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  • Corporate Responsibility Bericht 2019

Flexible Arbeitsmodelle für unterschiedlichste Bedürfnisse bei der Telekom in Deutschland

Unser Beitrag zu den SDG

Arbeit flexibel nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten, erleichtert es den Beschäftigten, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren, und beugt Überlastungserscheinungen vor. Wir fördern deshalb ausdrücklich flexible Arbeitsmodelle. Unser Angebot reicht von Gleitzeit über Teilzeit bis hin zu Lebensarbeitszeitkonten.

Förderung von Teilzeit 
Die Deutsche Telekom fördert die Einrichtung von Teilzeitarbeitsplätzen und garantiert den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Rückkehr zur ursprünglichen Wochenarbeitszeit. In Deutschland nutzen 13 Prozent der tariflich Beschäftigten und 18,5 Prozent der Beamtinnen und Beamten der Deutschen Telekom Teilzeitmodelle (Stand: 31.12.2019). Darüber hinaus arbeiten in Deutschland insgesamt 29 leitende Angestellte in Teilzeit (Stand: 31.12.2019). Detaillierte Informationen zu unseren zahlreichen Teilzeitregelungen finden Sie hier.

Mobiles Arbeiten
Mobiles Arbeiten ist bei uns Alltag. Seit 2017 gilt der von der Deutschen Telekom und ver.di vereinbarte erste Verbandstarifvertrag „Mobiles Arbeiten“. Er enthält unter anderem Regelungen zum Arbeiten von zu Hause oder von unterwegs.

Teilzeitausbildung für Alleinerziehende
Seit 2011 bietet die Deutsche Telekom zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit alleinerziehenden Müttern oder Vätern im Alter bis 25 Jahren die Möglichkeit, eine Ausbildung oder ein duales Studium in Teilzeit zu absolvieren.

Elternzeit-Netzwerk
Das Elternzeit-Netzwerk „Stay in contacT“ ermöglicht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, während der Elternzeit Kontakt zum Unternehmen zu halten und im Austausch zu Jobthemen zu bleiben.

Lebensarbeitszeitkonten und Job-Auszeiten
Für die Umsetzung der individuellen Lebenspläne können die aller meisten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutsche Telekom sich ein Zeitwertkonto einrichten und mit Bruttoentgeltumwandlungen oder der Umwandlung von bis zu 80 Überstunden pro Jahr besparen. Das Zeitwertkonto nennen wir Lebensarbeitszeitkonto. Aktuell nutzen das Angebot 12 263 Angestellte und 724 Konten für Beamtinnen und Beamte (Stand: 31.12.2019). Das Wertguthaben kann für ein Sabbatical, für einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben oder die Aufstockung von Teilzeitgehalt in Anspruch genommen werden. Wer kein Wertguthaben angespart hat, kann sich auch unbezahlt freistellen lassen. Tarifmitarbeiter der T-Systems können auch langfristige Zeitguthaben auflösen, die durch (projektbezogene) Mehrarbeit entstanden sind.

Freistellung aus persönlichen Gründen 
Wenn besondere Gründe vorliegen, haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, sich kurzfristig in Abstimmung mit der Führungskraft von ihrer Tätigkeit freistellen zu lassen. Dies ist beispielweise bei der Pflege eines Angehörigen oder auch im Anschluss an die gesetzliche Elternzeit gegeben. In dem individuell vereinbarten Zeitraum sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Ausführung ihrer Arbeit befreit und die Zahlung des Entgeltes wird ausgesetzt. Alle anderen Aspekte des Anstellungsverhältnisses bleiben unberührt.

Bildungsauszeit
Die Bildungsauszeit basiert auf dem bestehenden Angebot des Urlaubs ohne Entgelt und ermöglicht eine zweckgebundene Auszeit von bis zu vier Jahren für ein Studium oder eine Promotion. Während dieser Zeit ruht das Arbeitsverhältnis und es wird keine Vergütung gezahlt. Neben den Regelungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist dies auch für Beamtinnen und Beamte im Rahmen eines „Urlaubs ohne Bezüge im privaten Interesse“ möglich. Diese Zeit ist nicht ruhegehaltfähig und es wird keine Besoldung gezahlt.

Das 80:20-Modell 
Seit 2017 geben wir mit dem 80:20-Modell unseren Beschäftigten die Möglichkeit, bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in Projekte zu investieren, die nicht zu ihren direkten Aufgaben gehören, und dabei mit Teams anderer Fachbereiche zusammenzuarbeiten. Die Inanspruchnahme des Modells ist freiwillig und jeweils an ein konkretes Konzern-Projekt gebunden.

Altersteilzeit
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, bieten wir konzernweit Altersteilzeit an. Es gelten gesonderte Regelungen sowohl für Angestellte als auch für beamtete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Altersteilzeit kann entweder im Block- oder im Teilzeitmodell durchgeführt werden. Im Berichtsjahr wurden insgesamt634 Altersteilzeitverträge mit tariflichen und außertariflichen Beschäftigten geschlossen, bei Beamtinnen und Beamten waren es 638 (Stand 31.12.19). 

Zugrundeliegende Regelungen
Maßgeblich für unsere Arbeitszeitmodelle sind die gesetzlichen Regelungen in den einzelnen Ländern. Die Arbeitszeiten bei der Telekom in Deutschland sind in Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen geregelt. Die Dokumentation der täglichen Arbeitszeit unserer Tarifmitarbeiterinnen und Tarifmitarbeiter erfolgt durch eine elektronische Arbeitszeiterfassung in Arbeitszeitkonten. Damit gewährleisten wir die Einhaltung der gesetzlichen und betrieblichen Regelungen. So wird beispielsweise sichergestellt, dass die wöchentliche Arbeitszeit über einen bestimmten Abrechnungszeitraum eingehalten wird. In einem großen Konzern wie der Telekom sind die Regelungen vielfältig und können nicht für den Gesamtkonzern vollumfänglich dargestellt werden.