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  • Corporate Responsibility Bericht 2019

ESG KPI „PUE“ – weniger CO2-Verbrauch in Rechenzentren KPI

Eine wichtige Kennzahl zur Steuerung unserer Klimaschutzmaßnahmen und der Effizienz unserer Rechenzentren ist der jährlich erhobene „Power Usage Effectiveness img (PUE img)“-Wert. 

Der PUE-Faktor ist ein Indikator für die Effizienzsteigerung der Infrastruktur in unseren Rechenzentren (RZ). Dieser berechnet sich aus dem Verhältnis zwischen der verbrauchten elektrischen Gesamtenergie des RZ und der elektrischen Energieaufnahme der IT. Zwischen 2011 und 2019 konnten wir den durchschnittlichen globalen PUE-Wert unserer T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,64 senken. Analog dazu konnte für Deutschland ein Rückgang von 1,67 auf 1,56 zwischen 2008 und 2019 erreicht werden.

Um die CO2-Emissionen unserer Rechenzentren zu reduzieren, optimieren wir den Energieverbrauch der einzelnen RZ-Standorte und verbessern Prozesse über die weltweite RZ-Landschaft hinweg. Unsere modernen Rechenzentren wie München oder Biere sind für einen PUE-Wert von 1,36 angelegt und damit deutlich effizienter als der Durchschnitt deutscher Rechenzentren, die bei etwa 1,8 liegen. Den PUE-Wert für den Betrieb unseres Festnetzes in Deutschland wollen wir bis 2020 auf 1,4 senken. Auch für diesen Wert prognostizieren wir in den nächsten Jahren einen weiteren Rückgang. So können wir den durch wachsende Datenmengen und neue Leistungsmerkmale zunehmenden Energiebedarf der Anlagen zum Teil kompensieren.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter
Von 2013 bis 2018 lief das Programm „DC11@2018“. Es hatte zum Ziel, weltweit Rechenzentrumskapazität in Rechenzentren (RZ) mit neuester IT-Technologie zusammenzuführen und so die Energieeffizienz zu verbessern. Ziel war es, einen gemittelten PUE-Wert von 1,4 zu erreichen. Dazu wurden sowohl RZ-Flächen und -Standorte reduziert als auch bestehende RZ-Infrastruktur virtualisiert. Im Zuge dessen nahmen wir mehrere alte Rechenzentren in Deutschland vom Netz. In den Rechenzentren Biere und München sowie weiteren internationalen Rechenzentren wie am Standort Barcelona in Spanien wurde die Klimatisierung optimiert.

Den angestrebten PUE-Wert von 1,4 konnten wir jedoch nicht erreichen. Ende 2019 lag der Wert bei 1,64. Grund hierfür ist unter anderem das schrittweise Zurückfahren alter RZ, deren Effizienz sich im Zuge der Abschaltung durch eine geringere Auslastung verschlechtert. Ein weiterer Grund ist die Inbetriebnahme des neu errichteten Rechenzentrums Biere (zweiter Bauabschnitt), das anfangs aufgrund geringer Auslastung nur geringe Effizienz aufwies. Inzwischen befindet es sich in der Hochlaufphase und die Effizienz verbessert sich mit steigender Auslastung.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter

Zum Abschluss des Programms „DC11@2018“ wurden weitere Maßnahmen identifiziert. Anfang 2019 wurde daher das Nachfolgeprogramm „Data-Center-Next“ gestartet mit dem Ziel, die IT-Landschaft weiter zu homogenisieren und die Auslastung der Rechenzentrumsinfrastruktur zielgerichtet nach dem IT-Bedarf zu optimieren, um damit die Effizienz weiter zu steigern. Angewandt werden dabei Faktoren, die einen positiven Einfluss auf die PUE-Entwicklung in einem RZ haben, wie zum Beispiel eine selektive Kühlung, sowie die Erhöhung der Temperatur innerhalb des möglichen Bereichs – bei gleichzeitiger Berücksichtigung von festgelegten Grenzwerten.

Für unser hocheffizientes Rechenzentrum in Biere haben wir uns einen PUE-Zielwert von 1,3 gesetzt. Für die Zielerreichung sind unter anderem die Einhaltung eines vorgegebenen Temperaturbereichs, eine Auslastung der Kapazitäten von mindestens 80 Prozent und eine weitestgehend homogene IT-Landschaft notwendig. Unter anderem durch die Verlagerung der Daten von ineffizienten Rechenzentren nach Biere konnten wir dort bis Ende 2019 bereits einen PUE-Wert 1,32 erreichen. Außerdem hat das Rechenzentrum die anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) in Gold erhalten.