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Corporate Responsibility Bericht 2018

Sustainable Finance

Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen sind auf lange Sicht wettbewerbsfähiger. Analysten der Deutschen Asset & Wealth Management und Forscher der Universität Hamburg haben dazu gemeinsam mehr als000 Studien untersucht. Ihre Schlussfolgerung: Der „Business Case“ für Nachhaltigkeit ist empirisch gut belegt und die überwiegende Mehrzahl der Studien weist einen positiven Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und finanzieller Leistung nach. Deshalb setzen nachhaltig ausgerichtete Investoren häufig auf langfristige Rendite statt auf kurzfristige Gewinne. Ihre Investitionen (Socially Responsible Investments, SRI img) können ein Baustein für die langfristige Kapitalsicherung der Deutschen Telekom AG sein.

Unser Beitrag zu den SDG

SRI-Anlageprodukte bestehen aus Wertpapieren von Unternehmen, die einer Überprüfung nach „Environmental, Social und Governance (ESG img)“-Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung standhalten. Wie sich die Nachfrage nach der T-Aktie in dieser Anlagekategorie entwickelt, dient uns deshalb als Indikator, um unsere Nachhaltigkeitsleistung zu beurteilen. Mit dem ESG KPI img Nachhaltiges Investment messen wir, wie die Finanzmärkte unsere CR-Aktivitäten wahrnehmen. Nachhaltig orientierte Investoren richten sich teilweise nach den Ratings spezialisierter SRI-Analysten. Deshalb hängt es unter anderem von den Bewertungen dieser SRI-Analysten ab, ob wir nachhaltige Investoren gewinnen, an uns binden und die mittel- und langfristigen Kapitalkosten unseres Unternehmens auf einem niedrigen Niveau halten können.

Vor allem das Konzept der Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen stößt bei immer mehr Investoren auf positive Resonanz. Das gilt insbesondere mit Blick auf die Zukunftsorientierung der SDGs. Sie kommt Investoren entgegen, die daran interessiert sind, dass Unternehmen transparenter über ihre langfristige strategische Ausrichtung und Schwerpunktsetzung berichten. Um die Auswirkungen unserer Tätigkeit zu bewerten und messbar zu machen, haben wir 2018 ein Pilotprojekt zum sogenannten Impact Measurement (Wirkungsmessung) umgesetzt. So wollen wir unsere Wirkung transparenter machen und unter anderem unseren Beitrag zur Erreichung der SDGs verdeutlichen.

Um SRI-Analysten und -Investoren über unser CR-Engagement zu informieren, nutzen wir verschiedene Formate – sowohl in der Berichterstattung als auch im direkten Dialog. Wir beobachten eine zunehmende Nachfrage von Investoren und Ratern nach Informationen zu unseren CR-Aktivitäten. Hier sehen wir vermehrt eine stärkere Integration von SRI-Ansätzen in die klassische Investmentstrategie der Asset-Manager. Die Deutsche Telekom wird regelmäßig eingeladen, ihre CR-Strategie auf Roadshows und Konferenzen als Best Practice zu präsentieren, und CEO Tim Höttges nutzte auch auf dem Kapitalmarkttag 2018 die Möglichkeit, die CR-Aktivitäten der Deutschen Telekom einem breiten Publikum von Investoren und Analysten vorzustellen.

Investorenkommunikation

Seit mehreren Jahren veröffentlichen wir wesentliche ESG KPIs der Telekom in unserem Geschäftsbericht. Finanzmarktakteuren mit Interesse an Nachhaltigkeit bieten wir ESG-Informationen auch auf unserem Investor-Relations-Portal in der Rubrik Nachhaltiges Investment (SRI) an. Weitere fachliche Informationen finden Interessenten in den Infoboxen zum CR-Rating, die diesen CR-Bericht ergänzen.

Neben der Berichterstattung suchen wir auch den gezielten Dialog mit Investoren. So führten die Bereiche Group Corporate Responsibility (GCR) und Investor Relations (IR) im Berichtsjahr einige gemeinsame „Socially Responsible Investment (SRI img) Roadshows“, zum Beispiel in Frankreich und den Niederlanden, durch. Dort stellten wir uns den kritischen Fragen von Investoren. Zusätzlich informierten wir interessierte Investoren in speziellen Telefonkonferenzen und beantworteten zahlreiche direkte Informationsanfragen. Außerdem nahmen wir an SRI-Konferenzen teil, organisierten Telefon- und Webkonferenzen und beantworteten zahlreiche direkte Anfragen von Ratingagenturen, Analysten und Investoren.

Hierbei deckten wir das gesamte Spektrum der ESG-Kriterien ab: von der Governance-Struktur über Datenschutz und Datensicherheit, die Steuerung von Corporate Responsibility, Nachhaltigkeit in der Lieferkette und Menschenrechte bis hin zu Klimaschutz und unternehmerischer Wirkungsmessung.

Claudia Kurpiers

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Claudia Kurpiers

Aktuelle Position in Rankings und Ratings

Die „Environmental, Social und Governance (ESG img)“-Performance der Deutschen Telekom wird in sogenannten CR-Ratings bewertet. Sie bieten Investoren wichtige Anhaltspunkte für ihre Wertanlage.

Wie in den Vorjahren war die T-Aktie 2018 in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes wie dem DJSI World und im DJSI Europe Index von RobecoSAM img vertreten. Darüber hinaus wurden wir wieder in verschiedenen Rankings und Ratings aufgeführt:

  • Im wichtigsten internationalen Klimaschutzranking des CDP img haben wir uns 2018 wieder für die A-Liste qualifiziert. Das CDP würdigt Unternehmen, die besonders transparent und umfassend über ihre CO2-Emissionen berichten. Mit der Aufnahme in die A-Liste wurden wir außerdem in den STOXX Global Climate Change Leaders Index aufgenommen.
  • Die Ratingagentur oekom zeichnete uns für unsere ökologischen und sozialen Leistungen erneut als weltweit bestes Telekommunikationsunternehmen aus.
  • Bereits das achte Jahr in Folge werden wir außerdem im STOXX Global ESG Leaders Index geführt – seit 2017 zusätzlich im iSTOXX SD KPI img. Nach wie vor führten im Berichtsjahr der FTSE4Good img Index sowie der UN Global Compact 100 Index unsere Aktie.
  • Im Jahr 2018 wurde unser „Gold“-Status bei EcoVadis bestätigt.
  • Außerdem waren wir 2018 Spitzenreiter im „Good Company Ranking“, das die Nachhaltigkeitsleistung aller DAX-30-Unternehmen auf Basis testierter Publikationen bewertet.
  • Anfang 2019 wurden wir darüber hinaus von Ethisphere, einem Institut zur Förderung von ethischen Geschäftsmethoden, zum wiederholten Male als eine der weltweit ethischsten Firmen ausgezeichnet. Unter den 128 Ausgezeichneten sind wir das einzige deutsche Unternehmen.

Claudia Kurpiers

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Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung im Geschäftsbericht

2014 haben das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten der EU eine Richtlinie verabschiedet, die die Berichterstattungspflichten von großen kapitalmarktorientierten Unternehmen ausweitet. Sie werden mit der sogenannten CSR-Richtlinie dazu verpflichtet, über wesentliche nichtfinanzielle Aspekte zu berichten – Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Deutschland hat die Richtlinie 2017 mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz in nationales Recht umgesetzt.

Die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der Deutschen Telekom ist im Lagebericht des Geschäftsberichts 2018 enthalten.

Steuerpolitische Leitlinien

Die Konzernsteuerabteilung zeichnet dafür verantwortlich, dass die Belastung des Konzerns Deutsche Telekom AG mit Steuern und Abgaben national wie international in dem Rahmen erfolgt, wie die jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften dies vorsehen.

Konkret stellt die Konzernsteuerabteilung sicher, dass der Konzern Deutsche Telekom im In- und Ausland sämtliche steuerrechtlichen Verpflichtungen erfüllt, das heißt insbesondere die Steuerzahlungen leistet, die die jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften für die einzelnen Konzerngesellschaften vorsehen. Dies gilt sowohl für die Ertragsteuern des Konzerns, die zudem regelmäßig im Rahmen der IFRS-Finanzberichterstattung img zu erläutern sind, als auch für Umsatz- oder Lohnsteuern, die für Kunden beziehungsweise Arbeitnehmer des Konzerns abgeführt werden. Die Konzernsteuerabteilung trägt zudem Sorge dafür, dass die Unternehmensgruppe innerhalb der jeweils geltenden in- und ausländischen steuergesetzlichen Rahmenbedingungen steuereffizient aufgestellt ist, das heißt der Konzern keine unnötigen steuerlichen Lasten zu tragen hat. Richtschnur ist hier eine nachhaltige Steuereffizienz der Unternehmensgruppe, für die eine transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den lokalen Finanzbehörden als unerlässlich erachtet wird.

Darüber hinaus ist es Anspruch der Konzernsteuerabteilung, möglichst umfassend zum Erfolg des operativen Geschäfts der Deutschen Telekom beizutragen, zum Beispiel, indem neue Geschäftsmodelle oder innovative technische Entwicklungen steuerlich eng begleitet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei neben der umgehenden Klärung etwaiger steuerrechtlicher Zweifelsfragen darauf, praxistaugliche Lösungswege zur Erfüllung der jeweiligen steuerlichen Anforderungen aufzuzeigen.

Die Steuerstrategie – Tax Compliance, Sustainable Tax Efficiency, Tax as Valued Business Partner – wurde auch vom Vorstand der Deutschen Telekom beschlossen.

Ausführliche Informationen zur Arbeit der Konzernsteuerabteilung, ihren Grundsätzen und ihrem Ansatz zum verantwortungsvollen Umgang mit Steuern können Sie in dem weiterführenden Dokument nachlesen.

Nachhaltige Kapitalanlage der Deutschen Telekom

Wir gehen das Thema Sustainable Finance ganzheitlich an. Auch die Vermögen des Telekom Pensionsfonds legen wir daher entsprechend unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen an. Bei der Auswahl dieser Kapitalanlagen verfolgen wir seit 2013 eine nachhaltige Anlagestrategie. Neben finanziellen Gesichtspunkten berücksichtigen wir ökologische und soziale Grundsätze sowie Leitlinien für eine gute Unternehmensführung.

Seit 2017 verfolgen wir eine weiterentwickelte Anlagestrategie: Wir haben die von uns verwendete Liste der Negativkriterien präzisiert und diese um Best-in-Class-Strategien und Engagement-Ansätze ergänzt. Grundsätzlich ausgeschlossen sind demnach Investitionen in Unternehmen, die sogenannte kontroverse Waffen (zum Beispiel Antipersonenminen, Streumunition, Nuklearwaffen, biologische oder chemische Waffen) produzieren beziehungsweise damit handeln. Auch Investments in Unternehmen, die wiederholt gegen die UN-Global-Compact-Prinzipien verstoßen haben, sind nicht erlaubt.

Zusätzlich haben wir einen Best-in-Class-Ansatz definiert: Unsere Anlagemanager wählen für unsere Investments die Unternehmen mit den branchenweit besten Nachhaltigkeitsleistungen aus. Beschlossen wurde auch, sich über die Mitspracherechte als Aktionäre (Shareholder Engagement) gezielt für die Sustainable Development Goals (SDGs) einzusetzen.

Die Investmentmanager werden dabei nach ihrer Expertise in ESG-Themen ausgewählt. Mit dem beschriebenen Ansatz streben wir an, attraktive Renditeerwartungen und nachhaltige Wertorientierung miteinander in Einklang zu bringen. Indem wir in stabile Werte investieren, wollen wir unserer treuhänderischen Verantwortung für die Kapitalanlage unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachkommen. Darüber hinaus verfolgen wir das Ziel, Reputationsrisiken zu vermeiden und größere Verlustrisiken zu minimieren.