auf unsere Gesundheit aus: Giftige Partikel können nicht nur Lungenerkrankungen zur Folge haben, sondern auch für Herzkrankheiten oder Hirnschlag verantwortlich sein. Der Ausbau der Elektromobilität ist ein wichtiger Ansatz, um die Luftqualität zu verbessern. Mit dem Netz an Schnellladestationen für Elektroautos unseres Unternehmens Comfort Charge wollen wir die Elektromobilität auch in Deutschland weiter ins Rollen bringen. Zudem setzen wir auch in unserer eigenen Unternehmensflotte zunehmend auf alternative Antriebssysteme. Das ist nur eine unserer Maßnahmen, durch die wir seit 2008 die CO2-Emissionen unserer Flotte um mehr als 40 Prozent reduzieren konnten. Weitere Informationen zu unserem Beitrag zur nachhaltigen Mobilität finden Sie hier.
Unser CityTree ist eine weitere Lösung, die zur Luftverbesserung beitragen kann. Der vier Meter hohe „Baum“ nutzt die Fähigkeit von Moosen Feinstaub zu filtern.  Mit rund 1 700 Mooskulturen reduziert er die Feinstaubluftverschmutzung in der Umgebung um bis zu 80 Prozent. Aber er kann mehr: er sorgt für einen angenehmen Kühlungseffekt, beinhaltet einen WLAN Hotspot, misst die Luftqualität und lädt zum Verweilen ein. So verbindet der CityTree die Vorteile von Pflanzen mit denen des Internet of Things (IoT). In Darmstadt haben wir diesen Alleskönner aufgestellt.

Tief durchatmen

In Kooperation mit Green City Solutions haben wir den CityTree entwickelt. Der vier Meter hohe „Baum“ nutzt die Fähigkeit von Moos, Feinstaub zu filtern. Mit rund 1 700 Mooskulturen reduziert er die Feinstaub-Luftverschmutzung in der Umgebung um bis zu 80 Prozent. Aber er kann mehr: Er sorgt für einen angenehmen Kühlungseffekt, beinhaltet einen WLAN-Hotspot, misst die Luftqualität und lädt zum Verweilen ein. So verbindet der CityTree die Vorteile von Pflanzen mit denen des Internet of Things (IoT). In Darmstadt sowie vor der Telekom-Zentrale in Bonn haben wir diesen grünen Alleskönner bereits aufgestellt.

Um weitere Maßnahmen entwickeln zu können, die die Luftqualität in Städten verbessern, braucht es eine solide Datenbasis: Und genau die liefert Deutschlands erstes digitales Messnetz für Luftschadstoffe, das wir gemeinsam mit der „Digitalstadt Darmstadt“ betreiben. An insgesamt zwölf Messpunkten sammeln Sensoren kontinuierlich wertvolle Informationen zur Luftqualität wie die Feinstaub- und Stickoxid-Konzentration – und das weitgehend flächendeckend und in Echtzeit. Die Stationen sind Teil der Multifunktionsgehäuse der Telekom, der sogenannten „grauen Kästen“ am Straßenrand. Aufwendige und kostspielige Bauarbeiten an der Infrastruktur sind für das Messsystem, das wir gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für angewandte Sensorik in Coburg entwickelt haben, daher nicht nötig.

Smart, aber sicher

Auch die digital vernetzte Stadt bietet Angriffsfläche für Cyberattacken. Datensicherheit spielt folglich auch in Smart Cities eine entscheidende Rolle. Mit unserem integrierten Cyber Defense and Security Operations Center – dem größten und modernsten in Europa – setzen wir Maßstäbe bei der öffentlichen Sicherheit für smarte Städte und Regionen. Wir führen Maßnahmen zur Vorbeugung, Erkennung und Bekämpfung von Sicherheitsvorfällen zusammen – so schützen wir digitale Infrastrukturen, Daten und Privatsphären in der intelligenten Stadt.