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  • Corporate Responsibility Bericht 2019

Auditergebnisse 2019 KPI

Über das auf Konzernebene aufgesetzte und gesteuerte Auditierungsprogramm wurden 2019 insgesamt 84 Audits img durchgeführt.

Wie in den Vorjahren konzentrierten wir unsere Auditaktivitäten auf Lieferanten in Asien, aber auch in Lateinamerika und Süd- und Osteuropa.

Zu den auditierten Lieferanten gehörten Produzenten aus den Bereichen IT-Hardware, -Software und -Dienstleistungen sowie Netzwerke und Endgeräte.
Bei den Überprüfungen haben wir einen Fall von Bestechung festgestellt und daraufhin die Geschäftsbeziehung mit dem Lieferanten mit sofortiger Wirkung beendet. Darüber hinaus wurden keine weiteren Fälle von Korruption oder Bestechung oder aber kritische Verstöße gegen Compliance-Regeln oder das Recht auf intellektuelles Eigentum aufgedeckt.

Legende: Themenbereich (Anzahl der Verstöße)

  • Von den 84 Lieferanten, die 2019 auditiert wurden (13 davon in sogenannten Validated Audit img Processes der Responsible Business Alliance img), waren circa 31 Prozent (26 Audits) direkte Lieferanten und 69 Prozent (58 Audits) Tier-2-, -3- und -4-Supplier, also indirekte Lieferanten.
  • Bei den 2019 durchgeführten Audits wurden insgesamt 567 Verstöße gegen die Lieferantenanforderungen der Telekom aufgedeckt. Dabei konnten, inklusive der Umsetzung einiger offener Verbesserungsmaßnahmen aus den Vorjahren, im Jahr 2019 insgesamt 165 Verstöße behoben werden. Unter den Verstößen waren zwei inakzeptable Vorkommnisse und acht kritische Befunde. Beispiele für inakzeptable und kritische Verstöße sowie eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen veröffentlichen wir in der unten stehenden Tabelle. Bei 45 Lieferanten wurden kritische Befunde im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, bei 45 im Bereich Arbeitszeiten, bei 34 im Bereich Umweltschutz, bei 24 bezüglich Arbeitspraktiken und bei 23 bezüglich Löhnen und Leistungsentgelt entdeckt. 15 kritische Befunde gab es im Bereich Unternehmensethik. Wie in den Vorjahren entfielen mit 43 Prozent die meisten Verstöße auf den Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (gegenüber 47 Prozent im Jahr 2018), gefolgt von Umwelt mit 16,4 Prozent (12,5 Prozent im Jahr 2018). Der Bereich Arbeitszeiten mit 15,7 Prozent nimmt den dritten Platz ein (2018: 16 Prozent).
Bereich   Befunde bei Lieferanten   Eingeleitete Verbesserungen Status
(Ende 2019)
Kinderarbeit & jugendliche Beschäftigte   Gemäß Beobachtungen vor Ort und Befragungen von Beschäftigten waren zwei jugendliche Beschäftigte einer Lötstation zugewiesen. Dies stellte eine gefährliche Aufgabe und einen Verstoß gegen nationale Rechtsvorschriften dar.   Einführung eines neuen Management- und Kontrollsystems für jugendliche Beschäftigte, einschließlich Schulung von Vorgesetzen, um zu vermeiden, dass junge Beschäftigte an gefährlichen Arbeitsstationen eingesetzt werden. abgeschlossen
Arbeitsschutz   Werk legte für zwei Produktionsgebäude und ein Wohnheim keine gültigen Brandschutzbescheinigungen vor.      Brandschutzbescheinigungen liegen jetzt für alle Gebäude vor; Brandschutzübungen werden regelmäßig durchgeführt. abgeschlossen
  Einige Evakuierungshinweistafeln in Produktionsgebäuden funktionierten nicht ordnungsgemäß. Außerdem waren Notausgänge und Fluchtwege im Wohnheim nicht vorschriftsmäßig markiert.   Alle Evakuierungshinweistafeln in Produktionsanlagen funktionieren jetzt ordnungsgemäß. Notausgänge und Fluchtwege im Wohnheim wurden vorschriftsmäßig markiert. Zusätzlich werden Brandschutzeinrichtungen in allen Produktionsanlagen und Wohnheimen regelmäßig inspiziert. abgeschlossen
  In einer Montagewerkstatt wurden dünnwandige Behälter aufbewahrt und verwendet, auf denen die darin enthaltenen Chemikalien zwar gekennzeichnet waren, jedoch nicht mit deren Hauptkomponenten, Sicherheitswarnungen usw..   Alle Chemikalienbehälter wurden mit vorschriftsmäßigen Sicherheitskennzeichen versehen. Zusätzlich wurden für alle Chemikalien Sicherheitsdatenblätter vorgelegt. abgeschlossen
Löhne & Gehälter   Das Werk zahlte Beschäftigten Löhne unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Das Werk zahlte darüber hinaus nicht die gesetzlich vorgeschriebene Überstundenvergütung.   Löhne der Beschäftigten wurden erhöht und liegen jetzt oberhalb der örtlich geltenden gesetzlichen Lohnuntergrenze. Überstunden werden jetzt gemäß geltender Rechtsvorschriften vergütet. abgeschlossen
Arbeitszeiten   Die Arbeitszeiten der Beschäftigten überstiegen die geltenden Rechtsvorschriften und SA8000-Normen.   Einführung eines elektronischen Zeiterfassungssystems zur Überwachung der regulären Arbeitszeiten, einschließlich Überstunden. Arbeitszeiten sind jetzt im Einklang mit nationalen Rechtsvorschriften und SA8000-Normen geregelt. abgeschlossen
Umwelt   Das Werk verfügt nicht über schriftlich festgelegte Notfallverfahren bei versehentlichen Leckagen oder Verschüttung bzw. unkontrollierter Freisetzung von Schadstoffen.      Notfallverfahren bei versehentlichen Leckagen oder Verschüttung bzw. unkontrollierter Freisetzung von Schadstoffen sind schriftlich festgelegt und bekanntgegeben worden. Zusätzlich werden regelmäßige Chemieunfall-Übungen durchgeführt. abgeschlossen