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Corporate Responsibility Bericht 2018

Auditergebnisse 2018

Über das auf Konzernebene aufgesetzte und gesteuerte Auditierungsprogramm wurden 2018 insgesamt 117 Audits img durchgeführt. Wie in den Vorjahren konzentrierten wir unsere Auditaktivitäten auf Lieferanten in Asien, vor allem in China und benachbarten Ländern wie Indien, Malaysia, Südkorea und Thailand, aber auch in Brasilien, Mexiko und Osteuropa.

Zu den auditierten Lieferanten gehörten Produzenten aus den Bereichen IT-Hardware, -Software und -Dienstleistungen sowie Netzwerke und Endgeräte. Bei den Überprüfungen haben wir einen Fall von Bestechung festgestellt und daraufhin die Geschäftsbeziehung mit dem Lieferanten mit sofortiger Wirkung beendet. Darüber hinaus wurden keine weiteren Fälle von Korruption oder Bestechung oder aber kritische Verstöße gegen Compliance-Regeln oder das Recht auf intellektuelles Eigentum aufgedeckt.

Auf einen Blick: Auditergebnisse 2018

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Antonio Veloso

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Antonio Veloso

Ergebnisse im Detail

Im Fokus unserer Auditaktivitäten stehen nicht alle Lieferanten, mit denen wir eine aktive Geschäftsbeziehung führen (rund 20 000*), sondern primär strategisch wichtige und/oder besonders risikobehaftete Lieferantengruppen. Dabei konzentrieren wir uns auf circa 250 Lieferanten, die in einem Turnus von zwei bis drei Jahren regelmäßig auditiert werden sollen. Die Mehrzahl der Audits img findet im Rahmen der Joint Audit Cooperation (JAC) statt.

Die JAC Guidelines fordern von unseren Lieferanten das Recht auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen sowie ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld. Für die Arbeitszeit gelten folgende Mindeststandards: wöchentliche Arbeitszeit nicht über 48 Stunden, maximal zwölf Überstunden pro Woche und ein freier Tag nach sechs aufeinanderfolgenden Arbeitstagen. Zusätzlich wird ein fairer Lohn gefordert, der den Beschäftigten einen angemessenen Lebensstandard ermöglicht. Alle Anforderungen werden durch Vor-Ort-Audits regelmäßig geprüft. Diese beinhalten auch die Überprüfung der Ausstattung und Qualität der Arbeits-, Schlaf- und Kantinenbereiche.

Wir verpflichten unsere Lieferanten nicht dazu, sich im Hinblick auf Umwelt- oder Sozialthemen extern zertifizieren zu lassen. Liegen keine Zertifikate in den Bereichen „Umwelt“ und „Social Accountability“ vor, wie etwa ISO 14001 img und SA8000, erwarten wir jedoch, dass vergleichbare Managementsysteme genutzt werden. Die Erfahrung aus den Audits zeigt, dass die Mehrheit unserer relevanten produzierenden Lieferanten über ein externes Zertifikat oder vergleichbare Managementsysteme verfügt. Die Überprüfung der wesentlichen sozialen und ökologischen Aspekte sowie der grundsätzlichen Menschenrechte bei unseren Audits steht im Einklang mit international anerkannten Richtlinien und Standards: Dazu gehören die ILO-Kernarbeitsnormen, die UN-Prinzipien zu Wirtschaft und Menschenrechten oder die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen.

Von den 117 Lieferanten, die 2018 auditiert wurden (13 davon in sogenannten Validated Audit img Processes der Responsible Business Alliance), waren circa 24 Prozent (29 Audits) direkte Lieferanten und 76 Prozent (88 Audits) Tier-2-, -3- und -4-Supplier, also indirekte Lieferanten.

Bei den 2018 durchgeführten Audits wurden insgesamt 768 Verstöße gegen die Lieferantenanforderungen der Telekom aufgedeckt. Dabei konnten, inklusive der Umsetzung einiger offener Verbesserungsmaßnahmen aus den Vorjahren, im Jahr 2018 insgesamt 594 Verstöße behoben werden. Unter den Verstößen waren 49 inakzeptable Vorkommnisse, 193 kritische Befunde und 191 behobene. Beispiele für inakzeptable und kritische Verstöße sowie eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen veröffentlichen wir hier. Bei 49 Lieferanten wurden kritische Befunde im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, bei sieben im Bereich Umweltschutz, bei drei bezüglich Arbeitspraktiken, bei 50 bezüglich Arbeitszeiten und bei neun bezüglich Löhnen und Leistungsentgelt entdeckt. Keine kritischen Befunde gab es im Bereich Unternehmensethik. Wie in den Vorjahren entfielen mit 47 Prozent die meisten Verstöße auf den Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (gegenüber 46 Prozent im Jahr 2017), gefolgt von Arbeitszeiten mit 16 Prozent (17 Prozent im Jahr 2017). Der Bereich Unternehmensethik nimmt mit 14 Prozent den dritten Platz ein (13 Prozent in 2017).

* In der Vergangenheit bezog sich die Anzahl unserer Lieferanten auf die Gesamtsumme unserer circa 30 000 Geschäftsbeziehungen. Aufgrund genauerer Erfassungsmöglichkeiten ist es uns nun möglich, die Anzahl der Lieferanten anzugeben, mit denen wir 2018 eine aktive Geschäftsbeziehung hatten.

Auszug an schwerwiegenden Feststellungen

Bereich   Befunde bei Lieferanten   Eingeleitete Verbesserungen Status
(Ende 2018)
Kinder-/Jugendarbeit   Laut Management- und Mitarbeiter-Interviews sowie Dokumenten-Review arbeiteten fünf junge Arbeiter in der Stanzerei, der Maopian Rohstoff-Werkstatt, der Injektions-/Einspritzwerkstatt, wodurch sie arbeitsgefährdenden Faktoren wie Lärm, Staub usw. ausgesetzt waren. Dies verstieß gegen das chinesische Arbeitsrecht (1994), Artikel 64.   Gemäß den gesetzlichen Vorgaben wurde das geprüfte Werk veranlasst, minderjährige Arbeitnehmer nicht gefährlichen Arbeitsfaktoren auszusetzen. Die betroffenen Arbeiter wurden in eine ruhigere Montagelinie versetzt. Abgeschlossen
Umweltschutz   Basierend auf Beobachtungen vor Ort bot die Fabrik keine Sicherheitsbehälter/Sammelcontainer für zwei leere Schmierölchemikalien im Chemielager, zwei leere Reinigungschemikalien in der Reinigungswerkstatt sowie sechs leere Führungsschienenölchemikalien auf dem Freigelände. Damit wurde gegen folgende Artikel der Umweltschutznorm für die Lagerung gefährlicher Abfälle (GB18597-2001) verstoßen:

Artikel 6.2.2: Im Lager für gefährliche Abfälle müssen eine Lecksuchsicherung, eine Gasabsaugung und eine Gasreinigungsvorrichtung vorhanden sein.

Artikel 6.3.9: Die Lagerung für gefährliche Abfälle muss winddicht, regendicht und vor der Sonne geschützt sein.
  Das Werk sollte einen Sicherheitsbehälter / Sammelcontainer für leere Chemikalien aus dem oben genannten Bereich installieren. Abgeschlossen
  Feststellung: Laut Dokumentenprüfung hat das Werk im vergangenen Jahr gefährliche Abfälle (PCB-Platten- und Schablonenreinigungsabfälle) nicht zur Behandlung an qualifizierte Stellen weitergeleitet.
Bemerkung: Das Werk lagerte gefährliche Abfälle auf dem Werksgelände und hat sie nicht weitergeleitet.
Es verstieß damit gegen das Gesetz der Volksrepublik China zur Vermeidung und Verminderung der durch Feststoffabfälle verursachten Umweltverschmutzung (Änderung 2016), Artikel 55: Einrichtungen, die gefährliche Abfälle produzieren, müssen diese gefährlichen Abfälle in Übereinstimmung mit den einschlägigen staatlichen Vorschriften entsorgen und dürfen sie nicht ohne Genehmigung entsorgen oder lagern.
  Die gefährlichen Abfälle wurden Ende 2018 weitergeleitet. Abgeschlossen
Bereich   Befunde bei Lieferanten   Eingeleitete Verbesserungen Status
(Ende 2018)
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz   Auf den Hauptwegen der Kläranlage gibt es nicht ausreichend Notausgangsschilder, um in Notfällen die Evakuierung zu gewährleisten. Dies führt zu Schwierigkeiten, den Notausgang zu finden.  
  1. Der gesamte Bereich der Kläranlage wird überprüft und in Bereichen, in denen nicht genügend Notausgangsschilder vorhanden sind, werden neue installiert.
  2. Alle anderen Bereiche des Unternehmens werden ebenfalls auf Notausgangsschilder überprüft und gegebenenfalls werden neue Schilder aufgestellt.
Abgeschlossen
  Brandmelde- und Alarmanlagen werden einmal im Monat von einem Brandschutzunternehmen geprüft.
Feststellung: Im Sondermüllraum funktionierte einer der Feuermelder nicht. Dies führt zu einem Mangel an Brandschutz.
 
  1. Ein Brandschutzunternehmen hat die Brandmeldeanlage in diesem Bereich überprüft und die Wartung abgeschlossen.
  2. Alle anderen Bereiche im Unternehmen werden ebenfalls überprüft und gegebenenfalls werden sofort Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet.
Abgeschlossen
  Während der Werksbesichtigung wurde festgestellt, dass es im Lagerbereich für brennbare Chemikalien sowie im Druckbereich, in dem mit Chemikalien gearbeitet wird, keine Notfall-Dusch-/Augenspülstation gab.   Für jede Abteilung muss die entsprechende Schutzausrüstung identifiziert und bereitgestellt werden. Abgeschlossen
  Feststellung: Die Fabrik wurde im Oktober 2017 in Betrieb genommen, obwohl für das Gebäude Nr. 4 (25194 Quadratmeter, fertiggestellt im Juni 2017) noch kein Zertifikat für die Brandbekämpfung ausgestellt war.

Anmerkung: Das Werk hat das Brandschutzkonzept für das Gebäude Nr. 4 fertiggestellt. Die Abnahmearbeiten für die Brandbekämpfung waren bereits im Gange, aber die Abnahmeprozeduren sehr komplex. Es lag ein Verstoß gegen folgende Artikel des Brandschutzgesetzes der Volksrepublik China (2008) vor:

Artikel 11: Für den Bau einer großen personenintensiven Anlage oder besondere Bauprojekte, wie sie von der staatlichen Sicherheitsbehörde des Staatsrats vorgeschrieben sind, hat der Arbeitgeber die Brandschutzunterlagen der Brandschutzabteilung der staatlichen Sicherheitsbehörde zur Prüfung vorzulegen. Für das Prüfungsergebnis ist laut Gesetz die Brandschutzabteilung der staatlichen Sicherheitsbehörde verantwortlich.

Artikel 13: Ist der Bau eines Bauvorhabens, das eine Brandschutzplanung nach den nationalen brandschutztechnischen Normen für den Projektbau erfordert, abgeschlossen, ist eine brandschutztechnische Abnahme oder Einreichung wie folgt durchzuführen:
  1. Bei einem Bauvorhaben im Sinne von Artikel 11 dieses Gesetzes hat der Auftraggeber bei der Brandschutzabteilung der staatlichen Sicherheitsbehörde eine Brandschutzabnahme zu beantragen;
    oder
  2. Bei allen anderen Bauvorhaben hat der Auftraggeber diese nach einer Abnahme der Brandschutzabteilung der staatlichen Sicherheitsbehörde zu Archivierungszwecken zu melden. Die Brandschutzabteilung der staatlichen Sicherheitsbehörde führt eine Stichprobe durch. Ein Bauvorhaben, das nach dem Gesetz einer brandschutztechnischen Bestandsaufnahme unterliegt, aber die brandschutztechnische Bestandsaufnahme nicht durchläuft oder nicht besteht, darf nicht in Betrieb genommen werden. Bauvorhaben, die eine Stichprobenprüfung nicht bestehen, dürfen nicht mehr genutzt werden.
  Wir haben das Zertifikat für das Brandschutzkonzept für alle Gebäude erhalten. Laufend
  Feststellung 1: Ein Metallwerkstofflager mit etwa 600 Quadratmetern Fläche hatte während des Audits img nur einen Sicherheitsausgang. Dies verstößt gegen den Code of Design on Buildings Fire Protection and Prevention (GB50016-2006), Artikel 3.8.2: In jeder Lagerstätte müssen mindestens zwei Ausgänge vorhanden sein. Bei Lagerstätten mit weniger als 300 Quadratmetern Grundfläche genügt ein Ausgang.
Aus jedem Bereich des Lagers sollten mindestens zwei Ausgänge zu einem Durchgang, zur Treppe oder nach draußen vorhanden sein. Bei Gebäudeabschnitten mit weniger als 100 Quadratmetern Grundfläche genügt jeweils eine Tür.
Die Tür, die zum Durchgang oder Treppenhaus führt, sollte eine Brandschutztür der Klasse B sein.

Feststellung 2: 20 Prozent der Notausgänge des Gebäudes Nr. 4 hatten eine Nettobreite von 0,75 Metern. Dies entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen.
Anmerkung: Vor der Abschlusssitzung hat das Werk mit der Durchführung der Korrekturmaßnahmen begonnen. Es verstieß gegen den Code of Design on Buildings Fire Protection and Prevention (GB50016-2014), Artikel 3.7.5: Die Nettobreite der Evakuierungstreppe sollte mindestens 1,10 Meter, die Nettobreite des Evakuierungswegs mindestens 1,40 Meter und die Nettobreite der Tür mindestens 0,90 Meter betragen.

Die Breite der Evakuierungstreppe sollte sich nach der Anzahl der Arbeiter aller betroffenen Stockwerke richten. Die Nettobreite der unteren Treppe richtet sich demnach nach der Anzahl der Arbeiter aller Etagen. Die Nettobreite der Außentür im ersten Stock richtet sich ebenfalls nach der Anzahl der Arbeiter aller Stockwerke. Die Nettobreite der Tür muss mindestens 1,20 Meter betragen.
 
  1. Es gibt zwei Sicherheitsausgänge für das Metallmateriallager.
  2. Die Änderungen der Türbreite wurden vorgenommen und der Vertrag mit dem Lieferanten wurde unterzeichnet.
  3. Die angepassten Türen wurden installiert.
Laufend
  Der Evakuierungsplan in den Wohnheimen entsprach nicht dem tatsächlichen Layout. Dies verstieß gegen den Code for Design of Dormitory Buildings (JGJ36-2005), Artikel 4.1.4: Im Wohnheim sind ein Notfall-Evakuierungsplan und auffällige Evakuierungskennzeichnungen aufzustellen.  
  1. Der Evakuierungsplan wurde aktualisiert und in den Wohnheimen ausgehängt.
  2. Bei den zukünftigen jährlichen internen Auditierungen wird dieser Punkt beachtet.
Laufend
Bereich   Befunde bei Lieferanten   Eingeleitete Verbesserungen Status
(Ende 2018)
Löhne & Leistungsentgelt   Laut Artikel 44 des Arbeitsrechts der Volksrepublik China zahlt der Arbeitgeber den Arbeitnehmern unter den folgenden Umständen ein höheres Entgelt als bei normaler Arbeitszeit:
  1. mindestens 150 Prozent des regulären Lohns, wenn die Verlängerung der Arbeitszeit vereinbart ist;
  2. mindestens 200 Prozent des regulären Lohns, wenn die Überstunden an Ruhetagen liegen und keine andere Ruhezeit genommen werden kann; und
  3. mindestens 300 Prozent des regulären Lohns, wenn die Überstunden an gesetzlichen Feiertagen liegen.
Feststellung: unzureichende Überstundenlöhne für die Mitarbeiter. Im Rahmen der Dokumentenprüfung stellte der Auditor fest, dass einer von 20 zufällig ausgewählten Mitarbeitern am 4. Oktober 2017 (Feiertag, Mittherbstfest) arbeitete. Allerdings wurden nur 200 Prozent des regulären Tariflohns gezahlt. Deadline: 8. Dezember 2017.
  An Feiertagen sind keine Überstunden vorgesehen. Fallen an Feiertagen dennoch Überstunden an, werden den Mitarbeitern 300 Prozent des regulären Lohns bezahlt. Abgeschlossen
  Sozialversicherung: Die Einhaltung dieses Punkts konnte nicht überprüft werden, da der Auditor keinen Zugang zur Personalabrechnung des Drittanbieters hatte.   Beim Nachfolge-Audit img am 12. Juli 2018 wurde dieser Punkt korrigiert; Zugriff wurde gewährt. Es gab keine offensichtlichen Verstöße. Abgeschlossen
  Basierend auf der Dokumentenprüfung und dem Managementinterview wurde festgestellt, dass das Werk an regulären Arbeitstagen und Feiertagen nur 100 Prozent des regulären Stundenlohns für die Überstunden bezahlt.

Beispiel a) Im April 2018 wurde allen 25 untersuchten Mitarbeitern nur 100 Prozent des regulären Stundenlohns für die Überstunden bezahlt (100 Prozent der Mitarbeiter);

Beispiel b) Am 5. April 2018 (Qingming-/Totengedenkfest) wurden 3 von 25 Mitarbeitern (12 Prozent der Mitarbeiter) nur 100 Prozent des regulären Stundenlohns für die Überstunden bezahlt. Dies verstieß gegen das chinesische Arbeitsrecht, Artikel 44.
  Der Betrieb zahlt allen Mitarbeitern das 1,5-Fache des Lohns für Überstunden an Werktagen, das Zweifache des Lohns für Überstunden an Wochenenden und das Dreifache des Lohns für Überstunden an Feiertagen, entsprechend dem tatsächlichen jeweiligen Arbeitsdatum. Laufend
Bereich   Befunde bei Lieferanten   Eingeleitete Verbesserungen Status
(Ende 2018)
Arbeitszeiten   Feststellung: Das Werk verwendete ungenaue manuelle Anwesenheitsprotokolle zur Erfassung der Anwesenheit der Mitarbeiter. Die wöchentlichen Arbeitszeiten sowie die täglichen/monatlichen Überstunden konnten nicht überprüft werden. Dies verstieß gegen das chinesische Arbeitsrecht, Artikel 41: Der Arbeitgeber kann die Arbeitszeit aufgrund von Erfordernissen der Produktion oder des Unternehmens nach Rücksprache mit der Gewerkschaft und den Arbeitern verlängern. Die verlängerte Arbeitszeit darf dabei in der Regel nicht länger als eine Stunde pro Tag betragen. Wird eine Verlängerung aus besonderen Gründen gefordert, darf die Arbeitszeit bis zu drei Stunden pro Tag betragen, sofern die Gesundheit der Arbeitnehmer gewährleistet wird.

Die Verlängerung der Arbeitszeit darf jedoch nicht mehr als 36 Stunden pro Monat betragen.

Feststellung: Das Werk verwendete manuelle Anwesenheitsprotokolle zur Erfassung der Anwesenheitsdaten der Arbeiter. Ob die Arbeiter in einer, in zwei oder in drei Schichten gearbeitet haben und ob sie 7, 7,5, 8, 9,5 oder 12 Stunden pro Tag gearbeitet haben, konnte in den manuellen Anwesenheitsprotokollen nicht festgestellt werden. Es wurden keine Schichtinformationen und Arbeitsstunden der Arbeiter pro Tag aufgezeichnet. Aufgrund ungenauer manueller Anwesenheitserfassung konnten die Wochenarbeitszeiten sowie die täglichen/monatlichen Überstunden nicht verifiziert werden.
  Es wird ein elektronisches Anwesenheitssystem eingeführt, um die Anwesenheitsdaten der Mitarbeiter zu erfassen. Laufend
  Die Einhaltung von Arbeitspausen, Feiertagen und Ferien konnte nicht festgestellt werden, da der Auditor keinen Zugang zu den Zeitnachweisen des Drittanbieters hatte.   Beim Nachfolge-Audit wurde dieser Punkt korrigiert; Zugriff wurde gewährt. Es gab keine offensichtlichen Verstöße. Abgeschlossen
  Die Überstunden der Mitarbeiter lagen über den gesetzlichen Bestimmungen und die Wochenarbeitszeit über den SA8000-Standards.

Feststellung basierend auf dem vorliegenden Anwesenheitsprotokoll: Etwa 30 Prozent der befragten Mitarbeiter leisteten täglich mehr als drei Überstunden. Die Höchstzahl an Überstunden betrug dabei vier Stunden/Tag. Etwa 90 Prozent der befragten Mitarbeiter leisteten mehr als 36 Überstunden/Monat. Die Höchstzahl an Überstunden betrug 142 Stunden im Januar. Die Wochenarbeitszeit aller befragten Mitarbeiter überschritt in allen Monaten 52 Stunden pro Woche. Die Höchstarbeitszeit betrug 76,5 Stunden im Januar 2018.
  Ein Produktionsplan nach Bedarf des Kunden wird einen Monat im Voraus erstellt, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter nicht mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiten. Abgeschlossen