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Corporate Responsibility Bericht 2018

Nachhaltige Produkte und Dienste

Mit unseren Produkten, Diensten und Aktivitäten können wir zur Bewältigung ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen – dies zeigt ein Abgleich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen. Denn Informations- und Telekommunikationstechnologie (ICT) ermöglicht Industrie, Dienstleistern und Verbrauchern nachhaltiger zu werden. Ein Beispiel: Laut der GeSI SMARTer2030-Studie können im Jahr 2030 durch gezielten Einsatz von ICT 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit vermieden werden Zugleich birgt sie enormes Marktpotenzial: Die Studie schätzt, dass bis 2030 durch ICT-gestützte Services zusätzliche Umsätze in Höhe von etwa 6,5 Billionen US Dollar generiert werden können.

Nachhaltigkeit bedeutet aber nicht nur Klimaschutz, sondern hat in Bezug auf ICT auch andere Dimensionen: So kann Technologie beispielsweise einen Beitrag dazu leisten, den Verbrauch von Ressourcen zu reduzieren. Im Rahmen von „Smart City“-Projekten, also der Digitalisierung von Städten, kann sie dafür sorgen, dass der Verkehr besser und somit schadstoffärmer fließt oder reduziert wird, etwa durch Apps zur Parkplatzsuche und lässt Straßenbeleuchtungen ressourcenschonender arbeiten.

ICT kann jedoch noch mehr: Sie ist auch die Voraussetzung für nachhaltigeres Wirtschaften. In unserem aktuellen Konsummodell werden Produkte nach der Nutzung meist weggeworfen. So gehen wertvolle Rohstoffe verloren, während Müllberge wachsen. Einen vielversprechenden Lösungsansatz bietet die Idee der Kreislaufwirtschaft. Dabei gelangen Rohstoffe durch Recycling wieder in den Produktionsprozess. Einen Schritt weiter geht die Idee der „Shared Economy“. Sie besagt: teilen statt besitzen. Dadurch reduziert sich die Zahl an Gebrauchsgegenständen pro Kopf. Außerdem kann durch Reparieren von Gegenständen deren Lebensdauer verlängert werden. Beides spart wertvolle Ressourcen. Viele Shared-Economy-Konzepte wie Car-Sharing oder Stadträder wären ohne digitale Vernetzung gar nicht möglich.

 
  • Was ist eigentlich Corporate Digital Responsibility – ein neuer Begriff für etwas Altbekanntes?

    Ja und nein. Im Grunde geht es bei dem Begriff, wie bei Corporate Responsibility, um die Verantwortung von Unternehmen für Gesellschaft und Umwelt. Dabei werden jedoch die Auswirkungen der Digitalisierung besonders in den Blick genommen.

  • Warum ist das wichtig? Birgt die Digitalisierung denn vermehrt Risiken für Gesellschaft und Umwelt?

    In erster Linie bringt die Digitalisierung viele Vorteile mit sich. Digitalisierung verbindet Menschen miteinander – über Grenzen hinweg. Das Internet schafft weltweit Zugang zu Wissen und Bildung. Und digitale Lösungen helfen uns sogar, Ressourcen zu schonen. Zum Beispiel in der Landwirtschaft. Immer mehr Landwirte setzen Sensoren ein, die Temperatur, den pH-Wert oder die Bodenfeuchtigkeit erfassen können. Mithilfe dieser Daten können Wasser- und Düngermengen genau dosiert werden – und dieser gezielte Einsatz spart Ressourcen.

    Es gibt viele gute Ansätze und eine echte Chance auf eine bessere, nachhaltigere Zukunft. Aber es gibt ebenso viele offene Fragen – zum Beispiel zu Themen wie IT-Sicherheit, selbstbestimmte Datennutzung oder Technikethik. Bei Corporate Digital Responsibility geht es darum, die Chancen der Digitalisierung in der Gesellschaft herauszuarbeiten – aber ohne die Risiken zu verbergen. Es geht auch darum, Ängste vor Veränderungen abzubauen und zu zeigen, dass wir mitgestalten können. Es geht darum, Transparenz zu schaffen und Spielregeln zu etablieren.

  • Es heißt, die Digitalisierung kann helfen, Energie zu sparen. Aber braucht das Netz nicht Unmengen von Energie?

    Das stimmt, das Netz braucht zum Betrieb Energie. Gleichzeitig ermöglicht es Lösungen, die deutlich mehr Energie einsparen, als es selbst verbraucht. Dank des neuen Kommunikationsstandards 5G können Autos künftig in Echtzeit miteinander kommunizieren. Damit wird die Vision eines sicheren, staufreien Straßenverkehrs Wirklichkeit und dies wiederum senkt den Kraftstoffverbrauch und spart CO2-Emissionen. Auch die Parkplatzsuche wird immer smarter. Unsere App „Park and Joy“ hilft Autofahrern freie Parkplätze schnell zu finden, das spart nicht nur Nerven, sondern reduziert auch den Spritverbrauch. Das Netz ist nicht zuletzt ein entscheidender Faktor für die Energiewende. Denn die wäre ohne Vernetzung, also ohne Digitalisierung, gar nicht möglich.

    Trotzdem gilt es, den Energieverbrauch des Netzes so niedrig wie möglich zu halten. Deshalb sorgen wir zusätzlich dafür, dass unsere Infrastruktur möglichst energieeffizient arbeitet.

  • Das klingt vielversprechend, aber wie steht es dabei um die Sicherheit der Daten?

    Menschen werden nur dann nachhaltige digitale Lösungen nutzen, wenn sie Vertrauen in die Sicherheit ihrer persönlichen Daten haben. Deshalb tun wir alles, um das Telekom-Netz nicht nur besonders energieeffizient, sondern auch besonders sicher zu machen. Um uns und unsere Kunden erfolgreich vor Hacker-Angriffen zu schützen, betreiben wir beispielsweise eines der größten und modernsten Abwehrzentren in Europa. Wir setzen auf das Internet der kurzen Wege: Daten dürfen beim Transport durch das Netz keine Umwege durch andere Rechtsräume nehmen. Zudem muss gewährleistet sein, dass Menschen die volle Kontrolle über ihre digitalen Daten behalten – also die Möglichkeit haben, der Nutzung dieser Daten zu widersprechen. Datenauswertungen dürfen nur anonymisiert erfolgen.

  • Datenschutz ist das eine. Was braucht es noch, damit sich Nutzer sicher im Internet bewegen können?

    Menschen müssen mit digitalen Medien umgehen und mögliche Gefahren realistisch einschätzen können. Sie müssen glaubhafte Informationen von bewusster Irreführung unterscheiden können. Fähigkeiten wie diese gehen weit über Fragen nach dem Schutz persönlicher Daten hinaus. Um Nutzer in diesen Bereichen zu stärken, engagieren wir uns für Medienkompetenz. Beispielsweise bieten wir auf unserer Website „Medien, aber sicher“ Lernmodule zu Themen wie Meinungsmache im Netz oder Datenschutz und -sicherheit an, sowie Aufklärung zu Themen wie Darknet oder digitales Erbe. Die Inhalte stehen in mehreren Sprachen zur Verfügung und können sowohl zum Selbstlernen als auch für den Unterricht oder Workshops genutzt werden.

  • Und wie gehen Sie mit Menschen um, die Angst haben, aufgrund der Digitalisierung ihren Arbeitsplatz zu verlieren? Das könnte doch auch viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen betreffen?

    Natürlich wirkt sich die Digitalisierung auch auf die Arbeitswelt aus. Es gibt Tätigkeiten, die in Zukunft automatisiert werden. Es spricht ja auch erst mal nichts dagegen, wenn Roboter schwere und monotone Arbeiten übernehmen. Aber ob Maschinen unsere Arbeit wirklich komplett übernehmen werden oder ob sie vielmehr zu neuen Kollegen werden und gleichzeitig neue Arbeitsbereiche für den Menschen entstehen – diese Fragen kann niemand abschließend beantworten.

    Sicher ist: Die Art, wie wir arbeiten, wird sich ändern. Die Arbeitswelt der Zukunft ist digital und flexibel, sie erfordert ganz neue Fähigkeiten und Berufsbilder. Damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen, mit diesen Veränderungen umzugehen, müssen Unternehmen Ängste abbauen, Qualifizierungen neu ausrichten und lebenslanges Lernen fördern. Die Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretungen spielt hierbei eine zentrale Rolle: Denn es gilt, die Veränderungen mit den Interessen der Beschäftigten in Einklang zu bringen und das Vertrauen in den Arbeitgeber zu stärken. Aber vor allem geht es darum, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

  • Welche Rolle spielt die Auswertung von Daten für mehr Nachhaltigkeit?

    Eine ganz entscheidende! Datenauswertungen sind wichtig, wenn wir die Digitalisierung in den Dienst der Menschen stellen wollen. Daten sind der Rohstoff unserer Zeit. Wertschöpfung und Wohlstand entstehen aber nur da, wo Rohstoffe verarbeitet und veredelt werden. Deshalb müssen wir Daten zu unseren Gunsten nutzen – etwa für die Erforschung von Krankheiten oder für eine intelligente Verkehrssteuerung. Fest steht aber: Das geht nur, wenn Menschen die Hoheit über ihre persönlichen Daten behalten und Auswertungen ausschließlich anonym erfolgen. Dies haben wir unter anderem als eines der ersten Unternehmen in unseren Datenschutz-Leitsätzen verbindlich festgeschrieben, um unsere hohen Anforderungen an die Nutzung von Big Data sicherzustellen.

  • Auch das Thema Künstliche Intelligenz wird aktuell viel diskutiert. Was hat es damit auf sich und wie ist Ihre Haltung dazu?

    Künstliche Intelligenz ist im Grunde Software, die Denkarbeit ersetzt. Sie hat die Aufgabe, den Menschen zu unterstützen, seine Fähigkeiten zu erweitern und ihn nicht einzuschränken. Vielen ist nicht klar, dass sie tagtäglich Künstliche Intelligenz nutzen, bei der Internet-Suche oder in Navigationssystemen. Auch sogenannte Chatbots – digitale Dialogsysteme, mit denen Nutzer via Text oder Sprache kommunizieren können – basieren auf KI. Auch bei der Telekom nutzen wir als Ergänzung zu unserem persönlichen Kundenservice einen solchen digitalen Service-Assistenten. Das lernfähige System wird mit der Zeit immer besser Kundenanfragen zu beantworten. Können Anfragen vom Service-Assistenten nicht beantwortet werden, wird der Kunde an einen Kundenberater weitergeleitet.

    Auch wenn Künstliche Intelligenz noch in den Kinderschuhen steckt: Ideen, die heute noch wie Science-Fiction erscheinen, können morgen schon Wirklichkeit werden. In einer digitalen Welt, die sich rasend schnell verändert, brauchen wir deshalb Leitplanken. Sie helfen uns, zu erkennen, was wichtig und was richtig ist. 2018 haben wir Leitlinien für einen ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz verabschiedet. Darin halten wir fest, wie wir bei der Telekom mit diesem Thema umgehen wollen. Die Leitlinien markieren einen Startpunkt, um Regeln zum verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Austausch mit unseren Stakeholdern weiterzuentwickeln – mit Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Denn was „Digitale Verantwortung“ bedeutet, können wir nur gemeinsam festlegen.

Als Telekommunikationsunternehmen tun wir auch etwas dafür, den Ressourcenverbrauch von ICT-Produkten zu verringern: In unserem Mietmodell für Router und Media Receiver werden gekündigte Geräte aufbereitet und können wiederverwendet werden. Auf diese Weise wird die Nutzungszeit ausgeweitet. Und mit unserem Handy-Rücknahme-Programm sorgen wir dafür, dass die wertvollen Rohstoffe wieder in die Wertschöpfungskette gelangen. Dank Lösungen wie Cloud Computing können unsere Kunden außerdem auf eigene Server verzichten und so Ressourcen sparen.

Darüber hinaus trägt ICT dazu bei, die Stromversorgungsnetze zu stabilisieren, Arbeitsabläufe zu vereinfachen oder die medizinische Versorgung weiter zu verbessern.

Als moderner Technologiekonzern wollen wir die Entwicklung von Produkten und Diensten mit Nachhaltigkeitsbeitrag mitprägen. Deshalb bieten wir unseren Privat- und Geschäftskunden ein stetig wachsendes Angebot an nachhaltigen Produkten und innovativen ICT-Lösungen.

So fördern wir nachhaltige Produkte und Dienste

Unser Beitrag zu den SDG

Wir wollen das Nachhaltigkeitspotenzial von ICT systematisch nutzen. Unser Fokus liegt dabei beispielsweise auf den Wachstumsfeldern Internet of Things (IoT), Smart Cities, Smart Home img und E-Health. Nachhaltige Produkte sind auch ein wichtiger Pfeiler unserer integrierten Klimastrategie.

Das Management des Themas „nachhaltige Produkte“ erfordert konsequente Maßnahmen in allen Stufen der Wertschöpfungskette. Deshalb fangen wir bereits im Einkauf an: So setzen wir uns dafür ein, dass in der Lieferkette Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden.

Wir streben an, unsere Produkte mit anerkannten Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder dem TÜV-Umweltzeichen „Certified Green Product“ auszeichnen zu lassen. Die strengen Anforderungen der Siegel geben uns Hinweise, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können. Außerdem helfen uns die Umweltzeichen dabei, unsere Kunden über Nachhaltigkeitsvorteile zu informieren.

Auch unsere Produktverpackungen wollen wir immer nachhaltiger gestalten: Wo möglich, werden die Verpackungen kleiner. Um die Geräte in der Verpackung zu schützen, wollen wir künftig zunehmend dämmende Elemente aus kunststofffreien Materialien einsetzen.

Am Ende des Lebenszyklus von Produkten tragen wir dazu bei, dass diese weiter genutzt oder fachgerecht recycelt werden. So führen wir beispielsweise regelmäßig Handy-Rücknahme-Kampagnen durch.

Nachhaltige Lösungen für heute und morgen
Mit unseren Diensten tragen wir dazu bei, dass immer mehr Arbeits- und Geschäftsabläufe digitalisiert und damit vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden können. Für diese Abläufe stellen wir nicht nur das notwendige Netz bereit, sondern bieten auch zahlreiche Lösungen an. Beispiele dafür sind Ansätze in der vernetzten Landwirtschaft oder Angebote im Bereich Cloud Computing img, die unseren Kunden erlauben, auf eigene Server und Speichermedien zu verzichten. Darüber hinaus möchten wir möglichst vielen Menschen die Chance bieten, an der Informationsgesellschaft teilzuhaben und die damit verbundenen Möglichkeiten zu nutzen. So fördern wir beispielsweise Medienkompetenz oder bieten Lösungen an, die auch Menschen mit Einschränkungen den Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln ermöglichen. Dazu entwickeln wir Produkte und Dienste, die ihren Bedürfnissen entsprechen, und arbeiten kontinuierlich daran, sie nutzerfreundlicher zu machen. Zusätzlich bieten wir in Deutschland und mehreren internationalen Landesgesellschaften verschiedene Sozialtarife an, die einkommensschwachen Kunden und Menschen mit Behinderungen ermöglichen, zu günstigen Konditionen zu telefonieren und zu surfen.

Bei der Entwicklung von neuen, nachhaltigen ICT-Lösungen kooperieren wir auch mit verschiedenen Partnern und tauschen uns mit unseren Stakeholdern aus.

Darüber hinaus investieren wir in umfassende Forschung, zum Beispiel im Bereich „Internet of Things“. 2018 flossen im gesamten Konzern 57,7 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Zusätzlich engagieren wir uns in der Finanzierung von Lehrstühlen, kooperieren mit Universitäten und unterstützen innovative Geschäftsideen mit unserem Start-up-Inkubator hubraum.

Fortschritte messbar gemacht
Unsere Fortschritte messen wir mithilfe von verschiedenen Kennzahlen. Beispielsweise ermitteln wir mit dem ESG KPI Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug den Umsatzanteil, den wir mit Produkten und Diensten erwirtschaften, die basierend auf einer Nutzen-Risiko-Analyse als nachhaltige Produkte klassifiziert sind. Das Ergebnis: Im Jahr 2018 erwirtschafteten wir 42 Prozent unseres Gesamtumsatzes in Deutschland und Europa mit solchen Produkten. Mit dem ESG KPI img Rücknahme Mobilgeräte messen wir die Wirkung unserer Rücknahmekampagnen.

 

Markus Göddertz

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Markus Göddertz

Analyse der Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte fortgesetzt

Zusammen mit externen Experten haben wir 2014 begonnen, unser Produktportfolio anhand von Nachhaltigkeitsaspekten zu analysieren. Dies ist ein fortlaufender Prozess, in dem wir zuletzt 2018 die Filterlogik unseres Ansatzes überarbeitet haben, um aktuelle Entwicklungen besser abbilden zu können. Neben kleineren Anpassungen berücksichtigen wir nun die Rolle von Informationssicherheit sowie die von Kreislaufwirtschaft stärker in unserer Analyse. Das Ergebnis stellen wir mit dem ESG KPI img Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug dar. Es zeigt: 2018 haben wir bereits 42 Prozent unseres Umsatzes mit solchen Produkten erzielt (ohne T-Mobile USA).

42 Prozent der Produkte und Services der Telekom stiften einen nachhaltigen Nutzen

Beispiele für solche Nachhaltigkeitsvorteile sind:

  • Weniger CO2-Emissionen dank Virtualisierung img (zum Beispiel durch Online-Meetings anstelle von Geschäftsreisen
  • E-Health-Lösungen (Telemonitoring ermöglicht beispielsweise die häusliche Gesundheitsversorgung)
  • „Internet of Things“-Lösungen (Ferndiagnoselösungen verkürzen zum Beispiel Reparaturzyklen und helfen, Techniker-Außeneinsätze zu verringern)
  • Eine Verkürzung von ressourcenintensiven oder schädlichen Prozessen (die App imgPark and Joy“ beschleunigt beispielsweise die Parkplatzsuche)

Insgesamt haben wir bislang 29 Produktgruppen detailliert auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale untersucht (Stand Ende 2018). Für eine Auswahl dieser Produkte haben wir die Vorteile im Hinblick auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch) grafisch aufbereitet:

Bisher gibt es noch kein branchenweit etabliertes System, das Kunden Nachhaltigkeitsinformationen zu ICT-Produkten und -Dienstleistungen liefert. Mit der Analyse unserer Produkte haben wir uns auf den Weg gemacht, dies zu tun – also herauszufinden, welche Nachhaltigkeitsbeiträge unsere Produkte überhaupt leisten können. In Zukunft werden wir unsere Kunden verstärkt über diese Nachhaltigkeitsvorteile informieren und uns so auch gegenüber dem Wettbewerb positionieren.

Markus Göddertz

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Markus Göddertz

Internet of Things

Unser Beitrag zu den SDG

Maschinen und Produkte werden immer intelligenter: Autos kommunizieren mit der Werkstatt, Container mit dem Logistikdienstleister. Die Technologien, die diese Entwicklungen möglich machen, werden unter dem Begriff „Internet of Things“, kurz IoT, zusammengefasst. Bis zum Jahr 2020 soll die Anzahl der vernetzten Maschinen und angebundenen Geräte weltweit auf 2,5 Milliarden steigen. Für uns ist IoT ein wichtiges Wachstumsfeld.

Mit IoT können Prozesse verschiedener Endgeräte, Fahrzeuge oder ganzer Industrieanlagen optimal aufeinander abgestimmt werden. Dies erhöht die industrielle Produktivität, sorgt für eine effiziente Logistik und hilft so nicht zuletzt auch dabei, Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen.

Mit unserem Engagement im IoT-Umfeld unterstützen wir auch die Initiative „Industrie 4.0“ der deutschen Bundesregierung. Ziel ist der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Technologiestandorts Deutschland.

Neue Funktechnologie ermöglicht innovative Anwendungen
Unsere Netze schaffen die Grundlage für zahlreiche IoT-Anwendungen, denn Mobilfunk-Technik gehört zum wichtigsten Übertragungsweg jeder IoT-Verbindung. Dabei gewinnt die Funktechnologie „NarrowBand-Internet of Things“ (NB-IoT) zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zu Breitbandanwendungen, bei denen große Datenmengen übertragen werden können, ist die Narrowband-Technologie (dt. Schmalband) speziell darauf ausgerichtet, sehr kleine Datenpakete zuverlässig zu übertragen. NB-IoT zeichnet sich durch einen niedrigen Energiebedarf und eine hohe Reichweite aus. Sie ermöglicht es, Geräte kostengünstig zu vernetzen. Beispielsweise ist die Technologie für Anwendungen in der Logistik sehr gut geeignet. Bei der Nachverfolgung von Transportcontainern etwa ist es ausreichend, ihren aktuellen Standort einmal stündlich zu melden. Dabei müssen jeweils nur sehr geringe Informationsmengen in kleinen Datenpaketen übertragen werden – und das nicht zwingend in Echtzeit. Und sogar zum Schutz der Biodiversität kommt NB-IoT zum Einsatz: in einer Technik, mit der Imker ihre Bienen schützen können.

Wir waren federführend an der Entwicklung eines einheitlichen NB-IoT-Standards beteiligt und treiben den Ausbau kontinuierlich voran: Mit verfügbaren Netzwerken in zehn Ländern, inklusive einer landesweiten Netzabdeckung in den Niederlanden, Österreich, der Slowakei und den USA, gehören wir zu den führenden Mobilfunk-Anbietern im NB-IoT-Umfeld.

Europaweit arbeiten wir mit mehr als 500 Geschäftskunden aus unterschiedlichen Branchen zusammen, die auf NB-IoT basierende Geräte und Anwendungen entwickeln und vermarkten (Stand Ende 2018). Dazu gehören beispielsweise Anwendungen zur Messung des Energieverbrauchs („Smart Metering“), Verkehrslösungen (etwa Park-Apps oder Anwendungen zur Überwachung des Zugverkehrs) oder Lösungen für das Abfallmanagement.

EU-Projekt AEOLIX: Eine Plattform für effizientere und klimafreundlichere Logistikketten
Ziel des EU-Projekts AEOLIX ist der Aufbau einer neuen ICT-Plattform. Sie soll zahlreiche, bisher isolierte Einzelsysteme in der Logistik EU-weit vernetzen. Parallel dazu werden praxisrelevante Dienste entwickelt und in elf europäischen Testzonen erprobt. T-Systems ist an der Testzone 1 „Intermodale Logistik im Transportkorridor Hamburg – Frankfurt“ beteiligt. In dieser wird beispielsweise eine Smartphone-App img getestet, die Lkw-Fahrer bei einer ökologischen Fahrweise unterstützt. In den laufenden Kundenprojekten konnten durch Nutzung der Analyse von Fahrprofilen und Ecodrive-Funktionen Einsparungen in Höhe von 958 230 Tonnen CO2 erreicht werden. Das Projekt läuft noch bis 2019.

AUTOPILOT – autonome Fahrservices für mehr Effizienz
Das EU-Projekt AUTOPILOT hat das Ziel, sogenannte Autopilot-Dienste am Markt zu erproben. Dazu gehören zum Beispiel selbstfahrende Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr, autonom parkende Autos oder Echtzeit-Car-Sharing. Solche Lösungen sind besonders effizient und schonen die Umwelt: Im Vergleich zu konventionellen Fahrweisen fallen dabei schätzungsweise rund 10 Prozent weniger CO2-Emissionen an. Das 2017 gestartete Projekt läuft noch bis 2019. Danach sollen die Services in den regulären Betrieb übernommen werden. T-Systems ist Projektpartner von AUTOPILOT und unterstützt Analysen zur Machbarkeit und Markteinführung der neuen Dienste.

Connected Car: Mit vernetzten Fahrzeugen Staus vermeiden
Bereits seit 2013 entwickelt und betreibt T-Systems weltweit die Connected-Car-Plattform von Daimler (Daimler Vehicle Backend). Die Plattform bildet die technische Grundlage des Dienstes „Live Traffic“, der Autofahrern Verkehrsinformationen in Echtzeit bereitstellt. So hilft er dabei, Staus zu umgehen. Mit „Live Traffic“ lassen sich pro Fahrzeug etwa 30 Prozent der Staus vermeiden. Dadurch verbrauchten die rund 7,5 Millionen im Berichtszeitraum mit Live Traffic ausgestatteten Fahrzeuge circa 9,3 Millionen Liter weniger Sprit. Das entspricht einer CO2-Ersparnis von rund 22 500 Tonnen.

Roambee: „Bienen“ machen die Logistikkette transparent
Seit Anfang 2017 bieten wir Unternehmen eine Echtzeitlösung, um Lieferungen und Assets zu verfolgen, zu lokalisieren oder den Zustand von Gütern zu überwachen: „Shipment & Asset Monitoring powered by Roambee“. Mit unserer Lösung erhalten Unternehmen – weltweit und unabhängig vom Transportweg – Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um ihre Fracht: Wo befindet sich die Fracht? In welchem Zustand ist sie? Kommt die Lieferung pünktlich an? Möglich wird das durch eine sogenannte „Biene“, die der Sendung beigelegt wird. Dieses Gerät enthält Sensoren, die Informationen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Licht und Bewegung erfassen und in der Cloud speichern. Alle Informationen misst die Biene in Echtzeit. Über ein Webportal haben die Nutzer jederzeit den vollen Überblick über Gerätestatus, Standort und Details zu Lieferungen & Assets.

Einsatz gegen Schmuggler
T-Mobile Netherlands arbeitet mit dem niederländischen App-Entwickler Itude Mobile zusammen, um ein weiteres Produkt für den Logistiksektor zu entwickeln: den Fracht-Tracker „Babbler“. Er sieht einem Eishockey-Puck ähnlich und wird an den Innenseiten von Containertüren befestigt. Das Gerät misst Licht, Temperatur, Stöße, Bewegungen und Magnetfelder und kann über eine App auf dem Smartphone aktiviert werden. Jede Bewegung des Containers wird dort aufgezeichnet. Entfernt jemand irgendwo auf der Welt die Scharniere der Containertüren, erhält das Transportunternehmen eine Nachricht. Die Telekom stellt das für die Anwendung notwendige Netz, das tief in den Bauch von Containerschiffen reichen muss.

Intelligente Gebäudesteuerung für besseres Raumklima
Welcher Raum wird wann genutzt? Sind Türen und Fenster abends geschlossen? Wie ist die Luftqualität im Konferenzraum? Fragen wie diese beantwortet die neue IoT-Komplettlösung „Building Monitoring & Analytics“. Raumsensoren erfassen Personenbewegungen, den Status von Fenstern und Türen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit oder CO2-Gehalt. Diese Daten werden verschlüsselt übertragen und auf der IoT-Plattform „Connected Things Hub“ der Telekom datenschutzkonform gespeichert. Werden bestimmte Schwellenwerte überschritten oder Probleme erkannt, erhalten die Haustechniker eine Nachricht und können eingreifen. Damit senkt das Gebäudemanagement seine Kosten und verbessert den Service.

Smart Cities: Innovative Lösungen für intelligente urbane Räume

Unser Beitrag zu den SDG

Ein Großteil der weltweiten CO2-Emissionen entsteht in Städten – ein Effekt, den die zunehmende Urbanisierung noch verstärkt. Gleichzeitig können Städte aber auch Treiber und Ausgangspunkt einer nachhaltigen Entwicklung sein. Neue Angebote wie Car- und Bike-Sharing oder Maßnahmen wie die Einrichtung von Umweltzonen tragen dazu bei, CO2-Emissionen zu reduzieren. Dies allein reicht jedoch noch nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen, die sich die Weltgemeinschaft im Pariser Klimaabkommen gesetzt hat. Smart-City-Konzepte bieten hier Chancen für weitere, dringend benötigte Effizienzsteigerungen. Die Deutsche Telekom bietet in diesem Rahmen verschiedene eigene Lösungen an sowie Produkte, die gemeinsam mit Partnern entwickelt wurden. Dazu zählen beispielsweise die Park-App img „Park and Joy“, die die Parkplatzsuche verkürzt, smarte Straßenbeleuchtung, die den Stromverbrauch senkt, oder vernetzte Abfallcontainer, mit denen sich Leerfahrten der Müllabfuhren vermeiden lassen.

Ausgehend von einem der ersten Smart-City-Projekte, der T-City Friedrichshafen, haben sich unsere Aktivitäten in diesem Kontext weiterentwickelt. Im Jahr 2016 erfolgte die Beteiligung an der EU-Initiative „mySMARTLife“, 2017 die Gründung des europäischen „Smart Solutions Centers“ und 2018 die segmentübergreifende Initiative „Leveraged Smart Cities“ mit dem Ziel, die Aktivitäten zu bündeln. Bereits in 18 Städten in zehn europäischen Ländern haben wir die Umsetzung von Smart-City-Lösungen unterstützt.

Partnerschaft mit Smart-City-Programm der Vereinten Nationen
2018 sind wir eine Partnerschaft mit dem „United Smart Cities“-Programm der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) eingegangen. In diesem seit 2014 laufenden Programm werden bestehende „Smart City“-Ansätze global vernetzt. Das Programm hilft Städten und weiteren Akteuren dabei, zusammenzuarbeiten, Lösungsbeispiele auszutauschen und „Smart City“-Projekte voranzutreiben. Auf diese Weise soll unter anderem ein Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals geleistet werden. Wir unterstützen das Programm mit unserer Expertise in Sachen Vernetzung und Smart Solutions.

Digitale Städte und Regionen: Gemeinsame Arbeit an Herausforderungen
Gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) haben wir im Frühjahr 2018 die Initiative „Digitale Städte & Regionen“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam die Digitalisierung in Kommunen voranzubringen und dazu intelligente Lösungen zu entwickeln. Dabei stehen die Verbesserung der Lebensqualität und der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort an erster Stelle. Mehr als 23 Städte und Gemeinden beteiligten sich an der Entwicklungsarbeit. Für die Zukunft ist geplant, einzelne Aspekte einer digitalen Stadt in vierteljährlich stattfindenden „Design-Sprints“ zu betrachten und dort konkrete Lösungen zu entwickeln.

„mySMARTLife“ in Hamburg
Die Stadt Hamburg hat 2016 gemeinsam mit den Städten Nantes und Helsinki den Zuschlag für das EU-Leuchtturmprojekt „mySMARTLife“ erhalten. Bis 2021 werden zahlreiche Maßnahmen realisiert, die die Transformation zur „Smart City“ einleiten sollen. Kernthemen dieser Leuchtturmprojekte sind der vermehrte Einsatz von erneuerbaren Energien, klimafreundliches Wohnen sowie klimaschonende Mobilität. Beispielsweise soll im Projektgebiet Hamburg-Bergedorf der Einsatz von Elektrofahrzeugen gefördert werden. Auch intelligente Straßenlaternen kommen zum Einsatz. Alle Projekte werden durch eine aktive Bürgerbeteiligung begleitet. Hinter dem Hamburger Projektantrag stehen insgesamt 14 Partner, darunter neben uns auch der Bezirk Bergedorf, die HafenCity Universität, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Stromnetz Hamburg, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein und Volkswagen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union. Die Projektergebnisse werden mit anderen Leuchtturmprojekten in der EU verglichen. Außerdem wird geprüft, welche Maßnahmen in den Folgestädten des Projekts „mySMARTLife“ – Varna (Bulgarien), Bydgoszcz (Polen), Rijeka (Kroatien) und Palencia (Spanien) – übernommen werden können.

Digitalstadt Darmstadt
Im Juni 2017 gewann Darmstadt den Wettbewerb „Digitale Stadt“. Ziel des vom Bitkom ausgelobten Wettbewerbs ist es, eine digitale Vorzeigestadt in Deutschland und Europa zu entwickeln. Darmstadt setzte sich gegen die Konkurrenten durch und setzt seitdem im Programm #Digitalstadt Darmstadt verschiedene Lösungen um, mit denen die Stadt nachhaltiger, ressourcenschonender und lebenswerter werden soll. Die Deutsche Telekom unterstützt unter anderem mit Vernetzungslösungen, Sensoren zum Messen der Luftqualität, intelligenten Parksensoren sowie mit Infrastruktur für den Betrieb von autonomen Straßenbahnen.

Smart City Bonn
In Bonn haben wir Ende 2017 damit begonnen, Straßenlaternen und Abfallcontainer mit intelligenten Sensoren zu vernetzen und die Luftqualität zu messen. Die Straßenlaternen sind dimmbar und werden mithilfe von Bewegungsmeldern automatisch heller, wenn sich Fußgänger nähern. Außerdem erhalten die Stadtwerke eine Meldung, wenn eine Birne ausgetauscht werden muss. Die Technik spart im Durchschnitt bis zu 60 Prozent der Betriebskosten für Straßenlaternen. Zusätzlich messen wir in einigen Wertstoffcontainern mit installierten Sensoren den Füllstand. Der städtische Abfallbetrieb muss dann erst ausrücken, wenn die Container tatsächlich voll sind. Ein weiterer Sensor misst in der Innenstadt die Luftqualität. Auch die dazugehörige Software zur Auswertung stellen wir zur Verfügung.

„Smart Cities“-App
Bis 2022 müssen in Deutschland Standard-Verwaltungsdienstleistungen wie der Antrag für den Führerschein oder Passdokumente online verfügbar sein – das fordert das Onlinezugangsgesetz. Die Telekom und der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützen Verwaltungen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Angebote. Diese sollen möglichst einfach, bürgerfreundlich und standardisiert sein.

Mit dem 2018 vergebenen Auftrag an die Deutsche Telekom legt die Stadt Monheim am Rhein mit ihrem Monheim-Pass den Grundstein. Die App bündelt digitale Services für den öffentlichen Sektor wie Ummeldung oder Führerscheinanträge und soll zukünftig beispielsweise auch die Nutzung von Mobilitätsangeboten wie Car- und Bike-Sharing ermöglichen. Außerdem bietet die App Informationen zum Freizeitangebot vor Ort. 

Entwicklergemeinschaft für „Smarte Städte und Gemeinden“
Anlässlich der Telekommunikationsmesse „Mobile World Congress“ rief die Telekom im Februar 2019 Städte und Gemeinden auf, sich an einer Entwicklergemeinschaft für die „Smart Cities“-App zu beteiligen. Denn: Herausforderungen wie knappe Ressourcen, rechtliche Vorgaben und der laufende Regelbetrieb lassen sich gemeinschaftlich leichter bewältigen. Dortmund und Bonn sind der Entwicklergemeinschaft bereits beigetreten. 

Park and Joy – digitales Parkmanagement
Staus verhindern und CO2-Emissionen reduzieren – diese Aufgaben stellen Städte und Kommunen vor große Herausforderungen. Digitale Anwendungen können helfen, mit geringem Administrationsaufwand einen besseren Verkehrsfluss und geringere Schadstoffemissionen zu erreichen. Ein Beispiel ist die App „Park and Joy“, die wir 2017 in Hamburg eingeführt haben. Im Jahr 2018 standen bereits rund 30 000 Parkplätze in 45 verschiedenen Städten für die Suche in der App zur Verfügung. Damit wurde das auf der IFA 2018 selbstgesteckte Ziel von 28 Städten übertroffen. Die App zeigt Autofahrern freie Parkplätze an und navigiert sie dorthin. Auch ihren Parkschein können Nutzer direkt über die Anwendung bezahlen und sogar von unterwegs flexibel verlängern. Für das Jahr 2019 ist eine Ausdehnung in zahlreiche weitere Städte geplant. Mithilfe von Sensoren kann die Prognosefähigkeit des Algorithmus für die Parkplatzsuche weiter verbessert werden. Erste Sensoren sind bereits verbaut, der weitere Ausbau bereits geplant.

Hackathon: Ideenwettbewerb zum Leben in der Stadt
Ideen für eine lebenswerte Stadt der Zukunft in die Praxis umsetzen – darum ging es beim „Hackathon: Smart Public Life“ im Frühling 2018 in St. Pölten in Österreich. 60 Entwickler kreierten in 13 Gruppen innerhalb von 24 Stunden eigene Ideen für eine innovative Stadt. Am Ende wurden 13 Ideen für kleinere Anpassungen in der Stadt präsentiert, die das Leben der Bewohner St. Pöltens vereinfachen sollen. Der Hackathon bot den Entwicklern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern.

Smart-City-Projekte in unseren Landesgesellschaften

Hrvatski Telekom

HT stellt Netzwerk mit über 120 Ladestationen für Elektrofahrzeuge bereit
Hrvatski Telekom hat auf der Insel Krk 11 vernetzte EV-Ladestationen eingerichtet, die diverse Funktionen ermöglichen. Nutzer können zum Beispiel Ladezeiten im Voraus buchen. Die Initiative ist Teil der Langzeitstrategie von Krk, die erste „smarte“ Insel Kroatiens zu werden. Die E-Mobilitätslösung von Hrvatski Telekom bietet ein hochmodernes Ökosystem aus Dienstleistungsinfrastruktur und „schlüsselfertiger“ Ladetechnologie. Das Netz, das gegenwärtig aus 120 öffentlich zugänglichen EV-Ladestationen mit 165 Ladepunkten in 75 Städten in ganz Kroatien besteht, wird kontinuierlich weiter ausgebaut.

Hrvatski Telekom und Go2Digital beginnen mit der Modernisierung öffentlicher Telefonzellen
Hrvatski Telekom und der kroatische Lösungsanbieter für digitale Werbemedien im öffentlichen Raum („Out-of-Home“-Werbung), Go2Digital, haben einen Modernisierungsvertrag für Telefonzellen abgeschlossen. Bestehende Telefonzellen, die nur Telefoniedienste bieten, werden durch digitale Telefonzellen mit einer Reihe von IoT-gestützten intelligenten Lösungen ersetzt. Damit erhält die Öffentlichkeit Zugang zu vielen neuen Funktionen, vom drahtlosen Aufladen von Endgeräten, über Informationen zur Pollenbelastung der Luft mittels spezieller Sensoren in den Zellen, bis hin zur SOS-Taste, mit der bei einem Unfall ein Notruf abgesetzt werden kann. Jede Telefonzelle ist darüber hinaus ein WLAN-Hotspot und stellt Nutzern und Passanten unbegrenzt Internetkonnektivität zur Verfügung. Im Rahmen eines fortlaufenden Programms sollen jährlich mindestens 25 Telefonzellen in ganz Kroatien ersetzt werden.

Smart Parking für Menschen mit Behinderungen in Split
Hrvatski Telekom hat in Partnerschaft mit Mobilisis in Split eine Smart Parking-Lösung für Menschen mit Behinderungen eingeführt. Sie wird dazu beitragen, die Lebensqualität dieser Menschen zu erhöhen und das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt zu reduzieren. Insgesamt 12 Sensoren von Mobilisis wurden auf Behindertenparkplätzen an der Ecke Antun Gustav Matoš Straße und Zrinsko-frankopanska Straße in Split (Stari plac) installiert. Die Sensoren arbeiten im Narrowband-IoT-Netz von Hrvatski Telekom. Sie sind mit der Park-App img der Stadt vernetzt, mit der Fahrer freie Parkplätze finden können.

Telekom Romania

Intelligenter Nahverkehr
In Sibiu hat Telekom Romania in Zusammenarbeit mit der Banca Comercială und Global Payments bei den städtischen Verkehrsbetrieben Tursib eine attraktive Neuerung eingeführt. Dabei handelte es sich um eine kontaktlose Zahlungslösung für Mastercard- und Visa-Bankkarten, die jeder Karteninhaber unabhängig davon, ob sich die jeweilige Bank in Rumänien oder im Ausland befindet, für den Erwerb von Fahrscheinen nutzen kann. Die Karte muss nur an die entsprechenden Terminals der öffentlichen Verkehrsbetriebe Tursib gehalten werden und schon ist die Fahrt sicher bezahlt. Die von Telekom Romania eingeführte Infrastruktur besteht aus Fahrscheindruckern am Verkaufspunkt sowie aus 3G-Kommunikationseinrichtungen.

Telekom führt Smart Parking und intelligentes Abfallmanagement in Cluj Napoca ein
Telekom Romania hat in Cluj Napoca zwei intelligente Lösungen eingeführt, die für sauberere Luft in der Stadt und eine Verbesserung der urbanen Landschaft sorgen: Smart Parking und intelligentes Abfallmanagement. Mittels Smart Parking kann der Belegungsgrad öffentlicher Parkplätze überwacht und die Verfügbarkeit auf Anzeigetafeln oder in der entsprechenden App angegeben werden. Als Nächstes ist eine intelligente, sensorgestützte Lösung für das Verkehrsmanagement geplant, bei der die Verkehrsampelschaltung an das Verkehrsaufkommen anpasst und damit die Staubildung reduziert wird.

Eine weitere effektive Lösung ist das intelligente Abfallmanagement. Bei diesem System kommen Abfallbehälter zum Einsatz, die sich auf unterirdisch versenkbaren Plattformen befinden. Die Abfuhr muss jetzt nicht mehr regelmäßig erfolgen, sondern erst, wenn die Sensoren melden, dass die Behälter voll sind.

Smart-City-Lösung in Alba-Iulia: Intelligentes Beleuchtungssystem für eine Sekundarschule
Telekom Romania sorgte durch Installation eines intelligenten Beleuchtungssystems in der Sekundarschule 7 Mihai Eminescu für eine Smart-City-Lösung in Alba-Iulia. Die alten Leuchtstofflampen in allen 28 Unterrichtsräumen sowie in den Fluren, WCs und im Lehrerzimmer wurden durch ein „smartes“ LED-Beleuchtungssystem ersetzt, mit dem die Lichtintensität und -verteilung an die jeweilige Tages- und Jahreszeit angepasst werden kann. Vorteilhaft dabei sind z.B. die damit verbundene Energieverbrauchs- und Kostensenkung. Die Beleuchtung kann in jedem Raum an das einfallende Tageslicht angepasst werden und schaltet sich während Pausenzeiten automatisch ab. In den Fluren wurden LED-Leuchten mit Dimmer-Schaltern und Bewegungssensoren installiert. Der optimierte Ausgleich zwischen Tages- und Kunstlicht erhöht auch die Aufmerksamkeit der Schüler sowie deren Konzentrationsfähigkeit und Motivation.

T-Systems Iberia

Gijón-IN: Ein neues integriertes Smart-City-Konzept
T-Systems arbeitet im spanischen Gijón an der Umsetzung von „GIJÓN-IN“, einem innovativen, intelligenten, integrierten Projekt für das Stadtmanagement. Es soll die Stadtverwaltung und die Bereitstellung kommunaler Dienstleistungen mithilfe von Big Data- und IoT-Technologien sowie mit ICT-Lösungen effizienter machen. Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert und soll im Zeitraum von 36 Monaten in Gijón bis zu 22 verschiedene Lösungsansätze anstoßen. Die 16 Initiativen, mit denen aus Gijón eine wirkliche ‚Smart City‘ gemacht werden soll, zielen auf verschiedene Themen ab, darunter die komplette Digitalisierung kommunaler Dienstleistungen, die Förderung der Beteiligung von Bürgern und Unternehmen sowie Maßnahmen zur Erfassung und Handhabung von Daten, die in der Stadt generiert werden.

Telekom Albania

WLAN img an öffentlichen Plätzen
Einer der wichtigsten Aspekte der gesellschaftlichen Verantwortung besteht für Telekom Albania darin, der Gesellschaft insgesamt mehr Zugang zu Technologie zu verschaffen. So unterstützt das Unternehmen ein Projekt der Stadtverwaltung von Tiranato zur WLAN-Versorgung eines bei Touristen sehr beliebten Stadtteils. Damit können Einwohner und Touristen hier jetzt kostenlos im Internet surfen. Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie allen gesellschaftlichen Gruppen Zugang zu moderner Technik ermöglicht werden kann.

Smart City-Konferenz rückt dänischen-albanischen Austausch in den Fokus
Am 7. Juni 2018 fand in Tirana eine von der königlich dänischen Botschaft in Zagreb organisierte Veranstaltung statt, auf der dänische und albanische Erfolge bei der Organisation und beim Management von Smart-City-Projekten präsentiert wurden. Die Veranstaltung sollte auch zur Förderung „smarter“ Lösungen in den Bereichen Stadtplanung, Mobilität und Wellness sowie Energieversorgung und Umweltschutz anregen. Es gab Präsentationen zu Fallstudien und eine Podiumsdiskussion mit Vertretern verschiedener Städte. Daniel Michel, Leiter Smart Cities bei T-Systems, berichtete über die Erfahrungen der Telekom auf diesem Gebiet. Außerdem gab es auf B2B-Sitzungen Gelegenheiten zum Networking.

Comfort Charge: Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektroautos

Seit Herbst 2018 treiben wir mit unserer Tochterfirma Comfort Charge den Ausbau unseres deutschen Ladenetzes für Elektroautos voran: Wir rüsten Teile der vorhandenen Telekommunikationsinfrastruktur zu Ladestationen auf. Dazu nutzen wir vor allem die Stromversorgung unserer für Festnetz- und Internet-Verbindungen nötigen Kabelverzweiger. Die „grauen Kästen“ am Straßenrand, die im Rahmen des Breitbandausbaus eine eigene Stromversorgung und eine digitale Messstelle erhalten haben, können relativ leicht um Ladestellen ergänzt werden. Diese nachhaltige Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur erspart zusätzliche Aufbauten im Stadtbild und ermöglicht eine rasche Realisierung. Pro Ladestelle können zwei Fahrzeuge über einen Ladestecker Typ 2 mit jeweils 11 kW versorgt werden. Diese „Destinationsladestellen“ bieten innerhalb einer Stunde genug Strom für eine Reichweite von 50 bis 75 Kilometern – je nach Fahrzeugtyp. Während wir 2019 erste Destinationsladestellen in ausgewählten Städten errichten, bauen wir seit Herbst an Netzknotenpunkten bereits ein deutschlandweites Schnellladenetz mit Ladeleistungen jenseits 100 kW, das bereits fit für die nächsten Fahrbatterie-Generationen ist. Der für unser Ladenetz zusätzlich benötigte Strom stammt aus erneuerbaren Energiequellen.

An unseren Ladestellen in Deutschland ist der reguläre Preis pro Minute einheitlich, wobei schnelles Laden wegen der höheren Errichtungskosten rund ein Drittel teurer ist als normales Laden.

Comfort Charge: Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektroautos

Nachhaltige Produkte und Dienste in Griechenland

Die OTE Gruppe brachte im vergangenen Jahr verschiedene Produkte und Dienste auf den Markt, mit denen die Kunden ihr Leben nachhaltiger gestalten können. Der Gruppe gelang darüber hinaus die Durchführung einiger wichtiger Projekte, die demselben Ziel dienten. Im Folgenden eine Auswahl:

In Zusammenarbeit mit dem Weingut Kir-Yianni in Naoussa führte COSMOTE ein Pilotprojekt für Smart Wine durch, eine Anwendung, die von der Lagerung bis hin zum Transport an den Kundenstandort optimale Umgebungsbedingungen für den Wein sicherstellt. Dabei kommt die Schmalband-Technologie für das Internet der Dinge (NB-IoT) zum Einsatz. Mit „Smart Wine“ lassen sich die Bedingungen für den Wein vom Erzeuger über den Händler bis zum Verbraucher kontinuierlich überwachen.

Auf der Grundlage der NB-IoT-Technologie wurde von COSMOTE in Xanthi an der Democritus University of  Thrace (DUTH) der erste „smarte“ Universitätscampus eingerichtet. Das Pilotprojekt macht sich die Vorteile der NB-IoT-Technologie zu Nutze, um intelligente Anwendungen für die verbesserte Überwachung der Luft- und Wasserqualität und das Management der Beleuchtung und Energieversorgung des Campus zu implementieren.

Im Laufe des letzten Jahres wurden verschiedene Projekte für den digitalen Wandel im privaten und öffentlichen Sektor realisiert. Der innovative, in Europa einmalige V-Banking Service wurde bei der EUROBANK eingeführt. Durch modernisierte Banktransaktionen erhält die Betreuung von Geschäftsleuten und Unternehmen Priorität. Die Kunden der Eurobank können jetzt in einer sicheren digitalen Umgebung personalisierten Service in Anspruch nehmen, ohne eine Bankfiliale besuchen zu müssen.

Fraport Greece führte an 14 Regionalflughäfen hochmoderne IT- und Telekommunikationslösungen von COSMOTE  ein und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Bereitstellung nahtloser und sicherer Airport-Kommunikation. Die Geschäftsabläufe wurden effizienter gestaltet und Passagiere erhielten Zugang zu optimierten Dienstleistungen.

Coca-Cola HBC hat die OTE Gruppe als Provider für IT-Support in 19 Ländern ausgewählt. Dabei handelt es sich um eine neue Investition in Griechenland, die Geschäftskontinuität gewährleistet und über 80 neue Arbeitsplätze im IT-Sektor schafft. Mit Hilfe des durch die OTE Gruppe geleisteten IT-Supports kann Coca-Cola HBC seine unternehmensweiten Informationssysteme effizienter verwalten und Probleme zeitnah beheben. Der Support steht 26 000 Nutzern bei Coca-Cola HBC in 14 Sprachen rund um die Uhr zur Verfügung.
Ein neues Projekt im Bereich E-Civilization wurden im vergangenen Jahr für den Fund of Archeological Proceeds durchgeführt. Besucher von Akropolis, Knossos, Messene und dem Museum von Heraklion können ihre Eintrittskarten jetzt online kaufen und damit lange Wartezeiten und andere Unannehmlichkeiten vor Ort vermeiden. Bereits zwei Monate nach Einführung des E-Ticket-Service hatte sich der Kartenverkauf um 13 Prozent erhöht.

Das Feuerwehr-Projekt wurde ebenfalls im letzten Jahr umgesetzt. Es dient zur Erhebung und Analyse von Geodaten, die von Feuerwehrfahrzeugen und -einheiten sowie von Drohnen übertragen werden. Damit erhalten Einsatzstationen der Feuerwehr die Möglichkeit, über Handys, Tablets und Navigationsgeräte (PND) auf wichtige Informationen über aktuelle Brände und die in der Nähe verfügbaren Einsatzkräfte zuzugreifen und die Rettungsarbeiten besser zu koordinieren.

Neben der Durchführung wichtiger Projekte im Rahmen des digitalen Wandels im privaten und öffentlichen Sektor bot COSMOTE auch vielen mittelständischen und sehr kleinen Unternehmen Unterstützungsdienste an.

Das „Business One“-Angebot von COSMOTE umfasst attraktive Festnetz-, Mobilfunk- und Cloud-Dienste. Ein Beispiel ist das COSMOTE Digital Office, das Cloud-gestützte Telefonanlagen („PBX-as-a-Service“ ohne Investitionen in eigene Einrichtungen) bereitstellt und mit fortschrittlichen digitalen Tools und „smarten“ Lösungen ein Höchstmaß an Flexibilität und Kosteneffizienz bietet. So können professionelle Nutzer im Rahmen von Videokonferenzen ihren Computerbildschirm standortunabhängig mit ihren Gesprächspartnern teilen („Screen Sharing“).

COSMOTE Office Assistant ist ein nagelneues Service-Angebot, das Sekretariatsleistungen im Fernbetrieb (E-Secretary) bereitstellt. Dank dieses innovativen Lösungsansatzes können Geschäftsleute viel Zeit sparen und sich auf die Aufgaben konzentrieren, die besondere Priorität für sie haben. Mit einem kostengünstigen Einstiegspaket können Unternehmen viele gleichzeitig eingehende Anrufe managen, ihre Öffnungszeiten verlängern und einen bedarfsgerechten Benachrichtigungsdienst in Anspruch nehmen.

COSMOTE bietet neue Mobilfunktarife an, die auf die saisonalen Anforderungen der Tourismusbranche abgestimmt sind. COSMOTE Business Mobile Tourism ist eine spezifisch für Hotelbesitzer, Reiseveranstalter und Mietwagenfirmen konzipierte Lösung. Sie trägt zur Senkung der Betriebskosten bei, weil die Unternehmen in der Nebensaison keine monatlichen Tarife für die mobilen Endgeräte ihrer Mitarbeiter zahlen müssen.

COSMOTE bietet für sehr kleine Firmen den Dienst COSMOTE Click & Site an, mit dem sie ihren eigenen Internet-Auftritt gestalten können. Mit nur einem Klick kann ein Unternehmer auf der Grundlage seiner Facebook-Seite eine eigene Website einrichten. Dieses innovative Angebot umfasst eine kostenlose Domäne, einen E-Shop sowie Zugang zu einem E-Booking-Service.

COSMOTE bot im vergangenen Jahr COSMOTE My Internet für Europa an. Der „My Internet“-Dienst von COSMOTE kann jetzt auch von COSMOTE-Kunden in Anspruch genommen werden, wenn sie in anderen Ländern der Europäischen Union unterwegs sind. Er bietet Reisenden echte Kostenkontrolle und die Sicherheit, dass sie nach Inanspruchnahme des ihnen zustehenden Datenvolumens keinen Rechnungsschock erleben.

Digitales Gesundheitswesen: Chancen für bessere medizinische Versorgung

Unser Beitrag zu den SDG

Eine einheitliche Telehealth-Plattform ermöglicht Gesundheitsdienstleistern einen fallübergreifenden und standardisierten Datenaustausch. Telemedizinische Assistenzsysteme können Patienten und deren Angehörige im Alltag unterstützen, Entfernungen zur medizinischen Versorgung überwinden helfen und Versorgungsprozesse optimieren. Wir gestalten das digitale Gesundheitswesen in zahlreichen Projekten mit:

  • Als Projektpartner sind wir an der Entwicklung einer Lösung zur Beratung bei Antibiotikatherapien des Klinikums St. Georg in Leipzig beteiligt. Ziel ist vor allem der schnelle und sichere Datenaustausch zwischen Ärzten, Patienten und Krankenkassen. Das Land Sachsen hat das Projekt Anfang 2017 mit über 1,2 Millionen Euro gefördert. Es läuft zunächst bis Mitte 2019.
  • Das „Telemedizinische Netzwerk Psychotraumatologie Sachsen“ soll die Behandlungskette bei Traumafolgestörungen nachhaltig verbessern. Ziel ist es, Betroffenen niedrigschwelligen und ortsunabhängigen Zugang zum Behandlungsnetzwerk zu ermöglichen, Fachwissen flächendeckend bei Haus- und Fachärzten in Sachsen verfügbar zu machen sowie eine institutionsübergreifende Dokumentation und Koordinierung des Versorgungsprozesses zu garantieren. Die EU und das Land Sachsen fördern das bis Mitte 2020 laufende Projekt mit 1,4 Millionen Euro.
  • Wir unterstützen die Kliniken Essen-Mitte (KEM) dabei, die Digitalisierung ihrer Krankenhäuser voranzutreiben. Im Zuge einer über zehn Jahre angesetzten Partnerschaft sollen einheitliche Informationssysteme geschaffen und elektronische Patientenakten und vernetzte Terminmanagementsysteme eingeführt werden. Alle Medikamentengaben und Befunde sollen künftig digital erfasst werden. Dies soll den Organisationsaufwand verringern und mehr Zeit für Patienten schaffen. Zum 1. Januar 2019 haben wir an zwei Klinikstandorten das bestehende Krankenhausinformationssystem durch unsere Lösung iMedOne ersetzt.

Neben der Durchführung von Kundenprojekten wie diesen entwickeln wir auch eigene Lösungen für das digitale Gesundheitswesen:

  • Unsere Telemedizin-Plattform wird in Deutschland von immer mehr Beteiligten genutzt. Die Plattform basiert auf dem europaweit ersten offenen, überregionalen Netzwerk CCS Telehealth Ostsachsen (THOS). Sie ermöglicht es Patienten, Ärzten, Kliniken, Pflegekräften, Apotheken und Krankenkassen in einer bestimmten Region, Daten wie Gesundheitswerte, Befunde, Medikamentengaben oder andere Informationen über ein speziell verschlüsseltes Datennetz auszutauschen. Die Plattform wird kontinuierlich um neue Anwendungsbeispiele erweitert. Im April 2018 haben wir auf der weltweit größten Gesundheits-IT-Fachmesse ConhIT die neue Anwendung „Teleneurologie Parkinson“ vorgestellt: Bei an Parkinson erkrankten Patienten kann mithilfe der neuen Lösung künftig neben dem Hausarzt oder Neurologen ein sogenannter Teleneurologe hinzugezogen werden. Er verfolgt die körperliche Untersuchung eines Patienten per Videosprechstunde, leitet seine Kollegen und den Patienten an und befragt dessen Angehörige.
  • Diabetes ist eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten in Deutschland. Auf Basis der Telehealth-Plattform wird derzeit mit dem Partner Emperra eine therapieunterstützende Lösung für Patienten mit Diabetes 2 entwickelt. Hierbei werden den Patienten mittels spezieller Algorithmen, die die Blutzuckermesswerte und die verwendete Insulinmenge analysieren, Handlungsempfehlungen gegeben. Mit einem einfachen Ampelsystem kann der Patient die Auswirkungen seiner Lebensweise auf seine Krankheit besser verstehen und so den Verlauf seiner Krankheit nachhaltig positiv beeinflussen. 
  • Mit der Telekom Healthcare Cloud (THC) bieten wir Gesundheitsakteuren einen sicheren und einfachen Weg in Richtung Digitalisierung ihrer Arbeitsstrukturen. Einer unserer Kunden in diesem Bereich ist die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH). Den Klinikverbund unterstützen wir mit der Bereitstellung unserer Cloud in seiner täglichen Arbeit.

Schneller Einstieg ins Smart-Home-Geschäft

Unser Beitrag zu den SDG

Ein Smart Home img kann seinen Bewohnern auf vielfältige Weise das Leben erleichtern: Es ermöglicht ihnen, verschiedene Geräte auch von unterwegs zu steuern und zu überwachen – von Sicherheitstechnik und Hausgeräten bis hin zur Unterhaltungselektronik. Die Herausforderung hierbei: Die Smart-Home-Lösung eines Anbieters ist oft nicht kompatibel mit den Funktionen und Geräten anderer Hersteller. Deshalb haben wir die offene, herstellerübergreifende Smart-Home-Plattform QIVICON entwickelt. Damit haben Verbraucher die Möglichkeit, Geräte unterschiedlicher Unternehmen einfach und individuell zu kombinieren.

QIVICON: Mehr Geräte in mehr Ländern
2018 haben die Telekom-Landesgesellschaften in Griechenland und Österreich ihr Smart-Home-Angebot auf Basis unseres White-Label-Portfolios gestartet, mit dem Unternehmen ein Smart-Home-Angebot für ihre Endkunden aufbauen können. Damit ist die QIVICON-Plattform nun in sieben europäischen Ländern verfügbar. Mit den Paketen Safety, Comfort und Easy können Kunden von T-Mobile Austria einfach und schnell eine Smart-Home-Lösung aufbauen, die sie mit einer Vielzahl kompatibler Geräte verschiedener Hersteller und Marken individuell gestalten können. Auch Cosmote in Griechenland bietet smarte Lösungen rund um die Themen Sicherheit, Komfort und Energie an. Hier ermöglicht eine Vielzahl kompatibler vernetzter Geräte es ebenfalls, das eigene Zuhause komfortabel per App img zu steuern.

Im Berichtszeitraum konnten wir die Anzahl der Geräte weiter erhöhen, die mit der QIVICON-Plattform kompatibel sind. Mit Produkten der Unternehmen Bosch Siemens Hausgeräte, Bose, Grohe und Ikea haben Endkunden noch mehr Auswahl in den Bereichen Sicherheit und Beleuchtung. Schon jetzt können sie aus mehreren Hundert verschiedenen Smart-Home-Geräten wählen.

Sicherheit und Datenschutz bei QIVICON
Sie ist das Herzstück des Smart-Home-Systems der Telekom: Die Home Base übernimmt die Integration und Steuerung von Geräten verschiedener Hersteller und stellt die sichere Verbindung zur Telekom-Cloud her. Dort werden die für die Steuerung und Kontrolle des Systems nötigen Daten gespeichert. 

Wir haben 2018 bereits zum vierten Mal das unabhängige Testinstitut AV-TEST GmbH damit beauftragt zu prüfen, wie sicher die Smart-Home-Plattform QIVICON und die Magenta SmartHome-App sind. Erneut lautete das Urteil: sehr guter Schutz.

Offene Plattform
Mit unserem Software Development Kit (SDK) stellen wir die QIVICON-Plattform für Unternehmen bereit. Sie können die Plattform dafür nutzen, ihre Geräte einfach selbst zu integrieren und eigene innovative Ideen im Bereich Smart Home zu entwickeln.

Verantwortungsvoller Umgang mit KI

Künstliche Intelligenz (KI) ist für viele ein Zukunftsthema. Doch KI ist bereits Realität und damit die Fragen nach dem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema. Auch oder gerade weil der Status der Künstlichen Intelligenz, gemessen an prognostizierten Möglichkeiten, derzeit noch in den Kinderschuhen steckt, müssen wir uns bereits jetzt mit ethischen Fragestellungen auseinandersetzen. Nur so können wir die richtigen Weichen für die Zukunft stellen.

Aus diesem Grund haben wir 2018 unter der Federführung des Bereichs Compliance Leitlinien für einen ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz verabschiedet. Sie dienen uns als Leitplanken, wie wir als Deutsche Telekom verantwortungsvoll mit KI umgehen wollen und wie wir unsere auf KI basierenden Produkte und Services künftig entwickeln. Dabei erheben wir nicht den Anspruch, mit unseren Leitlinien bereits universell gültige Regeln zum verantwortungsvollen Umgang mit KI gefunden zu haben – sondern wollen sie im Diskurs mit unseren Mitarbeitern und externen Interessengruppen weiterentwickeln.

Ressourcen sparen durch Cloud Computing

Mit Cloud Computing img können unsere Kunden auf eigene Server und Speichermedien verzichten. Dies ist zumeist ressourcen- und energieeffizienter als der Betrieb einer eigenen Infrastruktur außerhalb der „Wolke“: Denn in unseren Rechenzentren werden aufgrund der besseren Auslastung weniger Hardware und bis zu 80 Prozent weniger Energie benötigt. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran, die Effizienz unserer Rechenzentren noch weiter zu verbessern.

Die Cloud für den öffentlichen Dienst
Für Unternehmen, die ihre Systeme auf Cloud-Lösungen umstellen wollen, bietet T-Systems das Programm „The Cloudifier“ an. Dafür analysieren wir die bestehende IT-Landschaft des Kunden und untersuchen, welche Anwendungen in die Cloud gebracht werden können. Darauf aufbauend haben wir 2017 den Cloudifier4Public entwickelt – einen Service, mit dem T-Systems maßgeschneiderte Cloud-Strategien für die öffentliche Hand in Deutschland konzipiert und realisiert. Dabei orientiert sich die Ausgestaltung an den Zielen und Besonderheiten der deutschen Verwaltung. Wichtige Eckpunkte sind: Datenschutz und Informationssicherheit, Wahrung der hoheitlichen Aufgaben sowie Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Weniger Papierverbrauch durch Cloud Billing
Die Integration von Abrechnungsprozessen in unser Cloud-Angebot ist für uns ein nächster logischer Schritt. So lassen sich etwa IoT-Echtzeitdaten für die Rechnungserstellung direkt aus der Cloud beziehen. Damit wird es einfacher, beispielweise die Leistung intelligenter Sensoren abzurechnen. Die Idee dahinter ist, dass der Prozess vereinfacht wird und bis hin zur Rechnung online stattfindet.

„Digitaler Zwilling“ schont Ressourcen
Das „Internet of Things“ ermöglicht es Unternehmen der Fertigungsindustrie, ein digitales Modell eines physikalischen Produkts anzufertigen. Diese sogenannten digitalen Zwillinge begleiten reale Produkte als Echtzeitkopien von der Entstehung bis zu ihrer Entsorgung. Dabei werden digitale Produktinformationen mit realen Zustands- und Verhaltensinformationen verknüpft. Auf diese Weise können Unternehmen schon während der Produktplanung virtuelle Belastungstests durchführen, mögliche Probleme frühzeitig erkennen und Verbesserungen in Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service anstoßen. Das ermöglicht eine genauere Planung und spart ressourcenintensive Testphasen oder gar Fehlschläge.

Mieten statt kaufen

Wir wollen sicherstellen, dass Router und Media Receiver nach einem Austausch nicht einfach in den Müll wandern. Deshalb setzen wir auf das Modell „Mieten statt kaufen“. Unsere Mietservices schonen Ressourcen, reduzieren den Elektronikabfall und vermeiden so auch CO2-Emissionen. Bei einer Kündigung werden die Geräte zurückgegeben. Anschließen werden sie entweder aufbereitet und in den Mietkreislauf zurückgeführt oder fachgerecht recycelt. Den Rückgabeprozess haben wir durch die Einführung eines Retourenportals vereinfacht. So kann der Kunde seine Retouren über das Online-Portal selbst verwalten. Wir bewerben unseren Mietservice aktiv und erfolgreich unter anderem in den Telekom Shops, im Internet, Kundenservice und über Produktflyer. Das Angebot wurde von unseren Kunden sehr gut angenommen: Bis Ende 2018 ist die Anzahl der Nutzer des Mietservice auf knapp über 10 Millionen angestiegen.

Anzahl der Nutzer des Mietservice von Routern und Mediareceivern

Nachhaltigere SIM-Karten aus dem Supermarkt

Kunden, die beim Supermarkteinkauf auf Nachhaltigkeit Wert legen, können seit 2018 bei EDEKA auch nachhaltigere Mobilfunk-SIM-Karten erwerben. Der neue „EDEKA smart“-Mobilfunk-Tarif, den die Telekom und EDEKA im Rahmen einer strategischen Partnerschaft entwickelt haben, bietet verschiedene Nachhaltigkeitsvorteile: Dazu gehören ein kleinerer Kartenträger für die SIM-Karte, der 50 Prozent Material spart, und eine Verpackung, die klimaneutral auf Graspapier gedruckt wird. Dieses Papier besteht je zur Hälfte aus sonnengetrocknetem Gras und Altpapier. Bei der Produktion dieser Gras-Verpackung – die übrigens komplett ohne Prozesschemikalien abläuft – werden bis zu 75 Prozent CO2-Emissionen eingespart. Pro verkauftem Startset wird zudem das Waldschutzprogramm des WWF mit einem Euro unterstützt. Sollte das eigene Handy später einmal kaputtgehen, können „EDEKA smart“-Kunden ihr Gerät vergünstigt reparieren lassen. Falls eine Reparatur nicht mehr sinnvoll ist, können gebrauchte Handys und nicht benötigte SIM-Karten kostenlos an das Telekom Recycling Center gesandt werden. Damit haben wir zusätzlich zu unseren verschiedenen Abgabemöglichkeiten und Sammelaktionen, über die wir im CR-Bericht informieren, eine weitere Anlaufstelle zur Rückgabe von Mobilgeräten geschaffen.

Mit der Verkleinerung von SIM-Karten-Trägern haben wir im Unternehmen bereits im Jahr 2017 begonnen. 2018 konnten wir im Konzern 1,4 Tonnen Plastik einsparen. Für 2019 rechnen wir mit Einsparungen über 17 Tonnen. 

Papierstopp: Weniger Papierrechnungen durch Widerspruchslösung

Seit Mitte 2018 informieren wir unsere Kunden darüber, dass wir Papierrechnungen schrittweise abschaffen werden – sofern unsere Kunden dem nicht aktiv widersprechen. Denn der Versand von postalischen Rechnungen verbraucht Ressourcen: zum Beispiel Holz für die Herstellung des Papiers, Tinte für den Druck und Treibstoff für den Transport. Die elektronischen Rechnungen werden in unserem Online-Kundenportal bereitgestellt. Wer seine Rechnung weiterhin auf dem altbekannten Weg erhalten möchte, kann dies selbstverständlich bei uns beantragen und bekommt sie auch weiterhin – kostenlos – in den Briefkasten.

Zukunftsfähiges Produkt- und Verpackungsdesign

Wir möchten unsere Produkte – von der Verpackung bis zum Endgerät – so nachhaltig und ressourcenschonend wie möglich gestalten. Ein Beispiel hierfür ist der neue Router Speedport Pro. Sein Innenleben besteht aus recyceltem Kunststoff. Um ihn beim Transport zu schützen, nutzen wir zudem „PaperFoam“ – ein Material, das aus industrieller Stärke, Cellulose-Fasern und Wasser hergestellt wird und im Papiercontainer oder auf dem Kompost entsorgt werden kann. Durch die weiche Oberfläche des Materials können wir bei der Verpackung des Speedport Pro auf eine zusätzliche schützende Hülle verzichten. Der Router kommt im Laufe des Jahres 2019 auf den Markt.

Der Einsatz nachhaltiger Materialien und Prozesse im Rahmen des Produktdesigns ist meist mit höheren Kosten verbunden. Dies ist insbesondere bei Produkten kritisch, bei denen unsere Kundinnen und Kunden nur wenig Bereitschaft haben, mehr Geld dafür auszugeben. In diesen Fällen gilt es daher, Kompromisse zu finden: zwischen unserem Nachhaltigkeitsanspruch auf der einen und wirtschaftlichen Zwängen auf der anderen Seite.

Produktzertifizierungen: Nachweislich nachhaltig

Nachhaltige Produkte sind für uns ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Damit unsere Kunden über die Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte informiert sind, setzen wir auf anerkannte Umweltzeichen, in Deutschland etwa auf den Blauen Engel. Ein Großteil der Festnetz-Telefone und unsere komplette Media-Receiver-Produktfamilie tragen den Blauen Engel. 2018 haben die Media Receiver 401 und 601 SAT als weitere Modelle aus der Baureihe das Zertifikat erhalten. Die mit diesem Umweltzeichen zertifizierten Endgeräte enthalten auch Informationen für die Kunden, wie man die Produkte energieeffizient nutzen kann. Neben dem Blauen Engel nutzen wir außerdem verstärkt das TÜV Green Product Label. Dieses sieht neben ökologischen Kriterien auch eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen in Fertigungsbetrieben vor. Eine Reihe unserer Router wie der Speedport Neo sind bereits mit dem TÜV Green Product Label zertifiziert.

Die Siegel dienen dabei nicht nur als Information für unsere Kunden. Ihre strengen Anforderungen geben uns auch Hinweise, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz
  

Kleidung, die verbindet

Kleidung hat viele Funktionen: Sie soll uns wärmen, unserer Figur und unserem Typ schmeicheln und manchmal auch ein Statement sein. Aber Kleidung kann noch mehr. In Zukunft wird sie uns zum Beispiel dabei helfen, ein gesünderes Leben zu führen. Oder sie verwandelt den Gedanken der Inklusion in Stoff und Garn. 

Wie das aussehen könnte, zeigen die Designerinnen von „Project Love“. Sie verhelfen Menschen, deren Körper nicht den „Normalmaßen“ entsprechen, zu perfekt sitzender, modischer Kleidung. Mithilfe von Bodyscannern, 3D-Druckern und klassischen Nähmaschinen stellen sie maßgefertigte Kleidungsstücke her. Einem anderen wichtigen Thema widmen sich die beiden deutschen Designerinnen von „Smart Orthosis“. Sie haben ein Top entwickelt, das Rückenschmerzen lindert. Das Oberteil ist mit Heizflächen und Vibrationselementen ausgestattet. Auf diese Weise korrigiert es die Haltung seines Trägers und reduziert Schmerzen. Das Top kann über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und über eine App img gesteuert werden. 

Die Telekom möchte Ideen an der Schnittstelle zwischen Technologie und Fashion fördern. Deshalb haben wir 2016 zusammen mit Partnern das Programm „Fashion Fusion“ ins Leben gerufen. Im Rahmen des Programms fand 2018 zum dritten Mal ein Ideenwettbewerb statt, der sich an Start-ups und junge Unternehmer aus den Bereichen Mode, Technologie und Produktdesign – wie „Project Love“ oder „Smart Orthosis“ – richtet. Teilnehmer des Wettbewerbs hatten die Möglichkeit, Prototypen zu ihren Ideen zu entwickeln. Dafür erhielten sie die notwendigen Arbeitsmaterialien und konnten auf Expertenwissen zurückgreifen. 2018 wählte eine hochkarätige Jury im Rahmen der Berliner Fashion Week aus acht Finalisten drei Siegerteams aus.

Vernetzte T-Shirts retten Rettungskräfte

Das Programm „Connected Things Integrator“ der Telekom-Tochter T-Systems hat ein innovatives T-Shirt entwickelt, das Menschen in besonders gefährlichen Berufen, wie beispielsweise Rettungskräfte bei der Feuerwehr, schützen soll. Es überwacht die Vitalparameter des Trägers und informiert den Einsatzleiter laufend über Position, Bewegungen und Körperausrichtung einer vermissten Rettungskraft. Im vergangenen Jahr testete die Krefelder Feuerwehr diese innovative Lösung im Rahmen einer Einsatzübung, um sich selbst davon zu überzeugen, inwieweit die Telematik die Risiken bei der Brandbekämpfung senken kann.

 Im Shirt ist in einer Nackentasche eine Telematikeinheit, der sogenannte „Pod“, untergebracht. Feine, hitze- und schweißresistente Drähte laufen in zufällig verteilten Schlingen kaum spürbar durch die Maschen des Textilstücks, das damit dehn- und waschbar bleibt. Sie übertragen aus zwei seitlich an der Brust angebrachten Sensoren die Herzfrequenz der Rettungskraft. Zugleich verfolgt ein Beschleunigungssensor der neuesten Generation im Pod jede Bewegung des Trägers. Ein Rechenprozess kombiniert die Rotations- und Translationsbewegungen des mit GPS img ausgestatteten Pods über sechs verschiedene Achsen. Anhand dieses anspruchsvollen Rechenprozesses kann das Gerät die Lage des T-Shirt-Trägers und dessen Bewegungen laufend verfolgen. Ein Speicher im Gerät zeichnet die Rohdaten auf, um jede Art von Zwischenfall unverzüglich zu erfassen. Ein Sturz etwa kann so blitzschnell über Mobilfunk an eine IoT-Plattform in der Cloud gemeldet werden. In der Regel kommuniziert die Plattform via Internet mit dem Tablet des Einsatzleiters, übernimmt aber auch das Management der Pods und versorgt sie regelmäßig mit Updates.

In Deutschland kommt es jährlich aufgrund von Hausbränden zu rund 200 000 Feuerwehreinsätzen. Mit dieser innovativen Lösung kann die Sicherheit der Rettungskräfte in lebensbedrohlichen Situationen wesentlich verbessert werden. Der Connected Things Integrator wird im Rahmen der Weiterentwicklung des vernetzten T-Shirts zusätzliche hilfreiche Informationskanäle integrieren. Wenn mit dieser Lösung auch nur ein Leben gerettet werden kann, ist das schon ein durchschlagender Erfolg.

Fairphone 2 bei T-Mobile Austria

T-Mobile Austria unterstützt das niederländische Unternehmen Fairphone aktiv bei seinem Vorhaben, das Bewusstsein der Menschen für faire Elektronik zu schärfen und die Industrie zu einem verantwortungsvolleren Handeln zu motivieren. Im vergangenen Jahr dehnte das Unternehmen seine Unterstützung auch auf die österreichischen „Fairphoner“ aus, die erste Fairphone-Community in Österreich. Es stellte auch finanzielle Förderung für den Gemeinschaftsfonds des Global 2000 Fairness Run in Wien und das Südwind-Straßenfest bereit. Die österreichische Fairphoner-Community will Fairphone-Nutzer in Österreich vernetzen und die Ziele der Fairphone-Bewegung propagieren.

T-Mobile Austria ist einer der ersten Mobilfunkanbieter weltweit und der einzige in Österreich, der das Fairphone 2, das erste nachhaltig und fair produzierte Smartphone, in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag anbietet. Das Unternehmen führte dieses Angebot Anfang 2016 ein und ermöglicht damit Neu- und Bestandskunden, sich auch bei der Wahl ihres Smartphones für einen nachhaltigen Lebensstil zu entscheiden.

Fairphone konzentriert sich auf vier Kernherausforderungen: den Abbau am Anfang der Wertschöpfungskette sowie das Design, die Produktion und den Lebenszyklus der Produkte nachhaltiger und transparenter zu gestalten. Hierfür arbeitet das Unternehmen mit Initiativen zum Abbau von Zinn und Tantal aus konfliktfreien Minen in der Demokratischen Republik Kongo zusammen und bezieht konfliktfreies Wolfram aus Ruanda. Außerdem hat es die erste Pilot-Lieferkette für Fairtrade-Gold in Smartphones erfolgreich etabliert und das Produktdesign des Fairphone 2 durch einen modularen Aufbau auf Langlebigkeit ausgelegt. Über T-Mobile Austria können Ersatzteile für das Fairphone 2 bestellt werden, was eine langfristige Produktnutzung fördern soll.

Maßnahmen zur Rückgabe von Mobilgeräten in Deutschland

Unser Beitrag zu den SDG

Die Recycling- und Weiternutzungsquote für elektronische Kleingeräte ist in Deutschland zu niedrig. Zu viele gebrauchte Handys, Smartphones und Tablets liegen in Schubladen oder werden illegal im Hausmüll entsorgt. Sie sollten jedoch neu aufbereitet und weiterverwendet oder dem fachgerechten Recycling zugeführt werden. So können wertvolle Ressourcen eingespart werden. Schon seit 2003 bieten wir dafür verschiedene Abgabemöglichkeiten an. Kunden können seit 2013 ihre gebrauchten hochwertigen Handys und Smartphones in den Telekom Shops ankaufen lassen. Für den Gegenwert des Geräts erhalten sie einen Gutschein, der im Telekom Shop beim Kauf eines neuen Geräts eingelöst werden kann, oder der Betrag wird auf das Kundenkonto überwiesen. Über ein 2016 geschaffenes Ankaufportal für Geschäftskunden können diese ihre gebrauchten Handys und Smartphones einsenden. Nachdem der Wert ermittelt wurde, kann dieser ausbezahlt oder an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Gemeinsam mit dem Unternehmen Teqcycle Solutions betreiben wir zudem das Online-Portal Handysammelcenter. Behörden, Vereine und andere Organisationen haben die Möglichkeit, über das Portal Sammelaktionen zu starten, bei denen gebrauchte Handys und Smartphones gespendet werden. Die Website bietet eine Übersicht über diese Partner und die durchgeführten Sammelaktionen. Im Berichtszeitraum fanden Aktionen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen statt. Ende des Jahres spendeten wir aus den Erlösen aus dem Recycling und der Weiternutzung gesammelter Geräte an das Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V. und an das Museum „Natur und Mensch“ der Stadt Freiburg, um so Bildungsprojekte zu unterstützen.

2018 nahmen wir deutschlandweit genau 187 028  gebrauchte Mobiltelefone und Smartphones zurück und führten diese einer Weiterverwendung oder dem fachgerechten Recycling zu. Bei der Handy-Rücknahme setzen wir einen Datenlöschprozess ein, der von der DEKRA zertifiziert ist und hohe Datenschutzanforderungen erfüllt. Defekte Handys oder Geräte, bei denen die zertifizierte Datenlöschung zu aufwendig wäre, recyceln wir mit modernen Verfahren fach- und umweltgerecht im Telekom Recycling Center. Bis zu 100 Prozent der Materialien lassen sich danach ein weiteres Mal verwenden – als recycelte Metalle oder zur Energieerzeugung.

Das Verhältnis zwischen in den Markt gebrachten und zurückgenommenen Mobiltelefonen bilden wir mit unserem ESG KPI img Rücknahme Mobilgeräte ab. Im Jahr 2018 wurden konzernweit (ohne T-Mobile US, AMC, Maktel, Crnogorski Telekom) über 368 000 Mobilgeräte zurückgenommen.

Unterstützung verschiedener Sammelaktionen
Wie in den Vorjahren haben wir auch 2018 die Kampagne „Die Handy-Aktion“ verschiedener kirchlicher Akteure in Baden-Württemberg unterstützt. Die Partner der Aktion haben gemeinsam mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg eine große Anzahl von Maßnahmen im Bildungsbereich durchgeführt. So haben sie den „Handy-Rohstoffkoffer“ gemeinsam mit der Deutschen Rohstoffagentur neu aufgelegt und an Schulklassen und Jugendgruppen verliehen. Er enthält verschiedene Mineralien, die in Handys verbaut sind. Mit begleitenden Lernmaterialien können Lehrer ihre Schüler darüber aufklären, welche Bedeutung die Rohstoffe in Smartphones haben.

Die Rücknahmekampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“ im Saarland, die wir bereits 2014 unterstützt haben, wurde 2018 in „Handy-Aktion Saarland“ umbenannt. Wir sind weiterhin Kooperationspartner der Kampagne, die unter anderem spezielle Unterrichtsangebote zum Thema Handy-Rücknahme und Ressourceneffizienz umfasst. Einen weiteren Schwerpunkt bilden gemeinsame Handy-Sammel-Aktionen mit saarländischen Unternehmen und Institutionen.

Aufklärung und Recycling zum Weltumwelttag
Im Rahmen des Weltumwelttags haben wir unsere Kunden im Juni 2018 über eine nachhaltige Smartphone-Nutzung sowie das Recycling gebrauchter Geräte informiert. Auf einer Sonderwebsite zum Weltumwelttag konnten sie sich beispielsweise darüber informieren, wie sich die Lebensdauer eines Smartphones verlängern lässt und bei welchen Sammelstellen sie ihr Gerät am Ende seines Lebenszyklus abgeben können, damit es repariert oder recycelt wird. Die Tipps wurden vom Service „Computerhilfe“ der Deutschen Telekom zusammengetragen und zusätzlich in einer leicht verständlichen Infografik angeboten. Diese beinhaltet unter anderem aktuelle Zahlen und Fakten zu wertvollen Ressourcen in Smartphones sowie deren Recycling. In dem kurzen Video „Telekom Netz Tour 2018: Zerstören für die Nachhaltigkeit“ erklären wir zudem, wie wir Smartphones recyceln und wiederverwerten.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz

Handy-Recycling in den USA

Das Handy-Recyclingprogramm von T-Mobile USA ermöglicht es Kunden, durch ökologisch verträgliche Geräteentsorgung zum Umwelt- und Gesundheitsschutz beizutragen. Damit wird auch der bedarfsgerechte Zugang zu hochwertigen wiederverwendbaren und aufbereiteten Geräten verbessert und die Schonung unserer knappen natürlichen Ressourcen gefördert.

Alle Mobilfunkkunden können ihre ausgedienten Handys, Akkus, Zubehörartikel, Tablet- oder Netbook-Computer unabhängig von Marke, Modell oder Hersteller an jedem Standort von T-Mobile USA zum kostenlosen Recycling abgeben. T-Mobile USA motiviert seine Kunden im Rahmen der Programme „JUMP!“ und „Mobilize“ durch attraktive Preisnachlässe für Geräte der neuesten Generation, ihre gebrauchten Handys und Zubehörartikel abzugeben. Die eingetauschten Geräte werden ausnahmslos wiederverwendet, aufbereitet oder recycelt.

Seit T-Mobile USA im Jahr 2008 das Recyclingprogramm eingeführt hat, sind über 22,9 Millionen Geräte wiederverwendet oder weiterverkauft worden. 85 Prozent der zurückgenommenen Geräte werden wiederverwendet oder weiterverkauft. Der Rest wird dem umweltverträglichen Recycling durch zertifizierte Dienstleister zugeführt. Mit diesem Programm trägt T-Mobile USA zur konzernweiten Initiative „Stop Wasting – Start Caring!“ (Umweltschutz statt Umweltschmutz) bei.

2018 sammelte T-Mobile USA insgesamt 3 917 572 gebrauchte Handys.

Wiederverwendung und Recycling von Mobilgeräten in Österreich

Seit 2014 werden alle Smartphones von T-Mobile Austria ohne SIM-Lock verkauft. So können gebrauchte Geräte problemlos an Freunde oder Familienmitglieder weitergegeben oder online verkauft werden. Damit erhöht sich der Wert der ursprünglichen Investition.

T-Mobile bietet bereits seit 2011 den Rückkauf gebrauchter Mobilfunk-Endgeräte an. Das „Wie-ich-will-Prinzip“ hat diesem Programm neue Dynamik verliehen. Die App imgHandy Ankauf“ informiert transparent über den erwarteten Verkaufswert des alten Endgeräts. Bei Rückgabe in T-Mobile-Shops erhält der Nutzer einen T-Mobile-Gutschein. Der Rückkauf wird auch Kunden anderer Betreiber angeboten.

Das Recycling erfolgt in Kooperation mit Teqcycle Solutions, einem für seine hohen Umweltstandards zertifizierten Unternehmen mit Sitz in München. Teqcycle gewährleistet die sichere Löschung des Gerätespeichers, so dass personenbezogene Daten nicht in unbefugte Hände gelangen. Die Geräte werden dann wieder aufgearbeitet und von Handy-Geschäften, über Online-Börsen und andere Kanäle weiterverkauft. Sind die Geräte defekt oder technisch überholt, gewährleistet Teqcycle, dass sie in Europa unter kontrollierten Bedingungen recycelt werden.

Als Teil seiner gesetzlichen Verpflichtung nimmt T-Mobile selbstverständlich auch defekte Altgeräte zurück und führt sie einem sachgerechten Recycling zu. Mit diesem Verfahren werden zwei Organisationen unterstützt: DEBRA Austria (ein Interessenverband für sog. „Schmetterlingskinder“, das sind Menschen, die mit Epidermolysis bullosa leben) und die Österreiche Kinder-Krebs-Hilfe.  Für jedes zurückgenommene Handy leistet T-Mobile Austria eine Spende an eine der beiden Organisationen.

Mobil über Gefahren informiert

Großbrände, die Ausbreitung gefährlicher Stoffe, Stromausfälle, Stürme oder Hochwasser: Damit Bürgerinnen und Bürger schnell auf Gefahrenlagen wie diese reagieren können, gibt es NINA, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App img des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Sie warnt Bürgerinnen und Bürger innerhalb von 30 Sekunden per Push-Nachricht – und zeigt damit wie digitale Lösungen unser Leben nicht nur einfacher, sondern auch sicherer machen können. Zusätzlich hilft NINA den Nutzern mit Verhaltensempfehlungen und allgemeinen Notfalltipps dabei, sich auf Risiken bestmöglich vorzubereiten. Aktuell wird die App bereits von mehr alsMillionen Menschen genutzt, bis 2020 sollen esMillionen sein. Für die Umsetzung von NINA arbeitet das BBK mit T-Systems zusammen. Die ausfallsichere und leistungsstarke Infrastruktur von T-Systems bildet die Grundlage für das mobile Warnsystem. 

Barrierefreie Produkte und Dienste

Unser Beitrag zu den SDG

Die Telekom möchte Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Informations- und Wissensgesellschaft erleichtern.

Service für hörgeschädigte Menschen
Bereits 2003 haben wir in Deutschland eine Hotline („Deaf Hotline“) für gehörlose und schwerhörige Kunden eingerichtet. Aktuell wenden sich täglich bis zu 50 Menschen an die Hotline, um sich beispielsweise zum Anschluss ihres DSL-Routers oder zu speziellen Handy-Tarifen beraten zu lassen oder einen Termin mit einem Techniker abzustimmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deaf Hotline sind mit sogenannten Live-Berater-Arbeitsplätzen ausgestattet, die unter anderem über HD-Kameras verfügen. Kunde und Live-Berater sehen sich über einen videobasierten Live-Chat und können in Gebärdensprache miteinander kommunizieren.

Für gehörlose Kunden beziehungsweise Mitglieder des Deutschen Gehörlosenbundes e.V. betreiben wir außerdem eine spezielle Online-Vertriebsseite. Dort bieten wir vergünstigte Mobilfunk- und Festnetz-Angebote an, die genau auf die Bedürfnisse gehörloser Menschen zugeschnitten sind. Über die Website können Kunden die gewünschten Tarife direkt buchen, Kontakt mit den Mitarbeitern der Deaf-Hotline aufnehmen oder sich zur Austausch- und Informationsplattform „Deaf-Café“ in der Telekom-hilft-Community weiterleiten lassen. Das Deaf-Café bietet einen geschützten Raum, um in Gruppen und Foren mit anderen Gehörlosen zu diskutieren oder Fragen zu Telekom-Angeboten zu stellen.

Darüber hinaus sind alle unsere Festnetz-Entertain-Produkte seit 2018 auch bei HD-Sendern mit Untertiteln verfügbar. Auf diese Weise ermöglichen sie hörgeschädigten Kunden einen barrierefreien Zugang.

Seit Sommer 2018 steht hörgeschädigten Menschen in Deutschland in akuten Notsituationen über den Dolmetsch-Relay-Service Tess/Telesign ein Rund-um-die-Uhr-Notruf mit Gebärdensprachdolmetschern zur Verfügung. Die Erreichbarkeit und die problemlose Übertragung ist erst dank genügend Datenvolumen in den Mobilfunk-Verträgen und ausreichender Netzversorgung möglich. Tess/Telesign wird über die Pflichtsozialabgabe mitfinanziert, die die Telekom an die Bundesnetzagentur entrichtet.

Engagement für Hörgeschädigte in der Slowakei
Etwa ein Prozent der slowakischen Bevölkerung ist hörgeschädigt. Für diese Menschen entwickelt Slovak Telekom umfassende Programme und Aktivitäten, die ihnen bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen helfen. Unsere Hilfe gilt auch Familien mit hörgeschädigten Kindern. Wir wollen die öffentliche Aufmerksamkeit stärker auf die speziellen Bedürfnisse von Hörgeschädigten lenken.

Als Telekommunikationsbetreiber bieten wir Hörgeschädigten umfassende Unterstützung an und stellen günstige Tarife sowie ein mobiles Datenpaket für sie bereit. 2018 aktualisierte Slovak Telekom seinen Mobilfunk-Sondertarif für hörgeschädigte Menschen, der zum Preis von 12 Euro pro Monat unbegrenzte SMS und bis zu 8 GB mobiles Datenvolumen bietet. Darüber hinaus stellt Slovak Telekom Hörgeschädigten für monatlich 0,99 Euro einen mobilen Internet-L-Vorzugstarif mit 15 GB Datenvolumen zur Verfügung, was einem Preisnachlass von über 95 Prozent entspricht.

Navigationshilfe für Sehbehinderte in Tschechien
Als gesellschaftlich verantwortliches Unternehmen hat es sich T-Mobile Czech Republic zum Ziel gesetzt, Menschen mit Sehbehinderungen zu unterstützen. Zusammen mit der Technischen Universität Tschechien haben wir eine besondere Navigationslösung für Blinde entwickelt. Globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) in Kombination mit Mobilfunkdatennetzen bilden die Grundlage für eine der modernsten Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen. T-Mobile Czech Republic unterstützt die Entwicklung dieser Navigationslösung durch Bereitstellung von 3G- und 4G-Konnektivität, SIM-Karten und Modems. Der neu entwickelte Navigationsstock für Blinde ist mit der Navigationszentrale verbunden. Mithilfe einer 2G- bis 4G-App img lassen sich über den Service Navigationsdaten, Sprache und Bilder übertragen. In der früheren Ausführung war der Stock mit dem Smartphone verbunden, aber jetzt sind Kommunikationsschnittstelle, Kamera und Mobiltelefon direkt in den Stock integriert.  Innerhalb von Gebäuden, wo GNSS nicht funktioniert, dient die Kamera als Orientierungshilfe. 2017 wurde eine Testphase abgeschlossen und 2018 der Pilotbetrieb aufgenommen. Nach Überarbeitung des Designs und diversen Verbesserungen liegt nun der Prototyp der nächsten Generation vor. Das endgültige Produkt muss vom tschechischen Ministerium für Arbeit und Soziales als entsprechendes Hilfsmittel zertifiziert werden, damit es Sehbehinderten kostenlos angeboten werden kann. Die Produktion soll im dritten Quartal diesen Jahres anlaufen. Der Lieferant wird Svarovsky Ltd. sein,  der größte europäische Hersteller von Stöcken für Sehbehinderte.

Start-up-Förderung: Ideen Raum geben

Unser Beitrag zu den SDG

hubraum ist das führende Start-up-Programm der Deutschen Telekom. Seine Aufgabe: externe Start-ups mit relevanten Geschäftseinheiten in unserem Konzern vernetzen, um gemeinsam innovative Produkte für unsere Privat- und Geschäftskunden zu entwickeln. Dazu bietet hubraum den Gründern Frühphasenfinanzierung aus einem eigenen Investmentfonds und gezielte Innovationsprogramme mit Blick auf die strategischen Wachstumsfelder und Technologien der Deutschen Telekom.

Seit der Gründung von hubraum 2012 haben wir ein strategisches Investment-Portfolio von über 25 Unternehmen aufgebaut und mit rund 300 weiteren Start-ups aus Europa und Israel zusammengearbeitet – in Bereichen wie Realtime Gigabit Society (z.B. 5G und Edge Cloud), Smart Data Economy (z.B. AI und Process Automation) oder dem Internet of Things (z.B. NarrowBand-IoT und Industrie 4.0).

Der hubraum-Campus am Standort Berlin verfügt über eines der ersten 5G-Netze in Europa und ist mit „Edge Cloud“-Infrastruktur ausgestattet. Neben einer Bürofläche für gemeinsames Arbeiten und Mentoring haben Start-ups dort exklusiven Zugang zu Netzen, Produktplattformen und Testdaten unseres Konzerns und können damit ihren Geschäftsaufbau beschleunigen. 2018 wurden 30 Projekte in den hubraum-Edge- und -5G-Prototyping-Programmen umgesetzt. Diese sollen 2019 fortgeführt werden.

In den IoT-Innovationsprogrammen wurden im gleichen Zeitraum 36 Projekte durchgeführt – mit Lösungen für NB-IoT- beziehungsweise LTE-M-Netze sowie das „Industrial IoT“-Portfolio unseres Konzerns. Beispiele für Start-ups, die an unserem LTE-M Programm teilnahmen:

  • Das slowenische Start-up Trapview bietet eine Lösung für den Agrarbereich an: Sensoren ermitteln, ob und in welchem Maße Pflanzen von Ungeziefer befallen sind. Das ermöglicht es, den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln genau auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen und die damit verbundenen Umweltbeeinträchtigungen zu reduzieren.
  • Neebo, ein Start-up aus Großbritannien, hat ein Sensorarmband für Babys entwickelt. Damit lassen sich via Smartphone unter anderem die Vitalfunktionen des Kindes wie Atmung und Puls überwachen. 
  • HUBforKIDS ist eine Initiative aus dem hubraum in Krakau, die sich zum Ziel setzt, mithilfe von Technologie globale CSR-Projekte aufzubauen und beim Wachsen zu helfen, um so die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu unterstützen. In der aktuellen Phase konzentriert sich die Initiative darauf, beispielsweise die Situation von Kindern in polnischen Waisenhäusern zu verbessern.

Starthilfe für interne „Gründer“
Seit 2011 ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit dem internen Innovationsprogramm „UQBATE“, eigene Konzepte für neue Dienste und Geschäftsfelder innerhalb der Deutschen Telekom zu finanzierungsfähigen Projekten weiterzuentwickeln. Sie können ihre Ideen auf der UQBATE-Plattform interessierten Kollegen vorstellen, Teams bilden und ihre Ideen gemeinsam Schritt für Schritt in marktreife Produkte überführen. Beispiele für realisierte Ansätze sind die Projekte eParkomat oder IndeeWork.

Gründerprogramm unterstützt regionale Start-ups in Tschechien

2018 wurde das Gründerprogramm „Take-offs“ von T-Mobile Czech Republic zum achten Mal durchgeführt. Das Programm bietet finanzielle Unterstützung, langfristige professionelle Beratung und Know-how für regionale Start-ups an. Dabei sollen künftige Unternehmer gefördert werden, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, beispielsweise Menschen aus Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, Frauen im Erziehungsurlaub, Senioren oder Behinderte sowie Studenten ohne Arbeitserfahrung.

Aus den 483 angemeldeten Projekten gingen 40 als regionale Gewinner hervor. Sie wurden von einer Expertenjury bei neun regionalen Workshops bekannt gegeben, die kostenlos für alle Interessierten angeboten wurden und an denen 500 Personen teilnahmen. Alle regionalen Gewinner erhalten Unterstützung von Experten aus den Bereichen Marketing, Kommunikation und Finanzen sowie auch eine handfeste finanzielle Unterstützung in Höhe von 4 500 Euro.

Die Öffentlichkeit war aufgerufen, aus den 40 regionalen Gewinnern den Gesamtsieger des Wettbewerbs zu küren. Über 11 000 Teilnehmer gaben online ihre Stimme ab und wählten Filip Hausknecht und sein Projekt „Soziales Dach“ (sozialverantwortliches Bistro, in dem Obdachlose und Menschen nach der Haftentlassung beschäftigt werden) als Gesamtsieger und Gewinner eines Preises im Wert von 4 600 Euro. Eine Expertenjury wählte außerdem den nationalen Gewinner. In diesem Jahr wurde Pavel Buben mit seinem Projekt „Glucly“ (App img für Diabetiker) zum nationalen Sieger gekürt und erhielt Preise im Wert von 21 150 Euro.

Das Gründerprogramm erfreute sich auch in diesem Jahr wieder beachtlicher Medienpräsenz. Die Sieger wurden zur Vorstellung ihrer Projekte in Fernsehen und Radio sowie in verschiedenen Print- und Online-Medien eingeladen.

Umweltdaten aus dem Weltraum

Die Deutsche Telekom wurde von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA mit der Entwicklung einer Cloud-Plattform für den Zugriff auf Satellitendaten beauftragt. T-Systems wird den Copernicus Data and Information Access Service (Copernicus DIAS) nutzen, um über die Open Telekom Cloud Massendaten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms bereitzustellen. Unternehmen können dann kostenlos auf diese Daten zugreifen und sie unmittelbar in der Cloud für kommerzielle Zwecke nutzen. Die hochauflösenden Bilder liefern wertvolle Umweltparameter für sechs Bereiche: Landüberwachung, Meeresüberwachung, atmosphärische Überwachung, Klimawandel, Notfallmanagement und Sicherheit. So sind beispielsweise Daten und Informationen des Copernicus DIAS verwendet worden, um das Ausmaß und den Schweregrad von Schäden zu ermitteln, die durch Waldbrände (Italien, Spanien, Griechenland, Portugal), Erdbeben (Mexiko), Hurrikans (Länder, die von den Hurrikans Harvey, Irma und Maria betroffen waren) und Hochwasser (Irland, Deutschland) verursacht wurden, und um den Einsatz von Rettungsteams in diesen Katastrophengebieten zu unterstützen.

Als Cloud-Service ermöglicht Copernicus DIAS die Demokratisierung der europäischen Satellitendaten. In der Vergangenheit konnten es sich nur wenige Unternehmen zeitlich und finanziell leisten, diese kontinuierlich anfallenden Daten herunterzuladen, zu speichern und zu verarbeiten.

Copernicus DIAS aus der Open Telekom Cloud steht seit 2018 zur Verfügung. Zusätzlich zur Bereitstellung aktueller Erdbeobachtungsdaten in der Open Telekom Cloud unterhält die Deutsche Telekom auch ein umfassendes Datenarchiv.