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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020

Ganz nah

„Guck mal, was wir können!“: Max und Jonas präsentieren ihrer Oma stolz die neuesten Kunststücke. Die drei sehen sich fast täglich – obwohl sie 400 Kilometer voneinander entfernt wohnen. Per Videoanruf kein Problem! Denn im weltweiten Netz überwinden wir täglich Entfernungen, die uns vor einigen Jahren noch getrennt haben. Doch wie nachhaltig ist es eigentlich, im Netz unterwegs zu sein?


SDG 12 - NACHHALTIGER KONSUM

Mit unseren nachhaltigen Dienstleistungen und Produkten leisten wir unseren Beitrag zum 12. Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Auf dem Weg zum grünen Netz

Jeder Klick ins Netz verbraucht Energie. Das gilt für unsere Smartphones und Computer ebenso wie für die Infrastruktur im Hintergrund: Netze, Funkmasten und Rechenzentren. Insgesamt wird dadurch einiges an Strom verbraucht. Deshalb machen wir das Telekom-Netz zum „grünen Netz“– mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Sind die Daten unserer Kund*innen in Deutschland im Telekom-Netz unterwegs, belasten sie schon heute unser Klima nicht mehr.

Das Internet kann uns aber auch helfen, Energie einzusparen. Zum Beispiel mit Cloud Computing: Wer seine Daten nicht auf eigenen Servern speichert, sondern sie in unsere effizienten Rechenzentren „auslagert“, spart bis zu 80 Prozent Energie. In Deutschland konnten unsere Kund*innen dank Lösungen wie diesen im Jahr 2020 sogar sieben Mal mehr CO2 einsparen, als wir bei der Telekom selbst verursacht haben.
zitat

„Nachhaltigkeit bedeutet für uns natürlich nicht nur Klimaschutz. Deshalb bieten wir eine breite Palette an Produkten, die auch in anderen Nachhaltigkeitsbereichen punkten: indem sie beispielsweise Ressourcen schonen oder die medizinische Versorgung verbessern.“ Birgit Klesper, Senior Vice President, Group Corporate Responsibility & Sustainability

Immer nachhaltiger

Unser Angebot an Produkten und Dienstleistungen, die einen Nachhaltigkeitsbezug aufweisen, wird immer größer. 2020 haben wir 44 Prozent unseres Umsatzes mit solchen Produkten erzielt.
Einige Beispiele:

1
Weniger Ressourcen

Wir arbeiten daran, möglichst ressourcenschonende Produkte auf den Markt zu bringen. Zum Beispiel sparen wir durch die Verkleinerung des Kartenträgers von SIM-Karten 50 Prozent Material – das waren 2019 mehr als 20 Tonnen Plastik.

2
Weniger Energie

Die Heizung schaltet sich automatisch aus, wenn ein Fenster geöffnet wird? Das Licht ist nur an, wenn jemand im Raum ist? Unsere Smart-Home-Lösungen tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu Hause zu senken.

3
Weniger CO2

Low Carbon Mobility Management (LCMM) ist ein Service inklusive einer App, der das Fahrverhalten von Pkw- und Lkw-Fahrer*innen misst. Eine individuelle Auswertung ermöglicht es, Verbesserungspotenziale beim Fahrverhalten zu identifizieren. Auf diese Weise können zwischen 8 und 15 Prozent Kraftstoffeinsparungen ermöglicht werden.

4
Mehr recyceln

T-Mobile in den USA hat seit 2013 mehr als 26 Millionen gebrauchte Geräte zurückgenommen. 85 Prozent davon wurden wiederverwendet oder weiterverkauft, der Rest recycelt. Das spart wertvolle Ressourcen.

5
Mehr E-Mobilität

Als führender Anbieter für E-Mobilität bietet die kroatische Landesgesellschaft Hrvatski Telekom seit Juli 2020 mit der App espoTs die Möglichkeit, auch ohne Abonnement oder festen Vertrag sein E-Auto aufzuladen. Insgesamt hat sie in Kroatien bereits 180 Ladepunkte in 80 Städten aufgebaut.

6
Mehr Gesundheit

Unsere Telemedizin-Plattform ermöglicht eine bessere medizinische Versorgung. Patient*innen, Ärzt*innen, Kliniken, Pflegekräfte, Apotheken und Krankenkassen können zum Beispiel Befunde oder Laborergebnisse verschlüsselt austauschen.


DER SCHATZ IM SCHROTT

In jedem Haushalt liegt ein Schatz verborgen. Auch bei Ihnen zu Hause sind Gold, Silber und Kupfer versteckt. Gehen Sie auf Schatzsuche und sagen dem Elektroschrott dem Kampf an! Mehr erfahren

Zurück in den Kreislauf

Einmal im Jahr ein neues Smartphone: Für viele von uns ist das ganz normal. Das alte Gerät landet meist in der Schublade und manchmal sogar im Müll. Nachhaltig ist das nicht. Denn jedes Smartphone enthält rund 30 Metalle, darunter wertvolle wie Gold, Kupfer, Coltan und Kobalt. Manche Metalle werden aus Erzen gewonnen, deren Abbau oft unter menschenunwürdigen, bürgerkriegsartigen Bedingungen erfolgt und zudem große Umweltbelastungen verursacht. Außerdem fallen rund 75 Prozent der CO2-Emissionen eines Smartphones bei der Herstellung an. Mit unserem nachhaltigen Smartphone-Kreislauf wollen wir die Nutzungsdauer von Smartphones verlängern. Der geht so:

Sie verkaufen Ihr gebrauchtes Smartphone an die Telekom – wir bereiten das Handy auf, legen es in eine 100 Prozent biologisch abbaubare Verpackung – und bieten es in unseren Shops zu einem fairen Preis mit zwölf Monaten Garantie an. Mit jedem erneuerten Handy werden pro Gerät 70 Prozent Ressourcen eingespart. Mit jedem weiteren Nutzungsjahr reduziert sich die CO2-Bilanz um 31 Prozent.

Natürlich nehmen wir auch alle anderen gebrauchten Handys und Smartphones zurück – ob in unseren Shops, per kostenloser Einsendung per Post oder über das Handysammelcenter. Das Rücknahmesystem über das Handysammelcenter ist mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifiziert.

Auf einen Blick erkennbar

Wie können unsere Kund*innen erkennen, welche Telekom-Produkte besonders nachhaltig sind? Um ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir 2019 das Label „We Care“ für Produkte, Services und Initiativen der Telekom eingeführt. Dieses Label wurde 2020 in zwei neue Kennzeichnungen überführt: #GoodMagenta und #GreenMagenta:

1
Digitale Teilhabe (#GoodMagenta)

Die Kategorie hebt positive Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in der digitalen Welt hervor. Zum Start wurde unsere Initiative „Medien, aber sicher!“ mit dem Symbol für „Digitale Teilhabe“ gekennzeichnet.

2
Umwelt (#GreenMagenta)

Die Kategorie kennzeichnet Lösungen, die zum Klimaschutz oder verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen beitragen. 2019 wurde unser nachhaltigerer Smartphone-Kreislauf mit dem Symbol für „Umwelt“ gekennzeichnet, 2020 folgten zum Beispiel unsere neue Mehrwegtragetasche und unser grünes Netz.

In Zukunft sollen nach genauer Prüfung weitere Produkte und Initiativen folgen. Sie werden jedoch nur dann mit #GreenMagenta gekennzeichnet, wenn die Vorteile gegenüber den Nachteilen überwiegen. So kann ein Produkt, das mehr Energie als vergleichbare Alternativen verbraucht, nicht gekennzeichnet werden, nur weil es besonders umweltfreundlich verpackt ist.

Mehr zu unseren Angeboten mit #GreenMagenta/#GoodMagenta-Kennzeichnung


Durch ihren ressourcenschonenden Beitrag ist unsere Mehrwegtragetasche mit #GreenMagenta gekennzeichnet.

Neues Leben für Plastikflaschen

Unsere neue Mehrwegtragetasche mit „We Care“-Kennzeichnung sagt der Umweltverschmutzung den Kampf an: Mehrweg statt Einweg und Recycling statt Müllverbrennung. Die Mehrwegtaschen bestehen aus nahezu 100 Prozent recycelten PET-Flaschen. Mit jeder Tasche schenken unsere Kund*innen bis zu fünf Plastikflaschen ein zweites Leben. Die Mehrwegtasche ersetzt die bisher verwendeten Papiertüten: So konnten wir im Jahr 2020 rund 35 Tonnen Papier einsparen.

INTERNET IM KORNFELD

Die UN will bis 2030 den Hunger auf der Welt beenden. Eine gigantische Herausforderung. Warum die Telekom jetzt das Kornfeld vernetzt und Drohnen mit Bauern sprechen. Mehr infos hier

Bauer an Traktor

Hätten Sie gedacht, dass das Internet auch Landwirt*innen dabei helfen kann, nachhaltiger zu wirtschaften? Ein Beispiel sind vernetzte Landmaschinen. Über das Mobilfunknetz werden präzise Positionsdaten in Echtzeit direkt an das Lenksystem übertragen. So können die Maschinen ihre Fahrspur genau ausrichten. Das spart Sprit und vermeidet unnötige Mehrfachüberfahrten beim Säen, Düngen und Ernten.

Einer Studie von GeSI  img zufolge können mit einer solchen Präzisionslandwirtschaft zum Jahr 2030 unglaubliche 2,2 Milliarden Tonnen CO₂ eingespart werden. Das entspricht dem 2,2-fachen CO₂-Fußabdruck Deutschlands. Außerdem ermöglicht eine effizientere Bewässerung es, weniger wertvolles Trinkwasser zu verbrauchen: Bis zu 250 Billionen Liter Wasser lassen sich so bis 2030 sparen – genug, um 180 Millionen Menschen ein ganzes Jahr lang mit Wasser zu versorgen. Die Telekom hilft bei der Vernetzung der Landwirtschaft und ermöglicht so eine nachhaltigere und effektivere Bewirtschaftung der Ackerflächen.

Ein Netz fürs Teilen

Durchschnittlich nur 13 Minuten nutzen wir eine Bohrmaschine in ihrem Leben, ehe wir sie wegschmeißen. Anderen Alltagsgegenständen wie Koffern oder Rasenmähern ergeht es ähnlich – wir kaufen sie, nutzen sie sehr selten und entsorgen sie irgendwann. So wird Konsum zur Einbahnstraße. Ein Lösungsansatz heißt: Teilen! Das ist im Zeitalter des Internets sehr viel leichter geworden. Ob Kleidung, Autos oder Gartengeräte – inzwischen gibt es viele Sharing-Apps, bei denen man in der Nachbarschaft ausleihen kann, was man selbst nicht besitzt. Das spart Ressourcen und Anschaffungskosten und reduziert Müllberge. Die Grundlage für diese „Sharing Economy“ ist ein sicheres und stabiles Netz. Indem wir die nötige Infrastruktur bereitstellen, machen wir nachhaltige Innovationen wie diese erst möglich.