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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.


Ich
mache
aus
Plastik
Heizöl

IT-Unternehmer Günther Bonin über seine maritime Müllabfuhr

Neue Wege gegen Plastik im Meer

Forscher*innen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 mehr Plastikteile als Fische in unseren Ozeanen schwimmen werden. Dieses Plastik zersetzt sich im Laufe der Zeit in winzige Mikroteile, die über die Nahrung in unseren Körpern landen. Der Münchner IT-Unternehmer und passionierte Segler Günther Bonin gab sein altes Leben auf und gründete die Organisation „One Earth – One Ocean“. Sein Ziel: eine „maritime Müllabfuhr“, die Plastik aus dem Meer fischt. Seine Vision: mittelfristig das Plastik in Treibstoff für Schiffe umwandeln.


Plastik ist nur eine Facette eines noch größeren Problems

Birgit Klesper im Interview über Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft

Frau Klesper, Plastik vergiftet die Ozeane – brauchen wir ein Umdenken?

Ja, definitiv. Wir müssen unseren Plastikkonsum kritisch hinterfragen. An vielen Stellen können wir auf Plastik verzichten und durch umweltfreundlichere Materialien ersetzen, bei der Verpackung zum Beispiel. Es gibt aber auch Einsatzszenarien, da lassen sich Kunststoffe zumindest noch nicht ersetzen, wie in der Medizin. Können wir auf den Einsatz von Plastik nicht verzichten, dann dürfen Abfälle auf keinen Fall in die Natur gelangen, sondern müssen fachgerecht entsorgt und recycelt werden. Plastik ist aber nur eine Facette eines noch größeren Problems. Wir müssen nicht nur im Zusammenhang mit Plastik, sondern auch in vielen anderen Bereichen das Bewusstsein für Ressourcenschonung schärfen.

Können Sie das näher erläutern?

Wir leben über unsere Verhältnisse! Alle natürlichen Ressourcen, die ab August verbraucht werden, kann unsere Erde in diesem Jahr nicht mehr natürlich regenerieren. Dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Wir alle kennen Probleme wie Überfischung der Meere, Abholzung der Wälder, immer größere Abfallberge oder die Zunahme von CO2 in der Atmosphäre und damit einhergehende Naturkatastrophen. Wir müssen uns also dringend etwas einfallen lassen, wenn wir auf Dauer einen guten Lebensstil führen wollen, wir müssen weg von der Wegwerfgesellschaft, hin zu einer Kreislaufwirtschaft.

Was bedeutet denn Kreislaufwirtschaft?

In der Kreislaufwirtschaft sollen die eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware oder eines Produkts hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgelangen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Wiederverwertung, Recycling, Reparieren, eine längere Nutzungsdauer oder auch das Teilen von Produkten. Wozu braucht jeder eine eigene Bohrmaschine, wenn sie die meiste Zeit ungenutzt im Keller liegt? Aber am Anfang muss natürlich eine ressourcenschonende Produktion stehen.

Sie fordern einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen – was kann dabei helfen?

Digitalisierung ist ein großer Hebel, um Ressourcen zu schonen. Wenn wir Urlaubsfotos nicht mehr auf der eigenen Festplatte speichern, sondern zum Beispiel in der MagentaCLOUD, dann braucht man keine Festplatte mehr. Und das heißt, wo keine Festplatte ist, werden keine Rohstoffe verbraucht, der Stromverbrauch reduziert sich und es entsteht natürlich auch kein Müll. Dematerialisierung ist hier das Schlagwort.

Aber auch in der Cloud müssen die Daten doch irgendwo gespeichert werden.

Das ist richtig, nur können wir dies viel effektiver als unsere Kund*innen. In unseren hochsicheren und energieeffizienten Rechenzentren wird aufgrund der besseren Auslastung weniger Hardware und damit auch weniger Energie benötigt. Zudem haben wir uns auf den Weg gemacht, unsere Emissionen auf null zu senken, also gar keinen CO2-Fußabdruck mehr zu hinterlassen. Dazu gehören auch Emissionen, die bei der Herstellung und Nutzung unserer Produkte anfallen. Schon heute surfen unsere Kund*innen im grünen Telekom-Netz.

Und was tut die Telekom darüber hinaus zum Ressourcenschutz?

Der Vorstand der Telekom hat das ganzheitliche Umweltprogramm „we care for our Planet“ verabschiedet – denn viele kleine und große Schritte sind notwendig. Das Programm umfasst Maßnahmen vom grünen Shop über eine nachhaltige Mobilität bis zu ressourcenschonenden Produkten. Letztere machen wir mit unseren Kennzeichnungen #GoodMagenta oder #GreenMagenta transparent, damit unsere Kund*innen erkennen können, welche unserer Produkte einen nachhaltigen Mehrwert leisten. Zudem beziehen wir unsere Mitarbeiter*innen ein und unterstützen Grassroot-Ansätze konzernweit. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 260 Beschäftigte, die als „Green Pioneers“ als unsere Nachhaltigkeitsbotschafter*innen aktiv sind.

Wir haben Umweltschutz zum Programm gemacht

Ob in unserem Unternehmen oder bei unseren Lieferanten und Kund*innen, wir wollen den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen in allen Stufen unserer Wertschöpfungskette steigern. Dazu reduzieren wir den Verbrauch von Ressourcen in unserem Unternehmen, verringern Abfälle, sorgen für eine fachgerechte Entsorgung und Recycling. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um unsere Produkte umweltfreundlicher zu machen. Wir reduzieren Verpackungen. Unterstützen mit nachhaltigen Produkten und Lösungen unsere Kund*innen, ihren eigenen Umwelt-Fußabdruck zu verkleinern. Nachhaltigkeitsvorteile machen wir mit #GoodMagenta oder #GreenMagenta transparent. Wir nehmen gebrauchte Geräte zurück und sorgen für Wiederverwertung oder fachgerechtes Recycling. Unsere Netze ermöglichen Sharing-Plattformen. Darüber hinaus fördern wir die Ressourcenschonung insbesondere durch die Virtualisierung von Produkten.

SDG 12: Ressourcen schonen

Mit unserem umfassenden Umweltprogramm zahlen wir auf das 12. Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen ein.

Unser Umweltprogramm „We care for our planet“

Ob bei unseren Produkten und Netzen, in unseren Gebäuden und Shops oder beim Thema Mobilität: Mit unserem Umweltprogramm „we care for our Planet“ bauen wir unser Engagement für Klima- und Umweltschutz weiter aus und setzen gezielte Maßnahmen zur Ressourcenschonung um. Beispielsweise wurden Energiesparmaßnahmen und Optimierungen in unseren Gebäuden

angestoßen, durch die wir 2020 rund 137 GWh Strom einsparen konnten – dies entspricht dem Jahresverbrauch von über 34 000 Einfamilienhaushalten. Seit Ende 2020 erhalten alle neuen Telekom-eigenen Produkte eine nachhaltige Verpackung. Über 25 Prozent der Verpackungen von neuen Produkten, die wir von unseren Lieferanten beziehen, entsprechen diesen Kriterien bereits. Ein weiteres Beispiel ist der Betrieb von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge unserer Telekom-Tochter Comfort Charge. Damit konnten wir 263 Tonnen CO2 einsparen. Diese Einsparung entspricht den CO2-Emissionen einer mit dem Pkw zurückgelegten Strecke von 815 000 Kilometern. Innerhalb des Konzerns nutzen wir effizientere Fahrzeuge und setzen zunehmend auf alternative Antriebssysteme wie Elektro oder Erdgas. So konnten wir die CO2-Emissionen unserer Flotte seit 2008 bereits um mehr als 40 Prozent reduzieren. Mehr zum Thema nachhaltige Mobilität lesen Sie hier.

Energiesparmaßnahmen in unseren Gebäuden

Durch neue Energiesparmaßnahmen und Optimierungen in unseren Gebäuden angestoßen, konnten wir 2020 rund 137 GWh Strom einsparen - dies entspricht dem Jahresverbruach von über 34 000 Einfamilienhaushalten.

Weniger ist mehr

Ein Beispiel für Ressourcenschonung bei unseren Produkten ist der neue Router Speedport Smart 4 Plus. Sein Gehäuse besteht zu rund 90 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Um ihn beim Transport zu schützen, nutzen wir „PaperFoam“ – ein Material, das aus industrieller Stärke, Cellulosefasern und Wasser hergestellt wird und im Papiercontainer oder auf dem Kompost entsorgt werden kann.

Eine Wolke, die Ressourcen schont

Mit Cloud Computing können unsere Kund*innen auf eigene Server und Speichermedien verzichten. Dies ist ressourcen- und energieeffizienter als der Betrieb einer eigenen Infrastruktur außerhalb der „Wolke“: Denn in unseren Rechenzentren werden aufgrund der besseren Auslastung weniger Hardware und bis zu 80 Prozent weniger Energie benötigt.

70

Bis zu 70 Tonnen Papier sparen wir durch passgenaue Produktkartons.

Technik im Maßanzug

Mit unseren Verpackungsmaschinen in Steinfurt setzen wir auf maßgeschneiderte Verpackung. Statt fest definierter Standardkartongrößen werden die Kartons aus Endlospappe in rund zehn Sekunden maßgeschneidert produziert. Neueste Technik berechnet blitzschnell die optimale Größe und spart so tonnenweise Papier. Doch so passend ein Karton auch sein mag, die Zwischenräume in ihm müssen gefüllt werden, damit der Inhalt geschützt ist. Die beim Schnitt anfallende Restpappe wird deshalb geschreddert und als Füllmaterial verwendet. Das spart nicht nur Platz in den Papiertonnen, sondern vor allem jede Menge wertvolle Papierressourcen: rund 50 bis 70 Tonnen pro Jahr. Jede nicht verwendete Tonne Papier spart zudem bis zu 50 000 Liter Wasser, 10 000 kWh Energie und einer Tonne CO2 ein.

„Grüner Shop“

Seit 2018 werden in allen neuen oder renovierten größeren Telekom Shops in Deutschland ökologische Bodenbeläge und Pflanzenwände genutzt. Recycelbare LED-Leuchten gibt es bereits in rund 70 Prozent unserer Shops. Auch in vielen Filialen der Landesgesellschaften wird das Konzept „Grüner Shop“ umgesetzt: In rund 100 Filialen verwenden wir ökologische Bodenbeläge; Pflanzenwände gibt es bereits an 34 internationalen Standorten. Außerdem verzichten wir auf Einwegplastik und reduzieren unseren Papierverbrauch. Flächendeckend werden in allen Landesgesellschaften digitale Rechnungen und Online-Bezahlmethoden angeboten.

Wir entwickeln unser Ladenkonzept kontinuerlich weiter, indem wir es erneuern, innovieren und neue Ladenerlebnisse für unsere Kunden schaffen. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Teil unserer Reise. Wir verwenden bereits ökologische Bodenbeläge, recycelbare LED-Leuchten und grüne Wände in mehreren Filialen in ganz Europa.

Papierloses Büro

Bis 2025 wollen wir vollständig auf Papier in unseren Büros verzichten. Ein ambitioniertes Ziel angesichts der enormen Menge von aktuell rund 4 000 Tonnen Papierverbrauch allein an unseren deutschen Standorten. Einer der größten Hebel auf diesem Weg sind Online-Rechnungen. 2020 haben wir schon rund 28 Millionen Sendungen weniger verschickt als 2019. In unseren Shops haben wir Papiertüten durch Tüten aus recycelten PET-Flaschen ersetzt. Auch unsere internen Personalprozesse werden schrittweise digitalisiert, Gehaltsabrechnungen, Krankmeldungen und Co. können digital abgerufen und eingereicht werden. Dies hat im Jahr 2020 rund 25 Tonnen Papier eingespart. Und wo immer möglich ersetzen wir Arbeitsmittel wie Notizbücher zunehmend durch digitale Alternativen. Bis wir unser Ziel erreicht haben, beziehen wir unser Papier aus nachhaltigen Quellen und nutzen zertifiziertes Papier. Auch die Landesgesellschaften können bereits einige Erfolge vorweisen: Bei der DTSE Europe wurden in der Slowakei im Jahr 2020 3,35 Millionen weniger Seiten gedruckt, Kroatien und Rumänien haben ihren Papierverbrauch durch digitales Signieren von Verträgen reduziert und OTE Gruppe in Griechenland ermöglicht mit der „MyNet.Go“-App Mitarbeiter*innen unter anderem, papierlose Urlaubsanträge zu stellen.


260

Über 260 freiwillige „Green Pioneers“ engagieren sich für noch mehr Ressourcenschutz und treiben den Wandel zu einem noch nachhaltigeren Unternehmen von innen.

Green Pioneers – unsere Botschafter*innen für Nachhaltigkeit

Im Januar 2019 haben wir die Bewegung der „Green Pioneers“ gestartet. Rund 260 Mitarbeiter*innen aus 45 Standorten haben sich seither der Bewegung in Deutschland angeschlossen. Sie fördern innerhalb der Belegschaft das Bewusstsein für Ressourceneffizienz am Arbeitsplatz und geben zudem Impulse ins Kerngeschäft. Eigeninitiativ entwickeln sie grüne Ideen für mehr Nachhaltigkeit bei der Telekom – auf freiwilliger Basis und zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben. Unter anderem führten einige Green Pioneers im Jahr 2020 Schulungen zu Umweltthemen für Kolleg*innen durch, an denen mehr als 700 Beschäftigte teilnahmen. Andere Green Pioneers organisierten im Berichtsjahr Aktionen zu nachhaltiger Mobilität wie „Mit dem Fahrrad zur Arbeit“ und „Radelnde Mittagspause“. Allein mit diesen beiden Rad-Aktionen konnten bis Ende September 2020 über 50 000 Kilogramm CO2 eingespart werden. Auch in den Landesgesellschaften, wie bei der T-Mobile Polska in Polen und der OTE/Cosmote in Griechenland, gibt es ähnliche Grassroot-Ansätze unserer Mitarbeiter*innen. In den Landesgesellschaften wurden ebenfalls Maßnahmen zur Ressourcenschonung umgesetzt, zum Beispiel Kampagnen zur Handy-Rücknahme und Vermeidung von Plastikabfällen.

Einsatz für ein langes Geräteleben

Millionen ungenutzter Alt-Handys liegen in Schubladen, ein nicht unerheblicher Rohstoffschatz. Denn bis zu 80 Prozent der Stoffe eines Handys wie Gold oder Silber können recycelt werden. Wir engagieren uns freiwillig über die gesetzlichen Anforderungen hinaus für eine Wiederverwendung oder das fachgerechte Recycling gebrauchter Handys sowie weiterer gebrauchter Endgeräte. Als eines der ersten Unternehmen in Griechenland bereitet die OTE-Gruppe Modems und TV-Decoder wieder auf. Zurückgegebene Geräte werden überprüft, repariert und wieder in Umlauf gebracht. Ist eine Reparatur nicht möglich, gehen die Altgeräte an lizenzierte Entsorgungsunternehmen. Im Jahr 2020 hat die Gruppe mehr als 340 466 Endgeräte gesammelt, über 284 500 davon konnten wiederaufbereitet werden.

In den USA kann jeder Mobilfunk-Kunde seine elektronischen Geräte bei T-Mobile US abgeben: egal ob Mobiltelefon, Akku, Zubehör, Tablet oder Laptop, und unabhängig von Marke und Modell. Auch hier werden die Geräte zur weiteren Nutzung aufgearbeitet oder – wenn das nicht geht – recycelt. Seit 2008 konnten mehr als 35 Millionen Geräte weiterverkauft werden. Allein 2020 sammelte T-Mobile US fast 7 Millionen gebrauchte Mobiltelefone.

35

35 Millionen elektronische Geräte konnte T-Mobile US seit 2008 weiterverkaufen.

Mit vielen Produkten, Dienstleistungen und Aktivitäten unterstützen wir unsere Kund*innen dabei, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Zudem haben wir uns auf den Weg gemacht, alle CO2-Emissionen, die in unserer Wertschöpfungskette anfallen, auf null zu senken.