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Corporate Responsibility Bericht 2018

Sustainable Development Goals (SDGs)

2015 haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (United Nations, UN) die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Ziel der Agenda ist es, weltweit wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand zu ermöglichen – im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und mit Rücksicht auf die ökologischen Grenzen des globalen Wirtschaftswachstums. Die Agenda gilt gleichermaßen für alle Staaten dieser Welt: Alle Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten sollen ihren Beitrag leisten.

Den Kern der Agenda 2030 bilden 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung: die Sustainable Development Goals (SDGs). Sie sind im Januar 2016 offiziell in Kraft getreten. Die SDGs berücksichtigen erstmals alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft. Um die ehrgeizigen Ziele erreichen zu können, müssen Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Damit stehen auch Unternehmen in der Pflicht, ihren konkreten Beitrag zu leisten.

Die Deutsche Telekom stellt sich dieser Aufgabe und unterstützt die SDGs ausdrücklich. Bereits heute leisten wir unseren Beitrag durch viele unserer Produkte, Lösungen und Maßnahmen. Unsere transparente Berichterstattung zu den SDGs wurde in der Vergangenheit ausgezeichnet.

Unsere Beiträge zur Erreichung der SDGs wirken sich auch positiv auf die Weiterentwicklung der Telekom aus. Um die Wertbeiträge entlang der gesamten Wertschöpfungskette unseres Unternehmens zu verdeutlichen, haben wir sie in fünf Bereiche unterteilt: „Finanzen“, „Struktur“, „Beziehungen“, „Mitarbeiter“ und „Umwelt“. So verbessern beispielsweise unsere Cloud-Angebote die Energie- und Ressourceneffizienz bei unseren Kunden („Ressourcen“). Zugleich generieren wir mit unseren nachhaltigen Produkten und Diensten Umsatz („Finanzen“). Der Breitband-Ausbau hilft, Menschen zu vernetzen und stärkt unsere Infrastruktur („Struktur“). Innovative Lösungen, die wir in Kooperation mit unseren Partnern entwickeln, erweitern unsere Netzwerke („Beziehungen“). Und von unserem Engangement für eine vielfältige Belegschaft profitieren auch unsere („Mitarbeiter“).

Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals

Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT img) hat das Potenzial, die Erreichung der SDGs zu unterstützen. Zu diesem Ergebnis kam im Juli 2017 eine Studie der Internationalen Fernmeldeunion, einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Richtig eingesetzt, kann ICT Innovation und Wandel weltweit beschleunigen und auf diese Weise eine nachhaltige Entwicklung fördern.

Unsere Netzinfrastruktur bietet die technologische Grundlage für vielfältige und innovative Ansätze zur Lösung sozialer oder ökologischer Herausforderungen – und damit auch für die Erreichung vieler SDGs. Deshalb sehen wir unsere größte Einflussmöglichkeit auch bei SDG 9: „Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.“

Die folgende Übersicht zeigt, welchen Beitrag wir zur Umsetzung der SDGs leisten, und verweist auch auf konkrete Beispiele im vorliegenden CR-Bericht.

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber (SDG 8) legen wir großen Wert auf Mitwirkung und ein faires Miteinander, fördern Vielfalt und unterstützen unsere Mitarbeiter auf dem Weg in die digitale Arbeitswelt. Darüber hinaus leisten viele unserer Produkte, Dienste und Aktivitäten einen ganz konkreten Beitrag zur Erreichung weiterer SDGs. So verbessern beispielsweise unsere Dienstleistungen im Bereich E-Health die medizinische Versorgung (SDG 3). Mit unserem Breitbandausbau ermöglichen wir vielen Menschen den Zugang zu digitalen Bildungsmedien (SDG 4) und bringen uns aktiv für den Auf- und Ausbau hochwertiger Infrastruktur sowie der Förderung von Innovationen ein (SDG 9). Viele europäische Städte können mithilfe unserer Smart-City-Lösungen den Autoverkehr reduzieren, ihre Straßenbeleuchtung bedarfsgerecht und energieeffizient steuern und die Sicherheit erhöhen (SDG 11). Unsere Kunden können mit unseren Smart-Home-Lösungen ihren Energieverbrauch besser kontrollieren, steuern und reduzieren. Mit dieser und anderen Produkten und Lösungen leisten wir einen besonders deutlichen Beitrag zum Klimaschutz (SDG 13). Mithilfe unserer Cloud-Lösungen können Energie und andere Ressourcen eingespart werden (SDG 12, 13). Und im Rahmen unserer neuen Initiative „Stop Wasting - Start Caring“ reduzieren wir unseren Ressourcenverbrauch in allen Unternehmensbereichen. Dabei liegt ein Schwerpunkt darauf, Plastikabfälle zu vermeiden (SDG 12, 14).

Wertbeiträge der Deutschen Telekom

Finanzen

Struktur

Beziehungen

Mitarbeiter

Umwelt

Finanzen Struktur Beziehungen Mitarbeiter Umwelt

In unserem Geschäftsbericht machen wir unseren Beitrag zu den SDGs deutlich: Passagen unseres Lageberichts, die für die SDGs relevant sind, haben wir mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung nutzen wir auch in unserem CR-Bericht. Seit diesem Jahr weisen wir darüber hinaus in beiden Veröffentlichungen aus, an welchen Stellen sich unser Einsatz für die SDGs positiv auf die Weiterentwicklung der Telekom auswirkt. Diese „Wertbeiträge“ haben wir nach den Kategorien „Finanzen“ „Struktur“, „Beziehungen“, „Mitarbeiter“ und „Umwelt“ strukturiert und ebenfalls mit entsprechenden Symbolen im Lagebericht und CR-Bericht gekennzeichnet.

Gemeinsam mehr erreichen: Kooperationen für eine nachhaltige Entwicklung
Globale Herausforderungen können wir nicht im Alleingang meistern. Deshalb engagieren wir uns in vielen brancheninternen und branchenübergreifenden Initiativen. Folgende Institutionen haben Gremien, Arbeitsgruppen und Initiativen mit direktem SDG-Bezug ins Leben gerufen, in denen wir uns engagieren: UN Global Compact, die GSMA (Internationale Industrievereinigung der Mobilfunk-Anbieter), GeSI img (Global e-Sustainability Initiative img) sowie econsense.

Silke Thomas

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Silke Thomas

Zuordnung der Sustainable Development Goals zu unseren Messgrößen

Ziel unseres Nachhaltigkeitsengagements ist es auch, einen positiven Beitrag zur Erreichung der SDGs zu leisten. Insbesondere zahlen wir auf die Ziele Nummer 3 Gesundheit und Wohlergehen, 4 Hochwertige Bildung, 5 Geschlechtergleichheit, 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur, 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden, 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion sowie 13 Maßnahmen zum Klimaschutz ein. Im Rahmen unseres CR-Controllings erfassen wir seit vielen Jahren „Environmental, Social und Governance (ESG)“-Kennzahlen. Die folgende Übersicht zeigt, dass unser Kennzahlensystem bewusst die SDGs abdeckt, die für unsere Geschäftstätigkeit relevant sind. Neben ihrer Steuerungsrelevanz haben die KPI img damit die Funktion, unsere positiven SDG-Beiträge intern und extern sichtbar zu machen. Den SDG-Bezug in unserer Steuerung und in unserem Monitoring entwickeln wir kontinuierlich weiter.

Wir entwickeln den Umgang mit unseren Messgrößen aber nicht nur im Hinblick auf die SDGs. Im Jahr 2018 haben wir ein umfangreiches Wirkungsmessungsprojekt gestartet. Dieses misst positive und negative Wirkungen unserer Geschäftsaktivität auf die Umwelt und die Gesellschaft. Die SDGs als wichtiger globaler Bezugsrahmen spielen bei dieser Wirkungsmessung ebenfalls eine Rolle.

SDG Messgröße

Mit unserer Infrastruktur, unseren Produkten und Dienstleistungen leisten wir einen indirekten Beitrag zu Erreichung von SDG Nummer 1.

Produktinnovationen zum Erhalt der Artenvielfalt sowie zur Verbesserung der Landwirtschaft durch die schmalbandige Funktechnik NB-IoT (Narrowband Internet of Things).

 Nummer 6 gehört aufgrund unserer Geschäftstätigkeit nicht zu den prioritären SDGs.

Im Rahmen der Initiative „Stop Wasting Start Caring!“ stellen wir uns der Verantwortung, in allen Phasen der Geschäftstätigkeit den Einsatz von Plastik und Verpackung zu vermeiden,  zu ersetzen, zu reduzieren oder   ordnungsgerecht zu recyclen.

Produktinnovationen zum Erhalt der Artenvielfalt sowie zur Verbesserung der Landwirtschaft durch die schmalbandige Funktechnik NB-IoT (Narrowband Internet of Things).