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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Unser Ansatz zum Schutz der Menschenrechte

Unser Beitrag zu den SDG

Die Telekom bekennt sich ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Die Prinzipien verlangen, Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte systematisch zu identifizieren und negative Folgen zu verhindern, abzumildern oder bei Bedarf wiedergutzumachen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben wir für den gesamten Konzern ein umfassendes Programm zur Implementierung der Leitprinzipien entwickelt und einen fortlaufenden Prozess aus mehreren ineinandergreifenden Maßnahmen und Instrumenten eingeführt (siehe Grafik).

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Grundsatzerklärung zu Menschenrechten
Die Pflicht zur Achtung der Menschenrechte, der Persönlichkeitsrechte und der Meinungsfreiheit, zur Wahrung des Rechts auf Kollektivvereinbarungen sowie zur Gewährleistung von Vielfalt und Chancengleichheit ist in folgenden grundlegenden Regelwerken der Telekom verankert:

So gehen wir mit Beschwerden hinsichtlich der Menschenrechte um:
Über das anonyme Hinweisgeberportal „Tell me!“ und unsere seit 2013 bestehende Kontaktstelle für Menschenrechte nehmen wir jederzeit Beschwerden über mögliche Menschenrechtsverletzungen entgegen. Die Kontaktstelle ist unter der öffentlichen E-Mail-Adresse humanrights@telekom.de erreichbar. Eine vollständige Übersicht der Kontaktmöglichkeiten findet sich außerdem auf dem „Tell me!“-Portal. Wir untersuchen alle Hinweise und leiten Gegenmaßnahmen ein, sofern sich die Hinweise als plausibel herausstellen. Wie wir mit den 2019 erhaltenen Mitteilungen umgegangen sind, erfahren Sie hier. Zudem werden seit 2013 auch bei Unternehmensbewertungen, die bei Fusionen und Akquisitionen üblich sind, Menschenrechtsaspekte integriert.

Menschenrechtsrisiko- und Auswirkungsanalyse
Zur Überprüfung möglicher Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte erstellen wir jedes Jahr einen zentralen Menschenrechts- und Sozialbericht (Human Rights & Social Performance Report). 2019 erklärten darin alle befragten 117 Gesellschaften, dass sie die Prinzipien der Grundsatzerklärung „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ einhalten. Für 2019 verzeichnet der Bericht keinerlei Verstöße. 

Menschenrechte und Mitarbeiterbeziehungen in den Landesgesellschaften
Bei Bedarf führen wir spezielle Begutachtungsprozesse zur Einschätzung der Arbeitgeber-Mitarbeiter-Beziehungen in den Landesgesellschaften durch, mit denen wir die Konzernrichtlinie zu Mitarbeiterbeziehungen („Employee Relations Policy“) umsetzen. Dabei berücksichtigen wir auch die Ergebnisse des Cockpits für Menschenrechte und Mitarbeiterbeziehungen („Human Rights & Employee Relations Cockpit“). 

Mit diesem Instrument messen wir die Fortschritte der Landesgesellschaften anhand von fünf menschenrechtsbezogenen Kennzahlen:

  • Mitarbeiterzufriedenheit (Quelle: halbjährliche Pulsbefragung)
  • Bereitschaft, die Telekom als Arbeitgeber zu empfehlen (Quelle: halbjährliche Pulsbefragung)
  • Gesundheitsquote (Quelle: HSE Cockpit)
  • Arbeitnehmerseitige Kündigungen (Quelle: HSE Cockpit)
  • Landesspezifische Menschenrechtsrisiken (gemäß Maplecrofts „Human Rights Risk Index“)

Für jede Kennzahl wird die jeweilige Landesgesellschaft gemäß einem Ampelsystem eingestuft. Anschließend werden die Ergebnisse mit den Regionalmanagern der Landesgesellschaft diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen wie „Human Rights Impact Assessments“ oder „Employee Relations Policy Reviews“ vereinbart.

Wirksamkeitskontrolle der Menschenrechte in der Lieferkette 
Unsere Lieferanten nehmen wir ausdrücklich mit in die Verantwortung, um die Achtung der Menschenrechte auch in unserem Einflussbereich außerhalb unseres Konzerns zu gewährleisten. Dazu haben wir ergänzend zu unserer nachhaltigen Einkaufsstrategie ein Lieferantenmanagement etabliert. Es soll die Nachhaltigkeitsleistung in unserer Lieferkette verbessern und dabei auch die Einhaltung von Menschenrechten gewährleisten. Bestandteil sind unter anderem auch Auditierungen unserer Lieferanten. Detaillierte Ergebnisse unseres konzernweiten Auditierungsprogramms können hier eingesehen werden.

Bewusstseinsschärfung, Training, Stakeholder-Engagement & Netzwerke 
Um die Wahrung der Menschenrechte gemäß unseren Leitlinien und unserem Menschenrechtskodex zu gewährleisten, bieten wir weltweit allen Beschäftigten Online-Trainings zum Thema Menschenrechte an. Diese werden ergänzt durch interne Kommunikationskampagnen, mit denen wir über wichtige Aspekte des Themas wie Antidiskriminierung informieren.

Darüber hinaus arbeiten wir in zahlreichen Netzwerken wie dem Global Compact und econsense mit. Gemeinsam mit anderen Unternehmen, der Politik und der Zivilgesellschaft können wir auf bestehende Missstände aufmerksam machen und Lösungen vorantreiben.

„Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“

2017 haben wir unsere Sozialcharta img überarbeitet und zu der Grundsatzerklärung „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ weiterentwickelt. Diese wurde im November 2017 vom Vorstand verabschiedet. 

Mit der Aktualisierung haben wir unser Bekenntnis zum Schutz der Menschenrechte und zu den Zielen des „Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte“ der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 bekräftigt. 

Mit der Grundsatzerklärung bekennen wir uns darüber hinaus zu

  • den Leitlinien und der Grundsatzerklärung für multinationale Unternehmen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO img), 
  • der Konvention der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD img), 
  • der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie
  • den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und dem Global Compact der Vereinten Nationen.

Hinweise und Anfragen zum Thema Menschenrechte

Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 erhielten wir über unsere Kontaktstelle für Menschenrechte oder über das Hinweisgebersystem „Tell me!“ acht Hinweise mit Menschenrechtsbezug.

  • Die meisten Anfragen und Hinweise bezogen sich auf das Thema „Einhaltung und Überprüfung von Menschenrechten bei der Deutschen Telekom“. Nicht alle Hinweise wurden als plausibel bewertet. 
  • Des Weiteren erhielten wir einige Spenden- und Unterstützungsanfragen, die wir an die verantwortlichen Kollegen weiterleiteten. 
  • Alle Hinweise wurden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Menschenrechte und Social Performance Report KPI

Die Telekom bekennt sich ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und hat die Prinzipien im "Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze" verankert.

Social Performance Report
Um mögliche Auswirkungen auf die Menschenrechte zu überprüfen, betreiben wir seit 2013 eine zentrale Kontaktstelle für Menschenrechte und erstellen jedes Jahr einen Sozialbericht („Social Performance Report“). 2019 erklärten darin alle befragten 117 Gesellschaften, dass sie die Grundsätze und Prinzipien des „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ einhalten. Für den Zeitraum Januar bis Dezember 2019 verzeichnet der Bericht wiederholt keinerlei Verstöße.

Hinweisportal
Hinweisgeberportal „Tell me!“:Hinweise mit Menschenrechtsbezug in 2019.

Assessments & Review

  • Ein „Human Rights Impact Assessment“ in 2019 (Verfahren zur Abschätzung von tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf die Menschenrechte und der Fähigkeit der Organisation, diese Auswirkungen zu verhindern, mildern oder zu beheben): T-Systems India.
  • Ein „Employee Relations Policy“ Review in 2019: T-Mobile Polska und Deutsche Telekom Außendienst 

Zur Messung der menschenrechtlichen Auswirkungen wird außerdem das  Human Rights & Employee Relations Policy Cockpit genutzt. Dafür werden bei den Landesgesellschaften fünf menschenrechtliche Kennzahlen erhoben und gemäß des Ampelsystems ausgewertet. 

  Daten durch PwC geprüft. 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Die Angabe der Teilnehmer am Social Performance Report ist relevant für den der GRI-Indikator GRI 412-1 (Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrecht oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden). Die Angabe ist teilweise relevant für die EFFAS-Kennzahl S07-02 (Percentage of total facilities certificated according to SA 8000 standard). Sie ist weiterhin relevant für das Kriterium 17 (Menschenrechte) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 1 und 2 (Schutz der internationalen Menschenrechte).

Yvonne Hommes

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Yvonne Hommes