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Corporate Responsibility Bericht 2018

T-Systems International GmbH

Warum ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung für uns so wichtig?

Adel Al-Saleh, Vorstand T-Systems

Smart Cities: Ein Trend der Zukunft – eine Chance für uns

Die zunehmende Urbanisierung ist einer der Megatrends unserer Zeit. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt leben in Städten und Megastädten. Dies wird in naher Zukunft auch auf 80 Prozent der deutschen Bevölkerung zutreffen. Ein so hoher Urbanisierungsgrad bringt für eine Gesellschaft sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich.

Als Gesellschaft sind wir verpflichtet, die negativen Aspekte der Urbanisierung, wie Verkehrslärm und Abfallaufkommen, für Mensch und Umwelt auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Als Unternehmen sind wir verpflichtet, unsere Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung für unser Geschäftswachstum einzusetzen und dabei gleichzeitig unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Unsere Städte müssen „smarte“ Städte werden. Dazu können wir entscheidend beitragen, wenn wir unsere Kräfte als Gesellschaft und als Unternehmen bündeln.

Ein Beispiel sind die Maschinen- und Sensornetze, die wir mit unserer Netztechnik aufbauen. In Berlin zeigt die Deutsche Telekom, dass die Technik in zahlreichen kommunalen Bereichen eingesetzt werden kann, so u. a. beim „Smart Parking“, der intelligenten Parkplatzsuche per Smartphone. Städte wie Bonn und Hamburg haben bereits das „Park and Joy“-Programm eingeführt. Die App img ermöglicht die bargeldlose Bezahlung von Parkplätzen und hilft Autofahrern wie Städten, weil Parkraum leichter zu finden ist. Lösungen aus dem Internet der Dinge (IoT) steuern Straßenbeleuchtung und Müllentsorgung und überwachen die Verkehrslage auf Straßen und Brücken.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) entwickelt die Telekom die App OSCA („One Smart City App“), eine dynamische, standortbasierte Anwendung. Nutzer erhalten für die Stadt, in der sie sich gerade aufhalten, Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen, Freizeitangebote oder auch Einkaufsmöglichkeiten. Ein offener Standard erleichtert die Nutzung über alle Mobilfunkanbieter. Bereits über 20 Städte in Deutschland und Spanien testen diese Anwendung. OSCA soll eine einfache länderübergreifende Lösung für ganz Europa werden.

Initiativen wie diese können für alle Beteiligten vorteilhaft sein und darüber hinaus noch zum Umweltschutz beitragen. Als Vorreiter der Digitalisierung treibt die Deutsche Telekom die digitale Transformation unserer Städte auf Grundlage des „Co-Creation“-Konzepts voran. Durch die gemeinsame Entwicklung und Prüfung innovativer, skalierbarer Smart-City-Dienste helfen wir den Kommunen, ihre Bürger innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen effizienter zu versorgen. Ergänzt durch unsere Erkenntnisse im Bereich der Smart-City-Datenverarbeitung wird hier eine solide Grundlage für ein wirklich intelligentes städtisches Ökosystem gelegt.

E-Mobilität ist ein weiteres zentrales Thema, das die aktuelle Diskussion über intelligente Städte prägt. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Elektromobilität nur dann auf schnelle Akzeptanz stoßen wird, wenn für die vielen neuen Elektroautos auch ein ausreichendes Angebot an Ladestationen zur Verfügung steht. 2018 nahmen wir in Bonn und Darmstadt unsere ersten öffentlichen „Stromtankstellen“ in Betrieb. Damit begann die Deutsche Telekom mit dem Aufbau eines bundesweiten Netzes aus öffentlichen Ladestellen für Elektroautos, indem sie hierfür Teile der vorhandenen Telekommunikations-Infrastruktur zu Ladestationen aufrüstete. Eines unserer herausragenden Ziele, die Reduktion des CO2-Ausstoßes, lässt sich nur mit einer solchen Infrastruktur verwirklichen.

All dies zeigt, a) dass wir über die wichtigsten Grundlagen verfügen, die zur erfolgreichen Umsetzung von Smart-City-Konzepten in Deutschland und Europa benötigt werden, und b) dass Kunden im öffentlichen Sektor unser umfassendes Know-how im Bereich der Cybersicherheit sehr zu schätzen wissen.

Damit können wir einen wichtigen Beitrag zu den von den Vereinten Nationen festgelegten Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) leisten. Zu diesen gehören u.a. „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Gesundheit und Wohlergehen“ sowie „Nachhaltige/r Produktion und Konsum“.

Unsere Initiativen stellen unter Beweis, dass technologische Innovation auf hohem Niveau unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung nicht etwa entgegensteht, sondern dass sie sich vielmehr gegenseitig ergänzen.

 

Adel Al-Saleh, Vorstand T-Systems

Strom sparen mit der Telekom Cloud

Energiekosten sind für viele Unternehmen eine schwere Belastung, und manche Firmen müssen bis zu zehn Prozent ihres Umsatzes darauf verwenden. Aufgrund steigender Energiepreise wird sich dieses Problem in Zukunft noch verschärfen.

Die Nordwestdeutsche Zählerrevision (NZR) setzt ihre CountVision-Software für intelligentes Energiemanagement ein. Das Programm erfasst und analysiert Daten aus Stromzählern, die über Bussysteme miteinander verbunden sind. Die Daten können dann über die standardmäßigen Schnittstellen anderer Unternehmensanwendungen wie ERP-Systeme oder Fakturierungsprogramme weiter verarbeitet werden. Mit CountVision können die Kunden von NZR alle ihre Prozesse im Rahmen des effizienten Energiemanagements abbilden. Wenn sich ein Unternehmen ein klares Bild vom eigenen Energieverbrauch machen kann, hilft dies letztendlich bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbrauchssenkung.

Energiemanagement als „Software as a Service“
NZR arbeitete auch im vergangenen Jahr mit T-Systems zusammen, um ihr Produktangebot für Kunden weiter zu verbessern. CountVision wird jetzt aus der Open Telekom Cloud bereitgestellt, was ein Höchstmaß an Datensicherheit gewährleistet und den kundenseitigen Installations- und Administrationsaufwand erheblich verringert. Unternehmen können ihre Energiekosten überwachen und damit leichter Einsparpotenziale erkennen, ohne selbst eine eigene kostenintensive Infrastruktur und das entsprechende Fachpersonal bereitstellen zu müssen.

Energiemanagement als „Software as a Service“

NZR arbeitete auch im vergangenen Jahr mit T-Systems zusammen, um ihr Produktangebot für Kunden weiter zu verbessern. CountVision wird jetzt aus der Open Telekom Cloud bereitgestellt, was ein Höchstmaß an Datensicherheit gewährleistet und den kundenseitigen Installations- und Administrationsaufwand erheblich verringert. Unternehmen können ihre Energiekosten überwachen und damit leichter Einsparpotenziale erkennen, ohne selbst eine eigene kostenintensive Infrastruktur und das entsprechende Fachpersonal bereitstellen zu müssen.

Umweltdaten aus dem Weltraum

Die Deutsche Telekom wurde von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA mit der Entwicklung einer Cloud-Plattform für den Zugriff auf Satellitendaten beauftragt. T-Systems wird den Copernicus Data and Information Access Service (Copernicus DIAS) nutzen, um über die Open Telekom Cloud Massendaten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms bereitzustellen. Unternehmen können dann kostenlos auf diese Daten zugreifen und sie unmittelbar in der Cloud für kommerzielle Zwecke nutzen. Die hochauflösenden Bilder liefern wertvolle Umweltparameter für sechs Bereiche: Landüberwachung, Meeresüberwachung, atmosphärische Überwachung, Klimawandel, Notfallmanagement und Sicherheit. So sind beispielsweise Daten und Informationen des Copernicus DIAS verwendet worden, um das Ausmaß und den Schweregrad von Schäden zu ermitteln, die durch Waldbrände (Italien, Spanien, Griechenland, Portugal), Erdbeben (Mexiko), Hurrikans (Länder, die von den Hurrikans Harvey, Irma und Maria betroffen waren) und Hochwasser (Irland, Deutschland) verursacht wurden, und um den Einsatz von Rettungsteams in diesen Katastrophengebieten zu unterstützen.

Als Cloud-Service ermöglicht Copernicus DIAS die Demokratisierung der europäischen Satellitendaten. In der Vergangenheit konnten es sich nur wenige Unternehmen zeitlich und finanziell leisten, diese kontinuierlich anfallenden Daten herunterzuladen, zu speichern und zu verarbeiten.

Copernicus DIAS aus der Open Telekom Cloud steht seit 2018 zur Verfügung. Zusätzlich zur Bereitstellung aktueller Erdbeobachtungsdaten in der Open Telekom Cloud unterhält die Deutsche Telekom auch ein umfassendes Datenarchiv.

SmartBeehives – Erfolgreiches Pilotprojekt wird ausgezeichnet

T-Systems Innovation wurde für sein Projekt „Smart Beehives“ vom Beratungshaus ISG mit dem Paragon-Award in der Kategorie „Impact“ ausgezeichnet.

ISG (Information Services Group) ist ein weltweit führendes Marktforschungs- und Beratungshaus im IT-Bereich und hat für den internationalen Preis Projekte aus ganz Europa ausgewertet.

Seit Juni 2018 betreibt die Deutsche Telekom zwei vernetzte Bienenstöcke auf dem Gelände der Bonner Zentrale. Dahinter steht eine Kooperation mit dem Start-up „BeeAnd.me“. In Zusammenarbeit mit der Initiative hubraum hat Bee.And Me eine Technologie entwickelt, die gezielt auf das Maschinen- und Sensorennetz der Telekom (Narrowband-IoT, kurz: NB-IoT) setzt. Dabei werden mit Hilfe verschiedener Sensoren Informationen zu Gewicht, Luftfeuchtigkeit und Geräuschen eines Bienenstocks gesammelt. Über das NB-IoT erfolgt die Übermittlung extrem energieeffizient und ohne zusätzliche Stromversorgung am Standort. Alle Daten werden in der Open Telekom Cloud von T-Systems gespeichert. So kann der Imker das Verhalten und den Zustand seines Bienenvolkes auch online aus der Ferne beurteilen. Kontrollbesuche vor Ort kann er hingegen reduzieren, um die fleißigen Tiere möglichst wenig zu stören. Stellt der Imker anhand der Daten Unregelmäßigkeiten fest, kann er dennoch gezielt eingreifen. Ein echter Beitrag zur Initiative Stop Wasting - Start Caring! („Umweltschutz statt Umweltschmutz!“).

Melanie Kubin-Hardewig aus dem Bereich CR dazu: „Die Telekom leistet hier einen kleinen aber wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Ohne Bienen und andere Bestäuber müssten wir auf ein Drittel unserer Lebensmittel sowie auf viele andere Produkte verzichten, die indirekt von der Bienenaktivität abhängen.“ Der ISG Paragon Award in der Kategorie „Impact“ unterstreicht die Richtigkeit dieser Einschätzung.

Produktverantwortlicher Patrick Köhler kommentiert: „Die Lösung ist für Nebenerwerbsimker, die knapp 99 Prozent der „Branche“ in Deutschland ausmachen, ebenso interessant wie für Großbetriebe. Daher plant BeeAnd.me mit Unterstützung von T-Systems Anfang 2019 den Marktstart.“

Intelligentes Verkehrsleitsystem für den Personentransport

Das Ruhrgebiet ist mit 2,3 Millionen Menschen, die dort Tag für Tag zur Arbeit fahren, die mit Abstand größte zusammenhängende Pendlerregion Deutschlands. Dank des Aufbaus des Cloud-fähigen Intermodal Transport Control System (ITCS), das öffentliche Schienen- und Straßenverkehrssysteme für die Dortmunder Stadtwerke (DSW21), die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) und die Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel GmbH (HCR) miteinander vernetzt, hat T-Systems dafür gesorgt, dass es weniger Verspätungen gibt und Anschlussverbindungen verlässlicher sind. Diese Ergebnisse haben natürlich auch die Kundenzufriedenheit erhöht.

T-Systems stattete 550 Busse und 200 Bahnen mit Bordrechnern aus, die die Verkehrsmittel und ihre Fahrgäste an das zentrale Verkehrsleitsystem anbinden.

Im ITCS-Kern erfasst eine Analytics-Lösung sämtliche Bewegungen eines ÖPNV-Betreibers in Echtzeit. Dazu werden fortlaufend die Fahrplandaten mit der aktuellen Verkehrslage und den regelmäßigen Statusmeldungen der Verkehrsmittel abgeglichen. Aus diesen Daten wird eine Prognose über die voraussichtliche Ankunftszeit und deren Auswirkungen auf mögliche Anschlussverbindungen erstellt. Informationen über sämtliche kundenrelevante Ankunfts- und Abfahrtszeiten erhält der Fahrgast über die App img oder die Anzeigetafeln entlang des mehr als000 Kilometer langen Streckennetzes, auf dem die Systemfahrzeuge verkehren. Aber das eindrucksvoll effektive System ist keineswegs nur für das Standardverkehrsaufkommen geeignet. Es verbessert auch den allgemeinen Verkehrsfluss sowie die individuellen Beförderungsmöglichkeiten der einzelnen Fahrgäste bei Messen, Fußballspielen oder anderen Großveranstaltungen.

Dieses intermodale Mobilitätskonzept erfüllt auch die Kundenerwartung, genauestens darüber informiert zu werden, ob sich Busse und Bahnen verspäten, wann sie tatsächlich eintreffen und auf welche alternativen Fahrt- bzw. Anschlussmöglichkeiten gegebenenfalls ausgewichen werden kann. Gewährleistet wird dies durch ein einfaches, verlässliches, flexibles und attraktives Dienstangebot. Dass dies nicht unbemerkt an anderen regionalen Verkehrsbetrieben vorbeigegangen ist, wird dadurch belegt, dass einige bereits Interesse an ihrer baldigen Anbindung an das System angemeldet haben.

Die vernetzte Stadt der Zukunft basiert auf Schmalband-IoT

Seit einigen Jahren findet das Smart-City-Konzept in immer mehr Städten weltweit Anwendung. So stattet die Deutsche Telekom beispielsweise in Hamburg etwa 11 000 Parkplätze im Stadtzentrum mit Sensoren aus, die Fahrer über die Belegungssituation informieren. Mit der App img „Park and Joy“ können sie ihr Fahrzeug dann problemlos zum jeweils freien Parkplatz steuern. Dies bewirkt nicht nur eine erhebliche Senkung des Schadstoffausstoßes, sondern spart auch wertvolle Zeit bei der Parkplatzsuche.

Alle Smart-City-Lösungen basieren auf einem Netz aus intelligenten Sensoren, die extrem energieeffizient und robust sind. Der Mobilfunkstandard Narrow-Band-IoT (NB-IoT) ist dabei die Schlüsseltechnologie, die selbst in großflächigen Sensornetzen einen raschen und zuverlässigen Datentransfer sicherstellt.

Städte können nicht nur ihre Parksysteme, sondern auch viele weitere Aspekte des urbanen Lebens vernetzen. So vernetzt die Telekom in Bonn Straßenlaternen und Abfallcontainer, um Betriebskosten einzusparen und Luftqualitätsmessungen zu ermöglichen. Die Straßenlaternen sind dimmbar, per Bewegungsmelder dunkeln und hellen sie automatisch ab und auf. Außerdem melden sie frühzeitig, wenn eine Leuchte ausgetauscht werden muss. So werden insgesamt bis zu 60 Prozent Betriebskosten eingespart. Die intelligenten Straßenlaternen sind darüber hinaus mit einem Sensor ausgestattet, der eine ganze Palette an Umweltdaten misst, die dann in regelmäßigen Abständen zur Analyse an eine Software in der Cloud übertragen werden. Die Wertstoffbehälter verfügen über Sensoren, die den jeweiligen Füllstand überwachen und die Abfallentsorgungsunternehmen informieren, wenn die Behälter voll sind.

Gegenwärtig sind die meisten Smart-City-Systeme noch ein Flickenteppich aus verschiedenen Einzellösungen. Um noch einheitlicher und effizienter zu werden, könnten sie in naher Zukunft in einigen Städten zu einem umfassenden System zusammengefasst werden. Für diesen Zweck arbeitet die Deutsche Telekom mit einer Multi-IoT-Serviceplattform. Dabei werden individuelle Smart-City-Lösungen auf einer Cloud-Plattform zusammengeführt, wo sie dann von den Kommunalbehörden zentral verwaltet werden können.

Vernetzte T-Shirts retten Rettungskräfte

Das Programm „Connected Things Integrator“ der Telekom-Tochter T-Systems hat ein innovatives T-Shirt entwickelt, das Menschen in besonders gefährlichen Berufen, wie beispielsweise Rettungskräfte bei der Feuerwehr, schützen soll. Es überwacht die Vitalparameter des Trägers und informiert den Einsatzleiter laufend über Position, Bewegungen und Körperausrichtung einer vermissten Rettungskraft. Im vergangenen Jahr testete die Krefelder Feuerwehr diese innovative Lösung im Rahmen einer Einsatzübung, um sich selbst davon zu überzeugen, inwieweit die Telematik die Risiken bei der Brandbekämpfung senken kann.

Im Shirt ist in einer Nackentasche eine Telematikeinheit, der sogenannte „Pod“, untergebracht. Feine, hitze- und schweißresistente Drähte laufen in zufällig verteilten Schlingen kaum spürbar durch die Maschen des Textilstücks, das damit dehn- und waschbar bleibt. Sie übertragen aus zwei seitlich an der Brust angebrachten Sensoren die Herzfrequenz der Rettungskraft. Zugleich verfolgt ein Beschleunigungssensor der neuesten Generation im Pod jede Bewegung des Trägers. Ein Rechenprozess kombiniert die Rotations- und Translationsbewegungen des mit GPS img ausgestatteten Pods über sechs verschiedene Achsen. Anhand dieses anspruchsvollen Rechenprozesses kann das Gerät die Lage des T-Shirt-Trägers und dessen Bewegungen laufend verfolgen. Ein Speicher im Gerät zeichnet die Rohdaten auf, um jede Art von Zwischenfall unverzüglich zu erfassen. Ein Sturz etwa kann so blitzschnell über Mobilfunk an eine IoT-Plattform in der Cloud gemeldet werden. In der Regel kommuniziert die Plattform via Internet mit dem Tablet des Einsatzleiters, übernimmt aber auch das Management der Pods und versorgt sie regelmäßig mit Updates.

In Deutschland kommt es jährlich aufgrund von Hausbränden zu rund 200 000 Feuerwehreinsätzen. Mit dieser innovativen Lösung kann die Sicherheit der Rettungskräfte in lebensbedrohlichen Situationen wesentlich verbessert werden. Der Connected Things Integrator wird im Rahmen der Weiterentwicklung des vernetzten T-Shirts zusätzliche hilfreiche Informationskanäle integrieren. Wenn mit dieser Lösung auch nur ein Leben gerettet werden kann, ist das schon ein durchschlagender Erfolg.

Big Data Signal Processing gewährleistet Verarbeitung in Rekordzeit

Die gegenwärtig von Premiumherstellern entwickelten futuristischen autonomen Fahrzeuge werden immer komplexer. Abstandssensoren, Radargeräte, Emissionssonden – sie alle weisen Komponenten auf, die miteinander kommunizieren und für den externen Zugang vernetzt sind. Die Sensoren zeichnen unendlich viele Signale auf, die wichtige Erkenntnisse über die Qualität der innovativen Fahrfunktionen für die Vorproduktionstests der Erlkönige liefern.

Leider gibt es bei der wirksamen Nutzung dieses Datenschatzes einen großen Engpass: Die Analyse und das Auffinden der „digitalen Trüffel“ in den Unmengen von Daten nimmt enorm viel Zeit in Anspruch. Anders als Textdaten, die in kleinere Abschnitte aufgeteilt und von mehreren Computern bearbeitet werden können, werden maschinelle Daten aus der Automobilentwicklung variabel und situationsabhängig codiert. Die Techniker müssen jedoch die erfassten Signale in nur wenigen Stunden auswerten können, um kritische Fehler zu beheben und die nächsten wichtigen Tests vorzubereiten, während die Daten noch aktuell sind.

Christoph G. Jung, Principal Architect bei T-Systems, entwickelte eine bahnbrechende Lösung, die gleich zwei Hindernisse beiseiteschafft. Erstens knackt sie die vermeintlich unvorhersehbaren Datenformate und fügt sie zu logisch zusammengehörigen technischen „Chunks“ zusammen. Diese werden dem Rechnersystem gewissermaßen als zweite Fremdsprache „in die Wiege“ gelegt. Und zweitens sorgt die Lösung – es handelt sich dabei um einen sogenannten Transcoder, ähnlich einem MP3-Wandler in modernen Audiogeräten – für ein rasantes und komprimiertes Abspeichern, auch in der Cloud. Die in der Praxis erzielte Geschwindigkeit ist 40-mal höher als bei bisherigen Verfahren, und die gespeicherte Datenmenge schrumpft dabei je nach gemessenen Kanälen auf bis zu zehn Prozent des ursprünglichen Volumens.

Der Huge-Data-Turbo kam bei den Nutzern dermaßen gut an, dass die T-Systems-Tüftler schon ihren nächsten Coup in Planung haben: Die Prinzipien einer erfolgreichen Datenernte sind so grundlegend, dass sie sich auch nahtlos auf andere Industrien übertragen lassen.

Fazit: Der digitale „Erntehelfer“ ist schon heute ein unverzichtbares Hilfsmittel für erfolgreiche Datenanalyse in der Automobilindustrie, sobald die Dimension der Daten den Rahmen von Big Data sprengt. Ganz sicher wird er künftig branchenübergreifend den Turbo zünden.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten

Märkte, Geschäftsfelder und Marktanteile  

T-Systems ist die Großkundensparte der Deutschen Telekom.

Mit Standorten in über 20 Ländern, 37 500 Mitarbeitern und einem externen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro (2018) ist T-Systems einer der weltweit führenden Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnologie (engl. kurz ICT img).

T-Systems bietet integrierte Lösungen für Geschäftskunden vom sicheren Betrieb der Bestandssysteme und klassischen ICT-Services über die Transformation in die Cloud (einschließlich bedarfsgerechter Infrastruktur, Plattformen und Software) bis hin zu neuen Geschäftsmodellen und Innovationsprojekten rund um Zukunftsfelder wie Big Data, Internet der Dinge (IoT), Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) und Industrie 4.0 img.

Grundlage dafür sind Festnetz und Mobilfunk mit globaler Reichweite, hochsichere Rechenzentren, ein umfassendes Cloud-Ökosystem aus standardisierten Plattformen und weltweiten Partnerschaften sowie höchste Sicherheit.

Anzahl der Kunden   400 Unternehmenskunden aus allen Branchen
Anzahl der Mitarbeiter   37 500
Weitere Informationen im Internet   www.t-systems.de