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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Sozialverträglicher Personalumbau

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der damit verbundenen Veränderungen gilt es, unsere Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Hiermit ist auch ein komplexer Personalumbau verbunden. Wir schaffen in Wachstumsfeldern neue Stellen und bauen dafür qualifiziertes Personal auf. In anderen Geschäftsfeldern stellen wir uns neu auf und verringern den Personalbestand. Alle Umbaumaßnahmen gestalten wir für unsere Beschäftigten seit jeher sozialverträglich. Dabei begleiten wir sie bestmöglich auf dem Weg in die digitalisierte Arbeitswelt. 

Bei der Umsetzung des Personalumbaus bei der Telekom in Deutschland unterstützt seit vielen Jahren der Personaldienstleister Vivento. Seit 2013 kümmert sich Vivento ausschließlich um die Betreuung und Vermittlung der beamteten Kolleginnen und Kollegen. 2019 standen vor allem Versetzungen von Beamtinnen und Beamten zum Zoll, zur Bundeswehr und zum Bundeszentralamt für Steuern im Fokus. Daneben konnten Beschäftigte auf einzelne Stellen in den öffentlichen Verwaltungen bei Bund, Ländern und Kommunen vermittelt werden. 2019 haben sich 321 Beamtinnen und Beamte (FTE img) der Telekom in Deutschland für einen dauerhaften Wechsel zu Bund, Ländern und Kommunen entschieden. Seit der Gründung von Vivento vor 16 Jahren haben sich über 52 000 Beschäftigte (FTE; Stichtag: 31.12.2019) mit der Unterstützung des Personaldienstleisters für eine neue Perspektive entschieden.

Arbeitnehmer im Personalüberhang werden seit einigen Jahren in den Segmenten betreut, darunter beispielsweise die T-Systems oder Telekom Deutschland: Die Segmente bieten ein spezielles Beratungskonzept zur beruflichen Neuorientierung an. Hierbei werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Veränderungsprozess frühzeitig und ganzheitlich mit dem Ziel einer dauerhaften neuen Beschäftigung begleitet und unterstützt.

Job Service & Placement (JSP): Personalumbau bei T-Systems

Das Systemgeschäft der Telekom befindet sich in einem Transformationsprozess. Zwischen 2018 bis Ende 2020 fallen rund 5 600 Stellen weg. Im Jahr 2019 standen Themen wie die Verlagerung von Tätigkeiten an Nearshore-Standorte img (kostengünstige Produktionsstandorte außerhalb Deutschlands) und die Automatisierung im Fokus. Gleichzeitig bauten wir in Wachstumsbereichen wie Cloud und Sicherheit neue Stellen auf, nutzten die eingesparten Mittel für Investitionen und gestalteten unsere Preise marktfähiger. Der interne Dienstleister „Job Service & Placement“ (JSP) berät und begleitet Beschäftigte bei den nötigen Veränderungsprozessen mit einem umfassenden Programm. Zudem flankiert T-Systems den Umbau sozialverträglich mit Instrumenten wie Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen.   

Ganzheitliches Personalumbau- und Transfermanagement der Telekom Deutschland GmbH

Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig für berufliche Veränderungen zu gewinnen, wurde bei der Telekom Deutschland GmbH bereits 2017 ein ganzheitliches Personalumbau- und Transfermanagement etabliert. 

Wo aktuell beziehungsweise in absehbarer Zeit Aufgaben wegfallen oder andere Qualifikationen nötig werden, werden betroffene Kolleginnen und Kollegen vorausschauend zu den Möglichkeiten einer beruflichen Neuorientierung beraten. Auch die Führungskräfte sind aktiv in den Veränderungsprozess eingebunden. Gemeinsam mit ihnen werden interne und externe Beschäftigungsalternativen betrachtet und konkrete persönliche Arbeitsmarktprofile erarbeitet. Darüber hinaus wird der individuelle Bewerbungsprozess unterstützt und – wo nötig – werden Qualifizierungen angeboten. Seit 2018 wurden bundesweit im Segment Deutschland img rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten. Rund zwei Drittel von ihnen konnten sich hierdurch bereits neue Optionen erschließen.

Instrumente zum sozialverträglichen Personalabbau Konzern DT in Deutschland KPI

Die Deutsche Telekom gestaltet Personalreduzierungen weiterhin sozialverträglich. Dazu setzte der Konzern auch in 2019 auf die schon bewährten Instrumente Vorruhestand, Abfindung und Altersteilzeit. 

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Die Kennzahl ist relevant für die Kriterien 6 (Regeln und Prozesse) und 14 (Arbeitnehmerrechte) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

Fluktuationsquote KPI

Die Fluktuationsquote in Deutschland hat sich gegenüber 2018 leicht erhöht und lag bei 2,23%. International hingegen ist sie gegenüber 2018 gesunken. Auf Konzernebene hat sie sich durch die Steigerung in Deutschland ebenfalls ein wenig erhöht und lag 2019 bei 5,32%.


 
Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.
Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

In Verbindung mit den weiteren Angaben zu den Mitarbeiterzahlen deckt die Angabe zum Anteil von Beamten an der Konzernbelegschaft den GRI-Indikator GRI 401-1 (Neueinstellung und Fluktuation) vollständig ab.

Anteil Beamte Konzernbelegschaft KPI

Die Zahl der Beamten war auch im Jahr 2019 weiter rückläufig. Die Gründe dafür: Seit der Privatisierung stellt die Deutsche Telekom keine Beamten mehr ein. Zu den natürlichen Altersabgängen kommen die Inanspruchnahme des vorzeitigen Ruhestands und weiterhin Versetzungen in andere Behörden. Dadurch ist der Anteil der Beamten an der Belegschaft von kontinuierlich gesunken.

 
Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

In Verbindung mit den weiteren Angaben zu den Mitarbeiterzahlen deckt die Angabe zum Anteil von Beamten an der Konzernbelegschaft den GRI-Indikator GRI 401-1 (Neueinstellung und Fluktuation) vollständig ab.