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  • Corporate Responsibility Bericht 2019

Klimastrategie

Unser Beitrag zu den SDG

Wir wollen negative Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit verringern. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei unser Klimaziel: Bis 2020 sollen unsere eigenen CO2e-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 sinken (ohne T-Mobile US). Dieses Ziel werden wir voraussichtlich erreichen. Im Jahr 2018 haben wir zudem ein neues Klimaziel für die Zeit nach 2020 entwickelt.

Unsere integrierte Klimastrategie ist Teil unserer Corporate-Responsibility-Strategie. Diese haben wir an unserer Konzernstrategie ausgerichtet. So stellen wir sicher, dass Maßnahmen zum Klimaschutz eng mit unserem Kerngeschäft verknüpft sind. Für jeden der vier Aspekte unserer Klimastrategie („Emissionen aus der Wertschöpfungskette“, „Erneuerbare Energien“, „Energieeffizienz“ und „Positive gesellschaftliche Effekte (Enablement)“) haben wir Zielsetzungen beziehungsweise Kennzahlen definiert.

Die vier Säulen der integrierten Klimastrategie

Wir erfassen alle direkten und indirekten Emissionen gemäß dem weltweit anerkannten „Greenhouse Gas (GHG)“-Protokoll. Bis 2030 sollen unsere Scope-1- und -2-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2017 um 90 Prozent sinken. Da die meisten unserer Emissionen bei der Nutzung von Strom entstehen, konzentrieren wir uns vor allem darauf, den Anteil an erneuerbaren Energien am Strommix zu erhöhen. Bis 2021 werden wir das gesamte Telekom-Netz vom Mobilfunk bis zum Highspeed-DSL-Netz vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umstellen. Aber auch Emissionen, die zum Beispiel durch die Nutzung von Gas oder Öl entstehen, werden wir reduzieren. Außerdem verbessern wir in Bereichen mit besonders hohem Energieverbrauch die Effizienz, vor allem in unseren Netzen und Rechenzentren. Auf diese Weise konnten wir den Ausstoß der Emissionen (ohne T-Mobile US) in den vergangenen Jahren bereits leicht reduzieren – trotz des rasant wachsenden Datenverkehrs und des dadurch notwendigen Netzausbaus.

Den größten Teil unserer Gesamtemissionen machen die indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen img) aus. Auch für die Reduktion dieser Emissionen haben wir uns ein Ziel gesetzt: Alle Emissionen, die bei der Herstellung und Nutzung der Telekom-Produkte anfallen, sollen bis 2030 um 25 Prozent pro Kunde sinken (gegenüber 2017).

Im September 2019 haben wir uns zudem im Rahmen einer internationalen Brancheninitiative verpflichtet, bis spätestens 2050 unsere CO2-Emissionen auf „Netto Null“ zu senken.

Unser Zwischenziel bis 2020 werden wir voraussichtlich erreichen. Hier haben wir uns eine Reduktion um 20 Prozent weltweit ohne US gegenüber dem Basisjahr 2008 vorgenommen. Unseren Erreichungsgrad 2019 finden Sie hier.

Emissionen aus der
Wertschöpfungskette

Wir untersuchen und bewerten verschiedene Möglichkeiten, wie wir unseren Ökostrom-Anteil erhöhen können. Darunter fallen etwa der Kauf von Zertifikaten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen, aber, wo möglich, auch die Eigenerzeugung erneuerbarer Energien beispielsweise durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken. Einige der Landesgesellschaften bezogen bereits im Jahr 2019 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen: Griechenland, Kroatien, den Niederlanden, Österreich und Ungarn. Konzernweit berücksichtigen wir bei unseren Stromeinkäufen verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte. Dies sind beispielsweise der durchschnittliche Emissionsfaktor des Strommixes (also die Höhe der Emissionen pro verbrauchter Kilowattstunde Strom) und der Anteil aus erneuerbaren Energien. Diese Parameter helfen uns, unseren Energiemix transparenter zu machen und den Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen zu erhöhen. Bis zum Jahr 2021 werden wir unseren gesamten Stromverbrauch auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen.

Erneuerbare Energien

Da der Betrieb unserer Netzinfrastruktur viel Energie benötigt, investieren wir in die Modernisierung und in energieeffiziente Technologien. So stellen wir zum Beispiel unsere Netzinfrastruktur auf IP-Technologie um: Sie ist nicht nur leistungsstärker, sondern verbraucht auch weniger Strom als bestehende Technologien. Zusätzlich bündeln wir den Datenverkehr in wenigen, besonders effizienten Rechenzentren. Eine höhere Energieeffizienz geht immer auch mit einer Vermeidung von CO2-Emissionen einher. Um unsere Fortschritte zu messen, nutzen wir die Key Performance Indikatoren (KPIs) Energy Intensity sowie Carbon Intensity.

Energieeffizienz

Viele unserer Produkte und Dienste haben Nachhaltigkeitsvorteile: Sie können beispielsweise dabei helfen, Energie und CO2 zu sparen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern oder Logistik effizienter zu gestalten. Neben unserem eigenen CO2-Fußabdruck errechnen wir ebenfalls die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden. Beide Größen setzen wir mit dem sogenannten ESG KPI imgEnablement-Faktor“ in Beziehung. Dies hilft uns dabei, unsere Gesamtleistung im Klimaschutz zu bewerten.

Positive gesellschaftliche
Effekte (Enablement)


Auch in den Landesgesellschaften werden Konzepte und Strategien zum Klimaschutz entworfen. Diese können Sie in den Landesprofilen einsehen.