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  • Corporate Responsibility Bericht 2019

Unsere Strategie für klimaschonende Mobilität in Deutschland

Unser Beitrag zu den SDG

Seit 2008 konnten wir die CO2e-Emissionen, die durch unsere Fahrzeugflotte verursacht werden, um mehr als 40 Prozent beziehungsweise um 74 kt CO2 reduzieren. Maßgeblich dafür waren vor allem zwei Faktoren: die zunehmende Nutzung CO2-optimierter Fahrzeuge sowie der gesunkene Fahrzeugbedarf. Jährlich schrumpft unsere Flotte um rund 1 000 Fahrzeuge, da wir dank moderner Technologien weniger häufig zu Wartungseinsätzen bei unseren Kunden fahren müssen und unsere Flotte insgesamt sukzessive verkleinern.

Der Übergang zu einer klimaschonenden Mobilität erfordert neben umweltfreundlichen Antriebssystemen (wie Elektro/Erdgas) eine intelligente Vernetzung aller bestehenden und neuen Mobilitätsformen: Zum Beispiel wollen wir im Pendelverkehr der Mitarbeiter zwischen Wohnung und Arbeitsort firmeneigene und öffentliche Verkehrsmittel auf einer digitalen Plattform kombinieren. Die Schlüsselbegriffe lauten hier „Sharing“ und „Mobility as a Service“ (MaaS).

Um unser Ziel zu erreichen, verfolgen wir eine Mobilitätsstrategie, die auf drei Säulen ruht:

  • Improve: Aufbau einer effizienteren und stetig nachhaltigeren Flotte sowie die Integration von Micro-Mobilitätsformen (z.B. Fahrräder)
  • Connected Fleet: Verknüpfung bestehender und neuer Mobilitätsleistungen sowie der Ausbau von digitalen Pooling- und Sharing-Lösungen 
  • Innovate: Aufbau einer „MaaS“-Plattform für die Telekom-Beschäftigten sowie die Entwicklung zusätzlicher unterstützender Produkte und Services

Im vergangenen Jahr konnten wir den Anteil alternativer Antriebe deutlich erhöhen. In verschiedenen Flottensegmenten haben wir sowohl Elektro- als auch umweltfreundliche Erdgasfahrzeuge in den Regelbetrieb übernommen oder stehen kurz davor. 

Durch die Beteiligung an einem bundesweiten Förderprojekt des BMU und BMWi werden wir in den kommenden zwei Jahren weitere Standorte für die Elektromobilität erschließen. Dabei arbeiten wir mit anderen Einheiten im Konzern zusammen: ComfortCharge als Betreiber von Ladeinfrastruktur, dem Telekom-Außendienst als Partner für Montage und Support sowie Get Charge als Ladestromanbieter und Abrechnungsdienstleister. 

Dennoch schränken vor allem die hohen Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen gegenüber Verbrennerfahrzeugen sowie der erforderliche Aufbau von Ladeinfrastruktur deren Einsatz stark ein. Trotz Fördermitteln und geringerer Kraftstoff- und Instandhaltungskosten sind die Fahrzeuge noch immer deutlich teurer als Diesel oder Benziner. Auch ist der zur Verfügung stehende Modellumfang noch erheblich reduzierter im Vergleich zu Modellen mit konservativen Antrieben.