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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Unser Ansatz bei nachhaltigen Produkten und Diensten

Unser Beitrag zu den SDG

Als Telekommunikationsunternehmen ist unser Kerngeschäft der Ausbau und Betrieb unseres Netzes. Mit ihm schaffen wir das Fundament für digitale Teilhabe und ermöglichen unseren Kunden durch innovative netzbasierte Lösungen, CO2-Emissionen einzusparen. Um unser Kernprodukt nachhaltig zu gestalten, haben wir ein ambitioniertes Klimaziel verabschiedet: Es sieht vor, das gesamte Telekom-Netz bis 2021 zum „grünen Netz“ zu machen. Durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien surfen unsere Kunden ab 2021 klimaneutral. 

Auch bei unseren anderen Produkten spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Dies erfordert konsequente Maßnahmen in allen Stufen der Wertschöpfungskette. Deshalb fangen wir bereits im Einkauf an: So setzen wir uns dafür ein, dass in unserer Lieferkette Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden.

Wir lassen verschiedene Produkte mit anerkannten Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder dem TÜV-Umweltzeichen „Certified Green Product“ auszeichnen. Die strengen Anforderungen der Siegel geben uns Hinweise, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können. Außerdem helfen uns die Umweltzeichen dabei, unsere Kunden über Nachhaltigkeitsvorteile zu informieren. 2019 haben wir darüber hinaus mit „we care“ eine eigene Kennzeichnung für Produkte, Services und Initiativen der Telekom eingeführt.

Auch unsere Produktverpackungen gestalten wir immer nachhaltiger: Wo möglich, reduzieren wir durch den Einsatz von speziellen Verpackungsmaschinen die Verpackungsgröße. Um die Geräte in der Verpackung zu schützen, wollen wir künftig zunehmend dämmende Elemente aus kunststofffreien Materialien einsetzen.

Am Ende des Lebenszyklus von Produkten tragen wir dazu bei, dass diese weiter genutzt oder fachgerecht recycelt werden. So führen wir beispielsweise regelmäßig Handy-Rücknahme-Kampagnen durch. In Deutschland werden die eingesammelten Mobilgeräte dann je nach Zustand fachgerecht entsorgt und recycelt oder wieder aufbereitet in den Umlauf gebracht. Im Jahr 2019 sind wir mit unserem nachhaltigen Handy-Kreislauf gestartet. Wir wollen unsere Kunden aktiv ermuntern, ausgewählte Handys wieder an uns zurückzuverkaufen. Diese werden dann aufbereitet und mit einer Garantie wieder in unsere Kundenbasis verkauft. 

In Deutschland und mehreren internationalen Landesgesellschaften bieten wir verschiedene Sozialtarife an, die einkommensschwachen Kundinnen und Kunden sowie Menschen mit Behinderungen ermöglichen, zu günstigen Konditionen zu telefonieren.

Unsere Fortschritte messen wir mithilfe von verschiedenen Kennzahlen: 

  • Wir ermitteln mit dem ESG KPI img „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ den Umsatzanteil, den wir mit Produkten und Diensten erwirtschaften, die basierend auf einer Nutzen-Risiko-Analyse als nachhaltige Produkte klassifiziert sind. 
  • Mit dem ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ messen wir die Wirkung unserer Rücknahmekampagnen.
  • Mit dem ESG KPI „Enablement Factor“ berechnen wir die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte entstehen.

Markus Göddertz

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Markus Göddertz

Analyse der Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte fortgesetzt KPI

Zusammen mit externen Experten haben wir 2014 begonnen, unser Produktportfolio anhand von Nachhaltigkeitsaspekten zu analysieren. 2018 haben wir die Filterlogik unseres Ansatzes überarbeitet, um aktuelle Entwicklungen besser abbilden zu können. Unter anderem berücksichtigen wir nun die Aspekte „Informationssicherheit“ sowie die „Kreislaufwirtschaft“ stärker in unserer Analyse.

Insgesamt haben wir 27 Produktgruppen detailliert auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale untersucht (Stand Ende 2019).

Das Ergebnis stellen wir mit dem ESG KPI img „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ dar. Es zeigt: 2019 haben wir bereits rund 43 Prozent unseres Umsatzes mit solchen Produkten erzielt (ohne T-Mobile USA).

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern

Im Berichtsjahr haben wir die Nachhaltigkeitsvorteile unserer Umsatzkategorien im Sinne einer weitergehenden Transparenz betrachtet und sie den Zielen der Sustainable Development Goals img zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgte durch eine Expertenschätzung und soll einen Eindruck vermitteln, welcher Art die möglichen Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte sind. Bei niedrigen Umsätzen wurde nur die Auswirkung auf das jeweils relevanteste SDG betrachtet.

Bisher gibt es noch kein branchenweit etabliertes System, das Nachhaltigkeitsinformationen zu ICT-Produkten und -Dienstleistungen liefert. Mit der Analyse unserer Produkte haben wir uns auf den Weg gemacht, dies zu entwickeln – also herauszufinden, welche Nachhaltigkeitsbeiträge unsere Produkte überhaupt leisten können. Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden verstärkt über diese Nachhaltigkeitsvorteile informieren und uns so auch gegenüber dem Wettbewerb positionieren. 

2019 haben wir dazu die Kennzeichnung „we care“ für Produkte, Services und Initiativen der Telekom eingeführt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telekom können dafür Vorschläge für entsprechende Kennzeichnungen mit dem Label machen. Diese werden anschließend von einer Expertenkommission geprüft. Das Produkt, der Service oder die Initiative werden in zwei Kategorien entweder für ihren Beitrag zum Umweltschutz oder zur digitalen Teilhabe gekennzeichnet. Eine Kurzbeschreibung unter dem „we care“-Symbol weist auf die konkreten Nachhaltigkeitsvorteile hin. Wir erhöhen damit die Transparenz für unsere Kunden und wollen ihnen eine Kaufentscheidung leichter machen.

Markus Göddertz

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Smart Innovation KPI

In diesem Abschnitt stellen wir einige „Smart  Innovations“ vor. Die dazugehörigen Geschäftsmodelle basieren auf modernster Technlogie und ermöglichen einen direkten Mehrwert für unsere Kunden. Gleichzeitig leisten diese Lösungen auch einen ökologischen und/oder sozialen Beitrag für die Gesellschaft.

So nutzen wir zukunftsweisende und breit verfügbare Technologien, um Städte zukunftstauglich zu machen und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Dabei greifen wir auf die neue, schmalbandige Netztechnologie NarrowBand IoT (NB-IoT) zurück, mit der wir den Weg für das „Internet of Things“ freimachen. NB-IoT -Geräte verfügen über eine hohe Reichweite und lange Batterielaufzeiten. Dadurch bietet diese Technologie die Basis für viele innovative und gleichzeitig kosten- und energieeffiziente Anwendungsmöglichkeiten. Ein besonders sinnvolles Einsatzgebiet für NB-IoT sind z.B. Smart Parking, Smart waste management, Smart air quality monitoring, Smart Meters sowie Transport- und Logistiklösungen.

Ende 2019 war NB-IoT bereits in über 4.500 Städten und Gemeinden in Deutschland verfügbar. Die Deutsche Telekom bietet NB-IoT derzeit in 10 Ländern an, von denen die meisten bereits eine landesweite Abdeckung haben: Deutschland, Griechenland, Kroatien, Niederlande, Österreich, Slowakei und den USA. Darüber hinaus werden unsere laufenden Einsätze in Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn in Kürze abgeschlossen sein.

Smart Innovation NB-IoT

Im Bereich e-Health heben wir für das Berichtsjahr zwei innovative Anwendungen hervor, die insbesondere einen sozialen Mehrwert für unsere Kunden und die Gesellschaft leisten: Mit dem Spiel Sea Hero Quest erhalten Wissenschaftler innerhalb weniger Minuten – und damit 150 Mal schneller als in der klassischen Forschung - wichtige Erkenntnisse über das Navigations- und Orientierungsverhalten von Menschen jeden Alters. Die Nutzer des Spiels leisten so einen spielerischen, aber  direkten Beitrag zur Demenzforschung. Die andere e-Health Lösung iMedOne® ist ein Krankenhaus-Informationssystem: Es schafft optimale Voraussetzungen für das vernetzte Arbeiten und unterstützt die Prozesse in Krankenhäusern auf vielfältige Weise. So haben z.B.  Ärzte und Pflegkräfte alle benötigten Daten und Funktionen immer und überall griffbereit. Dies trägt erheblich zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssteigerung bei. Ein leistungsfähiges und voll integriertes Krankenhausinformationssystem erhöht so die Versorgungsqualität und ist auch mobil verfügbar.

Smart Innovation - eHealth

Staus verhindern und CO2-Emissionen reduzieren – diese Aufgaben stellen Städte und Kommunen vor große Herausforderungen. Digitale Anwendungen können helfen, einen besseren Verkehrsfluss und dadurch geringere Schadstoffemissionen sowie weniger Zeitaufwand für die Autofahrer zu erreichen. Ein Beispiel ist die App imgPark and Joy“, die wir 2017 eingeführt haben. Die App zeigt Autofahrern freie Parkplätze an und navigiert sie dorthin. Auch ihren Parkschein können Nutzer direkt über die Anwendung bezahlen und sogar von unterwegs flexibel verlängern. 

In 2019 standen bereits mehr als 170.000 Parkplätze in über 100 verschiedenen Städten für die Suche in der App zur Verfügung. Für Anfang 2020 ist eine Ausdehnung in ca. 200 Parkhäuser geplant, in die man durch Park & Joy ticketfrei einfahren kann.

Mit der entwickelten Methode können sowohl individuelle Einsparpotenziale für einen einzelnen Nutzer der Anwendung als auch prognostizierte Emissionseinsparungen für Städte und Gemeinden berechnet werden.

Smart Innovations: Park and Joy

Barrierefreie Produkte und Dienste

Unser Beitrag zu den SDG

Die Telekom möchte Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Informations- und Wissensgesellschaft erleichtern.

Service für hörgeschädigte Menschen
Bereits 2003 haben wir in Deutschland eine Hotline („Deaf Hotline“) für gehörlose und schwerhörige Kundinnen und Kunden eingerichtet. Aktuell wenden sich täglich bis zu 50 Menschen an die Hotline. Kunde und Berater sehen sich über einen videobasierten Live-Chat und können in Gebärdensprache miteinander kommunizieren.

Für gehörlose Kunden beziehungsweise Mitglieder des Deutschen Gehörlosenbundes e.V. betreiben wir außerdem eine spezielle Online-Vertriebsseite. Dort bieten wir vergünstigte Mobilfunk- und Festnetz-Angebote an, die genau auf die Bedürfnisse gehörloser Menschen zugeschnitten sind. Über die Website können Kunden die gewünschten Tarife direkt buchen, Kontakt mit den Mitarbeitern der Deaf-Hotline aufnehmen oder sich zur Austausch- und Informationsplattform „Deaf-Café“ in der Telekom-hilft-Community weiterleiten lassen.

Seit Sommer 2018 steht hörgeschädigten Menschen in Deutschland in akuten Notsituationen über den Dolmetsch-Relay-Service Tess/Telesign ein Rund-um-die-Uhr-Notruf mit Gebärdensprachdolmetschern zur Verfügung. Tess/Telesign wird über die Pflichtsozialabgabe mitfinanziert, die die Telekom an die Bundesnetzagentur entrichtet.

Unterstützung durch Einfache Sprache
12 Prozent der Menschen in Deutschland sind laut Studien nicht in der Lage, komplexe Texte zu erfassen. Um ihnen den Zugang zu unseren Produkten zu erleichtern, arbeiten wir mit der Lebenshilfe zusammen, um unsere Produktinformationen nach und nach in einfacher Sprache umzusetzen. Auch die „Startseite“ unseres CR-Berichts und unsere #DABEI-Geschichten werden in einfacher Sprache angeboten.

Auch die Landesgesellschaften engagieren sich für den barrierefreien Zugang zu ihren Kunden und Diensten. Informationen dazu können ihren Landesprofilen entnommen werden.