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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Unser Ansatz für energieeffiziente Netze

In Europa und den USA betreiben wir eigene Fest- beziehungsweise Mobilfunknetze. Der größte Anteil unseres Energiebedarfs geht auf den Betrieb dieser Netzinfrastruktur zurück. Im Interesse unserer Kunden steigern wir laufend die Kapazität und Leistung unserer Netze, um wachsende Datenmengen zu bewältigen und die Geschwindigkeit und Qualität der Datenübertragung zu verbessern. Gleichzeitig steigt dadurch jedoch auch der Energiebedarf. Um diesen zu reduzieren, verfolgen wir diese Ansätze:

  • Wir modernisieren unsere Netzinfrastruktur: Dazu stellen wir unter anderem auf IP-Technologie um und bauen nicht mehr benötigte Technik ab.
  • Wir optimieren die Bereitstellung und Umwandlung von Energie mithilfe von technischen Innovationen.
  • Wir arbeiten daran, das Thema „Energieeffizienz“ bereits in der Architektur- und Designphase der Auswahl von neuen Technologien durch Spezifikationen und Vorgaben fest zu verankern.
  • Wir nutzen energieeffizientere Technik, nicht nur für unsere Netze, sondern auch zur Beleuchtung, Überwachung und vor allem Kühlung unserer Anlagen. Eine wichtige Rolle spielt dabei unser interner Energiedienstleister Power & Air Solutions, dessen Energiemanagement seit 2013 nach ISO 50001 img zertifiziert ist.

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

ESG KPI „Energy Intensity“ Deutsche Telekom Konzern KPI

Seit 2016 berichten wir der ESG KPI img „Energy Intensity“. Anders als der in den Vorjahren genutzte ESG KPI „Energieverbrauch“ setzt dieser den Energieverbrauch ins Verhältnis zum bewältigten Datenvolumen. Mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. 

Unser Ambitionsniveau: KPI senken

ESG KPI „Energy Intensity“ Deutsche Telekom Konzern

  Daten durch PwC geprüft. Detaillierte Prüfkommentare siehe „Konzern DT in Deutschland“ 

Im Zähler des ESG KPI wird der gesamte Energieverbrauch aller Energieträger – Treibstoff, Gas, Fernwärme und Strom – berücksichtigt. Das Datenvolumen setzt sich zusammen aus dem transportierten IP-Datenvolumen (u. a. IP-Telefonie, Internet, IP-TV). 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Der ESG KPI img "Energieintensität" ist relevant für den GRI-Indikator GRI 302-3 (Energieintensität). Die Angabe ist relevant für die EFFAS-Kennzahl E01-01 (Energy consumption, total). Sie ist weiterhin relevant für das Kriterium 12 (Ressourcenmanagement) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 7 (Vorsorgeprinzip) und 8 (verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt).

ESG KPI „Energy Intensity“ Konzern DT in Deutschland KPI

Seit 2016 berichten wir den ESG KPI img „Energy Intensity“. Anders als der in den Vorjahren genutzte ESG KPI „Energieverbrauch“ setzt dieser den Energieverbrauch ins Verhältnis zum bewältigten Datenvolumen. Mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. 

ESG KPI „Energy Intensity“ Konzern DT in Deutschland

   Daten durch PwC geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen. In 2017 wurde die Berechnungsmethode angepasst. Werte sind mit den Vorjahreswerten nicht direkt vergleichbar.

Im Zähler des ESG KPI wird der gesamte Energieverbrauch aller Energieträger – Treibstoff, Gas, Fernwärme und Strom – berücksichtigt. Das Datenvolumen setzt sich zusammen aus dem transportierten IP-Datenvolumen (u. a. IP-Telefonie, Internet, IP-TV). 

   

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Der ESG KPI img „Energy Intensity“ ist relevant für den GRI-Indikator GRI 302-3  (Energieintensität). Die Angabe ist relevant für die EFFAS-Kennzahl E01-01 (Energy consumption, total). Sie ist weiterhin relevant für das Kriterium 12 (Ressourcenmanagement) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 7 (Vorsorgeprinzip) und 8 (verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt).

Gesamt-Energieverbrauch KPI

Der Gesamtenergieverbrauch ist gegenüber dem Vorjahr umProzent gestiegen. Dies resultiert aus dem rasant wachsenden Datenverkehr und dem damit verbundenen fortlaufenden Netzausbau. So stellen wir z. B. unsere Netzinfrastruktur auf IP-Technologie um; sie ist nicht nur leistungsstärker, sondern verbraucht auch weniger Strom als bestehende Technologien.

Daten durch PwC geprüft. Detaillierte Prüfkommentare siehe „Konzern DT in Deutschland“ und „T-Mobile US“.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Mit der Angabe unseres Energieverbrauchs nach Primärenergiequellen decken wir den GRI-Indikator GRI 302-1 (Energieverbrauch innerhalb der Organisation) sowie die EFFAS-Kennzahl E01-01 (Energieverbrauch Gesamt) teilweise ab. Durch die Offenlegung des Energieverbrauchs des Fuhrparks wird weiterhin der GRI-Indikator GRI 307-1 (Umweltauswirkungen des Transports) teilweise abgedeckt. Die Angabe ist weiterhin relevant für das Kriterium 11 des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen). Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 7 (Vorsorgeprinzip) und 8 (verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt).

Entkopplung Stromverbrauch und CO2-Emissionen KPI

Die Deutsche Telekom konnte von 2008 bis 2012 die aus ihrem Stromverbrauch resultierenden Emissionen auf null reduzieren, indem sie erneuerbare Energien über sogenannte RECS img(Renewable Energy Certificate System)-Zertifikate bezog. Diese Zertifikate haben jedoch nicht die aus unserer Sicht erhofften positiven ökologischen Wirkungen gezeigt. Die Nachfrage nach den Zertifikaten blieb insgesamt begrenzt. Dies hatte zur Folge, dass RECS-Zertifikate keinen nennenswerten Beitrag zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien leisten konnten. Es ist daher aus unserer Sicht ökologisch und ökonomisch sinnvoller, in die Reduktion unseres Energieverbrauchs zu investieren und die Energieeffizienz zu erhöhen, als RECS-Zertifikate zu erwerben. Zusätzlich kaufen wir verstärkt Strom aus erneuerbaren Energien ein.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Durch die Angabe decken wir die EFFAS-Kennzahl E16-05 (Verbrauch erneuerbarer Energien) vollständig ab. Die Angabe ist weiterhin relevant für die Kriterien 3 (Strategische Analyse, Strategie und Ziele), 11 und 12 (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 7 (Vorsorgeprinzip) und 8 (verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt).

Energieeffizienz in Gebäuden

Unser Beitrag zu den SDG

Die Telekom in Deutschland legt ihren Fokus beim Energiemanagement auf Energieeinsparungen. Entsprechend beobachten und überwachen wir fortlaufend sämtliche Energiebedarfsträger. Auf Basis dieser Daten identifizieren wir, wo Potenziale zur Effizienzsteigerung liegen. Ziel des Energiemanagements ist es, den Primärbedarf von Gebäudestrom und Heizenergie zu minimieren. Für die Auswahl künftiger Energieträger sind Nachhaltigkeitsaspekte maßgebend.

Zur Erreichung der Ziele verfolgen wir unter anderem folgende Strategien:

  1. Durch innovative Standort- und Bürokonzepte reduzieren wir Leerstand und optimieren so die Flächenauslastung unserer Gebäude.
  2. Wir ermitteln den Handlungsbedarf für Energieeinsparungen, indem wir ähnliche Gebäude anhand von Kennzahlen wie „Kilowattstunden pro Quadratmeter“ miteinander vergleichen. Ebenso führen wir Lastganganalysen einzelner Gebäude durch, um Auffälligkeiten im Energieverbrauch zu identifizieren.
  3. Über Kommunikationsmaßnahmen wollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Energieverbrauch sensibilisieren und zu einem energiebewussten Verhalten am Arbeitsplatz motivieren.

Die Telekom-Tochtergesellschaft Power & Air Solution Management GmbH (PASM img) bezieht die Energie für die deutschen Telekom-Konzerngesellschaften. Ihr Energiemanagementsystem ist nach der internationalen Norm ISO 50001 img zertifiziert. Zusätzlich werden die Büroimmobilien der Telekom alle vier Jahre einem Energieaudit gemäß DIN-Norm 16247 unterzogen.

Heizung und Warmwasser
Um unseren Verbrauch weiter zu senken, ermitteln wir regelmäßig den Instandsetzungsbedarf unserer Immobilien und führen Wirtschaftlichkeitsanalysen durch. Hierbei konzentrieren wir uns auf die notwendigen und besonders wirtschaftlichen Maßnahmen, zum Beispiel:

  • Energetische Optimierung von Heizzentralen (z.B. durch Austausch veralteter Brennertechnologien)
  • Erneuerung von Wärmeerzeugern und dazugehörigen hydraulischen Komponenten (wie z.B. Pumpen oder Ventile)
  • Nutzung von Abwärme (z.B. durch Einsatz von Wärmerückgewinnungssystemen)
  • Einsatz von Kraftwärmekopplung (z.B. durch Blockheizkraftwerke)
  • Reduzierung von Bereitstellungsverlusten in der Warmwasserbereitung (z.B. durch Umstellung auf dezentrale Warmwasserversorgung)

Elektrizität
Den größten Anteil am Gebäudestromverbrauch hat die versorgungstechnische Infrastruktur der Bürogebäude (z.B. Pumpen, Lüftungs- und Kälteanlagen, Gebäudeautomationssysteme, Aufzüge und Beleuchtung). Um den Gebäudestromverbrauch zu senken, setzen wir bei unseren Maßnahmen den Fokus auf folgende Bereiche:

  • Einsatz von LED-Beleuchtung und Bewegungsmeldern
  • Einsatz von effizienter Gebäudetechnik (z.B. Hocheffizienzpumpen, frequenzabhängige Ventilatoren)
  • Optimieren von vorprogrammierten Nutzungsprofilen (z.B. durch Abwesenheitsprofile)
  • Einsatz effizienter Gebäudeautomationssysteme

Gebäudehülle
Bei allen Bau- und Sanierungsmaßnahmen der Gebäudehülle ist ihre energetische Effizienz maßgebend. Dazu zählen die energetische Konzeption von Fassaden, Dachflächen, Türen und Fenstern.

ESG KPI „PUE“ – weniger CO2-Verbrauch in Rechenzentren KPI

Eine wichtige Kennzahl zur Steuerung unserer Klimaschutzmaßnahmen und der Effizienz unserer Rechenzentren ist der jährlich erhobene „Power Usage Effectiveness img (PUE img)“-Wert. 

Der PUE-Faktor ist ein Indikator für die Effizienzsteigerung der Infrastruktur in unseren Rechenzentren (RZ). Dieser berechnet sich aus dem Verhältnis zwischen der verbrauchten elektrischen Gesamtenergie des RZ und der elektrischen Energieaufnahme der IT. Zwischen 2011 und 2019 konnten wir den durchschnittlichen globalen PUE-Wert unserer T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,64 senken. Analog dazu konnte für Deutschland ein Rückgang von 1,67 auf 1,56 zwischen 2008 und 2019 erreicht werden.

Um die CO2-Emissionen unserer Rechenzentren zu reduzieren, optimieren wir den Energieverbrauch der einzelnen RZ-Standorte und verbessern Prozesse über die weltweite RZ-Landschaft hinweg. Unsere modernen Rechenzentren wie München oder Biere sind für einen PUE-Wert von 1,36 angelegt und damit deutlich effizienter als der Durchschnitt deutscher Rechenzentren, die bei etwa 1,8 liegen. Den PUE-Wert für den Betrieb unseres Festnetzes in Deutschland wollen wir bis 2020 auf 1,4 senken. Auch für diesen Wert prognostizieren wir in den nächsten Jahren einen weiteren Rückgang. So können wir den durch wachsende Datenmengen und neue Leistungsmerkmale zunehmenden Energiebedarf der Anlagen zum Teil kompensieren.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter
Von 2013 bis 2018 lief das Programm „DC11@2018“. Es hatte zum Ziel, weltweit Rechenzentrumskapazität in Rechenzentren (RZ) mit neuester IT-Technologie zusammenzuführen und so die Energieeffizienz zu verbessern. Ziel war es, einen gemittelten PUE-Wert von 1,4 zu erreichen. Dazu wurden sowohl RZ-Flächen und -Standorte reduziert als auch bestehende RZ-Infrastruktur virtualisiert. Im Zuge dessen nahmen wir mehrere alte Rechenzentren in Deutschland vom Netz. In den Rechenzentren Biere und München sowie weiteren internationalen Rechenzentren wie am Standort Barcelona in Spanien wurde die Klimatisierung optimiert.

Den angestrebten PUE-Wert von 1,4 konnten wir jedoch nicht erreichen. Ende 2019 lag der Wert bei 1,64. Grund hierfür ist unter anderem das schrittweise Zurückfahren alter RZ, deren Effizienz sich im Zuge der Abschaltung durch eine geringere Auslastung verschlechtert. Ein weiterer Grund ist die Inbetriebnahme des neu errichteten Rechenzentrums Biere (zweiter Bauabschnitt), das anfangs aufgrund geringer Auslastung nur geringe Effizienz aufwies. Inzwischen befindet es sich in der Hochlaufphase und die Effizienz verbessert sich mit steigender Auslastung.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter

Zum Abschluss des Programms „DC11@2018“ wurden weitere Maßnahmen identifiziert. Anfang 2019 wurde daher das Nachfolgeprogramm „Data-Center-Next“ gestartet mit dem Ziel, die IT-Landschaft weiter zu homogenisieren und die Auslastung der Rechenzentrumsinfrastruktur zielgerichtet nach dem IT-Bedarf zu optimieren, um damit die Effizienz weiter zu steigern. Angewandt werden dabei Faktoren, die einen positiven Einfluss auf die PUE-Entwicklung in einem RZ haben, wie zum Beispiel eine selektive Kühlung, sowie die Erhöhung der Temperatur innerhalb des möglichen Bereichs – bei gleichzeitiger Berücksichtigung von festgelegten Grenzwerten.

Für unser hocheffizientes Rechenzentrum in Biere haben wir uns einen PUE-Zielwert von 1,3 gesetzt. Für die Zielerreichung sind unter anderem die Einhaltung eines vorgegebenen Temperaturbereichs, eine Auslastung der Kapazitäten von mindestens 80 Prozent und eine weitestgehend homogene IT-Landschaft notwendig. Unter anderem durch die Verlagerung der Daten von ineffizienten Rechenzentren nach Biere konnten wir dort bis Ende 2019 bereits einen PUE-Wert 1,32 erreichen. Außerdem hat das Rechenzentrum die anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) in Gold erhalten.