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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Liebe Leserinnen und Leser, 

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender, Bonn, Deutschland
Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender, Bonn, Deutschland

seit den 1990er-Jahren übernehmen wir Verantwortung für die großen Themen unserer Zeit: Klimawandel, soziale Gerechtigkeit oder digitale Teilhabe sind für die Deutsche Telekom zentrale Handlungsfelder. Die Herausforderungen wachsen jedoch exponentiell und reichen von der Bedrohung unserer Demokratie durch mediale Phänomene wie Fake News und Filterblasen bis hin zum wiedererstarkenden Populismus in Teilen unserer Gesellschaft. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir heute mehr brauchen als nur einen Fokus auf Nachhaltigkeit – wir brauchen ein nachhaltiges Geschäftsmodell. 2019 haben wir deshalb unsere Konzernstrategie modifiziert und „Verantwortung leben“ explizit darin verankert. Und daran arbeiten wir, Schritt für Schritt. 

So haben wir uns neue, ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt: 90 Prozent weniger Emissionen bis 2030, dazu bereits ab 2021 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. Und das für unseren gesamten Konzern. Jedoch entstehen 80 Prozent unseres CO2-Fußabdrucks bei der Herstellung und Nutzung unserer Produkte. Diese Emissionen wollen wir bis 2030 pro Kunde um 25 Prozent senken. Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat uns als drittem DAX-Konzern bestätigt, dass unsere Klimaschutzziele zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens beitragen. Darüber hinaus haben wir unsere Wertschöpfungskette auf weitere Stellschrauben für mehr Klima- und Ressourcenschutz geprüft. In unserem Konzernprogramm „We Care for our Planet“ bündeln wir ausgewählte Initiativen, in denen wir daran arbeiten, als Konzern Stück für Stück „grüner“ zu werden – Beispiele sind unser nachhaltiger Smartphone-Kreislauf, die Reduktion von Verpackung oder die Umstellung unserer Service-Flotte auf alternative Antriebe.

Mit unseren Medienkompetenzinitiativen fördern wir zudem den sicheren und kompetenten Umgang mit digitalen Medien. Denn Digitalisierung hat auch Schattenseiten. Wie erkennen wir zum Beispiel extremistische Meinungsmache im Netz? 2019 standen diese Initiativen unter der Überschrift „Digitale Demokratie“. Unser Ziel ist es, alle Menschen, ob im privaten oder im gesellschaftlichen Kontext, mit den digitalen Möglichkeiten von heute und morgen zu verbinden. Deshalb lautet unser Purpose: „Wir geben uns erst zufrieden, wenn alle #dabei sind.“

Digitalisierung hat zudem enorme Auswirkungen auf die Arbeitswelt – auch bei der Telekom. Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die immer komplexere digitalisierte Arbeitswelt mitnehmen. Dazu haben wir Lernen zu einem festen Bestandteil unseres Joballtags gemacht. Mit unserem „Manifest der agilen Arbeit“ haben wir uns 2019 gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat Leitplanken für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt gesetzt. 

Außerdem stehen wir für eine verantwortungsvolle Digitalisierung ein. Wir sind das erste Unternehmen, das sich Leitlinien für einen ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) gesetzt hat. 2019 haben wir unter anderem Schulungen und Workshops zu deren Umsetzung durchgeführt, die KI-Leitlinien in vertragsrelevante Vorgaben für unsere Lieferanten integriert, ein internes Prüfsiegel für ethische KI-Produkte entwickelt sowie eine Konferenz zu „Digitaler Ethik“ veranstaltet. 

An unseren Taten und nicht an Worten wollen wir uns messen lassen! Über unsere vielfältigen Nachhaltigkeitsaktivitäten berichten wir auch in diesem Jahr umfassend und transparent im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht. 

Unverändert Bestand hat unser Bekenntnis zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Beide Rahmenwerke zählen zusammen mit den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung zu den Leitplanken unserer Arbeit.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre!
Ihr
Tim Höttges