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  • Corporate Responsibility Bericht 2018

Barrierefreie Produkte und Dienste

Unser Beitrag zu den SDG

Die Telekom möchte Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Informations- und Wissensgesellschaft erleichtern.

Service für hörgeschädigte Menschen
Bereits 2003 haben wir in Deutschland eine Hotline („Deaf Hotline“) für gehörlose und schwerhörige Kunden eingerichtet. Aktuell wenden sich täglich bis zu 50 Menschen an die Hotline, um sich beispielsweise zum Anschluss ihres DSL-Routers oder zu speziellen Handy-Tarifen beraten zu lassen oder einen Termin mit einem Techniker abzustimmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deaf Hotline sind mit sogenannten Live-Berater-Arbeitsplätzen ausgestattet, die unter anderem über HD-Kameras verfügen. Kunde und Live-Berater sehen sich über einen videobasierten Live-Chat und können in Gebärdensprache miteinander kommunizieren.

Für gehörlose Kunden beziehungsweise Mitglieder des Deutschen Gehörlosenbundes e.V. betreiben wir außerdem eine spezielle Online-Vertriebsseite. Dort bieten wir vergünstigte Mobilfunk- und Festnetz-Angebote an, die genau auf die Bedürfnisse gehörloser Menschen zugeschnitten sind. Über die Website können Kunden die gewünschten Tarife direkt buchen, Kontakt mit den Mitarbeitern der Deaf-Hotline aufnehmen oder sich zur Austausch- und Informationsplattform „Deaf-Café“ in der Telekom-hilft-Community weiterleiten lassen. Das Deaf-Café bietet einen geschützten Raum, um in Gruppen und Foren mit anderen Gehörlosen zu diskutieren oder Fragen zu Telekom-Angeboten zu stellen.

Darüber hinaus sind alle unsere Festnetz-Entertain-Produkte seit 2018 auch bei HD-Sendern mit Untertiteln verfügbar. Auf diese Weise ermöglichen sie hörgeschädigten Kunden einen barrierefreien Zugang.

Seit Sommer 2018 steht hörgeschädigten Menschen in Deutschland in akuten Notsituationen über den Dolmetsch-Relay-Service Tess/Telesign ein Rund-um-die-Uhr-Notruf mit Gebärdensprachdolmetschern zur Verfügung. Die Erreichbarkeit und die problemlose Übertragung ist erst dank genügend Datenvolumen in den Mobilfunk-Verträgen und ausreichender Netzversorgung möglich. Tess/Telesign wird über die Pflichtsozialabgabe mitfinanziert, die die Telekom an die Bundesnetzagentur entrichtet.

Engagement für Hörgeschädigte in der Slowakei
Etwa ein Prozent der slowakischen Bevölkerung ist hörgeschädigt. Für diese Menschen entwickelt Slovak Telekom umfassende Programme und Aktivitäten, die ihnen bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen helfen. Unsere Hilfe gilt auch Familien mit hörgeschädigten Kindern. Wir wollen die öffentliche Aufmerksamkeit stärker auf die speziellen Bedürfnisse von Hörgeschädigten lenken.

Als Telekommunikationsbetreiber bieten wir Hörgeschädigten umfassende Unterstützung an und stellen günstige Tarife sowie ein mobiles Datenpaket für sie bereit. 2018 aktualisierte Slovak Telekom seinen Mobilfunk-Sondertarif für hörgeschädigte Menschen, der zum Preis von 12 Euro pro Monat unbegrenzte SMS und bis zu 8 GB mobiles Datenvolumen bietet. Darüber hinaus stellt Slovak Telekom Hörgeschädigten für monatlich 0,99 Euro einen mobilen Internet-L-Vorzugstarif mit 15 GB Datenvolumen zur Verfügung, was einem Preisnachlass von über 95 Prozent entspricht.

Navigationshilfe für Sehbehinderte in Tschechien
Als gesellschaftlich verantwortliches Unternehmen hat es sich T-Mobile Czech Republic zum Ziel gesetzt, Menschen mit Sehbehinderungen zu unterstützen. Zusammen mit der Technischen Universität Tschechien haben wir eine besondere Navigationslösung für Blinde entwickelt. Globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) in Kombination mit Mobilfunkdatennetzen bilden die Grundlage für eine der modernsten Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen. T-Mobile Czech Republic unterstützt die Entwicklung dieser Navigationslösung durch Bereitstellung von 3G- und 4G-Konnektivität, SIM-Karten und Modems. Der neu entwickelte Navigationsstock für Blinde ist mit der Navigationszentrale verbunden. Mithilfe einer 2G- bis 4G-App img lassen sich über den Service Navigationsdaten, Sprache und Bilder übertragen. In der früheren Ausführung war der Stock mit dem Smartphone verbunden, aber jetzt sind Kommunikationsschnittstelle, Kamera und Mobiltelefon direkt in den Stock integriert.  Innerhalb von Gebäuden, wo GNSS nicht funktioniert, dient die Kamera als Orientierungshilfe. 2017 wurde eine Testphase abgeschlossen und 2018 der Pilotbetrieb aufgenommen. Nach Überarbeitung des Designs und diversen Verbesserungen liegt nun der Prototyp der nächsten Generation vor. Das endgültige Produkt muss vom tschechischen Ministerium für Arbeit und Soziales als entsprechendes Hilfsmittel zertifiziert werden, damit es Sehbehinderten kostenlos angeboten werden kann. Die Produktion soll im dritten Quartal diesen Jahres anlaufen. Der Lieferant wird Svarovsky Ltd. sein,  der größte europäische Hersteller von Stöcken für Sehbehinderte.