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Corporate Responsibility Bericht 2018

Infrastrukturausbau

Eine gut ausgebaute Netzinfrastruktur sichert wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach immer schnelleren, flächendeckend verfügbaren Datendiensten. Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur zügig weiter aus und erhöhen mit neuen, sicheren Technologien die Geschwindigkeit der Übertragung.

So bauen wir unsere Infrastruktur aus

Unser Beitrag zu den SDG

Die Menge der weltweit übertragenen Daten wächst in rasantem Tempo. Eine Studie der International Data Corporation kommt zu dem Schluss, dass die globale Datenmenge bis 2025 von aktuell etwa 33 Billionen Gigabyte (2018) auf 175 Billionen Gigabyte ansteigen wird. Um dieses Volumen zu bewältigen, müssen die Netze stetig weiter ausgebaut werden.

In Deutschland sind wir seit Jahren der größte Investor in diesem Bereich und werden uns hier auch in Zukunft intensiv engagieren. Hierfür maßgeblich sind die Hauptziele unserer europaweiten integrierten Netzstrategie (INS): Wachstum, Effizienz und Qualität. Wir wollen unsere Netze stetig erweitern, die Effizienz unserer Anlagen erhöhen und unsere Führungsrolle bei der Netzqualität weiter ausbauen. Mit der INS unterstützen wir die Netzausbauziele der EU-Kommission und der Bundesregierung (Digitale Agenda und Breitbandstrategie).

Die integrierte Netzstrategie der Telekom in Europa setzt auf die vier Säulen LTE img, Glasfaser img, VDSL-Vectoring img und Hybrid. In Deutschland bildet neben der Erweiterung des LTE-Mobilfunknetzes der Ausbau von Glasfaser den Schwerpunkt der INS. Darüber hinaus bereiten wir die Einführung des neuen 5G-Standards vor und haben 2018 in Berlin die erste Datenverbindung im Live-Netz Europas gezeigt.

Integrierte Netzstrategie

Wir haben die Ziele, die wir uns in Deutschland für die Umsetzung unserer INS bis 2018 gesetzt hatten, sogar übertroffen: Derzeit können ca. 98 Prozent der Bevölkerung LTE nutzen (Ziel 2020: 99 Prozent). Weiterhin können über unser Festnetz heute bereits rund 26,5 Millionen Haushalte in Deutschland einen Tarif mit bis zu 100 MBit/s buchen. Diese Zahl wird täglich größer, was man über unseren Ausbauticker mitverfolgen kann.

Erneuerung der Netzarchitektur
Wir wollen unsere Netze schneller und effizienter machen. Hierfür schalten wir sämtliche nicht mehr benötigten, auf analoger Netztechnik beruhenden „Public Switched Telephone Network (PSTN)“-Plattformen ab und stellen das gesamte Telefonnetz auf IP-basierte Anschlüsse um. Die heutige Technik ist Ende 2018 bereits zu 90 Prozent durch IP-Technologie ersetzt worden.

Um die Wünsche unserer Kunden nach einem schnellen Netz zu erfüllen, setzen wir bei der Erneuerung der Netzarchitektur auf Glasfaser. Durch den Einsatz der auf Glasfaser basierenden Technologie Super-Vectoring wird die Datenübertragung auf bis zu 250 Mbit/s img im Download beschleunigt, im Upload auf bis zu 40 Mbit/s. In Zukunft werden sich diese Zahlen noch erhöhen.

Unabhängig vom Ausbau und von der Erneuerung unserer Infrastruktur sind wir bestrebt, unsere Netze so stabil und störungsfrei wie möglich zu betreiben. So sorgen wir dafür, dass das Netz auch im Falle von Großereignissen wie Festivals oder politischen Gipfeltreffen wie gewohnt zur Verfügung steht. Unser Disaster Recovery Management greift auch bei Naturkatastrophen wie Hochwassern, damit die Betroffenen schnell wieder kommunizieren können.

Neuer Kommunikationsstandard: Vorbereitungen für 5G laufen auf Hochtouren

Der aktuelle Mobilfunk-Standard LTE img ist der Standard der vierten Generation (4G). LTE entwickelt sich stetig weiter und kann so die Anforderungen von Privatkunden nach immer größeren Bandbreiten img bislang gut erfüllen. Der neue Kommunikationsstandard 5G wird nicht nur eine deutlich verbesserte Netzwerkkapazität und höhere Geschwindigkeiten bieten, sondern auch geringere Latenzen, höhere Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie eine erhöhte Netzwerkflexibilität für maßgeschneiderte Kundenlösungen. Dadurch werden mit 5G insbesondere in Industrie und Logistikbranche eine Vielzahl von Anwendungen möglich, die nach heutigen Maßstäben noch gar nicht denkbar sind.

Acht-Punkte-Programm für den 5G-Ausbau
Im Oktober 2018 hat die Telekom ein Acht-Punkte-Programm für den Ausbau einer 5G-Netzinfrastruktur vorgestellt. Das Ziel: 2025 sollen 99 Prozent der Bevölkerung und 90 Prozent der Fläche in Deutschland mit 5G versorgt werden.

Auch der weitere Ausbau von LTE/LTE-Advanced zahlt auf die künftige 5G-Infrastruktur ein. Denn LTE ist die Basis für 5G und wird integraler Bestandteil von 5G bleiben. So wird es zu Beginn keine Stand-alone-Variante von 5G geben, sondern es werden entsprechend den Standardisierungs- und Entwicklungsplänen Teile der Implementierung von 5G zunächst in LTE abgebildet werden. Die Einführung von 5G ist eine Evolution: Dank Glasfaseranbindung, der gerade stattfindenden S-RAN-Modernisierung (Single Radio Access Network) und neuen Services wie beispielsweise LTE 900 oder 4x4 MIMO werden die mehr als 27 000 Mobilfunk-Standorte in Deutschland zeitnah bereit für den neuen Standard, sofern sie es nicht bereits sind, und können erste 5G-Anwendungen abbilden.

Erster Schritt: 5G-Testfeld in Berlin
Seit Mai 2018 senden die ersten 5G-Antennen in Europa, die den zukünftigen Kommunikationsstandard vollständig unterstützen, unter realen Bedingungen im Telekom-Netz in der Berliner City. Die Antennen sind Teil eines 5G-Testfelds im Herzen der Hauptstadt.

Anwendungsfälle testen
Damit innovative Entwickler ihre Ideen für 5G in Berlin unter Livebedingungen testen können, hat die Telekom gemeinsam mit ihrem Start-up-Inkubator hubraum das 5G-Prototyping-Programm auf den Weg gebracht.

Im Hamburger Hafen testen wir gemeinsam mit der Hamburg Port Authority und Nokia weltweit zum ersten Mal unter industriellen Livebedingungen neue Aspekte des 5G-Standards mit unterschiedlichen Anwendungen. Seit Januar 2018 ist das rund000 Hektar große Areal ein Testgebiet, in dem die Zukunftstechnologie auf ihre industrielle Einsatzfähigkeit überprüft wird: die Übermittlung von Bewegungs- und Umweltdaten in Echtzeit, verlässliche Ampelsteuerungen und Virtual-Reality-Anwendungen. Der Feldversuch ermöglicht uns, neue innovative Lösungen für die Industrie zu entwickeln, und dient auch als Grundlage für die Definition von weiteren Aspekten des 5G-Standards.

Möglich gemacht wurde der Feldversuch auch durch eine neue 5G-Anlage auf dem Hamburger Fernsehturm. Sie wurde im Rahmen des EU-Forschungsprojekts5G-MoNArch“ installiert. Das Projekt hat zum Ziel, Konzepte zur 5G-Mobilfunk­Architektur in der Praxis zu erproben.

Ausbau des Glasfasernetzes vorangetrieben

Die Telekom betreibt das größte Glasfasernetz in Europa: Allein in Deutschland hat es eine Länge von 500 000 Kilometern. Um der Nachfrage nach höheren Bandbreiten img im Netz zu entsprechen, bauen wir unser Glasfasernetz weiter aus. Mit unserem Ausbauticker berichten wir über unsere Fortschritte.

Hierfür setzen wir sowohl auf die Technologie FTTC img „Fiber to the Curb“ (dt. etwa „Glasfaser img bis zum Bordstein“) als auch auf den FTTH-Ausbau („Fiber to the Home“). Bei dem FTTC-Ausbau wird die Glasfaser bis zu den sogenannten Kabelverzweigern (KVZ) ausgebaut, also zu den grauen Kästen am Straßenrand. Von dort können wir dann unsere Kunden über bestehende Infrastruktur mittels Super-Vectoring img mit großen Bandbreiten versorgen. Bei FTTH img reicht die Glasfaserleitung bis in die Wohnung unserer Kunden.

  DSL img 16.000 FTTC mit Super-Vectoring FTTH
Download bis zu 16 Mbit/s bis zu 250 Mbit/s bis zu 1000 Mbit/s
Upload bis zu 2,4 Mbit/s bis zu 40 Mbit/s bis zu 500 Mbit/s

 

Vectoring: Mehr Tempo im Netz

Durch Super-Vectoring werden die elektromagnetischen Beeinflussungen ausgeglichen, die es zwischen den Kupferleitungen auf dem Weg in die Haushalte gibt. Das ermöglicht deutlich schnellere Datenübertragungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s img. Die Technik dafür wird in den Kabelverzweigern installiert.

Weiterer Ausbau des LTE-Mobilfunknetzes

Der Ausbau der Mobilfunk-Technologie LTE img im Telekom-Netz sorgt für größere Reichweiten und höhere Geschwindigkeiten. Ende 2018 lag die Netzabdeckung mit LTE in Deutschland bereits bei rund 98 Prozent und Europa bei ca. 97 Prozent der Bevölkerung. Damit haben wir in den europäischen Landesgesellschaften unsere Ziele erreicht. 

Schneller Internet-Zugang an Bord

Gemeinsam mit dem Satellitenbetreiber Inmarsat werden wir Fluggästen in Europa künftig einen noch besseren Internet-Zugang an Bord von Flugzeugen bieten. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit weiteren Partnern etablieren wir dazu das European Aviation Network (EAN). EAN ist die weltweit erste integrierte Lösung, die aus einem Satelliten und einem komplementären LTE-basierten Bodennetzwerk besteht. Weitere Partner sind das Telekommunikationsunternehmen Nokia und der Luft- und Raumfahrtspezialist Thales.

Die Deutsche Telekom und Nokia haben das Bodennetz des Projekts Anfang 2018 fertiggestellt. Dazu wurden rund 300 Antennenstandorte installiert und das Netzwerk verbunden. Parallel dazu haben Inmarsat und Thales den Satellitentest im Orbit abgeschlossen. Nach erfolgreichen Flugversuchen ist der EAN-Service nun funktionsfähig.

Unser Erstkunde, der Luftfahrtkonzern IAG, hat mehrere Flugzeuge mit EAN-Hardware ausgestattet und ein internes Pilotprojekt durchgeführt. Voraussichtlich ab Frühjahr 2019 wird der EAN-Service für Passagiere kommerziell verfügbar sein. Die europaweite Einführung von EAN für die gesamte IAG-Flotte ist für den weiteren Jahresverlauf geplant.

Paneuropäisches Netz (Pan-Net) nimmt Gestalt an

Bislang haben die europäischen Landesgesellschaften jeweils eigene Infrastrukturen betrieben und ihre Dienste eigenständig entwickelt. Die Umstellung auf IP-Technologie ermöglicht es hingegen, gemeinsam neue Dienste zu entwickeln und diese über Landesgrenzen hinweg zu teilen. Mit dem Aufbau eines paneuropäischen Netzes wollen wir dieses Potenzial ausschöpfen.

Im paneuropäischen Netz werden einzelne Dienste wie SMS, Voicemail oder E-Mail in Form von „Produktbausteinen“ für alle Länder bereitgestellt. Die Basis dafür schafft unsere Pan-Net-Cloud. Jede Landesgesellschaft kann die Bausteine so für sich zusammenstellen, dass sich ein passendes Angebot für ihren lokalen Markt und ihre Kundenbedürfnisse ergibt. Außerdem können wir so neue Lösungen innerhalb weniger Tage in ganz Europa anbieten. 2018 haben wir das Netz weiter ausgebaut. Derzeit erreichen wir bereits 45 Millionen Kunden von elf europäischen Landesgesellschaften.

Die Pan-Net-Cloud ist ein Verbund von in Europa verteilten Rechenzentren. Diese befinden sich in Ungarn, Polen, Griechenland, Nordmazedonien, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik und Deutschland. 2018 haben wir sechs weitere Rechenzentren eröffnet: zwei in Griechenland, zwei in Kroatien und je ein weiteres in Ungarn und Deutschland.

Umstellung auf IP-Technologie schreitet voran

Mit der IP-Technologie werden Telefongespräche nicht mehr analog oder über ISDN-Technik übertragen, sondern in Form von Datenpaketen über das sichere Netz der Telekom − ähnlich, wie es im Internet und im Mobilfunk schon lange Standard ist. Die Umstellung auf IP-basierte Anschlüsse ist die Grundlage für schnellere Internet-Verbindungen und immer komplexere Anwendungen. So werden wir den wachsenden Ansprüchen unserer Kunden gerecht. Gleichzeitig ist der Energiebedarf der IP-Technologie im Vergleich zur bisher eingesetzten Netztechnik wesentlich geringer. Daher trägt der Umbau dazu bei, unsere CO2-Emissionen zu senken.

Insgesamt haben wir in Deutschland bereits 20,3 Millionen Anschlüsse auf IP img umgestellt, davonMillionen Geschäftskundenanschlüsse. Auch in den übrigen EU-Ländern bauten wir den Anteil der IP-Anschlüsse weiter aus. Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, die Slowakei und Ungarn sind bereits zu 100 Prozent auf IP umgestellt. In Griechenland laufen 74 Prozent und in Rumänien 47 Prozent der Anschlüsse bereits über IP-Technologie.

Mobilfunknetz in Deutschland ausgezeichnet

Bestes Netz 2019

Computer Bild (Ausgabe 25/2018)

Die Computer Bild hat das Mobilfunknetz der Telekom als das beste in Deutschland für 2019 ausgezeichnet. Mit der Gesamtnote 1,8 setzten wir uns an die Spitze des Wettbewerberfeldes.

Festnetz-Anbieter
Mobilfunknetz-Betreiber
Netzbetreiber-Prepaid-Karten

Erste Plätze bei Connect-Leserwahl 2018 (Ausgabe 6/2018)

Wir sind der beste Mobilfunknetz-Betreiber und bester Festnetz-Anbieter. Das ergab erneut die alljährliche Wahl der Leser des Fachmagazins Connect. Mit unseren Produkten und Diensten konnten wir weitere Preise gewinnen:

Mobilfunknetz-Betreiber
Netzbetreiber-Prepaid-Karten
Festnetz-Anbieter
Deutsche Cloud-Dienste

Smart-Home-Komplettsysteme
Mail-Dienste

Bestes Netz

Chip (Ausgabe 1/2019)

Wie haben den Mobilfunknetz-Test von CHIP gewonnen und wurden als bestes Netz ausgezeichnet.

Connect Mobilfunk-Netztest (Ausgabe 1/2019)

Aus dem Connect Mobilfunknetztest 2019 gingen wir mit der Bewertung „sehr gut“ ebenfalls  als Gesamtsieger hervor. Getestet wurde die Sprach- und Verbindungsqualität bei Telefonaten ebenso wie die Datenkommunikation im mobilen Internet. Die Messungen fanden an verschiedenen Orten wie Groß- und Kleinstädten, aber auch in der Bahn statt.