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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Klimastrategie

Unser Beitrag zu den SDG

Wir wollen negative Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit verringern. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei unser Klimaziel: Bis 2020 sollen unsere eigenen CO2e-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 sinken (ohne T-Mobile US). Dieses Ziel werden wir voraussichtlich erreichen. Im Jahr 2018 haben wir zudem ein neues Klimaziel für die Zeit nach 2020 entwickelt.

Unsere integrierte Klimastrategie ist Teil unserer Corporate-Responsibility-Strategie. Diese haben wir an unserer Konzernstrategie ausgerichtet. So stellen wir sicher, dass Maßnahmen zum Klimaschutz eng mit unserem Kerngeschäft verknüpft sind. Für jeden der vier Aspekte unserer Klimastrategie („Emissionen aus der Wertschöpfungskette“, „Erneuerbare Energien“, „Energieeffizienz“ und „Positive gesellschaftliche Effekte (Enablement)“) haben wir Zielsetzungen beziehungsweise Kennzahlen definiert.

Die vier Säulen der integrierten Klimastrategie

Wir erfassen alle direkten und indirekten Emissionen gemäß dem weltweit anerkannten „Greenhouse Gas (GHG)“-Protokoll. Bis 2030 sollen unsere Scope-1- und -2-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2017 um 90 Prozent sinken. Da die meisten unserer Emissionen bei der Nutzung von Strom entstehen, konzentrieren wir uns vor allem darauf, den Anteil an erneuerbaren Energien am Strommix zu erhöhen. Bis 2021 werden wir das gesamte Telekom-Netz vom Mobilfunk bis zum Highspeed-DSL-Netz vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umstellen. Aber auch Emissionen, die zum Beispiel durch die Nutzung von Gas oder Öl entstehen, werden wir reduzieren. Außerdem verbessern wir in Bereichen mit besonders hohem Energieverbrauch die Effizienz, vor allem in unseren Netzen und Rechenzentren. Auf diese Weise konnten wir den Ausstoß der Emissionen (ohne T-Mobile US) in den vergangenen Jahren bereits leicht reduzieren – trotz des rasant wachsenden Datenverkehrs und des dadurch notwendigen Netzausbaus.

Den größten Teil unserer Gesamtemissionen machen die indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen img) aus. Auch für die Reduktion dieser Emissionen haben wir uns ein Ziel gesetzt: Alle Emissionen, die bei der Herstellung und Nutzung der Telekom-Produkte anfallen, sollen bis 2030 um 25 Prozent pro Kunde sinken (gegenüber 2017).

Im September 2019 haben wir uns zudem im Rahmen einer internationalen Brancheninitiative verpflichtet, bis spätestens 2050 unsere CO2-Emissionen auf „Netto Null“ zu senken.

Unser Zwischenziel bis 2020 werden wir voraussichtlich erreichen. Hier haben wir uns eine Reduktion um 20 Prozent weltweit ohne US gegenüber dem Basisjahr 2008 vorgenommen. Unseren Erreichungsgrad 2019 finden Sie hier.

Emissionen aus der
Wertschöpfungskette

Wir untersuchen und bewerten verschiedene Möglichkeiten, wie wir unseren Ökostrom-Anteil erhöhen können. Darunter fallen etwa der Kauf von Zertifikaten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen, aber, wo möglich, auch die Eigenerzeugung erneuerbarer Energien beispielsweise durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken. Einige der Landesgesellschaften bezogen bereits im Jahr 2019 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen: Griechenland, Kroatien, den Niederlanden, Österreich und Ungarn. Konzernweit berücksichtigen wir bei unseren Stromeinkäufen verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte. Dies sind beispielsweise der durchschnittliche Emissionsfaktor des Strommixes (also die Höhe der Emissionen pro verbrauchter Kilowattstunde Strom) und der Anteil aus erneuerbaren Energien. Diese Parameter helfen uns, unseren Energiemix transparenter zu machen und den Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen zu erhöhen. Bis zum Jahr 2021 werden wir unseren gesamten Stromverbrauch auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen.

Erneuerbare Energien

Da der Betrieb unserer Netzinfrastruktur viel Energie benötigt, investieren wir in die Modernisierung und in energieeffiziente Technologien. So stellen wir zum Beispiel unsere Netzinfrastruktur auf IP-Technologie um: Sie ist nicht nur leistungsstärker, sondern verbraucht auch weniger Strom als bestehende Technologien. Zusätzlich bündeln wir den Datenverkehr in wenigen, besonders effizienten Rechenzentren. Eine höhere Energieeffizienz geht immer auch mit einer Vermeidung von CO2-Emissionen einher. Um unsere Fortschritte zu messen, nutzen wir die Key Performance Indikatoren (KPIs) Energy Intensity sowie Carbon Intensity.

Energieeffizienz

Viele unserer Produkte und Dienste haben Nachhaltigkeitsvorteile: Sie können beispielsweise dabei helfen, Energie und CO2 zu sparen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern oder Logistik effizienter zu gestalten. Neben unserem eigenen CO2-Fußabdruck errechnen wir ebenfalls die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden. Beide Größen setzen wir mit dem sogenannten ESG KPI imgEnablement-Faktor“ in Beziehung. Dies hilft uns dabei, unsere Gesamtleistung im Klimaschutz zu bewerten.

Positive gesellschaftliche
Effekte (Enablement)


Auch in den Landesgesellschaften werden Konzepte und Strategien zum Klimaschutz entworfen. Diese können Sie in den Landesprofilen einsehen.

Klimaschutz ab 2020: Neues Klimaziel und Revision der Klimaschutzstrategie

Unser Beitrag zu den SDG

2018 haben wir ein neues konzernweites Klimaziel für die Zeit nach 2020 – unserem aktuellen Zieljahr – erarbeitet. Dieses wurde Anfang 2019 von unserem Vorstand verabschiedet.

Die Erarbeitung des Ziels basiert auf der Methodik der „Science Based Targets Initiative“ (SBTi), die uns im Mai 2019 als dritten DAX-Konzern offiziell bestätigt hat, dass unsere Klimaschutzziele zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens beitragen. Damit folgen wir den Landesgesellschaften in den USA und Ungarn, deren Ziele bereits 2018 beziehungsweise Anfang 2019 durch die SBTi positiv geprüft wurden.

  • Wir haben beschlossen, bis zum Jahr 2021 unseren gesamten Stromverbrauch auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen (Scope 2). Derzeit beziehen wir bereits 64 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Aufgrund von steigendem Datenverkehr und Netzausbau erwarten wir in den nächsten Jahren weiterhin steigende Stromverbräuche. Um die Vorgaben der Science Based Targets Initiative dennoch zu erreichen, setzen wir neben Effizienzmaßnahmen auf den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Unsere gesamten Emissionen wollen wir bis zum Jahr 2030 um 90 Prozent senken (Scope 1 und 2) – also auch Emissionen, die zum Beispiel durch die Nutzung von Gas oder Öl entstehen.
  • Circa 80 Prozent unseres CO2-Fußabdrucks entstehen bei der Herstellung und der Nutzung unserer Produkte. Diese Emissionen wollen wir bis 2030 pro Kunde in den wichtigsten Kategorien (Emissionen aus dem Einkauf von Waren, Diensten und Investitionsgütern sowie Emissionen aus der Nutzung unserer Produkte bei unseren Kunden) um 25 Prozent senken (Scope 3). Dazu haben erste Workshops gemeinsam mit unseren wichtigsten Lieferanten stattgefunden, aus denen Maßnahmen und Vereinbarungen zur Senkung des CO2-Ausstoßes abgeleitet werden.

Das neue Klimaziel unterscheidet sich von dem bisherigen Ziel insbesondere dadurch, dass die Emissionen von T-Mobile US sowie aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen img) berücksichtigt werden.

Im September 2019 haben wir uns außerdem einer internationalen Brancheninitiative angeschlossen. Damit verpflichten wir uns, bis spätestens 2050 unsere CO2-Emissionen auf „Netto Null“ zu senken und so unseren Geschäftsbetrieb vollständig klimaneutral zu stellen (Scope 1 + 2).

Unser Ansatz zur Messung unserer Fortschritte im Klimaschutz

Die Berechnung unserer Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für unser Klimaziel erfolgt entsprechend der marktbasierten Methode des international anerkannten Greenhouse Gas (GHG) Protocol. Alle CO2e-Emissionen schlüsseln wir hier detailliert auf.

Mit verschiedenen Kennzahlen messen wir unseren Beitrag zum Klimaschutz und machen damit die Fortschritte in der Umsetzung unserer Klimastrategie für unsere Stakeholder img transparent. Die KPIs Carbon Intensity und Energy Intensity setzen dabei unsere CO2e-Emissionen beziehungsweise unseren Energieverbrauch zu dem transportierten Datenvolumen in Beziehung. Zusammen mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. Auch die KPI img Enablement-Faktor, PUE und Erneuerbare Energien dienen der Steuerung und Transparenz im Thema Klimaschutz.

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen img – machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Die Erfassung hilft uns auf Unternehmens- und Produktebene gezielt Maßnahmen zu ergreifen. 

Unser 2013 beschlossenes Klimaziel, den Ausstoß von CO2e-Emissionen unseres Konzerns bis zum Jahr 2020 (gegenüber 2008, ohne T-Mobile US) um 20 Prozent zu reduzieren, hat weiterhin Bestand. 40 Geschäftseinheiten in 29 Ländern haben sich zu diesem Klimaziel verpflichtet.

Der Vorstand wird jedes Jahr durch den Bereich Group Corporate Responsibility (GCR) über den Stand der Klimazielerreichung ausführlich informiert. Wir konnten den Ausstoß der Emissionen in den vergangenen Jahren weiter reduzieren und bewegen uns auf dem für 2019 prognostizierten Niveau. Wir gehen davon aus, dass wir unser Ziel erreichen werden.

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

Ausrichtung an den Empfehlungen der TCFD

2015 wurde auf der Klimakonferenz von Paris die „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD img) ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, freiwillige und einheitliche klimabezogene Finanzangaben zu entwickeln. Für die Umsetzung hat die TCFD im Jahr 2017 konkrete Empfehlungen veröffentlicht. Unternehmen können diese als Leitfaden nutzen, um Investoren, Kreditgeber, Versicherer und andere Interessengruppen über die Risiken des Klimawandels für ihr Geschäftsmodell zu informieren.

Die Telekom begrüßt die hinter der TCFD stehenden Ziele. Unter den Risiken, die der Klimawandel mit sich bringt, sind bereits heute zunehmend extreme Wetterbedingungen erkennbar. Dies beeinflusst unsere Stakeholder img unmittelbar, zum Beispiel unsere Kunden, Zulieferer und Mitarbeiter. Die Betrachtung des Risikos für die Fortführung unseres Betriebs wird durch das Risikomanagement abgedeckt und operativ in den Geschäftseinheiten gesteuert. Darüber hinaus evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.
 

Governance
Strategie
Risiko Management
Kennzahlen und Zielsetzungen
Governance
Disclosures   Guidance   Input
a) Beschreiben Sie die Aufsicht des Vorstands über klimabezogene Chancen und Risiken.  
  • Prozesse und Häufigkeit, mit der der Vorstand über klimarelevante Themen informiert wird
  • Berücksichtigt der Vorstand klimabezogene Themen bei
    • Überprüfung und Steuerung der Strategie, der wichtigsten Aktionspläne, der Richtlinien für das Risikomanagement, der Jahresbudgets und der Geschäftspläne?
    • Festlegung der Leistungsziele des Unternehmens?
    • Überwachung der Umsetzung und Leistung 
    • Beaufsichtigung großer Investitionsausgaben, Akquisitionen und Veräußerungen
  • Wie überwacht und beaufsichtigt der Vorstand die Fortschritte im Hinblick auf die Ziele und Vorgaben für die Behandlung klimabezogener Fragen?
 
  • Der Vorstand der Deutschen Telekom wird jährlich im Climate Target Monitoring Board Report über den Stand der Klimazielerreichung und Klimathemen informiert.
  • Das Risikomanagement der Deutschen Telekom berichtet vierteljährlich. Treten außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung unvorhergesehene Risiken auf, werden diese ad hoc gemeldet.
    • Die identifizierten Risiken werden an den Vorstand berichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat entsprechend.
    • Führende Klimaschutzkennzahlen (ESG KPI img Energy Intensity, ESG KPI Carbon Intensity) sind Teil der vierteljährlichen Berichterstattung an das zuständige Vorstandsmitglied (CHRO).
  • Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen mit den Risiken. Die wesentlichen relevanten Risiken für den Konzern Deutsche Telekom sind in unseren Geschäftsbericht integriert.
  • Das CR-Board wird aufgrund von Vorgaben über Klimaschutzfragen informiert.
  • Die Risikoberichterstattung wird vorangetrieben, um die langfristigen klimabedingten Risiken noch eingehender zu erfassen.
  • Die finanziellen Auswirkungen wurden in die Unternehmensplanung integriert; weitere Managementinstrumente zur Integration des Klimaschutzes in die Investitionsentscheidung werden derzeit evaluiert (z.B. interner CO2-Preis).
  • Der Vorstand der Deutschen Telekom hat eine neue Klimaschutzstrategie für 2030 inklusive eines „Science-Based Targets“ beschlossen.
  • Die übergreifende Konzernstrategie der Telekom wurde Ende 2019 durch "Verantwortliches Handeln" erweitert, die als Teil der strategischen Ausrichtung der DT einen wesentlichen Schwerpunkt auf die CO2- und Ressourcenreduzierung legt.
  • Im Rahmen unserer Initiative „We Care for our Planet“ haben wir unsere Wertschöpfungskette auf Möglichkeiten für eine größere Ressourceneffizienz und CO2-Reduktion untersucht. Dabei wurden zehn Handlungsfelder identifiziert, die vom Vorstand genehmigt wurden.
     
b) Beschreiben Sie die Rolle des Managements bei der Bewertung und dem Management klimabezogener Chancen und Risiken.  
  • Hat das Unternehmen klimabezogene Verantwortlichkeiten auf Managementpositionen oder Ausschüsse übertragen?
  • Und falls ja,
    • umfassen diese Verantwortlichkeiten die Bewertung und/oder das Management von klimabezogenen Themen?
    • erstattet solche Führungspositionen oder Ausschüsse dem Vorstand Bericht?
  • Beschreibung der zugehörigen Organisationsstruktur(en)
  • Prozesse, durch die das Management über klimarelevante Themen informiert wird.
  • Wie überwacht das Management (durch bestimmte Positionen und/oder Managementausschüsse) klimabezogene Themen?
 
  • Die aktuelle CR-Organisationsstruktur der Deutschen Telekom finden Sie im CR-Bericht.
  • Bei der Deutschen Telekom umfasst die Verantwortung für CR auch die Aufsicht über klimarelevante Themen.
Strategie
Disclosures   Guidance   Input
a) Beschreiben Sie die klimabedingten Chancen und Risiken, die die Organisation kurz-, mittel- und langfristig identifiziert hat.  
  • Beschreibung dessen, was als die relevanten kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizonte angesehen werden
  • Berücksichtigung der Nutzungsdauer der Vermögenswerte oder der Infrastruktur der Organisation und der Tatsache, dass sich klimabezogene Probleme oft mittel- und langfristig manifestieren
  • Beschreibung der spezifischen klimabezogenen Themen für jeden Zeithorizont, die erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Organisation haben könnten
  • Beschreibung des Prozesses, mit dem festgestellt wird, welche Chancen und Risiken erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Organisation haben könnten
 
  • Die ICT-Branche hat das Potenzial, einen Wandel zur dekarbonisierten Gesellschaft zu ermöglichen. Deshalb beteiligt sich die Deutsche Telekom an den Studien der GeSI (Global e-Sustainability Initiative img), um die Potenziale systematisch zu evaluieren. Weitere Details finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Studie.
  • Einzelheiten zu unserem Risikomanagement entnehmen Sie bitte unserem Geschäftsbericht und dem CR-Bericht.

Bitte beachten Sie: Derzeit evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.

b) Beschreiben Sie die Auswirkungen der klimabedingten Chancen und Risiken auf die Geschäftstätigkeit, die Strategie und die Finanzplanung der Organisation.  
  • Wie sind die Auswirkungen auf das Geschäft und die Strategie in den folgenden Bereichen:
    • Produkte und Dienstleistungen
    • Liefer-/Wertschöpfungskette
    • Anpassungs- und Abschwächungsaktivitäten
    • Investitionen in Forschung und Entwicklung
    • Geschäftsfelder (inkl. Arten und Standorte)
  • Beschreibung davon,
    • wie klimabezogene Themen als Input für ihren Finanzplanungsprozess dienen,
    • die verwendete(n) Zeitspanne(n) und
    • wie Chancen und Risiken priorisiert werden.
  • Die Auswirkungen auf ihre Finanzplanung in den folgenden Bereichen:
    • Betriebskosten und Einnahmen
    • Investitionsausgaben und Kapitalzuweisung
    • Übernahmen oder Veräußerungen
    • Zugang zu Kapital
  • Beschreibung von klimabezogenen Szenarien, um die Strategie und Finanzplanung der Organisation zu informieren, wenn sie verwendet werden
 
  • Die Betrachtungen von physischen Risiken für die Netzinfrastruktur, z.B. aufgrund extremer Wetterverhältnisse, sind Teil unseres Business Continuity Managements, der technischen Planung und der Telekom-Sicherheit sowie des regelmäßigen Netzplanungsprozesses.
  • Es wird ein Dialog mit Lieferanten zu Fragen des Klimaschutzes (z.B. Scope-3-Emissionen img) und der Energieeffizienz geführt. Die Telekom wurde außerdem wiederholt in die CDP A-Liste aufgenommen.
  • Es wurden mehrere Programme zur Verbesserung der Energieeffizienz an unseren Standorten und Betrieben gestartet.
  • Im Rahmen unserer Initiative „We Care for our Planet“ haben wir unsere Wertschöpfungskette auf Möglichkeiten für eine größere Ressourceneffizienz und CO2-Reduktion untersucht. Es wurden zehn zentrale Handlungsfelder für künftige Maßnahmen identifiziert, die zu einem nachhaltigeren Unternehmen im Allgemeinen führen sollen.
    • Als Teil dieses Programms wird das „we care“-Produktlabel an Produkte vergeben, die ein Komitee aus internen Experten durchlaufen haben. Dieses Label soll den Kunden helfen, Beispiele unseres Nachhaltigkeitsprogramms zu identifizieren.
  • Die Auswirkungen auf unser F&E-Budget folgen dem „Win with Partners“-Ansatz, bei dem Lieferanten und insbesondere Start-ups dazu genutzt werden, neue innovative, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, um unsere Kunden bei der Reduzierung ihrer Kohlenstoffemissionen zu unterstützen.

Bitte beachten Sie: Derzeit evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.

c) Beschreiben Sie die Belastbarkeit der Strategie der Organisation unter Berücksichtigung verschiedener klimabezogener Szenarien, einschließlich eines Szenarios von 2°C oder niedriger.  
  • Beschreibung davon,
    • wie widerstandsfähig ihre Strategien gegenüber klima-bedingten Chancen und Risiken sind (unter Berücksichtigung eines Übergangs zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft, die mit einem Szenario von 2°C oder höher vereinbar ist), sowie
    • Szenarien, die mit erhöhten physischen klimabedingten Risiken vereinbar sind.
  • Organisationen sollten folgende Aspekte diskutieren,
    • wo Ihrer Meinung nach ihre Strategien durch klimabedingte Chancen und Risiken beeinträchtigt werden könnten;
    • wie sich ihre Strategien ändern könnten, um solchen potenziellen Chancen und Risiken zu begegnen; und
    • die berücksichtigten klimabezogenen Szenarien und den/die damit verbundenen Zeithorizont(e).
 
  • Die Deutsche Telekom hat ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel verabschiedet (Science-Based Target), das mit einem 1,5°C-Szenario (für Scope+ 2) übereinstimmt. Außerdem haben wir die Netto-Null-Initiative des UN Global Compact unterzeichnet.
  • Weitere Szenarien bezüglich der physischen und Transitionsrisiken, die mit einem Szenario von 2°C oder höher verbunden sind, werden derzeit entwickelt.

Bitte beachten Sie: Derzeit evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.

Risiko Management
Disclosures   Guidance   Input
a) Beschreiben Sie die Prozesse der Organisation zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken.  
  • Risikomanagementprozesse zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken
  • Die Bestimmung der relativen Bedeutung von klimabedingten Risiken im Verhältnis zu anderen Risiken
  • In Betracht ziehen von bestehenden und neu entstehenden regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel (z.B. Emissionsgrenzwerte) sowie anderen relevanten Faktoren
  • Prozesse zur Bewertung der potenziellen Größe und des Umfangs identifizierter klimabezogener Risiken
  • Definitionen der Risikoterminologie oder Verweise auf bestehende Risikoklassifizierungsrahmen, die verwendet werden
 
  • Der Prozess zur Identifizierung der mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken umfasst:
    • Screening von Medien und NGO-Publikationen
    • Aktive Unterstützung der Arbeit verschiedener Industrieverbände, die sich mit dem Klimawandel befassen, wie z.B. GeSI, econsense, 2-Degree Foundation, ICC, GSMA, ETNO
    • Teilnahme & Initiierung von Stakeholder-Dialogen zum Thema Klimawandel
    • Analyse der Antworten auf das CDP-Lieferkettenprogramm
    • Analyse der Anfragen von Ratingagenturen, wie RobecoSAM img, CDP img, Sustainalytics, etc.
    • Vierteljährliche Bewertung der relevanten Daten
       
  • Der Prozess für die Bewertung der mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken umfasst:
    • Identifizierung & Quantifizierung der relevanten Entwicklungen
    • Berechnung der Auswirkungen auf den Betrieb
    • Analyse der Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette
       
  • Darüber hinaus sind die Prozesse der Telekom zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken in multidisziplinäre und unternehmensweite Risikoidentifikations-, -bewertungs- und -managementprozesse integriert.
     
  • Aktuelle Regulierungen sind relevant und werden immer in Betracht gezogen, da es notwendig ist, die Vorschriften einzuhalten. Daher nutzt die Telekom (in Deutschland) die WEKRA-Datenbank, die von CR-Spezialisten ausgewertet wird, um Veränderungen im regulatorischen Umfeld zu verfolgen. Die Telekom nutzt außerdem ihre internen Kapazitäten (z.B. Policy & Regulatory Affairs), um die Auswirkungen bestehender Regulierungen zu beurteilen, wie z.B. ETNO, BDI, bitkom, econsense, etc.
     
  • Neue Regulierungen werden immer dann in Betracht gezogen, wenn sie relevant und vorhersehbar sind. Durch die aktive Mitarbeit in verschiedenen Branchenverbänden wie z.B. GeSI, econsense oder bitkom und intensive Stakeholder-Dialoge mit NGOs wie z.B. dem WWF ist die Telekom auch über anstehende Regulierungen informiert.
b) Beschreiben Sie die Prozesse der Organisation für den Umgang mit klimabedingten Risiken.  
  • Prozesse für den Umgang mit klimabedingten Risiken, wie z.B.,
    • wie Entscheidungen getroffen werden, um diese Risiken zu mindern, zu übertragen, zu akzeptieren oder zu kontrollieren; oder
    • welche Verfahren zur Priorisierung klimabezogener Risiken es gibt.
    • wie Wesentlichkeitsbestimmungen innerhalb der Organisationen getroffen werden.
 
  • Die Deutsche Telekom managt (klimabedingte) Chancen und Risiken, die durch intensives Risiko-Screening identifiziert und auf der Grundlage von Marktforschung und Expertenwissen bewertet werden, gemäß dem oben beschriebenen Prozess, der durch unseren Geschäftsbericht veröffentlicht wird.
c) Beschreiben Sie, wie die Prozesse zur Identifizierung, Bewertung und zum Management klimabezogener Risiken in das Risikomanagement der Organisation integriert sind.  
  • Wie sind Prozesse zur Identifizierung, Bewertung und zum Management klimabezogener Risiken in das Gesamtrisikomanagement integriert?
  Bitte beachten Sie: Derzeit evaluieren wir intern, wie die Berichterstattung zu klimabezogenen Finanzrisiken und Opportunitäten an den Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) ausgerichtet werden kann. Dies soll aufbauend auf den bestehenden Ansätzen der Strategie, des Controllings und Risikomanagements geschehen.
Kennzahlen und Zielsetzungen
Disclosures   Guidance   Input
a) Offenlegung der Messgrößen, die in Übereinstimmung mit ihrer Strategie und ihrem Risikomanagementprozess von der Organisation zur Bewertung klimabezogener Chancen und Risiken verwendet werden  
  • Kennzahlen, die zur Messung und zum Management klimabezogener Risiken und Chancen verwendet werden
  • Kennzahlen zu klimabezogenen Risiken im Zusammenhang mit Wasser, Energie, Landnutzung und Abfallmanagement (wo relevant)
  • Beschreibung, ob und wie damit verbundene Leistungskennzahlen in die Vergütungsrichtlinien aufgenommen werden.
  • Wo relevant:
    • Interner CO2-Preis
    • Klimabezogene Opportunitätskennzahlen (z.B. Einnahmen aus Produkten und Dienstleistungen, die für eine kohlenstoffärmere Wirtschaft entwickelt wurden)
  • Kennzahlen für historische Zeiträume, um eine Trendanalyse zu ermöglichen
  • Beschreibung der Methoden zur Berechnung oder Schätzung klimabezogener Kennzahlen (wo nicht offensichtlich).
 
b) Offenlegung der Treibhausgas(THG)-Emissionen (Scope 1, Scope 2 und ggf. Scope 3) und der damit verbundenen Risiken  
  • Scope-1- und Scope-2-Emissionen
  • Scope-3-Emissionen und die damit verbundenen Risiken
  • Berechnung der THG-Emissionen in Übereinstimmung mit der Methode des GHG-Protokolls, um eine Aggregation und Vergleichbarkeit über Organisationen und Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen.
  • Gegebenenfalls die Bereitstellung von verwandten, allgemein anerkannten branchenspezifischen THG-Effizienzkennzahlen
  • THG-Emissionen und die damit verbundenen Kennzahlen für historische Zeiträume, um eine Trendanalyse zu ermöglichen
  • Beschreibung der Methoden zur Berechnung oder Schätzung der Metriken verwendeten Methoden (wo nicht offensichtlich).
 
  • Die Telekom legt die Scope-1-3-Emissionen jährlich in ihrem CR-Bericht und Geschäftsbericht offen.
  • Die Scope-1- und -2-Emissionen werden nach dem GHG-Protokoll berechnet. Die Berechnung der Scope-3-Emissionen orientiert sich am GHG-Protokoll.
  • Die CO2-Intensität der Telekom wird jährlich im CR-Bericht und im Geschäftsbericht veröffentlicht (ESG KPI Carbon Intensity). Dieser setzt die CO2-Emissionen ins Verhältnis zum bewältigten Datenvolumen.
  • Historische Kennzahlen der Telekom und der Landesgesellschaften sind im Kennzahlen-Tool des CR-Berichts zu finden.
c) Beschreiben Sie die Ziele, die von der Organisation verwendet werden, um klimabedingte Chancen und Risiken und die Leistung im Vergleich zu den Zielen zu managen.  
  • Beschreibung der wichtigsten klimabezogenen Ziele (z.B. in Bezug auf THG-Emissionen, Wasser- und Energieverbrauch usw.) in Übereinstimmung mit den zu erwartenden regulatorischen Anforderungen oder Marktzwängen oder anderen Zielen
  • Weitere Ziele können sein:
    • Effizienz- oder finanzielle Ziele
    • Toleranzgrenzen für finanzielle Verluste
    • Vermiedene THG-Emissionen über den gesamten Produkt-lebenszyklus
    • Nettoeinkommensziele für Produkte und Dienstleistungen, die für eine kohlenstoffärmere Wirtschaft entwickelt wurden
  • Bei der Beschreibung der Ziele sollten die folgenden Punkte berücksichtigt werden:
    • Ob das Ziel absolut oder intensitätsbezogen ist
    • Den Zeitrahmen, für den das Ziel gilt
    • Das Basisjahr, ab dem der Fortschritt gemessen wird
    • Die Leistungsindikatoren, die zur Bewertung der Fortschritte im Vergleich zu den Zielen verwendet werden
  • Beschreibung der zur Berechnung von Zielen und Maßnahmen verwendeten Methoden (wo nicht offensichtlich).
 
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Unser Umgang mit Klimarisiken

Im Rahmen unserer integrierten Klimastrategie ermitteln wir mögliche Chancen und Risiken, die für uns sowie für unsere Stakeholder img bestehen.
Unser Vorstand wird vierteljährlich mit dem „Group Risk Report“ über aktuelle Klimarisiken. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancenmanagement“ im Geschäftsbericht.

Physische Risiken
Extreme Wetterbedingungen infolge des Klimawandels können sich negativ auf unsere Geschäftsprozesse auswirken und zu Störungen im Netz oder gar Netzausfällen führen. 
Solche Ausfälle können unter anderem die Steuerung von Rettungseinsätzen massiv beeinträchtigen, wenn nicht gar unmöglich machen. 
Damit wir in solchen Fällen angemessen reagieren können, definiert unsere interne Richtlinie „Group Policy on Continuity and Situation Management“ Verantwortlichkeiten, Prozesse und Maßnahmen. Sie legt außerdem den Umgang mit Notfall- und Krisensituationen, etwa einer Flut, fest. Zusätzlich berücksichtigen wir mögliche Folgen des Klimawandels bei der Planung unserer zukünftigen Geschäftstätigkeit. So bauen wir zum Beispiel unsere Netzinfrastruktur so aus, dass sie Unwettern, Temperaturveränderungen oder höheren Windgeschwindigkeiten standhält.

Finanzielle Risiken
Der drohende Klimawandel birgt aber auch finanzielle Risiken, sei es durch Abgaben für CO2-Emissionen oder erhöhte Energiekosten. Einen Beitrag zur Vorbeugung leisten wir, indem wir unter anderem unsere eigene Energieeffizienz erfassen und Maßnahmen entwickeln, um diese zu verbessern. Zudem können Extremwetterereignisse zu Infrastrukturausfällen führen, was zusätzliche Investitionen in eine robustere Infrastruktur erforderlich machen könnte.

Prävention
Wir helfen auch unseren Kunden mit innovativen Lösungen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren (Mitigation). Beispiele dafür sind innovative Projekte im Bereich nachhaltiger Stadtentwicklung und Mobilität oder auch sogenannte Echtzeitlösungen für die Landwirtschaft. Diese helfen nicht nur Emissionen zu reduzieren, sondern auch den Einsatz von Düngemitteln, Saatgut oder Maschinen zu optimieren. Eine Steigerung der Erträge kann zudem zur Erreichung des Sustainable Development Goal (SDG) 2, „Kein Hunger“, beitragen. Daneben unterstützen wir unsere Kunden auch dabei, mit den negativen Folgen des Klimawandels umzugehen (Adaptation). Im Falle einer drohenden Katastrophe kann unsere Infrastruktur beispielsweise für die Verbreitung von Warnhinweisen über sogenannte Frühwarn-Apps genutzt werden.