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Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Den Horizont erweitern

Kreative Ideen entwickeln – das geht nicht auf Knopfdruck. Einige brauchen eine ruhige Umgebung, andere den Austausch mit Gleichgesinnten, wieder andere die hitzige Diskussion mit Andersdenkenden. In jedem Fall braucht Kreativität Freiräume. Um solche Freiräume zu schaffen und den Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt gerecht zu werden, verändern wir bei der Telekom Rahmenbedingungen, nutzen agile Methoden und probieren neue Formen der Zusammenarbeit aus.

Miteinander und
voneinander lernen

Ein Beispiel: Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Experten ihres Fachs. Dank der Mitarbeiterinitiative „Learning from Experts“ (LEX) kann seit zwei Jahren jeder, der möchte, sein Wissen in Form einer „LEX-Session“ teilen. Diese dauert in der Regel maximal eine Stunde und wird zum größten Teil online abgehalten. Die Inhalte sind weltweit für alle Kolleginnen und Kollegen verfügbar. Die Idee dazu wurde von einigen wenigen Mitarbeitern Ende 2017 entwickelt. Mittlerweile ist daraus eine 50 000 Telekom-Mitarbeiter starke Community geworden. Rund 450 Vorträge zu Themen ihrer Wahl haben unsere Experten bereits aufgenommen. Mit dabei sind auch einige unserer Vorstände, wie der Telekom-Chef Tim Höttges. Dank LEX tragen unsere Experten ihre guten Ideen über die Grenzen ihrer Abteilungen hinaus. Das sorgt für stetigen frischen Wind und schafft ein inspirierendes Umfeld, um die digitalen Produkte und Lösungen zu entwickeln, die morgen den Alltag vieler Menschen prägen werden.

Birgit Bohle, seit Januar 2019 Personalvorstand und Arbeitsdirektorin der Deutschen Telekom

„Wir wollen schneller, besser und einfacher werden. Für unsere Kunden. Deshalb brauchen Teams mehr Autonomie. Unsere Beschäftigten werden so zu aktiven Gestaltern der Arbeitswelt. Dafür geben wir ihnen Raum. Agile Methoden setzen wir da ein, wo es passt. Gezielt, pragmatisch und auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten.“

Unsere Haltung

Die digitalisierte Arbeitswelt wird komplexer, vielseitiger und erfordert viel Flexibilität. Für ihre Gestaltung brauchen wir keine neuen, starren Vorgaben oder zusätzliche Bürokratie. Aber wir brauchen eine klare Haltung. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen wissen, wie wir zur Digitalisierung der Arbeitswelt stehen – und wie wir sie bei den Veränderungen unterstützen, die sie in ihrem Joballtag erleben. Deshalb haben wir uns 2019 in unserem „Manifest der agilen Arbeit“ mit dem Konzernbetriebsrat auf Leitplanken für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt verständigt.

Agil geht’s schneller

Die meisten von uns haben es schon einmal gehört: das Stichwort „Agilität“. Aber was verbirgt sich dahinter und wie sieht agiles Arbeiten in der Praxis aus? Das Herzstück von Agilität ist eine besondere Haltung. Wie diese aussieht, beschreiben die zehn agilen Prinzipien:

1
Selbstorganisierte Teams

Flache Hierarchien und Teammitglieder, die jeweils für bestimmte Aufgaben eigenverantwortlich agieren, ermöglichen ein effizientes und auch erfüllendes Arbeiten, bei dem sich jede und jeder einbringen kann.

2
Kommunikation

Lange Meetings, bei denen am Ende viel gesprochen, aber nichts beschlossen wurde, gehören der Vergangenheit hat. Bei agilem Arbeiten stehen fokussierte und handlungsorientierte Meetings mit klaren Zielen auf der Agenda.

3
Kundenkooperation

Anstatt die Kunden vor vollendete Tatsachen zu stellen, beziehen wir diese frühzeitig in die Arbeitsprozesse ein und können schnell reagieren, wenn das Resultat nicht den Anforderungen entspricht.

4
Innovative Lösungen

„Das haben wir immer schon so gemacht“ ist kein Grund, an konservativen Ansätzen festzuhalten. Agiles Arbeiten bedeutet, Altbewährtes zu hinterfragen und einen Mehrwert durch neue Lösungen zu schaffen.

5
Feedback und kontinuierliche Verbesserung

Nur wenn wir in einen offenen, respektvollen Austausch miteinander treten und uns ehrliches Feedback geben, können wir uns auch verbessern.

6
Iterationen

Auf A folgt B, dann C – lineare, immer gleich ablaufende Prozesse sind gelernt, deswegen sind sie aber nicht unbedingt der beste Weg. Erst durch flexible Entwicklungsprozesse haben wir die Möglichkeit, wirklich schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

7
Prototypen

Die Entwicklung eines neuen Produkts ist ressourcenintensiv. Wenn das Endprodukt dann nicht überzeugt, kostet das nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Deswegen entwickeln wir Prototypen und testen diese auf Herz und Nieren. In diesen Experimenten lernen wir schnell, was wir noch verbessern können.

8
Benutzerzentriertheit

Das Ziel ist, ein Produkt zu kreieren, das unseren Kunden gefällt. Deswegen entwickeln wir Produktmerkmale aus Sicht des Anwenders und vermeiden es, uns in irrelevanten Details zu verlieren.

9
Datengestützte Entscheidungen

Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, sammeln wir kontinuierlich Feedback und beziehen dies in unsere Lösungsfindung ein. Der finanzielle und zeitliche Rahmen darf zwar nicht aus den Augen verloren werden, steht dabei aber auf keinen Fall im Mittelpunkt.

10
Visuelles Management

Es gibt vielfältige Methoden, den Zwischenstand unserer Arbeit sichtbar zu machen, und wir greifen auf die gesamte Bandbreite von Kanban-Boards bis Prototypen zurück. Mithilfe dieser Visualisierungen machen wir unsere Fortschritte erlebbar und können uns wertvolles Feedback einholen.

#Neues Arbeiten

Von 8 bis 17 Uhr Anwesenheitspflicht, ein zugewiesener Arbeitsplatz und Chefs, die ihr Team immer im Auge haben müssen – so kennen wir die Arbeitswelt. In vielen Bereichen ist dies heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Bei der Telekom gehen wir in Deutschland die Veränderungen der Arbeitswelt unter der Überschrift #Neues Arbeiten ganzheitlich an. Das beginnt bei der Arbeitsumgebung: In vielen Städten haben wir unsere Bürowelten neu gestaltet. Dort können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Arbeitsort passend zur aktuellen Aufgabe frei wählen: ob Schreibtisch oder gemütliche Sitzecke, extra-ruhiges Denkzimmer oder Kreativraum zur Zusammenarbeit mit Kollegen. Sofern es die Tätigkeit zulässt, kann, wer möchte, auch von zu Hause arbeiten: Unsere Home-Office-Regelungen gelten aktuell für fast 40 000 Beschäftigte. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit- und Tandemmodelle oder Sabbaticals bieten wir ebenfalls an. Bei #Neues Arbeiten geht es aber auch darum, unsere Unternehmenskultur und unser Führungsverständnis weiterzuentwickeln.

Die 80:20-Formel

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass Sie bei der Arbeit nicht alle Ihre Fähigkeiten einsetzen können? Oder interessieren Sie sich auch für Themen, die gar nicht zu Ihren eigentlichen Aufgaben gehören? Genau für solche Fälle gibt es bei der Telekom das „80:20-Modell“: Es eröffnet die Möglichkeit, bis zu 20 Prozent der Arbeitszeit in spannende Projekte zu investieren, die nicht zu den eigenen Aufgaben gehören, und dazu mit Teams anderer Fachbereiche zusammenzuarbeiten. So nutzen wir bisher verborgene Talente in unserem Unternehmen und brechen starre Abteilungsgrenzen auf.

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