Telekom Logo
Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Unser Ansatz zu Ressourcenschonung und Umweltschutz

Als Dienstleistungsunternehmen haben wir einen deutlich geringeren Ressourceneinsatz als produzierende Unternehmen. Der Ressourcenverbrauch für die Herstellung und Nutzung unserer Produkte und Netzinfrastruktur findet in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen statt – bei unseren Lieferanten und Kunden. Deshalb setzen wir uns innerhalb unserer Wertschöpfungskette für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein. 

Hier die wichtigsten Aktivitäten entlang unser Wertschöpfungskette:

Wir reduzieren den Einsatz von Kunststoff, Papier und Verpackungen in Schlüsselprozessen der gesamten Wertschöpfungskette. So haben wir beispielsweise die Größe der SIM-Lochkarten halbiert und damit im Berichtsjahr 20,8 Tonnen Kunststoff eingespart. Darüber hinaus ist die Umsetzung der halben SIM-Karte In allen europäischen Landesgesellschaften im Laufe des Jahres 2020 geplant.

Wir fördern den verantwortungsvollen Rohstoffeinsatz bei unseren Lieferanten und die Wiederverwendung von Materialien. So unterstützen wir in verschiedenen Ländern Handy-Sammel-Aktionen. 

Mit unserem Managementsystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz („Health, Safety and Environment“, HSE img) verpflichten wir uns, unsere Leistungen in diesen Bereichen kontinuierlich zu verbessern. Es beruht auf den internationalen Standards ISO 45001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz, ISO 14001 img für Umweltmanagement und ISO 9001 img für Qualitätsmanagement.

Unsere Umweltrichtlinie fasst alle bestehenden und konzernweit gültigen Selbstverpflichtungen zusammen. 

Mit der neuen konzernweiten Initiative „We Care for our Planet“ bündeln wir bestehende und neue Projekte zur Ressourcenschonung unter einem neuen Dach. Sie stärkt die Bewegung für mehr Nachhaltigkeit im gesamten Konzern. Unsere Green Pioneers haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG bereits zu zahlreichen Aktionen innerhalb und außerhalb der Telekom motiviert, um Ressourcen besser zu nutzen.

Auch an unseren Arbeitsplätzen steht Ressourceneffizienz im Vordergrund. 

Unser Abfallaufkommen erfassen wir regelmäßig konzernweit. Mit unserem „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“ stellen wir einheitliche Grundsätze für alle Landesgesellschaften sicher. Auf dieser Basis müssen sie in eigener Verantwortung messbare Ziele festlegen und deren Umsetzung überwachen. Dieses Vorgehen sowie der Verzicht auf quantitative Vorgaben machen es möglich, flexibel auf landes- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen einzugehen.

Mit dem ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ setzen wir die Anzahl in Umlauf gebrachter Mobiltelefone ins Verhältnis zur Anzahl zurückgenommener Altgeräte (ohne T-Mobile USA). Wir haben außerdem eine konzernweit verbindliche Richtlinie mit Anforderungen an das Recycling von Kupferkabeln eingeführt, die im Rahmen des Glasfaserausbaus teilweise ersetzt werden.

Mitarbeiter-Communities fördern Nachhaltigkeit

Green Pioneers Deutschland:
Das interne Botschafterprogramm „Green Pioneers“ gibt es seit September 2018. Ziel dieser „Grassroots-Initiative“ ist es, die Verankerung eines verantwortungsvollen Wirtschaftens und Handelns in der Unternehmenskultur weiter voranzutreiben. Um dies zu erreichen, sollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verstärkt Freiräume geschaffen werden, um ihnen eine tiefere Einbindung in die Nachhaltigkeitsaktivitäten zu ermöglichen.

Mittlerweile gibt es über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an 40 Standorten und in mehr als 20 Fachbereichen als Green Pioneers gezielt Ausschau nach Verbesserungspotenzialen in ihrem Wirkungsbereich halten.

Der Bereich Corporate Responsibility gestaltet die Rahmenbedingungen für die Green Pioneers. Die dort verankerte Community-Steuerung ist unter anderem für die Bereitstellung der Kommunikationsplattform der Initiative im internen sozialen Netzwerk „You and Me“ (YAM) verantwortlich. Regelmäßige virtuelle und persönliche Meetings dienen dem Informations- und Erfahrungsaustausch, der Wissensvermittlung durch interne und externe Fachvorträge sowie der Konzeption von Aktivitäten.

Die Green Pioneers schließen sich je nach Standort, Interesse und Know-how zu thematischen oder regionalen „Hubs“ zusammen.

Viele Green Pioneers sind im Rahmen von flexiblen und agilen Arbeitsmethoden aktiv, etablieren damit moderne Arbeitsformen („80/20“ und „Jobvisit“), erwerben neues fachliches und methodisches Wissen und stärken dabei gleichzeitig die konzernübergreifende Zusammenarbeit.

Die Green Pioneers wirken intern als Multiplikatoren für den Wandel: Sie motivieren weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu zahlreichen Aktionen für Ressourcenschutz, so zum Beispiel eine Tauschbörse für Büromaterialien, Kleider-Tauschaktionen, Pflanz- und Müll-Sammelaktionen sowie eine unternehmensinterne Mitfahrzentrale.

Auch in den Landesgesellschaften der Deutschen Telekom AG sind zahlreiche Mitarbeiterinitiativen zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz aktiv, so zum Beispiel in folgenden Gesellschaften:

T-Mobile Niederlande:
Im Jahr 2019 hat T-Mobile Niederlande eine engagierte Mitarbeitergemeinschaft gegründet, um so viele Menschen wie möglich in Bezug auf Recycling, Effizienz und zirkuläre Ambitionen einzubeziehen. Es wurden drei Teams gebildet: Climate & Energy, Circular Business und Sustainable Business Operations. Die Teams wiederum bestehen aus drei Gruppen: 1) Experten - Mitarbeiter, die täglich mit Abfall, Recycling und Produktströmen zu tun haben, 2) Botschaftern - Menschen, die sich dem Thema verpflichtet fühlen und zu „Stop Wasting“ beitragen möchten und 3) unsere wichtigsten Abfall- und Energiepartner / -lieferanten. Gemeinsam sind diese Teams dafür verantwortlich, eine langfristige Vision zu entwickeln, jährliche Ziele festzulegen, Aktionspläne zur Verwirklichung dieser Ziele zu formulieren sowie den Rest der Organisation zu inspirieren, sich ihnen anzuschließen.

T-Systems Iberia Spanien:
Im letzten Quartal von 2019 gründete T-Systems Iberia die Community T-OGETHER, die Anfang 2020 ihre Arbeit aufnahm. T-OGETHER ist eine Gruppe von Freiwilligen, die sich für die Förderung nachhaltiger Initiativen einsetzen. Im Zentrum der Community steht das Executive Committee, das aus derzeit zehn engagierten Mitarbeitern besteht. Diese Freiwilligen werden von einem beratenden Ausschuss unterstützt, der sich aus Experten für Umwelt, Unternehmensverantwortung und Kommunikation zusammensetzt. Ziel von T-OGETHER ist es, Ideen zur Nachhaltigkeit im Einklang mit den ökologischen und sozialen Zielen des Unternehmens voranzutreiben und das Bewusstsein aller Mitarbeiter für Umweltfragen zu schärfen. Die Mitglieder entwickeln Initiativen und schlagen sie der Unternehmensleitung vor. Sobald eine Initiative und ein Budget genehmigt wurden, beginnt der Vorstand mit der Umsetzung.

IT-Services Ungarn:
Bei IT-Services Hungary konzentriert sich eine Community namens „ITSH Environmentally Conscious Club“ darauf, das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen, um den Strom-, Wasser- und Papierverbrauch zu senken sowie eine effektivere Nutzung der Fahrzeugflotte und eine selektive Abfallsammlung zu fördern. Darüber hinaus ist IT-Services Hungary derzeit dabei, ein Environmental SPoC-Netzwerk (Single Point of Contact) aufzubauen, mit dem Mitarbeiter leichter mit ihren Kollegen in Bezug auf Umweltbelange und -ideen in Kontakt treten können.

Ähnlich wie die Green Pioneers in Deutschland setzen sich außerdem 20 Change Agents bei T-Systems Singapur für Nachhaltigkeit ein. In anderen nationalen Unternehmen wie T-Mobile Polen, Hrvatski Telekom (Kroatien), T-Mobile USA oder Crnogorski Telekom (Montenegro) sind Mitarbeitergemeinschaften bereits aktiv oder befinden sich im Stadium der Gründung.

Um mehr über das Engagement ihrer Mitarbeiter und die unternehmerische Verantwortung in unseren Landesgesellschaften zu erfahren, besuchen Sie bitte die Unternehmensprofile.

Ressourceneffizienz am Arbeitsplatz

Als Beitrag zur Ressourceneffizienz am Arbeitsplatz achten wir darauf, möglichst umweltfreundliche Büromaterialien zu verwenden. Im Jahr 2019 lag der Anteil nachhaltiger Produkte an unserem Bestellvolumen bei 30 Prozent. Außerdem gibt es folgende Maßnahmen:

  • Unser Projekt „IT-Remarketing“: Gebrauchte IT-Hardware wird aufbereitet, und wieder nutzbar gemacht. 
  • Ein Teil unseres Bürosortiments ist mit dem EU-Ecolabel, dem Fairtrade-Siegel, dem „Organic Farming“-Siegel, dem Blauen Engel sowie den Umweltzeichen des FSC® sowie des PEFC gekennzeichnet. 
  • In unserem Bürosortimentkatalog in Deutschland sind insgesamt 26 Prozent der Produkte als nachhaltig klassifiziert.
  • Die Lieferung von Büromaterialien erfolgt größtenteils nach dem CO2-Neutralitätszertifikat.
  • Seit dem 1. Januar 2018 wird ausschließlich umweltzertifiziertes Büropapier, das mit dem „Blauen Engel“ oder dem Zertifikat „Nordic Swan“ ausgezeichnet ist, über einen Papiergroßhändler beschafft. 
  • Um den Papierverbrauch im Konzern zu senken, bitten wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf die postalische Gehaltsabrechnung zu verzichten, und stellen diese online zur Verfügung.
  • In unserem sozialen Netzwerk „You and Me“ bieten wir unseren Beschäftigten auch eine Plattform, auf der sie nicht mehr benötigtes Büromaterial untereinander tauschen können, anstatt dieses neu zu bestellen.
  • Unsere Partnerschaft mit der „AfB gemeinnützige GmbH“, die Arbeitsplätze für Menschen mit Einschränkungen bietet: Wir geben einen Teil unserer gebrauchten IT-Hardware (z.B. Laptops) an die Organisation ab, um sie aufbereiten und weiterverkaufen zu lassen.
  • Wir arbeiten daran, unsere im Unternehmen genutzte Medientechnik zu modernisieren, um die Vorgaben der Minamata-Konvention img zu erfüllen. Deshalb ersetzen wir derzeit Geräte, die noch Quecksilber erhalten, gegen neue quecksilberfreie Geräte und lassen die Altgeräte fachgerecht recyceln beziehungsweise entsorgen. 
  • Wo es möglich ist, setzen wir bei Projektoren auf moderne Laser- beziehungsweise Laser-LED-Hybridprojektoren, die ganz ohne Leuchtmittel auskommen. 

Elektronische Kundenrechnungen Mobilfunk und Festnetz in Deutschland KPI

2019 wurden über 224 Millionen Kundenrechnungen elektronisch zugestellt. Dies entspricht etwa 78 Prozent der übermittelten Kundenrechnungen und Gutschriftserteilungen für Mobilfunk- und Festnetzkunden in Deutschland. Seit 2017 wurden die Daten mit einer präziseren Berechnungsmethode erfasst. 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Durch unsere Angaben zur Anzahl elektronisch übermittelter Kundenrechnungen decken wir die EFFAS-Kennzahl V04-13 (Prozentsatz an Services zur Erhöhung der Öko-Effizienz der eigenen Produkte) teilweise ab. Die Angabe ist weiterhin relevant für die Kriterien 2 (Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie) und 10 (Innovations- und Produktmanagement) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 7 (Vorsorgeprinzip) und 8 (verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt).

Weitere Maßnahmen Ressourcenschutz KPI

Print-on-Demand
Der Vorteil von Print-on-Demand liegt auf der Hand. Kurzanleitungen werden auftragsbezogen täglich gedruckt und müssen nicht vorproduziert, transportiert und gelagert werden. Änderungen in den Dokumentenvorlagen sind am nächsten Tag vor Kunde im Einsatz – damit verkürzt sich die Reaktionszeit deutlich und die bisher gelegentlich notwendige Vernichtung von Altmaterialien wird unnötig. Der Materialeinsatz konnte im Zuge der Neukonzeption wesentlich reduziert werden, was dem Telekom Ziel in Bezug auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Management gerecht wird. Gestartet wurde zunächst mit Kurzanleitungen der MagentaZuhause Tarife. Im nächsten Schritt werden auch die weiteren Einrichtungsunterlagen mit besonderen Spezifikationen (mehrere Blätter, Broschüre enthalten, Beilage der SIM-Karte etc.) auf die Nutzung von Print-on-Demand überprüft.

  • Einsparung des Papierverbrauchs seit Projektstart:  140 t Papier
  • Einsparung der CO2-Emissionen seit Projektstart:  180 t CO2

RECUP Mehrwegbecher
In 2018 haben die Deutsche Telekom und die Firma Sodexo, die in Deutschland die Kantinen der Telekom betreibt, als Partner beschlossen den RECUP-Pfandbecher als nachhaltige Alternative einzuführen. Ein RECUP-Mehrwegbecher kann circa 500 Einwegbecher ersetzen und lässt sich anschließend einfach recyceln. Gegen 1 Euro Pfand bekommen unsere Mitarbeiter ihren Kaffee im RECUP Mehrwegbecher, der bei allen teilnehmenden Partnern zurückgegeben werden kann. Dort wird das Pfand ausgezahlt, der RECUP gespült und wiederverwendet.

Im November 2018 startete die Einführung an den Telekom-Standorten Stuttgart-Bad Cannstatt und München-Dachauer Straße. 2019 sind viele weitere Standorte hinzugekommen, wodurch die Anzahl der verwendeten RECUPS um 115 % auf über 12 000 Stück angestiegen ist.