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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Unser Ansatz für Gesundheit und Arbeitssicherheit

Unser Beitrag zu den SDG

Die übergeordnete Verantwortung für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz trägt der Vorstand. Unsere Maßnahmen zur „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ bündeln und steuern wir auf Konzernebene; vor Ort sind Health & Safety Manager dafür verantwortlich, sie umzusetzen. Die allgemeinen Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Maßnahmen des Gesundheits- und Sicherheitsmanagements haben wir im Handbuch „Health & Safety Environment“ festgeschrieben. Es dient dazu, unsere Managementsysteme konzernweit zu vereinheitlichen und gezielt auszurichten.

Über zertifizierte Managementsysteme sowie entsprechende Leit- und Richtlinien ist der Arbeitsschutz (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) fest in unseren Strukturen verankert. Grundlage dafür ist die ISO-Norm 45001. Als eines der ersten DAX-Unternehmen haben wir unser H&S-Managementsystem nach ISO 45001 zertifizieren lassen. Bis Ende des Berichtsjahres 2019 wurden insgesamt 92 nationale und internationale Standorte gemäß den Normen ISO 45001 und ISO 14001 img auditiert und die Zertifikate aktualisiert.

Mit zahlreichen zielgruppenspezifischen Maßnahmen und breit angelegten Angeboten unterstützen wir unsere Beschäftigten dabei, ihre Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Zugleich legen wir höchsten Wert auf Sicherheit am Arbeitsplatz. Gesetzliche Vorgaben zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit stellen dabei für uns Minimalanforderungen dar. Insbesondere der Sensibilisierung, Prävention und Eigenverantwortung messen wir große Bedeutung bei. Unser Portfolio an Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit umfasst auch eine Vielzahl freiwilliger Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Dazu gehören zum Beispiel

  • ein jährlicher, umfassender Gesundheitscheck durch den Betriebsarzt,
  • Impfungen und Hygienemaßnahmen,
  • Darmkrebsvorsorge,
  • Seminare zur Erholungsfähigkeit, gesundheitsorientierte Führung,
  • Online-Trainings zu Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie
  • Fahrsicherheitstrainings.

Wirksamkeit unserer Maßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die Wirksamkeit unserer Maßnahmen evaluieren wir systematisch. Dabei greifen wir unter anderem auf Ergebnisse unserer Mitarbeiterbefragung, Auswertungen aus den tariflichen Belastungsschutzregelungen, Wettbewerbsanalysen sowie weitere Kennzahlen zurück. Diese Daten analysieren wir und leiten daraus jedes Jahr Maßnahmen ab, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Verschiedene Kennzahlen belegen die Wirksamkeit unserer Leistungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement:

  • Bei der Telekom in Deutschland beträgt die Gesundheitsquote (mit Berücksichtigung von Langzeitkranken) 2019 94,0 Prozent (Vorjahr 93,6 %). Die Gesundheitsquote ohne Berücksichtigung der Langzeitkranken betrug 2019 95,5 Prozent (Vorjahr 95,3 %). Die Gesundheitsquote wird zum Ende jeden Quartals an den Vorstand berichtet. Hierbei streben wir für 2020 ein konzernweites Ziel von 95,9 Prozent (ohne Berücksichtigung von Langzeitkranken) an.
  • Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr weiter verringert. Die Unfallquote lag 2019 in Deutschland mit 6,8 Unfällen (mit mehr als drei Ausfalltagen) pro Tausend Mitarbeiter weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt.
  • Der konzernweite Gesundheitsindex – ermittelt in 29 Ländern im Rahmen der konzernweiten Mitarbeiterbefragung 2019 – blieb stabil bei 3,6 (auf einer Skala von 1,0 bis 5,0). Trotz erlebter Belastungen und vor dem Hintergrund von Transformationsprozessen zeigten die gut ausgeprägten zur Verfügung stehenden Ressourcen Pufferwirkung.

2019 wurde das Health & Safety Management mehrerer internationaler Standorte ausgezeichnet. Awards erzielten unter anderem die OTE Group Greece sowie T-Systems Iberia und IT Services Hungary.
 

Psychosoziale Unterstützung bei Veränderungen im Unternehmen

Die psychosoziale Begleitung von Transformationsprozessen durch die Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung (MFB) hat bei der Deutschen Telekom AG konzernweit eine hohe Bedeutung. Ziel ist es, betroffene Mitarbeiter, Führungskräfte und Teams im Umgang mit beruflichen, aber auch privaten Veränderungen zu unterstützen und psychosozialen Krisen vorzubeugen.

Dazu bieten wir unter anderem kostenfreie und anonyme Individualberatungen sowie Sprechstunden an. Nach Anmeldung können die Beschäftigten persönliche Beratungen in Anspruch nehmen. Über die Hotline SPRECHZEIT können sie sofortige telefonische Beratung erhalten und werden bei Bedarf direkt an örtliche Experten oder Fachstellen vermittelt. Die Berater unterliegen der Schweigepflicht und kennen die Besonderheiten des Unternehmens.

Fach- und Führungskräfte unterstützen wir darüber hinaus mit begleitenden Angeboten, zum Beispiel mit Vorträgen und Workshops zu den Themen „Change“, „Veränderungen konstruktiv begegnen“, „Veränderung erfolgreich gestalten“ und zum Umgang mit psychischen Belastungsfaktoren. Über diese Angebote informieren wir gezielt an den von Veränderungsprozessen betroffenen Standorten. 

Transformationsprogramme wie „Zukunft gestalten“ der DT Technik GmbH führen nicht nur zu Veränderungen in der Organisation der Betriebe, sie verändern auch die Aufgaben und Arbeitsweisen. Das kann zu Belastungssituationen für die Beschäftigten führen. 2019 standen deshalb die Auswirkungen der Transformationsprogramme im Fokus unserer psychosozialen Beratungsangebote. Dabei ging es unter anderem auch um die Transformation zu einer agilen Organisation. Für Führungskräfte fanden verschiedene Module an Qualifizierungen statt, um sie auf ihre geänderte Führungsrolle vorzubereiten.

Im Zuge erforderlicher Restrukturierungen kam es im Berichtszeitraum auch zu Standortschließungen. Die dadurch bedingten Standortwechsel nahmen unsere Beschäftigten häufig zum Anlass, eine Individualberatung in Anspruch zu nehmen.

Digitalisierung und Gesundheit – gemeinsames Projekt mit BARMER

2017 haben wir zusammen mit der Krankenkasse BARMER das Modellprojekt „Digitalisierung und Gesundheit” gestartet. Wissenschaftlich begleitet von unter anderem der Universität St. Gallen und der Universität Köln arbeiten wir an Lösungen, die zur Stärkung der Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern im Kontext der Digitalisierung beitragen können. Die Deutsche Telekom ist damit das erste Unternehmen, das sich gemeinsam mit einer Krankenkasse wie hier der BARMER diesem Themenkomplex systematisch annimmt. Dazu entwickeln und bewerten wir in einem Zeitraum von drei Jahren verschiedene innovative Apps, Lösungen und Maßnahmen, die von Telekom­ Mitarbeiterinnen und ­-Mitarbeitern einem intensiven Praxistest unterzogen werden.

2019 haben unsere Beschäftigten unter anderem den „Digital Health Guide“ getestet, eine Online-Plattform, die Beschäftigte bei der Auswahl passender Gesundheitsangebote unterstützt und deren Nutzung vereinfacht. Zudem konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine App img namens NutriAssist ausprobieren. Sie analysiert den individuellen Bedarf an Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen oder Omega-Fettsäuren und gibt entsprechende Ernährungstipps. 2019 startete darüber hinaus das Pilotprojekt „Gesundes und achtsames Führen“. Es soll die digitale Gesundheitskompetenz der Beschäftigten verbessern. Dabei richtet es sich an Führungskräfte als wichtige Multiplikatoren. Anhand der Ergebnisse der Pilotprojekte wird entschieden, ob und wie die Angebote künftig bei der Deutschen Telekom eingesetzt werden.

Gesundheitsquote KPI

Die Gesundheitsquote hat sich für den Konzern Deutsche Telekom national im Jahr 2019 mit einem Durchschnittswert von 94 Prozent (inkl. der Langzeitkranken) gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent leicht verbessert. Die Hauptursachen für krankheitsbedingte Ausfalltage in der Deutschen Telekom AG sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, Atemwegserkrankungen und Störungen der psychischen Gesundheit.

Die Gesundheitsquote wird zum Ende jeden Quartals an den Vorstand berichtet. Hierbei streben wir für 2020 ein konzernweites Ziel von 95,9 % (ohne Berücksichtigung von Langzeitkranken) an.

In den einzelnen Gesellschaften sind gezielte Programme zur Gesundheitsprävention implementiert worden. In allen Segmenten wurden Führungskräfteschulungen zum Thema „Gesunde Führung“ eingeführt bzw. fortgesetzt. Führungskräfte sollen dadurch für die Thematik sensibilisiert und qualifiziert werden. Ergänzend dazu soll ein strukturiertes Fehlzeitenmanagement Abwesenheitszeiten zum regelhaften Bestandteil der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungskräften machen und dadurch frühzeitig Möglichkeiten zur Beeinflussung von krankheitsbedingten Fehlzeiten aufzeigen.

  Daten durch PwC geprüft. 

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

In Verbindung mit der Angabe der Arbeitsunfälle deckt die Angabe zur Gesundheitsquote den GRI-Indikator GRI 403-2 (Unfallarten und -häufigkeiten in der Organisation) teilweise ab. Die Kennzahl ist weiterhin relevant für das Kriterium 15 (Vielfalt und Gesundheitsschutz) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

Arbeitsunfälle in Deutschland KPI

Die Anzahl der Betriebs- und Wegeunfälle ist gegenüber 2018 gesunken. Die Unfallquote liegt weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen.

Um die Zahl der Arbeitsunfälle zu senken, nutzt die Deutsche Telekom ein Managementsystem für Arbeits- und Gesundheitsschutz. Auf Basis dieses zertifizierten Systems lässt sich der gesamte Prozess rund um den Arbeits- und Gesundheitsschutz strukturiert abbilden. So können wir Maßnahmenpakete entwickeln, die die Sicherheit unserer Mitarbeiter erhöhen.

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.