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Corporate Responsibility Bericht 2018

Cyber Security

Kriminelle Hacker professionalisieren sich mit rasender Geschwindigkeit. Von den Schäden betroffen sind Privatnutzer ebenso wie öffentliche Stellen oder Unternehmen. Schwachstellen in Computersystemen werden oft bereits nach wenigen Stunden vollautomatisch ausgenutzt.

Als verantwortungsvoller ICT-Anbieter stellen wir uns dieser Entwicklung entschieden entgegen. Es gehört zu unserem Geschäftsmodell, unseren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit zu gewähren und die Daten und Infrastrukturen unserer Nutzer konsequent vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.

So schützen wir uns und unsere Kunden

Im Einklang mit unserer Konzernstrategie treiben wir unser Geschäft mit Security-Produkten und -Dienstleistungen in Europa voran. 2016 haben wir dazu konzernweit alle Sicherheitsbereiche unter einem Dach gebündelt und so die Kapazitäten erweitert, um Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen sowie schnell Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Unsere Einheit Telekom Security bearbeitet Themen der internen Sicherheit und entwickelt Sicherheitslösungen für Privat- und Geschäftskunden. So können wir unseren Kunden noch besser passende Security-Lösungen über die gesamte Wertschöpfung anbieten: von der Produktentwicklung über Anwendungen bis hin zu sicheren und leistungsfähigen Netzen und Hochsicherheitsrechenzentren.

Zur Abwehr von Angriffen entwickeln wir laufend neue Verfahren. Schon seit Mitte der 1990er Jahre unterhalten wir ein sogenanntes Cyber Emergency Response Team (CERT), das international das Management von Sicherheitsvorfällen für unsere Informations- und Netzwerktechnologien verantwortet. Seither bauen wir unsere Aktivitäten zur Cyberabwehr, Information über Angriffe und den Austausch kontinuierlich aus. Zuletzt haben wir 2017 ein neues Cyber Defense Center mit integriertem Security Operation Center (SOC) in Bonn eröffnet. Dort analysieren wir Verhaltensmuster im Netz und erarbeiten Verteidigungsstrategien. Das neue Abwehrzentrum ist eines der größten und modernsten Europas: Nahezu vollautomatisiert werden dort jeden Tag 2,5 Milliarden sicherheitsrelevante Daten aus rund300 Datenquellen analysiert. Außerdem bearbeitet die Cyberabwehr täglich etwa 200 Anfragen, filtert circa000 Viren und Schadsoftwares heraus und untersucht im Schnitt 100 Millionen bei uns eingehende E-Mails auf Spam. So schützen wir unsere Infrastruktur – und somit auch die Daten unserer Kunden. Im neuen SOC in Bonn und den angeschlossenen nationalen und internationalen Standorten arbeiten rund 200 Sicherheitsexperten rund um die Uhr.

Die Maßnahmen, die wir gegen Cyberangriffe auf unsere eigene Infrastruktur ergreifen, bieten wir auch anderen Unternehmen an: Mehr als 30 deutsche DAX- und mittelständische Unternehmen nutzen unsere Leistungen für ihren eigenen Schutz.

Neue Gefahren erfordern neue Lösungen
Aus technologischen Neuentwicklungen können sich auch Gefahren ergeben. Deshalb entwickeln wir gezielt Maßnahmen, um mögliche neue Sicherheitsrisiken abzuwenden – etwa im Zusammenhang mit Drohnen. Gemeinsam mit unserem Partner Dedrone haben wir das Magenta Drohnenschutzschild entwickelt.

Kooperationen im Dienste der Sicherheit
Cyber Security ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Um die Zusammenarbeit in der digitalen Gefahrenabwehr weiter zu verbessern, veranstalten wir zusammen mit der Münchner Sicherheitskonferenz regelmäßig den Cyber Security Summit, zuletzt im Mai 2018. Zum dritten Mal haben wir 2018 außerdem den Fachkongress Magenta Security ausgerichtet.

Weltweit arbeiten wir zudem mit Forschungseinrichtungen, Industriepartnern, Initiativen, Standardisierungsgremien, öffentlichen Institutionen und anderen Internet-Dienstleistern zusammen. Gemeinsam wollen wir der Cyberkriminalität entgegentreten und die Internet-Sicherheit verbessern. Beispielsweise kooperieren wir bundesweit mit dem Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) und auf EU-Ebene mit der Europäischen Agentur für Netzwerk- und Informationssicherheit (ENISA).

Über unsere vielfältigen Datenschutzaktivitäten berichten wir tagesaktuell auf unserer Konzernwebsite unter Datenschutz und Datensicherheit.

Cyber Security Summit

Gemeinsam mit der Münchner Sicherheitskonferenz haben wir im Mai 2018 zum sechsten Mal den Cyber Security Summit (CSS) ausgerichtet. Diesjähriger Veranstaltungsort war Tallinn. Auf dem CSS tauschten sich etwa 150 hochrangige internationale Politiker, Top-Manager und Wissenschaftler über die größten Herausforderungen der Cybersicherheit aus. Zentrale Themen waren kritische Infrastrukturen als Ziel von Hacker-Angriffen, Strategien gegen die terroristische Nutzung des Internets und der Einfluss von Künstlicher Intelligenz oder des Internet of Things (IoT) auf die Zukunft zwischenstaatlicher Konflikte. Der Gipfel diskutierte auch, welche neuen Spielregeln das digitale Zeitalter benötigt. Vorstandsvorsitzender Timotheus Höttges forderte ein Frühwarn- und Koordinierungssystem nach dem Vorbild der Weltgesundheitsorganisation WHO, das die Gefahren im virtuellen Raum wie Epidemien behandelt und bekämpft.

Fachkongress Magenta Security

Wie schütze ich mich und mein Unternehmen richtig vor Cyberangriffen? Was sind die neusten Security-Trends und Lösungen? Wie hoch ist das Risiko, dass Wahlen in Deutschland gehackt werden? Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des Kongresses Magenta Security, der am 7. und 8. März 2018 in Bonn stattfand. Dort informierte die Deutsche Telekom bereits zum dritten Mal gemeinsam mit Experten der Security-Branche, nationalen und internationalen Partnern sowie Kunden über aktuelle Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit.

IT-Schutzschild zur Drohnenabwehr

Kommerzielle Drohnen können viele Prozesse einfacher und effizienter machen – etwa in der Film- und Vermessungstechnik oder der Logistik. Die technischen Möglichkeiten von Drohnen lassen sich jedoch auch für illegale und kriminelle Zwecke missbrauchen. Seit Ende 2016 bieten wir unseren Kunden mit dem Magenta Drohnenschutzschild eine Lösung, die sie vor der zunehmenden Gefahr durch Drohnen schützt. Geschäftskunden mit kritischen Infrastrukturen, Rechenzentren, Stadien und Behörden können damit ihr Gelände gegen ferngesteuerte Flugobjekte absichern und so Spionage, Schmuggel und Vandalismus vorbeugen.

Das Magenta Drohnenschutzschild wurde zur Abwehr professioneller Täter, die kommerzielle Drohnen mit einer Fernsteuerung oder via GPS img fliegen, entwickelt. Unter höchster Geheimhaltung wurden diverse nationale wie internationale Anbieter von Detektions-Systemen sowie Anbieter von Multisensoren-Plattformen zur Detektion und Abwehr kommerzieller Drohnen intensiv getestet. Die besten verfügbaren Technologien auf Basis von Video- und Audioanalyse, Radar und Frequenzscannern wurden für das Drohnenschutzschild in einer einfachen und verständlichen grafischen Oberfläche gebündelt. Die Drohnenabwehr wird im behördlichen Umfeld auch mit elektronischen Störmaßnahmen umgesetzt.