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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2020

Auf neuen Wegen

Die Mobilität der Zukunft soll schadstoff- und CO2-arm sein. Die Digitalisierung spielt dabei eine Schlüsselrolle. Denn sie macht viele Innovationen erst möglich: von „Park & Ride“-Apps über Car- oder Ride-Sharing-Angebote, Fahrrad- und E-Scooter-Verleih, Ladestationen für Elektroautos bis hin zu wegweisenden Zukunftskonzepten wie autonomem Fahren.


SDG 13 - KLIMASCHUTZ

Mit unseren Maßnahmen zahlen wir auf das 13. Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ein.

Von Science-Fiction zur Realität

Selbstfahrende Autos – das gab es noch vor wenigen Jahren nur in Science-Fiction-Filmen. Mittlerweile sind schon die ersten teilautomatisierten Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs. Und auch vollständig autonomes Fahren  img ist nicht mehr weit entfernt. Was das mit nachhaltiger Mobilität zu tun hat? Der Verkehr könnte dank autonomen Fahrzeugen sicherer, das Autofahren entspannter werden. Leistungseingeschränkten Menschen würde es erleichtert, mobil zu sein. Und das effizientere Fahren schont das Klima. Die Grundlage sind schnelle, sichere und zuverlässige Kommunikationsnetze. Zur Navigation benötigt das Fahrzeug ständig Datenupdates, zum Beispiel detaillierte Straßenkarten. Hinzu kommen Aktualisierungen bei unvorhergesehenen Verkehrssituationen, etwa bei Stau, Regen oder Glatteis. Dafür ist das heutige LTE-Netz img schon gut aufgestellt. Noch mehr Möglichkeiten bietet allerdings der neue Mobilfunk-Standard 5G. Bis 2025 planen wir, alle wichtigen Verkehrswege wie Autobahnen, Bundesstraßen und Schienentrassen mit dem 5G-Netz img auszustatten. Eine erste Teststrecke für autonomes Fahren img wurde in Berlin eingerichtet. Wir sind an dem Projekt beteiligt.

zitat

Die Zukunft der Mobilität ist intelligent und vernetzt. Wir als Telekom werden unseren Teil dazu beitragen. Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG

Einfach mal
stehen lassen

Jeder Kilometer, der nicht gefahren wird, spart CO2, Feinstaub und Stickoxide. Die Digitalisierung leistet dazu einen Beitrag: Videokonferenzen können beispielsweise Reisen zum Geschäftstermin ersetzen. Per App organisierte Fahrgemeinschaften reduzieren das Verkehrsaufkommen. Und Pendler*innen mit langen Anfahrtswegen zur Arbeit freuen sich, wenn sie an mehreren Tagen der Woche über das Internet von zu Hause arbeiten können.

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In zehn Minuten können Elektroautos auf rund 100 Kilometer Reichweite geladen werden an einer Comfort Charge Schnellladestation.

Auf Alternativen umsteigen

Über 268 000 Elektroautos fuhren Ende 2020 auf deutschen Straßen. Angesichts von mehr als 48 Millionen insgesamt zugelassenen Autos ist Elektromobilität noch eine kleine Nische. Um der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen, muss unter anderem das Aufladen so einfach wie möglich werden. Deshalb bauen wir mit unserem Unternehmen Comfort Charge ein Netz von Ladestationen auf. Dazu nutzen wir unsere bestehende Infrastruktur: An den Schnellladestationen werden Fahrbatterien mit 100 kW und mehr Leistung versorgt: Das heißt, dass E-Autos in sieben bis zehn Minuten eine neue Reichweite von 100 Kilometern aufladen können. Mit mehr als 155 Standorten hat Comfort Charge derzeit eines der größten Netze solcher Schnellladestationen in Deutschland. Gemeinsam mit Partnern treiben wir den Ausbau von Wandladestationen bei Unternehmen und Privatkund*innen voran. 2020 konnten auch Telekom-Mitarbeiter*innen eine solche Ladestation für zu Hause zu vergünstigten Preisen erwerben.

Der Verkehr könnte dank autonomer Fahrzeugen sicherer, das Autofahren entspannter werden. Leistungseingeschränkter Menschen würde es erleichtert, mobil zu sein.


80000

Bei der Telekom waren 2020 über 80 000 Beschäftigte im Homeoffice

Was wir im Unternehmen
tun

Mit rund 23 000 Autos hat die Telekom eine der größten Fahrzeugflotten Deutschlands. Tendenz fallend – denn jährlich schrumpft unsere Flotte um rund 1 000 Fahrzeuge, da wir dank moderner Technologien weniger Wartungseinsätze bei unseren Kund*innen vor Ort haben. Zudem nutzen wir effizientere Fahrzeuge und setzen zunehmend auf alternative Antriebssysteme wie Elektro oder Erdgas. So konnten wir die CO2-Emissionen unserer Flotte seit 2008 bereits um mehr als 40 Prozent reduzieren.

Unsere Vision ist es, nachhaltige und garantierte Mobilität für alle Mitarbeiter*innen im Konzern zu verwirklichen. Ein Baustein, um diese Vision zu erreichen, ist die intelligente Vernetzung bestehender und neuer Mobilitätsformen: Zum Beispiel arbeiten wir daran, in Zukunft im Pendelverkehr der Mitarbeiter*innen zwischen Wohnung und Arbeitsort öffentliche und firmeneigene Verkehrsmittel – wie unseren Shuttle-Bus oder Leihräder – auf einer digitalen Plattform zu kombinieren („Mobility as a Service“) img.

Mit unserer „Green Car Policy“ img schaffen wir zudem Anreize für Fahrer*innen von Geschäftsfahrzeugen, verstärkt kleinere, verbrauchsoptimierte Fahr- oder Elektrofahrzeuge zu wählen. Und wir ermöglichen unseren Beschäftigten, das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen: zum Beispiel mit Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr oder einem Gehaltsumwandlungsangebot für Fahrräder img.

Nicht zuletzt leistet die zunehmende Arbeit von zu Hause auch einen Beitrag dazu, CO2-Emissionen einzusparen – denn der Weg zur Arbeit fällt ganz weg. 2020 haben während der Corona-Pandemie konzernweit zeitweise 180 000 Mitarbeiter*innen aus dem Homeoffice gearbeitet. In Deutschland waren es 80 000. Auch künftig wollen wir mehr Mitarbeiter*innen ermöglichen, von zu Hause aus zu arbeiten.

Das neue Normal

Die Corona-Krise hat auch bei der Telekom die Arbeit im Homeoffice beflügelt. Genauso hat sie gezeigt, dass Begegnungen im realen Leben ein wichtiger Bestandteil unseres Arbeitslebens sind. Künftig werden wir das Beste aus beiden Welten vereinen – ein Mix aus mobiler Arbeit und Präsenz. Der Anteil an mobilem Arbeiten soll jedoch deutlich höher sein als vor der Krise. Zusätzlich werden Geschäftsreisen nur noch dann stattfinden, wenn wirklich ein persönlicher Austausch nötig ist. So sparen wir Reisezeit, Kosten und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.